Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: Hormonverbrauch im Alter

  1. #1
    Benutzer
    Registriert seit
    02.01.10
    Beiträge
    76

    Standard Hormonverbrauch im Alter

    Hallo liebe alt gewordene Hashi's,
    ich bin über 60 und habe das Gefühl mit meiner ursprünglichen Dosierung nicht mehr klar zu kommen.
    Da suche ich andere Erfahrungswerte von Gleichgesinnten. Wie war das bei euch.
    LG Josi

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    06.03.13
    Ort
    anderswo - siehe Profil
    Beiträge
    6.134

    Standard AW: Hormonverbrauch im Alter

    Haben sich unter dieser Dosis die freien Werte verändert oder nicht?

    Du spürst nicht die Dosis, sondern den Hormonspiegel im Blut. Kennst du deinen Wohlfühl-Bereich für den FT4-Wert? Ist der gleich geblieben?

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    18.06.06
    Ort
    Stuttgart
    Beiträge
    2.518

    Standard AW: Hormonverbrauch im Alter

    Mir hat mein Körper in Form einer heftigen ÜF ziemlich drastisch klar gemacht, dass ich mit 55 (kurz vor Ende der Wechseljahre) deutlich weniger Hormone benötige (davor gleiche Dosis über 13 Jahre).

    Bei meiner Mutter (84) sinkt der Hormonbedarf gerade auch. Sie hatte immer einen gut messbaren TSH und mittige freie Werte, im letzten Jahr ist der ft4 immer stärker gestiegen, der TSH auf 0,2 gesunken. Es gab keine Medikamentenwechsel oder irgendwelche Krankheiten. Sie hat jetzt von 75 auf 50 µg gesenkt.

  4. #4
    Benutzer
    Registriert seit
    29.12.11
    Beiträge
    223

    Standard AW: Hormonverbrauch im Alter

    Bei meiner Großmutter sinkt der Bedarf auch stetig. Ich weiß keine genauen Werte und sie hat auch nur eine halbe SD, aber der Trend ist da.

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    10.03.16
    Beiträge
    421

    Standard AW: Hormonverbrauch im Alter

    Ich bin 53 Jahre alt und fühlte mich immer mehr in Überfunktion, bzw. zu hoch eingestellt. Mein Internist riet mir von 100 LT auf 75 LT zu senken. Das halte ich seit 9 Wochen und es geht mir wesentlich besser. Die Erfahrung meines Internisten war, dass Frauen in und nach dem Wechsel stetig senken mussten. Am Ende waren es im Durchschnitt fast 1/3 LT weniger. Die neue Dosis muss jede Frau dann selbst für sich finden.

    Ich wünsche dir viel Glück

    Liebe Grüße, Sonnenschein

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    16.04.17
    Ort
    Reißt die Bretter von den Stirnen! Erich Kästner für Erwachsene
    Beiträge
    1.480

    Standard AW: Hormonverbrauch im Alter

    Bei mir haben sich zwar die Werte bei gleicher Dosierung nicht geändert, ich habe aber trotzdem in und nach den WJ (ich war sehr früh dran, mit Mitte 40 schon "durch") senken müssen. Hohe Werte sind mir nie bekommen, aber jetzt müssen sie eindeutig unter mittig sein, damit ich mich wohlfühle. Alles darüber macht mich nervös und gefühlt "überfunktionierend". 1/3 weniger kommt so ca. hin (bin 55).

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    24.06.08
    Ort
    Österreich; Salzburg
    Beiträge
    376

    Standard AW: Hormonverbrauch im Alter

    Hallo in die Runde
    Ich erlebe auch dasselbe.
    (Werde im Herbst 47, seit 6 Jahren keine Gebärmutter mehr)
    Zu meinen Glanzzeiten nahm ich mindestens 175-200mcgr Novo. War im oberen Drittel und fühlte mich wohl

    Dann mit Ende 30 ging es stetig bergab und musste reduzieren. war dann lange auf 100-125mcgr..
    Jetzt versuche ich gerade die 88mcgr zu halten die ich vor ca 1.5J noch gut vertragen habe. Aber ich fühl mich übelst überdosiert. 75mcgr ist zu wenig, zumindest war das im Frühjahr noch.

    ich habe schon oft gehört dass man im Alter weniger Hormone braucht. Meine Werte sind bzw waren mit ca 88 mittig, minimal drüber aber steigern geht gar nicht. Obwohl genug Luft nach oben wäre. Vertrage auch das Progesteron nicht mehr wenn ich 88mcgr nehme.
    LG

    Gesendet von meinem ANE-LX1 mit Tapatalk

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    10.03.16
    Beiträge
    421

    Standard AW: Hormonverbrauch im Alter

    Diesen Artikel habe ich noch gefunden:

    Wechseljahre bei schilddrüsenkranken Frauen
    Unabhängig von diesen auch bei schilddrüsengesunden Frauen vorhandenen Beeinträchtigungen während der Wechseljahre sind für schilddrüsenkranke Frauen zwei weitere Aspekte von entscheidender Bedeutung.

    1. Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse beginnen häufig in Phasen hormoneller Umstellung (Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre) oder können sich dadurch in ihrer Ausprägung verändern. Dies liegt am Einfluss der Sexualhormone auf das Immunsystem. Östrogen hat immunstimulierende und Progesteron immununterdrückende Eigenschaften. „Es ist bekannt, dass Autoimmunerkrankungen in Phasen der hormonellen Umstellung häufiger beginnen. […] Das bei einer bereits bestehenden Hashimoto-Thyreoiditis >>angeschlagene>> Gleichgewicht der Hormone kommt durch eine Dysbalance oder einen Mangel der weiblichen Hormone zusätzlich in Gefahr.“ (L. Brakebusch, A. E. Heufelder: „Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis“, Zuckschwerdt-Verlag, München 2004, Seite 133).

    2. Die weiblichen Sexualhormone beeinflussen den Schilddrüsenhormonbedarf weil sie die Anzahl der Bindungsproteine für die Schilddrüsenhormone erhöhen. Gebundene Schilddrüsenhormone sind inaktiv. Wenn die körpereigene Produktion von Östrogen und Progesteron im Verlauf der Wechseljahre abnimmt sinkt als Folge häufig auch der Schilddrüsenhormonbedarf so dass die bis zu diesem Zeitpunkt eingenommene Schilddrüsenhormondosis schrittweise reduziert werden muss. „Die Wirkung der Schilddrüsenhormone auf die Körperzellen verstärkt sich, dies betrifft auch eine bis dahin klinisch unbemerkte, beginnende Überfunktion, die sich in den Wechseljahren bemerkbar macht.“ (L.-A. Hotze, Schilddrüse. Mehr wissen – besser verstehen. TRIAS-Verlag, Stuttgart 2008, Seite 176)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •