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Thema: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

  1. #121
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    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Zitat Zitat von rose.art Beitrag anzeigen
    Ja ich habe auch gelernt und nehme seitdem etwas zum schlafen. Ist dann halt so aber diese konplette Schlaflosigkeit über Tage... Das geht einfach nicht.

    Meine Therapeutin meint auch es geht eher in die Richtung Dissoziation. Ich bin halt permanent in diesem Zustand und das ist einfach ätzend. Die ganze Welt fühlt sich fremd an, ich erkenne zwar die Dinge aber der emotionale Bezug ist weg. Hatte das im KH damals auch.
    Gepaart mit den massiven Gliederschmerzen, dem Krankheitsgefühl....

    Hat dir denn das AD geholfen wenn ich fragen darf?
    Ich persönlich habe vor Citalopram etwas bammel z.b. da es mich damals lediglich noch aufgekratzter gemacht hat und eher "künstlich happy" ich fand es schlimm....
    Ich weiß auch nicht ob das Serotonin das Problem ist.
    Ja, ich nehme seit jeher - mit vielen Unterbrechungen, momentan konstant - Mirtazapin. Nie in Höchstdosis - augenblicklich in Minimaldosis. Da gab's noch zwei andere, aber die haben mich "matsche" gemacht. War ätzend. Mirta vertrage ich gut (bis auf die olle Gewichtszunahme). Aber es dauert natürlich, bis sich ein Gefühl der Konstanz einstellt. Aber in schlimmen Zeiten habe ich Atosil zusätzlich genommen, um aus diesem Zustand rauszukommen. Nie lange ... konnte es nach mittellanger/kurzer Zeit wieder weglassen/ausschleichen.

    Dissoziation hört sich auch wie in einer Depression festhängend an - sei's jetzt mal um die Ursache. Für MICH persönlich wäre es das Allerwichtigste, diesen Zustand wieder verlassen zu können, um erst einmal wieder ein wenig mehr Boden unter den Füßen zu haben. Wenn man sich gerade in einer Klinik befindet, ist's auch nicht schön, aber schlimmer finde ich diese Art von "Störung" zu Hause. Da blieb mir nichts anderes übrig, als den Scheiß anzunehmen und hoffen, dass es vorbeigeht - mit Hilfe von Medikamenten und natürlich auch sonst allem, was einem so zur Verfügung steht: Darüber sprechen, TherapeutIn, Klinik anpeilen (wenn man sie denn braucht), Familienangehörige raus lassen (die sind meist hilflos), frische Luft, Beschäftigung, ggf. SH-Gruppe, Annahme - sich nicht ergeben.

  2. #122
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    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Vielen Dank joia!
    Das Mirtazapin nahm ich ja auch, mich hat es irgendwie nur stumpf und noch emotions und antriebsloser gemacht.

    Aber ich stimme dir komplett zu, das wichtigste wäre aus diesem Zustand rauszukommen.
    Allerdings muss ich sagen dass eben mein letzter Klinikaufenthalt, immerhin auch 4 Wochen, gar nichts brachte. Wirklich nichts.
    Aber zu Hause geht es halt auch nicht.

    Ich habe ja wirklich das letzte halbe Jahr in diesem Trancezustand verbracht, wenn es auch Tage gab wo es besser war.

    Momentan fühle ich mich als wäre mein Gehirn komplett abgestorben. Echt gruselig.

    Mittlerweile denke ich ich hätte damals mit dem hohen t4 einfach krasser senken müssen, gleich auf 75 oder 87, vielleicht hätte sich der Körper dann schneller angepasst.

  3. #123
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    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Hast du einen Wald in der Nähe und die Möglichkeit hinzukommen? Waldaufenthalt kann sehr erdend wirken.

  4. #124
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    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Zitat Zitat von rose.art Beitrag anzeigen
    Vielen Dank joia!
    Das Mirtazapin nahm ich ja auch, mich hat es irgendwie nur stumpf und noch emotions und antriebsloser gemacht.

    Aber ich stimme dir komplett zu, das wichtigste wäre aus diesem Zustand rauszukommen.
    Allerdings muss ich sagen dass eben mein letzter Klinikaufenthalt, immerhin auch 4 Wochen, gar nichts brachte. Wirklich nichts.
    Aber zu Hause geht es halt auch nicht.

    Ich habe ja wirklich das letzte halbe Jahr in diesem Trancezustand verbracht, wenn es auch Tage gab wo es besser war.

    Momentan fühle ich mich als wäre mein Gehirn komplett abgestorben. Echt gruselig.

    Mittlerweile denke ich ich hätte damals mit dem hohen t4 einfach krasser senken müssen, gleich auf 75 oder 87, vielleicht hätte sich der Körper dann schneller angepasst.
    Ich kann Dir nur empfehlen wie auch schon Mayana u.a., wirklich einen Psychiater aufzusuchen, dem das genau zu schildern, um dann mit seiner Hilfe hoffentlich aus diesem Zustand herauszufinden. Das wäre ja schon die halbe Miete. Ich kenne das wirklich gut, diese dissoziativen Zustände - und nichts will man weniger haben. Ansonsten: Geh Deinem Tagwerk so gut wie möglich weiterhin nach, beiß Dich nicht fest an dem Scheiß, freue Dich an Zeiten, wo es mal milder wird oder vielleicht sogar an Minuten, wo Du spürst und fühlst. Mir hat das Halt gegeben, weil ich wusste, dass es möglich IST.

    Was Deinen Klinikaufenthalt (Psychiatrie) angeht, so kenne ich das nicht, was Du mal in einem posting geschrieben hast, dass die eh nichts machen und man erst einmal nur abgeschossenerweise im Bett rumliegt. Hier würde ich mir schnellstens eine andere Klinik suchen - GsD hat man ja die Wahl, gerade für einen Akutaufenthalt. Aus längst vergangenen Zeiten weiß ich auch, dass vier Wochen so gut wie gar nichts sind. Bei mir waren es im Schnitt 3-4 Monate - das ist aber schon länger her.

    Mit dem anderen - Einstellung SD - kann ich nicht helfen; das können die anderen viel, viel besser. Dahingehend hatte ich auch selten Probleme.

  5. #125
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    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Hast du einen Wald in der Nähe und die Möglichkeit hinzukommen? Waldaufenthalt kann sehr erdend wirken.
    Genau, kann. Das ist aber individuell. Ich wollte beispielsweise in Depression um's Verrecken nicht in den Wald. Viel zu dunkel, viel zu dicht, erdrückend.
    Mir hat Weite gut getan, am besten Wasser, Ufer und langeinsichtige Wege.
    Beim Gatten ist's aber so: Er zieht Trost aus den Bäumen. Er mag aber auch den Mond - ich dagegen sperre den vollen aus; sonst kann ich nicht schlafen.
    Was aber auf jeden Fall hilft: Draußen sein in der Natur. Laufen und laufen ...
    Und früh aufstehen ...

  6. #126
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    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Ja einen Wald haben wir hier. Alleine fahre ich allerdings nirgens mehr hin aber zusammen als Familie geht das auf jeden Fall.

    @joia Meinen Ablauf konnte ich echt gar nicht wahrnehmen... Einfach weil noch die krassen körperlichen Symptome dazu kommen. Durch diese massiven Hormonschwankungen komme ich auch nicht zur Ruhe und da ist die Krux an der Sache Ich bräuchte auch körperlich erstmal ein solides Level damit die Psyche heilen kann.
    Genau deshalb scheue ich mich z.b. vor dem Senken, da dies wieder Stress ohne Ende für den Körper und das Gehirn wird und irgendwann macht alles dicht, siehe mein jetziger Zustand....

    3-4 Monate....Puh... Ich habe 2 Kinder, das wird unmöglich umsetzbar sein
    Hätte ich sie nicht hätte ich auch keine Hemmungen ein halbes Jahr weg zu sein um mich echt erstmal auszuklinken.
    Mit meiner Klinik war es leider echt so, durch Corona durfte man nur 1,5 Stunden raus. Dann kamen halt noch 2 Mal Tanztherapie etc pro Woche dazu aber auch nur eine Stunde und auch nur auf dem gleichen Gang.... Ich kam mir echt vor wie im Knast.


    Ich schaue auch Bilder an ab und zu und versuche mich "zurückzufühlen". Das ist das einzige was mir Hoffnung gibt...

    Man muss auch bedenken, dass mein Körper solche Therapien wie Spaziergänge etc. gar nicht zulässt.
    Ich war mehrmals nicht mehr ansprechbar da ich nur noch gezittert habe und wie unter Koma stand. Ich bin einfach zusammengebrochen, war 3 Mal im KH.
    Das ist momentan der Dauerzustand leider....
    Geändert von rose.art (09.04.22 um 17:34 Uhr)

  7. #127
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    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Okay, dann Parkbank oder Garten, sofern Ihr einen habt, und jeden Sonnenstrahl einsaugen.
    Vielleicht mit jemandem, der Dir einfach nur zuhört ...

    Oh, das ist krass infolge von Corona in diesem Krhs., was Du berichtest ... Aber ehrlich, da hat man es sich auch ein wenig leicht gemacht.
    Auch in Coronazeiten kann man Ergo-, Gesprächstherapie in Gruppe + Einzel, Sport draußen (!), gemeinsame Dienste etc. anbieten - halt alles entzerrt.
    Schließlich gehen die Kids auch in die Schule und viele von uns arbeiten mit Menschen ... da gab's doch ein Konzept mit Testen + Maske?

    Ich hatte immer Glück mit meinen Häusern (und den Menschen dort - Patient:innen und Pflege) - war schon fast zu viel; der Tagesplan war pickepackevoll.
    Das erinnert mich doch eher an die Geriatrie ...

    Das mit der Zitterei kenne ich auch - 2018 saß ich klappernd und schüttelfrostmäßig bei meinem Arzt im Sprechzimmer, konnte kaum sprechen.
    In diesen Tagen schlief ich oft auf der Couch unten. Schlafen konnte ich aber. Außerdem bin ich Atosil-bewaffnet in die SH gegangen; ein- bis zwei Mal/Woche - anders hätte ich es nicht rausgeschafft. Es fiel mir schwer, sehr schwer - aber hinterher war ich immer froh.

  8. #128
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    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Hört sich für mich auch überhaupt nicht nach Psychose an, sondern Depersonalisation oder Derealisation.
    Ich hatte beides, und gegen Derealisation usw. hilft Achtsamkeit sehr gut! Ich habe sowohl Citalopram als auch Escitalopram genommen, Escitalopram nehme ich zur Zeit wieder. Escitalopram ist für mich definitiv besser von den Nebenwirkungen her.

    Ich würde mir trotzdem versuchen, Zeit freizuschaufeln. Denn wenn du jetzt nicht handelst, wie soll es besser werden, und wie willst du dich erst um deine Kinder kümmern, wenn es richtig richtig schlimm wird?

    Man kann Körper und Seele nur bedingt trennen. Wer weiß, vielleicht muss es dir auch erstmal seelisch besser gehen, damit du sagen kannst, was wirklich körperliche Beschwerden sind und was nicht.

  9. #129
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    Zitat Zitat von *Mayana* Beitrag anzeigen
    Man kann Körper und Seele nur bedingt trennen. Wer weiß, vielleicht muss es dir auch erstmal seelisch besser gehen, damit du sagen kannst, was wirklich körperliche Beschwerden sind und was nicht.
    Ich hatte den gleichen Gedanken, bloß genau umgekehrt - vielleicht muss man erstmal für verträglichere Werte sorgen, dem Körper auch auf diese Weise zur Ruhe kommen lassen, um sich um das, was dann noch bleibt, kümmern zu können. Gilt ja auch so ...

    meine neuesten Werte unter gleicher Dosis 87LT sind wie folgt:

    TSH 0.12
    ft4 1.44 (0.9-1.8)
    ft3 3.6 (1.6-3.8)
    Wie lange hast du diese 88 gehalten?

    Ist Thybon dabei? Wenn ja, wie viel?

  10. #130
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    Zwei Doofe, fast ein Gedanke es müsste auf jeden Fall etwas geschehen.

    Ich finde vor allem fT3 ziemlich hoch muss ich sagen.

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