Hallo zusammen,
Ich bin weiblich, 52 und habe höchstwahrscheinlich Morbus Basedow.

Mitte Juni wurde per Zufallsbefund beim Hausarzt ein erniedrigter TSH gemessen (0,06, Werte stehen im Profil). FT3 war leicht erhöht, FT4 knapp unter der oberen Normgrenze. Bis dahin hatte ich täglich 100 Mikrogramm Jod genommen, weil 2018 im Rahmen einer OP wegen eines Nebenschilddrüsenadenoms eine ziemlich knotige Schilddrüse diagnostiziert wurde. Das Jod habe ich sofort abgesetzt.

Am 2. Juli war ich beim Endokrinologen, der mir 5 mg Carbimazol verordnete. Den Bericht von der Sono habe ich leider nicht, aber er tippte auf Morbus Basedow, obwohl er die Schilddrüsenaktivität dafür eigentlich als zu niedrig empfand. Die freien Blutwerte waren ohne die Jodeinnahme geringfügig besser, und es wurden 0,0 TRAK festgestellt, was mich sehr erleichterte - wohl zu früh...
Mit dem Carbi fing ich erst am 4.7. an (kostete mich trotz der geringen Dosis ziemliche Überwindung wegen der Nebemwirkungen).

Am 26.7. fand die nächste BE statt. FT3 und FT4 sind beide wieder in der Norm, FT4 eher im unteren Drittel. TSH regt sich nicht. Aufgrund der fehlenden TRAK wurde ich zur Szinti geschickt, die am 27.7. stattfand. Dort wurde eine uni-und multifokale Autonomie ausgeschlossen. Die Szinti sah wohl doch eher nach Basedow aus, aber die NUK wollte sich noch nicht festlegen und verwies auf ihren Bericht in 10 bis 14 Tagen.
Am Freitag erhielt ich dann einen Anruf der NUK, die mir empfahl das Carbi auf 7,5 zu erhöhen wegen des weiterhin gleich niedrigen TSH. Leider ergaben die TRAK bei der dortigen BE einen Wert von 2,0 (Norm bis 1,75). Die übrigen Werte dort wurden mir im Detail nicht genannt, können aber wohl meiner Einschätzung nach nicht sonderlich von denen tags zuvor beim Endo abweichen. Der Endo hatte am 26.7. (ohne die neuen TRAK Werte von der NUK zu kennen) gesagt, ich solle die 5 mg beibehalten. Nächste Kontrolle nach seinem Urlaub am 1.9. Ich konnte den Endo leider vor seinem Urlaub auch nicht mehr telefonisch erreichen, so dass ich nun unsicher bin, welche Dosis Carbi denn nun angemessen wäre. Mir geht es von den Symptomen her wieder besser. Vor allem der Puls hat sich etwas beruhigt. Ich würde eher die 5mg beibehalten, evtl. sogar weniger, um nicht mit FT4 in die Unterfunktion zu rutschen, kenne mich aber einfach noch viel zu wenig aus. Auch der Hausarzt ist im August im Urlaub. Ich stehe also momentan ziemlich im Regen und bitte Euch daher um Eure Einschätzung und bin für jeden Tipp sehr dankbar. Die Werte stehen - wie gesagt - im Profil.
Viele Grüße von Amaia