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Thema: Psychotherapie - welche Therapieform?

  1. #1
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    Standard Psychotherapie - welche Therapieform?

    Hallo an alle vielleicht Therapie-Erfahrenen,


    wegen meiner zur Zeit wieder stärker gewordenen Depression werde ich hoffentlich zeitnah eine Therapie starten. Allerdings bin ich mir nicht sicher, welche Therapieform die richtige ist.


    Es gibt ja:
    -Verhaltenstherapie
    -tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

    Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ich weiß nicht, welches Verfahren das geeignetere wäre. Daher würden mich eure Erfahrungen diesbezüglich interessieren.

    Habt ihr (oder Angehörige) Therapie gemacht? Wenn ja, aufgrund welcher Diagnose/wegen welchem Problem?
    Um welches Verfahren handelte es sich?
    Hat es euch genützt? Oder hättet ihr im Nachhinein ein anderes Verfahren für besser befunden? Oder gar keins?



    Lieben Dank, Twiix

  2. #2
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    Standard AW: Psychotherapie - welche Therapieform?

    Zitat Zitat von Twiix Beitrag anzeigen
    wegen meiner zur Zeit wieder stärker gewordenen Depression werde ich hoffentlich zeitnah eine Therapie starten. Allerdings bin ich mir nicht sicher, welche Therapieform die richtige ist.

    Es gibt ja:
    -Verhaltenstherapie
    -tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

    Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ich weiß nicht, welches Verfahren das geeignetere wäre. Daher würden mich eure Erfahrungen diesbezüglich interessieren.
    Bevor Du Dir überlegst, was für Dich geeigneter wäre, würde ich mir Gedanken darüber machen, welche Variante denn für Dich im Alltag umsetzbar ist.

    Der für mich wesentliche Unterschied bei den beiden Therapieformen ist, in welchen Zeiträumen man denkt bzw. bereit ist "sich zu geben" bzw. man sich geben "kann", bis sich hoffentlich dauerhaft etwas bemerkbar im täglichen Leben ändert. Manchmal gibt es ja auch Sachzwänge wie Arbeit, Familie oder vor allem auch Kinder, die einem da im Alltag nur einen überschaubaren Spielraum bezüglich Therapie geben.

    Eine tiefenpsychologische Psychotherapie ist längerfristig angelegt, geht in die Tiefe / Vergangenheit und wirkt sich - meiner Erfahrung nach - im normalen Alltag eher erst mal "nur" dezent aus. Damit meine ich, dass der Einfluss bezüglich der Alltagsbewältigung von täglichen Aufgaben/Herausforderungen - je nachdem, wie stark die Depression den Alltag beeinflusst - eher nur mäßig ist.

    Man merkt die Änderungen/Verbesserungen erst mal nicht sehr konkret. Das ist meist o.k., solange die Existenz nicht in irgendeiner Form (sozial oder finanziell) gefährdet wird bzw. ist . Die Methode ist vor allem dann befriedigender, wenn es einem um das warum und wieso geht (ist mir z.B. wichtig), also, warum man so tickt, wie man nun mal tickt.

    Aber die Zeit hat nicht jeder. Dann passt die Verhaltenstherapie vielleicht besser. Und vor allem auch dann, wenn einem die Ursachen nicht so wichtig sind, sondern man vor allem Veränderungen/Fortschritte/Ergebnisse sehen möchte.

    Eine Verhaltentstherapie zielt mehr darauf auf, das "Hier und Jetzt" zügig zu beeinflussen. Damit lässt sich der Alltag zeitnah schneller "besser" bzw. alltagskompatibler ändern - wenn auch nicht von jetzt auf sofort, um falsche Erwartungen gleich im Keim zu ersticken.

    Das ist u.a. meine berufliche "Erfahrung", die ich als Sozialpädagogin immer mal wieder am Rande meiner Tätigkeit so wahrgenommen habe, aber ich hab natürlich auch eigene Erfahrungen diesbezüglich (nicht nur beim Thema Depression). Aber um den Rahmen hier nicht zu sprengen, hab ich jetzt mal erst alles sehr verkürzt dargestellt.

    Bezüglich Depressionen war es bei mir selbst so:

    Zitat Zitat von Twiix Beitrag anzeigen
    Habt ihr (oder Angehörige) Therapie gemacht? Wenn ja, aufgrund welcher Diagnose/wegen welchem Problem?
    Ich hatte schwere Depressionen, die bei mir tatsächlich durch Hashimoto ausgelöst wurden. Das war aber lang nicht bekannt bzw. wurde das als Ursache lang ausgeschlossen (ist schon ne Weile her, war in den 1990-igern). Therapie (medikamentös und therapeutisch, auch stationär) half damals nur bedingt, war dann aber irgendwann mal bei mir auch nicht mehr nötig, nachdem ich dann endlich die benötigte Thyroxin- und Thybondosis erhielt .

  3. #3
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    Standard AW: Psychotherapie - welche Therapieform?

    Hallo Twixx,

    es gibt noch viel mehr:
    https://www.psychomeda.de/psychother...pieformen.html

    Die Meinung von Gypsy teile ich. Aber es kommt unter anderem auch darauf an, was du wie schnell erreichen willst. Und dann muss auch noch die Chemie mit der Therapeutin/dem Therapeuten stimmen.

    Ich z.b. wäre eindeutig ein Typ für lösungsorientierte, klientenzentrierte Therapieformen, die auf das "Hier und Jetzt" sowie die Zukunft ausgerichtet sind. Für mich ist die Vergangenheit vorbei, egal was wie stark belastend war. Also schließe ich für mich analytische und tiefenpsychologische Verfahren aus.

    Aber das ist einfach eine Typfrage.

    Erfahrung mit Therapie habe ich durch Anschauung bei der generalisierten Angststörung mit Panikattacken, die mein Sohn so etwa ab Grundschulalter hatte. Er hatte eine Kombination aus kognitiver Verhaltenstherapie mit unterstützender Medikation (ohne die Medikamente hatte es nicht funktioniert). Es geht ihm jetzt gut, er braucht schon seit Jahren weder Therapie noch Medikamente. Aber er hat in der Therapie Coping-Strategien und vor allem Selbstwirksamkeit gelernt. Wenn es nur ansatzweise in Richtung Rückfall geht, kann er gut gegensteuern und ist der Panik und Angst nicht mehr hilflos ausgeliefert.

  4. #4
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    Standard AW: Psychotherapie - welche Therapieform?

    Die beiden Therapieformen unterscheiden sich nicht nur in der Zeit, die benötigt wird. Auch z.B. kognitive Verhaltenstherapie benötigt viel Zeit, um alte Strukturen und Denkweisen aufzulösen und durch andere zu ersetzen.

    Ich habe mich schon drei Mal gegen tiefenpsychologisch und für verhaltenstherapeutisch entschieden, ein Mal als ich auch erst die Diagnose Depression hatte. Ich weiß einfach, dass ich nicht extrem schwere Situationen aus der Vergangenheit zu analysieren habe/hatte, das passte alles noch in den Rahmen der Verhaltenstherapie, ich wollte Bewältigungsstrategien und Lösungen für die Zukunft. Für meine Depression war das komplett richtig.

    Zur Not würde ich bei verschiedenen Therapeuten Erstgespräche wahrnehmen und sie fragen, wann sie welche Therapieform empfehlen, dafür sind probatorische Sitzungen auch da!

  5. #5
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    Standard AW: Psychotherapie - welche Therapieform?

    Zitat Zitat von *Mayana* Beitrag anzeigen
    Ich habe mich schon drei Mal gegen tiefenpsychologisch und für verhaltenstherapeutisch entschieden, ein Mal als ich auch erst die Diagnose Depression hatte. Ich weiß einfach, dass ich nicht extrem schwere Situationen aus der Vergangenheit zu analysieren habe/hatte, das passte alles noch in den Rahmen der Verhaltenstherapie, ich wollte Bewältigungsstrategien und Lösungen für die Zukunft. Für meine Depression war das komplett richtig.
    Was mir schon paar mal bei Leuten aufgefallen ist, die Verhaltenstherapie gemacht hatten und die (auch in Foren) darüber berichtet hatten: Da wurde durchaus auch analysiert, was im Umfeld eventuell nicht stimmte. Das kann den Arbeitsplatz betreffen, die eigenen Eltern ... ich war teils baff, was da rauskam, denn das ging über das hinaus, was ich mir bis dahin unter Verhaltenstherapie vorgestellt hatte.

  6. #6
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    Standard AW: Psychotherapie - welche Therapieform?

    Doch, natürlich muss auch bei der kognitiven Verhaltenstherapie das Umfeld näher angeschaut werden. Wenn man das nicht macht, kann man sich auch keine neuen Verhaltensweisen/Denkweisen/Sichtweisen aneignen. Bei meinem Sohn war es vor allem Mobbing, sowohl durch Mitschüler als auch durch Lehrer. Man kann die anderen nicht ändern, aber sein Verhalten bzw. die Sichtweise. Damit verharrt man - in diesem Fall - z. B. nicht in der Opferrolle.

    Mit einer Veränderung des Denkens geht auch eine Veränderung des Verhaltens einher. Man bekommt eine andere Ausstrahlung. Mit den ersten gefühlten Erfolgen geht es dann aufwärts.

  7. #7
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    Standard AW: Psychotherapie - welche Therapieform?

    Liebe Alle,

    vielen Dank für euer Feedback!

    Es ginge mir schon darum, möglichst schnell etwas zu erreichen. Aktuell hat mich die Depression und auch körperliche Schwäche im Griff, sodass ich nichts hin bekomme.
    Und daher war mein erster Impuls auch die VT. Allerdings verunsichert mich, dass ich schonmal 4 Monate VT gemacht hatte und es mir nichts gebracht hat. Und daher frage ich mich nun, ob es nicht vielleicht einfach das falsche Verfahren war.



    Zitat Zitat von gypsy Beitrag anzeigen
    Ich hatte schwere Depressionen, die bei mir tatsächlich durch Hashimoto ausgelöst wurden. Das war aber lang nicht bekannt bzw. wurde das als Ursache lang ausgeschlossen (ist schon ne Weile her, war in den 1990-igern). Therapie (medikamentös und therapeutisch, auch stationär) half damals nur bedingt, war dann aber irgendwann mal bei mir auch nicht mehr nötig, nachdem ich dann endlich die benötigte Thyroxin- und Thybondosis erhielt .
    Gypsi, du schreibst bedingt geholfen. D.h. es hat dir schon geholfen, nur eben nicht so effektiv, wie die richtige Hormondosis? (frage mich nämlich, ob Therapie auch helfen kann, wenn die Depression nicht durch die äußeren Lebensumstände verursacht ist, sondern einfach so kommt?)
    Kann mir vorstellen, dass man es früher noch viel schwerer hatte, weil noch viel weniger über die Auswirkungen von SD-Störungen auf das Befinden bekannt war.



    Zitat Zitat von KapscII Beitrag anzeigen
    Hallo Twixx,

    Erfahrung mit Therapie habe ich durch Anschauung bei der generalisierten Angststörung mit Panikattacken, die mein Sohn so etwa ab Grundschulalter hatte. Er hatte eine Kombination aus kognitiver Verhaltenstherapie mit unterstützender Medikation (ohne die Medikamente hatte es nicht funktioniert). Es geht ihm jetzt gut, er braucht schon seit Jahren weder Therapie noch Medikamente. Aber er hat in der Therapie Coping-Strategien und vor allem Selbstwirksamkeit gelernt. Wenn es nur ansatzweise in Richtung Rückfall geht, kann er gut gegensteuern und ist der Panik und Angst nicht mehr hilflos ausgeliefert.
    Danke KapscII! Das macht mir Hoffnung, dass dein Sohn das geschafft hat. Es wäre wichtig für mich zu lernen, meine negativen Gedanken zu stoppen. Nur leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass im Gegensatz zu früher (Jugend), wo ich meine Emotionen kognitiv beeinflussen konnte, ich dem aktuell total ausgeliefert bin und es nicht mehr kann.
    Ich hoffe, dass man das wieder lernen kann, auch wenn die Biochemie im Gehirn nicht stimmt. Genauso wie sich zu aktivieren, wenn man antriebslos ist.



    Zitat Zitat von *Mayana* Beitrag anzeigen
    Die beiden Therapieformen unterscheiden sich nicht nur in der Zeit, die benötigt wird. Auch z.B. kognitive Verhaltenstherapie benötigt viel Zeit, um alte Strukturen und Denkweisen aufzulösen und durch andere zu ersetzen.

    Ich habe mich schon drei Mal gegen tiefenpsychologisch und für verhaltenstherapeutisch entschieden, ein Mal als ich auch erst die Diagnose Depression hatte. Ich weiß einfach, dass ich nicht extrem schwere Situationen aus der Vergangenheit zu analysieren habe/hatte, das passte alles noch in den Rahmen der Verhaltenstherapie, ich wollte Bewältigungsstrategien und Lösungen für die Zukunft. Für meine Depression war das komplett richtig.

    Zur Not würde ich bei verschiedenen Therapeuten Erstgespräche wahrnehmen und sie fragen, wann sie welche Therapieform empfehlen, dafür sind probatorische Sitzungen auch da!
    Hallo Mayana! Danke für deine Antwort. Darf ich fragen: wie lange hat es denn bei dir gedauert, bis du die Depression los geworden bist? Und wie viel Anteil hatte deiner Einschätzung nach die Therapie dabei prozentual gesehen neben anderen Maßnahmen?

    Ich hatte schon 3 Sprechstundentermine. Die Therapeuten haben mir jeweils Therapie empfohlen, da ich die Diagnosekriterien für eine mittelschwere-schwere Depression objektiv erfülle. 2x war es VT, 1x TP und die Therapeuten haben jeweils das eigene Verfahren empfohlen. Allerdings hatten sie alle aktuell keine Plätze frei (Warteliste..).

    LG, Twiix

  8. #8
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    Standard AW: Psychotherapie - welche Therapieform?

    Zitat Zitat von Twiix Beitrag anzeigen
    Liebe Alle,

    vielen Dank für euer Feedback!

    Es ginge mir schon darum, möglichst schnell etwas zu erreichen. Aktuell hat mich die Depression und auch körperliche Schwäche im Griff, sodass ich nichts hin bekomme.
    Und daher war mein erster Impuls auch die VT. Allerdings verunsichert mich, dass ich schonmal 4 Monate VT gemacht hatte und es mir nichts gebracht hat. Und daher frage ich mich nun, ob es nicht vielleicht einfach das falsche Verfahren war.
    ... oder der falsche Therapeut. Vier Monate sind auch bei kognitiver VT eher kurz. Das Gehirn muss erst einmal neue Vernetzungen schaffen. Es dauert, bis das "sitzt". Bei meinem Sohn waren es drei Jahre, der rasche Erfolg war sicher auch den Medikamente geschuldet. 1 Jahr war "vergeudet, weil er ohne Medikamente einfach nichts umsetzten konnte, eigentlich nicht therapiefähig war.

    Zitat Zitat von Twiix Beitrag anzeigen
    Gypsi, du schreibst bedingt geholfen. D.h. es hat dir schon geholfen, nur eben nicht so effektiv, wie die richtige Hormondosis? (frage mich nämlich, ob Therapie auch helfen kann, wenn die Depression nicht durch die äußeren Lebensumstände verursacht ist, sondern einfach so kommt?)
    Kann mir vorstellen, dass man es früher noch viel schwerer hatte, weil noch viel weniger über die Auswirkungen von SD-Störungen auf das Befinden bekannt war.
    Leider kann es auch "nur so" vorkommen bzw. sich unabhängig von den SD-Werten verselbständigen und ist dann sehr schwer wegzubekommen. Es gibt "endogene" Depressionen, also von innen kommend und "exogene", d.h. reaktive Depressionen und sicher noch einiges dazwischen.Das war je eine der großen Fragen, ob und welchen Auslöser es für die Panikstörung meines Sohnes gegeben haben könnte. Der Kinderpsychiater hat mich dann beruhigen können. Verschiedene Personen sind verschieden vulnerabel. Manche somatisieren stark und haben dann z.B. Magengeschwüre, manchen schlägt es auf die Psyche.

    Zitat Zitat von Twiix Beitrag anzeigen
    Danke KapscII! Das macht mir Hoffnung, dass dein Sohn das geschafft hat. Es wäre wichtig für mich zu lernen, meine negativen Gedanken zu stoppen. Nur leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass im Gegensatz zu früher (Jugend), wo ich meine Emotionen kognitiv beeinflussen konnte, ich dem aktuell total ausgeliefert bin und es nicht mehr kann.
    Ich hoffe, dass man das wieder lernen kann, auch wenn die Biochemie im Gehirn nicht stimmt. Genauso wie sich zu aktivieren, wenn man antriebslos ist.
    Ja das kannst du lernen, aber nicht binnen kürzester Zeit. Und, ganz wichtig: die Chemie mit dem Therapeuten, der Therapeutin muss stimmen! Eventuell gehört auch dazu, die Emotionen zuzulassen (nicht wegdrücken) und so zu integrieren, dass sie einen nicht beherrschen.

    Zitat Zitat von Twiix Beitrag anzeigen
    ...... 2x war es VT, 1x TP und die Therapeuten haben jeweils das eigene Verfahren empfohlen.....
    Logisch, die haben sich ja aus persönliche Gründen für "ihr" Verfahren entschieden. Vielleicht wäre auch jemand gut, der mehrere Methoden anwenden kann.

  9. #9
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    Standard AW: Psychotherapie - welche Therapieform?

    Vor 25 Jahren habe ich mal Primärtherapie gemacht, 3 1/2 Jahre lang gesamt. Hauptgrund war damals das Gefühl, das Leben und meine Emotionen nicht zu ertragen und daher Suizidalität. Dagegen hat es geholfen.

    Mit heutigem Wissensstand würde ich eher keine klassischen Psychotherapien mehr machen, sondern energiepsychologische Methoden wie Emotion Code oder EFT. Finde ich tiefgehender und gründlicher beim Lösen von emotionalen Blockaden. Wenn du schnelle Ergebnisse willst, stehen die sicher ganz oben auf der Liste, ist allerdings natürlich keine Kassenleistung und daher selbst zu zahlen.

    Und: Die Persönlichkeit und dein Draht zur Therapeutin sind mind. so wichtig wie die Therapiemethode. Hast du für die 3 schon irgendein Gespür entwickeln können, wie es menschlich passen kann?
    Viele mischen auch dieses und jenes aus verschiedenen Bereichen zusammen, methodisch gesehen.

  10. #10
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    Standard AW: Psychotherapie - welche Therapieform?

    Hallo KapscII!

    Interessant die Erfahrung mit den Medis. Ich schleiche auch grad das Escitalopram aus, damit ich dann mit was anderem einsteigen kann. Bisher merke ich auch von dem Ausschleichen zum Glück nichts. Gehe ja evtl. auch in eine psychosom. Klinik und die haben dann hoffentlich auch zusätzlich zur Therapie medikamentöse Ansätze. Was hat dein Sohn genommen an Medis? Wusste gar nicht, dass es spezielle Psychiater für Kinder gibt aber man lernt ja nie aus
    Aber 3 Jahre.. das klingt für mich so lang. Aber erste Erfolge stellten sich schon schneller ein oder?

    Die Ursachenfrage plagt mich aktuell auch sehr..aber bin auch genetisch etwas vorbelastet. Das spielt sicher auch eine Rolle bei mir. Es ist halt für mich so schwer anzunehmen, weil ich das von früher halt gar nicht kenne und immer die 'Stabile' und Ausgeglichene der Familie war. Und dann frage ich mich: wieso hat sich das nun geändert?
    Aber du hast recht, dass es mit meiner letzten Therapeutin nicht so gut harmoniert hat.


    Hi Flamme, danke für deine Erfahrungsbericht! 3,5 Jahre ist natürlich eine lange Zeit. Aber wenn es zum Ziel gefühlt hat, dann hat es sich ja gelohnt und die Ausdauer wurde belohnt. War das Ergebnis von Dauer? Primärtherapie musste ich erstmal googeln und auch EFT. Klingt interessant! Privat zahlen ist aktuell leider keine Option für mich, aber wenn ich wieder arbeiten kann, dann im Verlauf schon.

    Bei meiner letzten Therapeutin vor ein paar Jahren war es so, dass ich das Gefühl hatte, dass ich ihr nicht vertraue und generell andere Werte vertrete als sie. Das hab ich aber nicht gleich in der ersten Stunde für mich feststellen können.

    Aktuell war es so: die eine Therapeutin fällt raus, da sie nur Videosprechstunde macht und wir festgestellt haben, dass mein Internet zu schlecht ist. Die andere hat auf längere Sicht keine Plätze (daher verstehe ich dann auch nicht, wieso man zur Sprechstunde kommen soll) Die dritte war mir initial nicht so sympathisch, nach der Stunde hatte ich dann ein ganz gutes Gefühl. Aber auf den Platz müsste ich erst noch warten und es war TP. Nächste Woche habe ich nochmal eine Gespräch für VT.
    Aktuell bin ich einfach total entscheidungsunfähig und das treibt mich in den Wahnsinn..

    LG, Twiix

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