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Thema: 10. SSW & Manifeste ÜF: TSH nicht messbar und T3 + T4 erhöht

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  1. #1
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    Standard 10. SSW & Manifeste ÜF: TSH nicht messbar und T3 + T4 erhöht

    Hallo zusammen,

    bislang war ich nur stille Mitleserin des Forums, jedoch bin ich nun selbst in einer akuten Situation, in der ich gerne auf euren Rat und die Erfahrungen zurückgreifen möchte.

    Bei mir wurde 2016 Hashimoto diagnostiziert, jedoch musste ich dies nie medikamentös behandeln, da die Werte immer im Rahmen lagen.

    Nun bin ich schwanger und habe daher meine Schilddrüsenwerte kontrollieren lassen und habe nun die Diagnose manifeste Hyperthytreose erhalten.

    In der 8. SSW (19.07.) habe ich die folgenden Blutwerte messen lassen:

    TSH: 0.02 (0.27-4.20)
    Freies T3: 5.2 (2.0-4.4)
    Freies T4: 18.4 (9.2-16.8)
    MAK: 86 (<308)
    Beta HCG: 246110

    Hier lag der Verdacht auf einer beta hcg induzierten Hyperthyreose, weshalb ich am 29.07. in der 10. SSW nochmals zur Verlaufskontrolle vorstellig wurde:

    TSH: <0.01 (0.27-4.20)
    Freies T3: 5.0 (2.0-4.4)
    Freies T4: 19.8 (9.2-16.8)
    MAK: 86 (<308)
    Beta HCG: 190795
    TRAK noch ausstehend.

    Nun nehme ich 2x täglich 50 mg Propycil und lasse das Jod meiner Schwangerschaftsmedikamente weg. Klassische Symptome wie Herzrasen etc. habe ich keine. War jemand schon einmal in einer solchen Situation und/ oder kann eine Einschätzung hierzu abgeben? Irgendwie tappt man doch etwas im Dunklen…

    Viele Grüße

  2. #2
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    Standard AW: 10. SSW & Manifeste ÜF: TSH nicht messbar und T3 + T4 erhöht

    Hemmer im ersten Trimester: Ja, ist bekannt, aber doch eher vom Basedow her. Entscheidend ist jetzt dein TRAK-Wert.

    Nebenfragen:

    Hast du jemals positive TRAK gehabt, wurden sie überhaupt kontrolliert?
    Wie waren deine Werte und dein Sono-Befund bei Diagnose und wer hat die Diagnose gestellt?

    Eine HCG-induzierte Hyperthyreose müsste selbstlimitierend sein, d.h. bei Abnahme des HCG vorbeigehen. Eine HCG-bedingte manifeste ÜF ist eher selten, meist werden die freien Werte höher und das TSH weg. Wie groß ist deine Schilddrüse?

  3. #3
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    Standard AW: 10. SSW & Manifeste ÜF: TSH nicht messbar und T3 + T4 erhöht

    Hallo Panna,

    danke für deine schnelle Rückmeldung.

    Ich habe gerade einmal meine Unterlagen durchgesehen und folgende TRAK-Werte gefunden:

    24.08.16: <0.30 (0.00-1.75)
    19.02.18: <0.8 (0.00-1.75)
    09.12.19: <0.8 (0.00-1.75)
    19.07.22: <0.5 (<1.8)

    Mein Frauenarzt hat mich 2016 an die Nuklearmedizin überwiesen, um die Schilddrüsenwerte zu prüfen, da mein TSH-Wert vollständig supprimiert war. FT3 lag bei 7.1 (1.9-5.1) und FT4 bei 2.4 (0.9-1.7), MAK <34.

    Bzgl. Sono: Schilddrüsenlappen rechts 4.7 ml, links 1.9 ml. Es findet sich eine kleine Schilddrüse von echoarmer, inhomogener Binnenstruktur ohne abgrenzbare Herdbefunde, passend zu einer Autoimmunthyreoiditis.
    Als Anamnese wurde Hashimoto mit Hashitoxikosis bzw. M. Basedow <–> Hashimoto Switch gestellt.

    Ich muss mich allerdings kurz korrigieren, ich habe gesehen, dass ich eine zeitlang 5mg Carbimazol eingenommen habe.

  4. #4
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    Standard AW: 10. SSW & Manifeste ÜF: TSH nicht messbar und T3 + T4 erhöht

    Zitat Zitat von vio_ Beitrag anzeigen
    Hallo Panna,

    danke für deine schnelle Rückmeldung.

    Ich habe gerade einmal meine Unterlagen durchgesehen und folgende TRAK-Werte gefunden:

    24.08.16: <0.30 (0.00-1.75)

    Mein Frauenarzt hat mich 2016 an die Nuklearmedizin überwiesen, um die Schilddrüsenwerte zu prüfen, da mein TSH-Wert vollständig supprimiert war. FT3 lag bei 7.1 (1.9-5.1) und FT4 bei 2.4 (0.9-1.7),
    Könntest du die zeitliche Relation herstellen, TRAK 2016 im August, Überfunktionswerte 2016 .... wann? Anders gefragt, gab es einen TRAK-Wert gleichzeitig mit den Überfunktionswerten?

    Zu diesen Werten am 19.7.22:

    In der 8. SSW (19.07.)
    TSH: 0.02 (0.27-4.20)
    Freies T3: 5.2 (2.0-4.4)
    Freies T4: 18.4 (9.2-16.8)
    Beta HCG: 246110
    gehört also der negative TRAK-Wert:
    19.07.22: <0.5 (<1.8)
    Dann mal sehen, ob der Wert jetzt auch negativ ist. Wenn ja, besteht ja doch noch Hoffnung, dass es ene "einfache" HCG-Überfunktion ist. Aber schon verwunderlich die Heftigkeit, bei so einem angeblich kleinen Organ (Sono 2016). Wurde jetzt aktuell geschallt (vom Nuklearmediziner)?

  5. #5
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    Standard AW: 10. SSW & Manifeste ÜF: TSH nicht messbar und T3 + T4 erhöht

    Die Schilddrüsenwerte aus 2016 waren im April und das TRAK war im August (wenn ich es richtig rekonstruiere jedoch bereits unter Einnahme von 5mg Carbimazol). Im August 2016 waren meine Schilddrüsenwerte dann auch halbwegs im Normbereich: TSH: 0.73 (0.27-4.20), T3: 2.5 (2.0-4.4) und T4: 8.7 (9.3-17) unter Carbimazol.

    Am 29.07. wurde auch eine Sonographie gemacht, was mir nun im Vergleich auffällt, dass das Gesamtvolumenn nun auf einmal doppelt so hoch sein soll: SD bilobär konfiguriert, in orthotoper Lage, links 5,2 und rechts 7,1. auffällig ist wohl eine Tachykardie.

    Beta hcg induzierte ÜF hat der Endokrinologe bei den Werten am 29.07. eher als unwahrscheinlich eingestuft, aber evtl. habe ich ja doch noch Glück. Dir auf jeden Fall schon einmal vielen lieben Dank dass du dir hier die Zeit nimmst!

  6. #6
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    Standard AW: 10. SSW & Manifeste ÜF: TSH nicht messbar und T3 + T4 erhöht

    Ja, diese Details sind schon wichtig:
    Zitat Zitat von vio_ Beitrag anzeigen
    Die Schilddrüsenwerte aus 2016 waren im April und das TRAK war im August (wenn ich es richtig rekonstruiere jedoch bereits unter Einnahme von 5mg Carbimazol). Im August 2016 waren meine Schilddrüsenwerte dann auch halbwegs im Normbereich: TSH: 0.73 (0.27-4.20), T3: 2.5 (2.0-4.4) und T4: 8.7 (9.3-17) unter Carbimazol.
    Das heißt im Klartext, aus der Zeit der akuten Überfunktion gibt es keinen TRAK-Wert. Welcher genialer Arzt war das? Carbimazol ohne Diagnose ... Der negative Wert Monate danach beweist genau nichts, leider.

    Am 29.07. wurde auch eine Sonographie gemacht, was mir nun im Vergleich auffällt, dass das Gesamtvolumenn nun auf einmal doppelt so hoch sein soll:
    Kann Zufall sein (unterschiedliche Ärzte), oder aber eben nicht. Bei 12 ml wundert man sich nicht über eine kräftige ÜF.

    Beta hcg induzierte ÜF hat der Endokrinologe bei den Werten am 29.07. eher als unwahrscheinlich eingestuft
    Mich würde es auch wundern, s. oben. Aber nun warten wir auf die TRAK - sie sollten nicht so lange dauern.

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