Vitamin C-Mangel ist weit verbreitet und kann zu zahlreichen Problemen führen. Da VC auch für die Eisenaufnahme wichtig ist, ist VC-Mangel auch eine sehr häufige Ursache für Eisenmangel - zB http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1143999.
VC wird nur zum Teil aufgenommen und verbleibt nur kurz im Blut, weshalb einige Ärzte Infusionen vorziehen - zB Dr. Strunz bei Krebs: http://www.drstrunz.de/aktuelles/080..._vitaminc.html. Um oral ausreichende Mengen aufzunehmen und einen möglichst gleichmäßigen Spiegel aufzubauen reicht eine einmalige Einnahme am Tag nicht und werden höhere Mengen benötigt, was zur Hochdosistherapie führt.
Damit man nicht nur Durcheinander im Körper erzeugt (Wechsel Überfluss-Mangel), muss Vitamin C gleichmäßig und regelmäßig eingenommen werden.
Bei Infekten und Krankheiten kann der Bedarf stark ansteigen.

Bei Histaminintoleranz kann Vitamin C interessant sein: http://www.symptome.ch/vbboard/hista...vitamin-c.html

Ausführliche Informationen zu Vitamin C auf deutsch finden sich in diesem PDF-Buch zu Vitamin C:
http://www.webmed.ch/PDF/PDF_Vitamit_C_Buch.pdf

Wenn man dort die zahlreichen Prozesse studiert, auf die Vitamin C Einfluss nimmt, so wundert es auch nicht, dass man mit starken Anfangsreaktionen auf das Vitamin C rechnen kann - Entgiftungserscheinungen, andere unangenehme Veränderungen, oder auch wenn man Magen-Darm-Probleme hat dass die Säure brennen kann - in diesem Fall beginnt man mit einem gepufferten Präparat (die Säure wird neutralisiert mit einer Base = gepuffert).



Inhalt

  1. Threads und Links
  2. Vitamin C Hochdosistherapie - Irwin Stone, Linus Pauling, Robert Cathcart
  3. Positive Wirkungen
  4. Risiken
    - Nierensteine
    - Übersäuerung (Azidose)
    - Angriff auf den Zahnschmelz
    - Prooxydative Wirkung
    - gestörte Blut-Hirn-Schranke
    - Weitere
  5. Vorgehen und Darmtoleranz
    - Gastritis und Magenprobleme
    - gepufferte Produkte (zum Säureschutz bei Gastritis)
    - Rebound
    - Darmtoleranz
    - Vorgehen bei einem akuten Infekt
  6. Wechselwirkungen
    - LT-Einnahme
    - Selen




  1. Threads und Links

    Ausführliches Vitamin C-Buch (deutsch): http://www.webmed.ch/PDF/PDF_Vitamit_C_Buch.pdf
    Dr. Volker Schmiedel - schöne Übersicht: http://www.ganzheits-medizin.de/vitamin-c/
    Buchempfehlung (englisch): "Ascorbate" von Steve Hickey und Hilary Roberts zB http://www.lulu.com/product/paperback/ascorbate/55574

    Interessanter Link aus der Uni Giessen zur Biochemie von Vitamin C mit Versuchen an Meerschweinchen, die VC auch nicht selbst bauen können: http://geb.uni-giessen.de/geb/vollte...86-3_50-53.pdf

    Ausführlicher Thread im Symptome-Forum: http://www.symptome.ch/vbboard/nahru...chdosiert.html
    Diskussion hier: http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1127482
    Gefahrendiskussion: http://www.symptome.ch/vbboard/nahru...faehrlich.html
    zu Infusionen: http://www.symptome.ch/vbboard/nahru...tml#post461930




  2. Vitamin C Hochdosistherapie nach Linus Pauling und Robert Cathcart

    Vitamin C scheint eine wesentliche Rolle für die Gesundheit zu spielen da Menschen im Gegensatz zu den meisten Tieren Vitamin C nicht selbst herstellen können, aber der Bedarf bei Erkrankungen sehr hoch sein kann.
    Vitamin C wird für die Thyroxinsynthese benötigt und für die Eisenaufnahme, so dass sich unter Therapie in ausreichender Vitamin-C Dosis beides bessern kann.
    Auch die Thyroxinaufnahme kann sich verbessern, die Selenaufnahme jedoch behindert werden. Reines Vitamin C (also Ascorbinsäure aus der Dose) darf man mit Thyroxin zusammen einnehmen, jegliche Verbindung wie Calcium-Ascorbat, Magnesium mit in der Flasche, Vitamin C-Tabletten jedoch keinesfalls, da gelten 2 Stunden Abstand.

    http://www.wissenschaft-unzensiert.de/med13_5.htm
    Die Anzahl der Radikal-bedingten Erkrankungen wird immer größer. Infekte, kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs, Traumata, Verbrennungen sowohl durch Hitze auch radioaktive Strahlung, Operationen, Allergie, Autoimmunerkrankungen und Alterungsprozesse werden inzwischen dazugezählt. Es ist eher schwierig, eine Krankheit zu nennen, deren Genese nicht mit freien Radikalen in Zusammenhang steht.
    Studien von Pauling (11) und in jüngster Zeit von Hemilä (20) weisen darauf hin, daß bei Gabe solcher Dosen zwar nur ein geringer Rückgang der Inzidenz, aber eine signifikante Abnahme in Bezug auf Komplikationen und Dauer von Erkältungen zu erwarten ist. Ich bin von er Anzahl der Patienten beeindruckt (es sind aber nicht alle), die berichten, daß sie, seit sie Paulings Buch gelesen haben und Vitamin C einnehmen, schon viele Jahre lang keine Erkältung mehr gehabt haben. Viele Patienten haben ihre chronischen Infekte damit auch erstmals geheilt.
    1.Vitamin C zur Skorbutprophylaxe (bis 65 mg/Tag)
    2.Vitamin C zur Prophylaxe von akuten, induziertem Skorbut (1 – 20g/Tag und zur Verstärkung Vitamin C-abhängiger Prozesse
    3.Vitamin C zur Bereitstellung von Reduktionsäquivalenten (30-200 oder mehr g/Tag)


    Nicht belegte logische Erklärung des Problems nach Irwin Stone

    http://www.vitamine-und-mehr.com/the...t-kein-vitamin
    in http://www.symptome.ch/vbboard/gesun...tml#post309275
    Zitat Zitat von HRoesch01 Beitrag anzeigen
    Ich habe ja schon von dem ominösen Konstruktionsfehler im menschlichen Körper gesprochen. Und den gibt es leider tatsächlich und er macht uns in der Konsequenz zu einer ziemlich bedauernswerten Kreatur. Nahezu alle Tiere auf diesem Planeten beherrschen die Vitamin C-Synthese und sind damit völlig unabhängig von in der Nahrung enthaltenem Vitamin C. Lediglich das Meerschweinchen, die Fledermaus und einige Menschenaffenarten teilen unser Schicksal.

    Der Konstruktionsfehler ist ein Gendefekt, der die Bildung eines einzigen Enzyms verhindert: Die Gulonolactone-Oxidase. Und hätten wir dieses Enzym zur Verfügung, dann würden wir wie jedes andere Tier unser Vitamin C selbst und in der passenden Menge aus einfacher Glucose direkt in den Blutkreislauf synthetisieren.
    ..
    Unsere geliebten Hauskatzen sind natürlich Vitamin C-Produzenten. Sie synthetisieren auf Menschengewicht umgerechnet etwa 2,5g Vitamin C täglich. Wenn sie unter Stress stehen oder krank sind, dann können sie diese Menge zügig bis auf etwa 10g steigern. Von DGE-Empfehlungen haben diese Tierchen offensichtlich noch nie etwas gehört!
    ..
    Langer Rede kurzer Sinn: Wir müssen unserem Körper täglich Vitamin C in einer weit höheren Dosis zuführen, als allgemein angenommen wird. Ein rabiater Rohköstler kann das gerade so in etwa über die Ernährung schaffen, wenn er gesund ist und ein günstiges genetisches Profil hat.
    ..
    Es gibt jedoch auch Vitamin C-Recycling:
    http://www.wissenschaft.de/wissensch...ws/289697.html
    Menschen recyceln Vitamin C mit Hilfe von roten Blutkörperchen
    ..
    Entscheidend dafür sind umgebaute Zuckertransporter, die sich in den roten Blutkörperchen befinden, hat nun ein internationales Forscherteam gezeigt.


    Linus Pauling und Robert Cathcart

    http://de.wikipedia.org/wiki/Linus_Carl_Pauling und Begegnung mit Dickerchen http://www.ht-mb.de/forum/showthread...39#post1992239 ff.

    Dort auch: Das von ihm gegründete Linus Pauling Institute ist nach seinem Tod von der Vitamin C Hochdosistherapie abgekommen.

    Linus Pauling Institute mit zahlreichen Links zu Studien über Vitamin C (und andere): http://lpi.oregonstate.edu/infocente...mins/vitaminC/

    Erfahrungen von Dr. Robert Cathcart mit über 9000 Anwendern: http://www.doctoryourself.com/titration.html



  3. Positive Wirkungen


    • Radikalfänger
      http://www.ht-mb.de/forum/showpost.p...5&postcount=57
      und Link oben http://www.wissenschaft-unzensiert.de/med13_5.htm

    • Cholesterin und Gefäßschäden durch VitaminC-Mangel: http://www.symptome.ch/vbboard/nahru...tml#post329470
      Zitat Zitat von skazon Beitrag anzeigen
      Vitamin-C-Mangel verursacht Gefäßschäden und erhöht Cholesterin

      Bei Mäusen wurde die eigene Vitamin-C-Synthese durch Genmanipulation inaktiviert; sie waren danach wie der Mensch auf Vitamin-C-Zufuhr angewiesen. Sie erhielten normales Futter. Nach 2 Wochen war ihr Vitamin-C-Spiegel auf 10% des Normalwertes gesunken. Der Mangel bewirkte eine Erhöhung des Cholesterin (HDL-Anteil sank sogar), an den elastischen Schichten der Blutgefäße entstanden Risse, es kam zu Wucherungen an den Gefäßmuskelzellen und Zellabschuppung an der Gefäßinnenwand. Laut der Untersucher lassen sich die Ergebnisse auch auf den Menschen übertragen.

      University of North Carolina und University of Texas Health Science Center, Proceedings of the National Academy of Sciences, Bd. 97, S. 841

    • Eisenmangel durch Vitamin-C-Mangel
      Vitamin C wird für die Aufnahme von Eisen benötigt.

      http://www.ht-mb.de/forum/showpost.p...&postcount=40:
      Zitat Zitat von riechtier Beitrag anzeigen
      eisen aus pflanzlichen quellen ist normal nicht so gut verwertbar wie tierisches eisen (eine ausnahme ist milch, die eisenaufnahme daraus wird durch den gleichzeitig hohen calciumgehalt behindert).
      aber vitamin c erhöht die resorption (die grade bei pflanzlichen produkten nicht nur durch die chemische "nackheit" des eisens, sondern oft duch pfanzeneigene aufnahme-hemmer herabgesetzt ist, anscheinend nehmen vegetarier oft sogar mehr eisen auf als fleischliebhaber, aber sie können es nicht so gut aufnehmen aus ihrer nahrung. fleisch/tierische produkte enthält eisen nämlich "eingepackt" in häm-gruppen, das schützt es davor für den körper unverwertbar zu werden, als eisen(III)-oxid etwa, die sich in der magensäure nur sehr schlecht bis gar nicht lösen würden und somit wieder ausgeschieden werden.
      vitamin c - und einige andere säure, s.o., reduzieren eisen(III) (<-- zu dem oxidiert es gern an der luft, verrostet also ) zu eisen(II) das leichter löslich ist (in der magensäure) und bilden zudem komplex-verbindungen aus, die das eisen beschützen wie die häm-gruppen im blut / eisen aus tierischer quelle)


      http://www.ganzheits-medizin.de/vitamin-c/
      Vitamin C ist ein starkes Antioxidans. Es schützt biologische Strukturen vor Angriffen von freien Radikalen (aggressiven Molekülen) und vor Oxidationsprozessen. Vereinfacht gesagt schützt Vitamin C Gewebe und wichtige Moleküle (z.B. Zellmembranen, LDL-Cholesterin) vor dem Ranzigwerden. Es schützt sogar andere Vitamine (z. B. Vitamin E) vor Oxidation.
      Weitere Wirkungen:
      Vitamin C verbessert .. die Eisenaufnahme aus dem Darm.
      Vitamin C hat eine Schlüsselstellung bei der Kollagensynthese und ist daher wichtig für Aufbau und Erhalt von Haut, Zähnen, Nägeln und Haaren.
      Vitamin C verhindert die Bildung von krebserregenden Nitrosaminen im Magen-Darm-Trakt.
      Vitamin C stärkt das Immunsystem gegenüber bakteriellen und viralen Infektionen, indem die Produktion von Antikörpern und Interferon sowie die Funktion der weißen Blutkörperchen gefördert wird (diese enthalten von allen Körperzellen bei Weitem am meisten Vitamin C).



  4. Risiken

    • Nierensteine
      Gefahr von Calcium-Oxalat-Steinen bei genetischer Veranlagung, vor anderen Steinen wirkt Vitamin C schützend.
      http://www.nwzg.de/Keine-Nierenstein...C_NWzG15T2.php Empfehlung den Urin zu testen und wenn er zu sauer wird Natriumascorbat zu nehmen und mit Basen zu puffern (wie Magnesium) - Calciumascorbat nicht empfohlen (ohnehin ist das in Hochdosis zu viel Calcium)
      Hier auch eine große Studie die nicht für die Gefahr von Nierensteinen spricht:
      http://www.symptome.ch/vbboard/nahru...tml#post329480
      Man untersuchte 14 Jahre lang die Daten von 85.557 Frauen. Frauen, die 1.500 mg oder mehr Vitamin C täglich zu sich nahmen, hatten kein höheres Risiko Nierensteine zu bekommen als Frauen, die weniger als 250 mg Vitamin C zu sich nahmen. Während zwischen Vitamin C und Nierensteinen demnach kein Zusammenhang ersichtlich war, wurde ein Zusammenhang für Vitamin B6 wohl festgestellt. Bei Frauen, die täglich 40 mg oder mehr Vitamin B6 zu sich nahmen, verringerte sich das Nierensteinrisiko um 34% verglichen mit Frauen, die weniger als 3 mg Vitamin B6 zuführten.

      Zum Vergleich: Die DGE empfiehlt um die 1,2 mg Vitamin B6 (Pyridoxin) für Frauen.

      HarvardMedicalSchool (Journal of the American Society of Nephrology, April, 1999)

    • Übersäuerung (Azidose)

      Wenn man von Übersäuerung spricht, so ist damit die des Blutes gemeint normalerweise, auch genannt eine Azidose.
      Bei dieser Übersäuerung geht es um ein komplexes Geschehen, bei dem sich durch verschiedene Einflussfaktoren wie Stress und schlechte Ernährung zuviele Säuren im Blut bilden:
      Wenn vom "Zivilisationsproblem der Übersäuerung" gesprochen wird, ist die Azidose gemeint: Eine Übersäuerung des Blutes. Bewegungsmangel, Stress und falsche Ernährung tragen dazu bei, dass der Organismus Säuren anhäuft, u.a. Salze der Milchsäure, die Laktate.
      Liste von Lebensmitteln, die zu Übersäuerung führen sollen: http://www.medizinfo.de/ernaehrung/s...el_sauer.shtml

      Dass die Einnahme einer Base nicht unbedingt hilfreich ist, steht hier: http://www.medizin.de/ratgeber/theme...saeuerung.html
      Eine harmlose und aus Küche und Medizin bekannte Base ist Natriumhydrogencarbonat, auch bekannt als Kaiser´s Natron ® oder Bullrichsalz ®. Zahlreiche Produkte aus Drogerie und Reformhaus enthalten diese Substanz und versprechen Linderung. Es klingt ja auch einfach: Base neutralisiert Säure. Leider lösen sich fast alle Produkte im Magen auf. Die Folge ist eine Aufspaltung des Natriumhydrogencarbonats in Natriumchlorid (Kochsalz) und Kohlendioxid. Dieses Gas führt aber dazu, dass der Magen überbläht werden kann.
      Eine Diskussion zB hier: http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1142200
      und Dr. van Lunteren: http://www.symptome.ch/vbboard/nahru...tml#post335723

      Vitamin C kann den Magen saurer machen, nicht das Blut.

      Die Säure im Magen übt eine wichtige Schutzfunktion aus:
      http://www.medizin.de/ratgeber/theme...saeuerung.html
      Eine basische Substanz, die sich bereits im Magen auflöst, hat weitere zahlreiche Nachteile. Der Magen ist der sauerste Ort im Körper, und daran sollte man auch nichts ändern. Die Magensäure hilft nicht nur bei der Verdauung von Speisen. Sie tötet auch pathogene Keime ab. Außerdem ist sie an der Verwertung von lebensnotwendigem Vitamin B12 beteiligt. Würde man die Magensäure neutralisieren, könnte der Körper das Vitamin nicht aus der Nahrung isolieren und verarbeiten.
      Durch SD-Unterfunktion kann das Problem von zuwenig Säure im Magen entstehen, was viele Folgeprobleme nach sich zieht - siehe unter Gastritis und Magenprobleme.

      Angriff auf den Zahnschmelz:
      Man kann mit Strohhalm trinken um die Zähne zu umgehen (Strohhalm tief in den Mund nehmen) oder die amerikanische Methode: Das Pulver direkt auf die Zunge geben und dann mit Wasser spülen. Nach Vitamin C ist es möglicherweise besser nicht direkt die Zähne zu putzen sondern mit Wasser zu spülen: http://www.ht-mb.de/forum/showpost.p...&postcount=158
      Man kann sich auch Kapseln selbst füllen um die Zähne zu schützen, in eine Kapsel der Größe 00 passen ca. 800 mg Vitamin C.
    • Befürchtete Nierenschädigung, da Vitamin C über die Nieren ausgeschieden wird wie hier: http://www.symptome.ch/vbboard/nahru...tml#post378525

    • Prooxidative Wirkung? http://www.ht-mb.de/forum/showpost.p...&postcount=138 und http://www.symptome.ch/vbboard/borre...eres-gift.html

    • Vitamin C-Hochdosis bei gestörte Blut-Hirn-Schranke?:
      http://www.symptome.ch/vbboard/oxida...tml#post463819
      Vitamin C ist in seiner reduzierten Form nicht für die Hirnschranke perfundabel. Nur oxidiertes Vitamin C kann und darf durch das Hirn aufgenommen werden. Werden hohe Vitamin-C-Infusionen appliziert und liegen Störungen der Bluthirnschranke vor, können durchaus bedrohliche Komplikationen auftreten. Vitamin C ist wichtig für das Hirn, besonders als Schutzfaktor gegen die Oxidation der Stresshormone, da ansonsten Dopachrom, Adrenochrome, also hochtoxische Verbindungen, entstehen.

      Der Ausdruck „Vitamin C hätte im Hirn nichts zu suchen“, ist bestimmt ein Fehlverständnis. Im Gegenteil, der Liquor ist reich an Vitamin C.

    • Weitere: http://lpi.oregonstate.edu/infocente...mins/vitaminC/
      A number of possible problems with very large doses of vitamin C have been suggested, mainly based on in vitro experiments or isolated case reports, including genetic mutations, birth defects, cancer, atherosclerosis, kidney stones, "rebound scurvy", increased oxidative stress, excess iron absorption, vitamin B-12 deficiency, and erosion of dental enamel. However, none of these adverse health effects have been confirmed, and there is no reliable scientific evidence that large amounts of vitamin C (up to 10 grams/day in adults) are toxic or detrimental to health.
      - also weitere mögliche Probleme wurden erörtert wie genetische Mutationen, Geburtsfehler, Krebs, Arteriosklerose, Nierensteine, Abhängigkeit des Feten von hohen Vitamin C-Dosen, erhöhter oxidativer Stress, erhöhte Eisenaufnahme, Vitamin B12-Mangel und Zahnfleischerosion.
      Es konnte kein Beleg dafür gefunden wurden und es gibt keinen zuverlässigen wissenschaftlichen Beweis dass Vitamin C Dosen bis 10 g pro Tag bei Erwachsenen gesundheitsschädlich sind.


      Link aus dem Handbuch Vitamine von 2007 zur Gefährlichkeit hoher Dosen: http://www.symptome.ch/vbboard/nahru...tml#post354925

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      Der Ausgleich eines Vitamins kann zu einem erhöhten Bedarf an anderen Vitaminen und Mineralstoffen führen, womit sich Mangelerscheinungen an diesem Vitamin/Mineralstoff verstärken können.

      Evt kann der Ausgleich eines VC-Mangels bei SD-Erkrankungen zu einem Anstieg von Östrogen führen? (Beobachtung im Forum)
      - im VC-Buch findet sich eine mögliche Erklärung dazu, da VC indirekt an der Bildung von Steroidhormonen beteiligt ist.

      Wundheilungsstörung wurde in 2 Fällen im Forum beobachtet - bis jetzt unklar woran das liegt (zum Teil Entgiftungsfolge durch die Entgiftung über die Haut?)

    • Anfangserscheinungen
      nach Beginn einer Vitamin C Hochdosis-Therapie können sehr heftig ausfallen und eine Weile dauern




  5. Vorgehen und Darmtoleranz

    Man nimmt das normale billige Vitamin C-Pulver, dass es sehr günstig in der Apotheke zu kaufen gibt (100 g 2-3 Euro) oder im Reformhaus, Drogerie, sogar in Supermärkten.

    Andere Produkte mit Begleitstoffen haben das Problem, dass in Hochdosis letztere schnell überdosiert werden und damit zu eigenen Problemen führen können - beispielsweise würde man bei Calciumascorbat eine nicht unerhebliche Menge an Calcium aufnehmen und es können vermehrt Unverträglichkeiten auftreten.

    Üblicherweise gibt es starke Blähungen zu Beginn, diese verschwinden jedoch nach ein paar Wochen.
    Ebenso kann es entgiftend wirken und damit zu Entgiftungssymptomen führen zu Beginn wie Akne, Grippesymptome und andere.

    Das Pulver löst man in Wasser auf, in einem Glas (bei einer Flasche eine Glasflasche nehmen, da aus Plastik Teile gelöst werden können, bei Cola allerdings auch nicht anders) und darauf achten, dass das Pulver gelöst ist, kaltes Wasser nehmen (in heißem kann Vitamin C nicht bestehen).
    Man kann etwas zugeben, Zitronensaft oder Apfelessig oder Stevia oder etwas Fruchtsaft.

    Eine zu große Dosis auf einmal kann nicht gut aufgenommen werden und führt im Allgemeinen zu Durchfall und Bauchbeschwerden, daher ist es wichtig viele kleine Dosen über den Tag zu nehmen.
    Beginn mit 6 x 500 mg alle 4 Stunden, dann 6 x 1 g, langsam steigern auf 6-12 g und nach circa 4 Wochen kann man dann die Darmtoleranz suchen indem man halbstündlich oder stündlich nimmt http://www.symptome.ch/vbboard/nahru...tml#post462757.
    Bei akuten Schmerzen und Infekten (s.u.) kann es hilfreich sein, sofort die DT zu suchen: http://www.symptome.ch/vbboard/nahru...tml#post465230 und http://www.symptome.ch/vbboard/nahru...tml#post465241




    • Gastritis und Magenprobleme, gepufferte Produkte (Säureschutz)

      Vitamin C kann den Magen übersäuern heißt es an verschiedenen Stellen und kann man bei einer Gastritis auch deutlich merken durch ein starkes Brennen. In diesem Fall nimmt man ein gepuffertes Präparat.

      Zunächst ist es nun erst einmal wichtig zu klären, welche Bedeutung diese Magensäure für uns hat und ob das schädlich ist.

      Dr. Kharrazian erklärt in seinem Buch "Why do I still habe thyroid symptoms? When my Lab tests are normal" Seite 15, dass eine Unterfunktion der Schilddrüse über eine Verminderung des Hormons Gastrin zu zuwenig Magensäure führen und dies eine Reihe Probleme nach sich ziehen könne - Tatsächlich schütze Magensäure aber vor Sodbrennen durch gute Verdauung der Nahrung. Das Sodbrennen käme stattdessen von schlecht verdauter Nahrung die im Darm verrottet und hochschieße in die Speiseröhre, nicht von zuviel Magensäure! Zuwenig Magensäure könne zu Verdauungsbeschwerden führen und die Aufnahme von wichtigen Vitaminen wie B12, Eisen und Calcium behindern sowie zu Entzündungen, Verletzungen und Infektionen der Gedärme führen. Unterfunktion und niedriges HCl gingen oft Hand in Hand.

      Ebenso findet sich das bei Dr. Myhill: http://www.drmyhill.co.uk/wiki/CFS_-...r_Sarah_Myhill zB S. 95
      Check for hypochlorhydria (low stomach acid). Most bacteria and viruses get into our bodies either by inhaling them or swallowing them. One interesting exception is measles virus which gets in through the conjunctivae of the eye. Those inhaled are caught in the mucous which lines the respiratory tract, are swept up and swallowed. All end up in the stomach where they should be killed by stomach acid. However where there is low stomach acid ie HYPOCHLORHYDRIA the bugs will survive to cause infection. When I test for hypochlorhydria in CFS I often find it – ie I suspect this is a risk factor for infections and therefore CFS.

    • Gepufferte Präparate

      Bei Gastritis oder Magenproblemen ist man nun in der Zwickmühle - einerseits ist eben diese Magensäure so wichtig, andererseits schmerzt die Einnahme von Vitamin C auf der verletzten Magenschleimhaut. Dieses Problem kann man lösen, indem man mit einem gepufferten Präparat beginnt.
      In Ascorbatform ist Vitamin C nicht mehr sauer, sondern in Kombination mit einer Base zu einem neutralen Ester geworden. Das nennt man gepuffert.
      Gepufferte Vitamin-C-Präparate gibt es mit Natrium, Magnesium und Calcium. Natrium ist auch in höheren Dosen unproblematisch und zudem billig - für höhere Dosen ist daher Natriumascorbart sinnvoll. Nimmt man geringere Mengen, so ist natürlich Magnesiumascorbat sehr schön, da es an Magnesium ohnehin häufig mangelt und Magnesium viele gute Wirkungen hat - hierbei aber mit der Dosis aufpassen. Calciumascorbat kann leicht überdosiert werden und es ist auch fraglich, ob es nicht Nierensteine begünstigt.
      Wenn die Gastritis besser ist, kann man dann auf reines Pulver wechseln.
      Die Darmtoleranz sollte man aus den beschriebenen Gründen nicht mit gepufferten Produkten suchen, sondern mit reiner Ascorbinsäure. Einzig Natriumascorbat würde sich eingeschränkt eignen.

      Ascorbinsäure kann man auch selbst puffern: http://www.ganzheits-medizin.de/vitamin-c/
      Tipp: Wenn Sie die Ascorbinsäure nicht vertragen, so können Sie sich selbst einfach und preisgünstig ein neutralisiertes Vitamin C herstellen. Wenn Sie 100 g Vitamin C Pulver mit 48 g Natriumbikarbonat mischen, so erhalten Sie neutrales Natriumascorbat. Nehmen Sie dazu 50 g Natriumbikarbonat minus ½ Teelöffel. 1
      Teelöffel dieser Mischung enthält etwa zwei bis drei Gramm Vitamin C.
      - allerdings wenn das etwas feucht wird hat man einen undurchdringlichen Klotz und zudem ist es schwer dosierbar. Ich würde eher pro Flasche puffern - zB 4 g Vitamin C plus knapp 2 g Natriumascorbat und über den Tag verteilt trinken.

      - oder mit Magnesiumcitrat mischen beispielsweise, wobei man den Tagesbedarf Vitamin C und den Tagesbedarf Magnesiumcitrat in eine Flasche gibt und über den Tag trinkt.

      Bei gepuffertem Vitamin C in Hochdosis immer auf die Dosis des Minerals achten -> bei Magnesium und Calcium die Dosis berechnen. Natrium ist auch in größeren Mengen unproblematisch



    • Rebound

      Wegen Rebound-Effekten ist es nicht sinnvoll mal viel Vitamin C zu nehmen und dann mal wieder nicht. Rebound bedeutet, dass wenn man etwas erst hochdosiert nimmt und dann plötzlich wegläßt, der Körper erst einmal in einen größeren Mangel fällt bis sich das wieder ausgleicht. Wenn man das Vitamin C häufig vergisst und dann wieder hochdosiert nimmt ist es besser es wegzulassen oder nur bei akuten Infekten zu nehmen.



    • Darmtoleranz

      Sobald der Körper deutlich mehr vom eingenommen Vitamin C wieder ausscheidet, führt es zu weicherem Stuhl, das ist die Darmtoleranz aus omostischen Gründen (http://www.ht-mb.de/forum/showpost.p...&postcount=140). Wenn man die erreicht, Dosis etwas reduzieren und darunter bleiben. In der Nähe der Darmtoleranz ist die Wirkung am Besten - auf diese Art entscheidet der Körper selbst wieviel er braucht.
      Eine gesunde Darmtoleranz (DT) liegt circa bei 10-20 g. Hat man eine krankhaft erhöhte Darmtoleranz, so kann es sinnvoll sein, längere Zeit nahe der DT zu nehmen bis diese auf gesunde Werte sinkt. Anschließend geht man auf ca. die Hälfte seiner gesunden DT und bleibt auf dieser Dosis.

      Übliche Darmtoleranzdosen liegen nach Robert Cathcart bei:
      http://www.doctoryourself.com/titration.html
      GRAMS ASCORBIC ACID NUMBER OF DOSES
      CONDITION PER 24 HOURS PER 24 HOURS
      Anmerkung Zustand/Gramm in 24 Stunden/wie oft einnehmen in 24 Stunden
      normal 4 - 15 4 - 6
      leichte Erkältung 30 - 60 6 - 10
      schwere Erkältung 60 - 100+ 8 - 15
      influenza 100 - 150 8 - 20
      ECHO, coxsackievirus 100 - 150 8 - 20
      mononucleosis 150 - 200+ 12 - 25
      virale Lungenentzündung 100 - 200+ 12 - 25
      hay fever, asthma 15 - 50 4 - 8
      Umwelt-und Lebensmittelallergie0.5 - 50 4 - 8
      Verbrennung, Verletzung, OP 25 - 150+ 6 - 20
      Angst, Sport, leichter Stress 15 - 25 4 - 6
      Krebs 15 - 100 4 - 15
      ankylosing spondylitis 15 - 100 4 - 15
      Reiter's syndrome 15 - 60 4 - 10
      Akute Mandelentzündung 30 - 100 4 - 15
      rheumatoid arthritis 15 - 100 4 - 15
      Bakterielle Infektionen 30 - 200+ 10 - 25
      Infektiöse Hepatitis 30 - 100 6 - 15
      candidiasis 15 - 200+ 6 - 25


    • Vorgehen bei einem akuten Infekt

      Bei einem Infekt steigt der Bedarf an Vitamin C stark an.
      http://www.wissenschaft-unzensiert.de/med13_5.htm
      Falls nicht bereits durch obige Tagesempfehlung (2–4 Gramm) der Schnupfen abgehalten werden konnte, sondern die ersten Symptome (Frösteln, Niesen etc.) auftreten, soll die Dosierung nach Pauling auf die therapeutische Dosis von rund 1 Gramm pro Stunde angehoben werden. In der Regel verschwinden die Symptome innerhalb weniger Stunden. Aber selbst dann muss noch für die Dauer, die ein Schnupfen üblicherweise anhält, äußerst wachsam und erhöht Vitamin C zugeführt werden, am besten in Verbindung mit Zink.
      Wenn man häufig Infekte hat ist auch Vitamin D sehr wichtig.



  6. Wechselwirkungen