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Thema: Wertechaos, Befinden dolle schlecht

  1. #1
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    Standard Wertechaos, Befinden dolle schlecht

    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin aktuell in der 19. SSW und mir geht es wirklich sehr schlecht.

    Im Juli habe ich die letzten Werte machen lassen, unter 3 Tropfen LT von Hennig, das sind 15 Mikrogramm.

    TSH 1,5
    fT4 1,35 (0,93-1,71)
    fT3 3,26 (2,04-4,4)

    Ende November (29.11.) war ich in der 9. SSW und hatte folgende Werte

    TSH 0,78
    fT4 1,15 (0,93-1,71)
    fT3 3,30 (2,04-4,4)

    darauf hin habe ich eigenständig auf 4 Tropfen erhöht. Als es mir wieder schlechter ging, habe ich versucht auf 5 Tropfen zu erhöhen, aber ich bin mit dem Zustand nicht klar gekommen. Wahrscheinlich waren 4 Wochen zu kurz, aber auch nach 8 Wochen mit 4 Tropfen hat sich mein Zustand nicht verbessert.

    Gestern habe ich Blut abnehmen lassen und heute wurden mir folgende Werte mitgeteilt

    TSH 1,05
    fT4 1,05 (0,93-1,71)
    fT3 3,08 (2,04-4,4)

    Ich trau mich nicht weiter zu steigern, weil der TSH Wert so niedrig ist.
    Er müsste doch eigentlich höher anzeigen, weil der Bedarf nicht ausreichend ist?

    Ich verstehe es nicht und habe Angst um meinen kleinen Bauchbewohner, dass er dadurch Schaden nimmt.
    Mir geht es ja auch nicht gut, habe Dauerdrücken am Hals, liege die meiste Zeit nur im Bett und habe ab Nachmittag Angstzustände.

    Ich kann nicht mal mehr mit meinem Hund eine Stunde am Stück Gassi gehen. Maximal 15 Minuten, dann bin ich fertig für den Tag.

    An Arbeit ist gar nicht zu denken. Seit Ende Dezember bin ich Krank geschrieben und kein Arzt gibt grünes Licht zum Steigern.

    Ich bin verzweifelt und renne von einem Arzt zum nächsten, aber keiner kann mir helfen.

    Liebe Grüße, Stefanie

  2. #2
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    Standard AW: Wertechaos, Befinden dolle schlecht

    ich habe vergessen, die Prozente anzugeben


    07.2021 --- fT3 = 51,7 %
    11.2021 --- fT3 = 53,4 %
    01.2022 --- fT3 = 31,0 %

    07.2021 --- fT4 = 54,0 %
    11.2021 --- fT4 = 28,2 %
    01.2022 --- fT4 = 15,4 %


    ich habe jedes Mal mit LT die Blutabnahme gemacht.
    Ich weiß, soll man nicht, aber ist nun leider so, ich würde sonst nicht aus dem Haus kommen.
    Im Juli 21 hat sich die BE spontan ergeben.
    Vielleicht ist es hilfreich zu erwähnen, dass ich jeden Morgen um 5 Uhr meine Dosis nehme und gegen halb 9, um 9 ist Blutabnahme beim Hausarzt.

    Sorry

  3. #3
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    Standard AW: Wertechaos, Befinden dolle schlecht

    Hallo liebe Stefanie,

    wir sind fast gleich weit, ich bin in der 18.SSW und nehme auch LT.

    Mir geht es ähnlich wie Dir, ich bin oft (teilweise den ganzen Tag) KO hoch zehn, mein Körper möchte dann nur rumliegen und die Seele braucht Ruhe. Die Zeit jetzt ist ja auch extrem intensiv (in alle Richtungen!) und damit auch anstrengend... mit vielen Gedanken und auch Sorgen, zumindest geht es mir so mit den grossen Veränderungen durch die Schwangerschaft. Kein Wunder, dass wir viel mehr Ruhe brauchen als sonst.

    Ich glaube nicht, dass Dein Wohlbefinden an einem Tropfen LT mehr hängt. Du könntest natürlich nochmal einen Tropfen versuchen zu steigern, aber Du bist mit TSH und FT4 ja eigentlich im Wertebereich, der in den Leitlinien empfohlen wird.

    Alternative Gedanken, die bei mir aktuell einen Einfluss auf mein Wohlbefinden in der SS haben:

    Nimmst Du Eisen? Wie ist Dein Ferritin-Wert?
    Hast Du eher niedrigen Blutdruck?
    Wann schläfst Du abends? Schläfst Du durch?
    Isst Du genug? Und auch Kohlenhydrate?
    Hast Du eine Person, mit der Du Ängste und Sorgen besprechen kannst?

  4. #4
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    Standard AW: Wertechaos, Befinden dolle schlecht

    Guten Morgen Applepine,

    Herzlichen Glückwunsch erstmal zur Schwangerschaft.

    Mit der Schwangerschaft habe ich weniger Probleme, ich sehe voller Zuversicht dem Geburtstermin und der Zukunft entgegen.

    Mir bereitet eher Sorgen, dass ich nicht mehr in der Lage bin zu arbeiten, Dauerdrücken an der Schilddrüse habe und auf den Ohren. Diese Kopfschmerzen und der Schwindel, wenn ich nur mit den Augen von einer zur anderen Seite gucke. Es dreht sich dann alles um mich herum und mir ist ständig schlecht. Mein ganzer Körper kribbelt vom Kopf bis zu den Füßen. Ich muss mich dauernd hinlegen, weil ich Angst habe, ich kippe um und mein Herz bleibt stehen.

    Die Werte sind mit LT entstanden. Ohne würden sie noch tiefer liegen

    Als ich vor 5 Jahren wieder anfing mit Thyroxin waren oben genannte Symptome der Grund, warum ich auf Knien nach LT gebettelt habe. Es ging mir so gut mit 15 Mikrogramm, dass ich denke, ich habe ein Dejavu.

    Eisen vertrage ich nicht. Davon bekomme ich Panikatacken, Schweißausbrüche und Druck auf der Brust. Eisen muss ich zwangsweise über die Nahrung versuchen auszugleichen. Was nicht leicht ist.
    Mein Blutdruck ist bisher normal bei 120/80. Seit Anfang der Woche ist er ständig bei 100/60.
    Ich schlafe von 20 Uhr Abends bis 7 Uhr Morgens. Essen tue ich ausgeglichen, so ausgeglichen wie man bei einer Histaminintoleranz essen kann.

    Wie gesagt, ich habe keine Ängste bezüglich der Schwangerschaft, es sind eher "Angstsymptome", die mit dem sinkenden Spiegel LT in Verbindung stehen.

  5. #5
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    Standard AW: Wertechaos, Befinden dolle schlecht

    Stefanie, du nimmst ja nur 15 mcg T4? In dem Fall spielt deine eigene Schilddrüse eine große Rolle. Guck dir mal dazu an, wie der Verlauf bei Frauen ohne Thyroxin, also schilddrüsengesund, typischerweise verläuft:

    * Das "unfreie" T4 ist hoch, weil das Thyroxin-bindendes Globulin (TBG) hoch ist, gilt mehr oder weniger für die ganze Schwangerschaft
    * Das HCG ist im ersten Trimester hoch, unterdrückt/ersetzt das TSH mit der Aufgabe: Stimulierung der T4-Produktion, Folge: ein im ersten Trimester höheres fT4 - und:
    * das fT4 ist in der zweiten Schwangerschaftshälfte nicht mehr so hoch, entsprechend: das TSH eine Kleinigkeit höher.

    Siehe grafisch dargestellt:

    http://media.medmedia.at/mm_media/ar...2958_Abb-1.JPG

    Warum das so ist:
    Besonders bis zur 12. Schwangerschaftswoche ist das Baby von der Schilddrüsenhormonproduktion der Mutter abhängig.
    Eben, "besonders", denn ab der 12. Woche fängt es an, geringe Mengen Hormone selbst produzieren und ab ca. 20-22. Woche ist das Baby vorwiegend Selbstversorger mit eigenem funktionierendem Regelkreis. Nascht schon noch mit bei der Mutter, aber sie ist nicht mehr Hauptversorger.
    Ich würde versuchen, diesen Stress abzustellen. Die fT4-Messungen sind nicht so derart zuverlässig in der Schwangerschaft, hingegen ist dein TSH doch eine gute Anzeige dafür, dass wohl kein Mangel herrscht.

    Quelle des Zitats: https://www.schilddruesenpraxis.at/schwangerschaft.html

  6. #6
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    Standard AW: Wertechaos, Befinden dolle schlecht

    Es ist eigentlich normal (bei schilddrüsengesunden Frauen), dass das fT4 etwa ab der 11./12. Woche beginnt zu sinken und dann im 2. und 3. Trimester niedriger ist als bei Nicht-Schwangeren. Darum sollten in der Schwangerschaft eigentlich spezifische Referenzbereiche verwendet werden. Hier mal die des Herstellers:

    Packungsbeilage: 0,93 - 1,7 ng/dl
    schilddrüsengesunde Frauen: 0,92 - 1,55 ng/dl
    Schwangerschaft
    1. Trimester: 0,94 - 1,52 ng/dl
    2. Trimester: 0,75 - 1,32 ng/dl
    3. Trimester: 0,65 - 1,24 ng/dl

    Die Referenzbereiche sind aus der Broschüre "Reference Intervals for Children and Adults. Elecsys ® Thyroid Tests" des Herstellers Roche.

    Mit einem Wert von 1,05 ng/dl lägst du dann also im 2. Trimester eher bei knapp 50% des Referenzbereichs.

  7. #7
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    Standard AW: Wertechaos, Befinden dolle schlecht

    Hallo panna,

    danke für deine Antwort.

    Ich habe bis Ende November 3 Tropfen LT (15 Mikrogramm genommen). Ab da dann auf 4 Tropfen LT gesteigert. Gestern habe ich einen Tropfen im Glas Wasser verrührt und ca. die Hälfte getrunken. Im ersten Moment ging es mir dadurch besser, längerfristig kann es natürlich auch der falsche Weg sein.

    Auf nachfolgender Seite habe ich etwas interessantes gelesen.

    https://schilddruesen-unterfunktion....hwangerschaft/

    * Die Schilddrüsenwerte in der Schwangerschaft

    Wenn im Lauf der Schwangerschaft der Bedarf an L-Thyroxin zunimmt, zeigt sich das in den Laborwerten an einem sinkenden fT4-Wert und / oder einem steigenden TSH-Wert. Wichtig ist, neben dem TSH-Wert auch die freien Hormone (fT3 und fT4) zu messen und auszuwerten. Denn der TSH-Wert könnte etwa bis zur 20. Woche durch das Schwangerschaftshormon HCG abgesenkt sein. Die Aufgabe des HCG ist, die Schilddrüse zur höheren Produktion anzuregen, was bei einer Hashimoto-Schilddrüse nur begrenzt funktioniert. Daher muss meistens die L-Thyroxin-Dosis erhöht werden.

    Eine manifeste Überfunktion liegt erst vor, wenn die freien Hormone erhöht sind. Das heißt aber nicht, dass der TSH-Wert in der Schwangerschaft vollständig ignoriert werden sollte: Ein erhöhtes TSH zeigt auch in der Schwangerschaft eine Tendenz zur Unterfunktion an.*

    Demnach wäre es nicht verkehrt ein bisschen zu steigern. HCG scheint ja eine dämpfende Wirkung auf den TSH zu haben? Kann das nicht bei mir der Fall sein? Zumal alle Symptome da sind wie damals in Unterfunktion?

  8. #8
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    Standard AW: Wertechaos, Befinden dolle schlecht

    Hallo Ness,

    das wusste ich gar nicht, dass andere Referenzbereiche angesetzt werden müssen. Danke für den Hinweis.
    Ich werde Morgen mal beim Labor anrufen, die haben ihren Sitz bei mir ein paar Straßen weiter. Die können mir dazu bestimmt was sagen.

    Ich bin kein Freund davon einen anderen Referenzbereich anzusetzen, aber es scheint mir logisch was der Hersteller Roche in seiner Broschüre schreibt.

  9. #9
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    Standard AW: Wertechaos, Befinden dolle schlecht

    Mein HB Wert steht im Mutterpass, er ist am 21.12.21 mit 7,2 angegeben. Leider ohne Referenzbereich.

    Das deutet auf Eisenmangel hin oder?

    Am 07.02. bekomme ich vom Endo neue Werte und am 11.02. habe ich wieder beim Frauenarzt einen Termin. Da erfahre ich den HB-Wert vom letzten Besuch am 21.01.22.

    Was kann man machen, um seinen Eisenspeicher aufzufüllen, wenn man Eisenpräparate nicht verträgt?

  10. #10
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    Zitat Zitat von Hippiekind Beitrag anzeigen
    Hallo Ness,

    das wusste ich gar nicht, dass andere Referenzbereiche angesetzt werden müssen.
    Nein, das müssen sie nicht. Dass Roche solche vorschlägt und Ness sie hier anführt, ist nur eine Illustration dafür, dass man für schwangere Frauen generell andere Referenzbereiche erforschen und möglichst generell einsetzen sollte. Aber das ist beim heutigen Stand eher nur Wunschdenken. Es ist ja kein Zufall, dass die Labors, so auch deines, die die Messmethode von Roche anbieten, diese Referenzbereiche nicht auf ihren Laborbefunden bekannt geben und die Ärzte auch nicht groß damit arbeiten.

    Wichtig ist für dich im Hier und Jetzt nur, was das Beispiel Roche zeigt: Ein eher hohes fT4 ist im ersten Trimester wichtig, danach aber nicht mehr in gleichem Ausmaß.


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