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Thema: Reha auf Rentenkasse

  1. #1
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    Frage Reha auf Rentenkasse

    Meinem liebem Anverwandten wird die eigentlich notwendige Reha stationär in der Fortdauer verweigert, weil er kein Teil der produktiven Erwerbstätigkeit mehr ist. Allerdings sollte man doch einem Menschen, der sein Arbeitsleben mit 14 Jahren begonnen hat, mit Ende 70 nicht einfach sagen, „für dich hat das System jetzt kein Geld, verp**s dich in den Rollstuhl, …“; zumal der Mensch während seines Arbeitslebens kaum je krank war. —> weiß jemand wie man an die Leistungen der GKV als Rentner heran kommt? Konkret: Reha stationär längerfristig. Oder gibt es Alternativen?

    Nachtrag: da der Mensch im Kurort wohnt, wäre die Option, ohne Rehaklinikübernachtung die Anwendungen als Tagesambulanz selbst zu zahlen?; gibt es da Erfahrungen? Mit was rechne ich da pro Tag pi mal Daumen?
    Geändert von Ness (10.08.22 um 19:26 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Reha auf Rentenkasse

    Ich war letztes Jahr 12 Tage in einer Tagesklinik (Rheumatologie) an meinem Wohnort. Die Kosten von ca. 300 Euro pro Tag hat meine Krankenkasse übernommen. Inbegriffen war Diagnostik (EKG, umfangreiches Labor, Corona-PCR-Test, Röntgen, Sonografie), Physiotherapie, Sporttherapie, Ergotherapie, sozialrechtliche Beratung - und ein warmes Mittagessen. Keine Ahnung ob das mit einer REHA-Maßnahme vergleichbar ist. LG moritz

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Sugarhashi
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    Standard AW: Reha auf Rentenkasse

    Ich sehe vielleicht gerade zu wenig durch, aber geht es um eine Reha nach Klinikaufenthalt? Du schreibst von Fortdauer.
    Wie sähe es mit einer geriatrischen Reha aus? Die gibt es bei uns auch als Tagesleistung mit Hol-und Bringedienst zur Übernachtung nach Hause. Hab eigentlich noch nicht erlebt, dass jemandem die geriatrische Reha verweigert wurde. Auch bei ü90 und komplett von außen initiiert, also ohne vorherigen Klinikaufenthalt.

    Hast Du sonst stuppsi mal gefragt?

  4. #4
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    Standard AW: Reha auf Rentenkasse

    Wenn verständlicherweise, weil die Erwerbsfähigkeit nicht wieder hergestellt werden kann (das ist das Ziel einer Reha über die Rentenkasse), diese nicht über die DRV gehen kann, springt völlig normal die Krankenversicherung ein. Da man Wahlrecht hat, sich einfach eine Rehaklinik seiner Wahl aussuchen, dann beantragen. Kann bis zu zwei Widersprüchen dauern. Erst mal die Ablehnung der Reha, dann die Ablehnung der gewählten Einrichtung. Und es gibt Unterschiede in der geriatrischen und Rehabehandlung, auch in der AHB (Anschlussheilbehandlung) oder in einer normalen Reha.
    Las gerade aber auch, dass die KK'en einer REHA zustimmen MÜSSEN, sofern der behandelnde Arzt eine solche befürwortet.
    Einfach Antrag bei der KK besorgen (sollte der Arzt aber auch vorrätig haben), ordentlich ausfüllen, ggf. mit Arztbestätigung - und dann sollte dem ja nichts mehr im Wege stehen.

  5. #5
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    Standard AW: Reha auf Rentenkasse

    Hier steht es glaube ich ganz gut drin:
    https://www.klinik-eichholz.de/reha-...-fuer-rentner/

  6. #6
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    Standard AW: Reha auf Rentenkasse

    Zitat Zitat von joia Beitrag anzeigen
    Wenn verständlicherweise, weil die Erwerbsfähigkeit nicht wieder hergestellt werden kann (das ist das Ziel einer Reha über die Rentenkasse), diese nicht über die DRV gehen kann, springt völlig normal die Krankenversicherung ein. Da man Wahlrecht hat, sich einfach eine Rehaklinik seiner Wahl aussuchen, dann beantragen. Kann bis zu zwei Widersprüchen dauern. Erst mal die Ablehnung der Reha, dann die Ablehnung der gewählten Einrichtung. Und es gibt Unterschiede in der geriatrischen und Rehabehandlung, auch in der AHB (Anschlussheilbehandlung) oder in einer normalen Reha.
    Las gerade aber auch, dass die KK'en einer REHA zustimmen MÜSSEN, sofern der behandelnde Arzt eine solche befürwortet.
    Einfach Antrag bei der KK besorgen (sollte der Arzt aber auch vorrätig haben), ordentlich ausfüllen, ggf. mit Arztbestätigung - und dann sollte dem ja nichts mehr im Wege stehen.
    Geht also darum, durchzusetzen, was einem eigentlich zusteht … fällt dem Menschen schwer, da muss ich wohl ein wenig nerven, bzw die Angetraute im Nerven unterstützen. Das Blöde ist, bis man zehn Anträge durch hat, kann der Mensch nie wieder laufen; es braucht die Reha jetzt auf der Stelle… war ja schon genehmigt, und dann war die Person coronapositiv; nach Hause geschickt und die erste Woche Reha war für die Fensterscheibe, weil, wird ja nicht neu bewilligt. Hätte aber am Stück sein sollen ….

  7. #7
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    Standard AW: Reha auf Rentenkasse

    Nun ist die Zeit ja schnelllebig, aber im November 2021 hieß es noch so:

    Prinzipiell kann eine Rehamaßnahme sowohl von Patient:innen als auch durch die Rehaklinik abgebrochen werden. Ist man selbst erkrankt und kann sich zu Hause besser von einer Corona-Infektion erholen oder dort besser betreut werden, kann ein Abbruch sinnvoll sein. Auch, wenn Angehörige erkrankt sind und man sich zu Hause um Kinder oder Familie kümmern muss, wenn durch die Corona-Pandemie zum Beispiel Schulen oder Kindergärten geschlossen sind.

    In beiden Fällen kann eine Reha zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt oder nachgeholt werden. Die Kostenträger (Deutsche Rentenversicherung, Krankenversicherung) zeigen sich in der aktuellen Situation kulant und finden unbürokratische Lösungen. Auch eine noch nicht angetretene Reha kann verschoben und später nachgeholt werden. Der Bewilligungsbescheid ist in der aktuellen Situation 12 Monate gültig. Patient:innen sollten sich dazu jedoch sobald wie möglich mit den Kostenträgern in Verbindung setzen.
    https://www.qualitaetskliniken.de/re...nabedingungen/

    Wenn er von der Reha, auf der er sich ja mutmaßlich erst angesteckt hat, nach Hause geschickt wurde, muss doch eine Möglichkeit gegeben werden, die Reha zeitnah fortzusetzen. Nerv mal den Kostenträger, Ness.

    Alles Gute.

  8. #8
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    Standard AW: Reha auf Rentenkasse

    Das Problem ist, dass die KK drei Wochen und eine Woche Verlängerung bewilligt hat. Die vier Wochen mussten nach zwei Wochen unterbrochen werden und jetzt können die verbliebenen zwei Wochen nachgeholt werden. Die ganzen Maßnahmen bauten aber aufeinander auf. Zb erst Gleichgewichtstraining dann Muskelaufbau. Jetzt muss man wieder von vorn anfangen und das eigentliche Rehaziel kann so nicht erreicht werden. Außerdem konnten wegen Corona auch die ambulanten Maßnahmen nicht weitergeführt werden, man also jetzt auf einen Zustand zurückgeworfen ist, der schlechter ist als vor der stationären Reha. Die Rehaklinikärzte haben wohl auch schon mit der KK diskutiert und argumentiert, dass der Erfolg von der Behandlung am Stück abhängt, die KK bleibt gesetzestreu: vier Wochen ist maximum. Corona ist dann eben Pech.

  9. #9
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    Standard AW: Reha auf Rentenkasse

    Das klingt in der Tat übel.

    Und da zudem die Zeit drängt, bringen solche Seitenwege über Patientenbeauftragte oder Versicherungälteste wohl auch nichts.

  10. #10
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    Standard AW: Reha auf Rentenkasse

    Naja, jetzt geht der Spaß von vorne los.

    Während ich grad überlege, meinen Lebensmittelpunkt zu verlagern, wenn es da dauerhaft bei Einschränkungen bleibt.

    Aber die Möglichkeiten, die du, shugarhashi, nanntest, blieben ja noch ?

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