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Thema: Siehst Du Deine Arbeit nur als ""Brotberuf""?

  1. #1
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    Standard Siehst Du Deine Arbeit nur als ""Brotberuf""?

    Meine arbeit war für mich (und wird wieder wenn körperlich möglich) ein Ausdruck meiner Persönlichkeit & eine Möglichkeit Leidenschaft essbar zu machen. Ich bin gelernter Koch zur Zeit werde ich leider durch Multiple Sklerose daran gehindert mein Beruf aus zu üben.

  2. #2
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    Standard AW: Siehst Du Deine Arbeit nur als ""Brotberuf""?

    Ich habe vieles in meinem Leben gearbeitet und ausprobiert für's nötige Geld, wobei es auch meinen Neigungen entsprach.
    Einen Lieblingsberuf habe ich aufgegeben, weil ich damit nichts verdienen konnte.
    Mit meinem jetzigen Beruf verbinde ich Leidenschaft, Neigung und Persönlichkeit, aber auch Stress - eine goldene Nase verdiene ich damit nicht.
    Eine wirkliche Berufung habe ich erst sehr, sehr spät für mich entdeckt - da war es zu spät.
    Für die letzten Jahre bis zur Rente könnte es durchaus sein, dass es noch mal eine Kopplung aus allem wird.
    Stupide Tätigkeiten gehörten nie für mich dazu - da schlafe ich ein und verziehe mich auf's Klo, weil ich's vor Langeweile nicht mehr aushalte. Damit hätte ich höchstwrs. Geld verdienen können und mehr als Broterwerb, aber das entsprach mir eben nicht.
    Ich brauche im Job/im Beruf Abwechslung - das hatte ich die letzten 20 Jahre.

  3. #3
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    Standard AW: Siehst Du Deine Arbeit nur als ""Brotberuf""?

    Ich mache meine Arbeit leidenschaftlich gerne.

    Mir wird schnell "langweilig", deswegen habe ich häufig, zunächst branchenintern, gewechselt. Mit Mitte 30 dann noch ein Studium durchgezogen, als ich endgültig in den Sozialbereich gewechselt bin. Mein Sohn verdient als Techniker jetzt schon gleich viel wie ich - aber wir konnten immer mehr oder weniger gut davon leben. Ich wusste ja schon beim Wechsel, dass es da keine Reichtümer zum Verdienen geben wird.

    Meine chronischen Erkrankungen machen es mir nicht unbedingt leicht und ich "hänge" mich auch sehr in die Arbeit hinein. Regelmäßige Therapien und Kuraufenthalte werden hoffentlich dazu beitragen, dass ich bis zum Regelpensionsalter durchhalte. Ich muss mich alleine erhalten, da ist das schon wichtig.

    Allerdings überlege ich in absehbarer Zeit in Altersteilzeit zu gehen, da verliere ich keine Pensionsbeiträge.

    Körperliche schwere Arbeit als Koch ist natürlich mit MS schwierig. Hast du schon an eine Umorientierung gedacht? Z. B. Berufsschullehrer*in oder Trainer*in in Berufsvorbereitungs- oder -orientierungsprojekten? Die betreiben ja auch oft Restaurants oder Cafés.

    Via nebenberuflicher Tätigkeit als Trainer*in bin ich dann in meinem jetzigen Beruf "gelandet".
    Geändert von KapscII (08.07.21 um 10:08 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Siehst Du Deine Arbeit nur als ""Brotberuf""?

    Ich liebe meine berufliche Tätigkeit auch sehr.
    Nach über 20 Jahren in dem Beruf ist es immer noch abwechslungsreich und interessant.
    Es gibt auch ständig spannende Menschen, Themen, Inhalte mit denen man sich beschäftigen kann.

    Allerdings bin ich nach einigen Jahren innerhalb der Einrichtung in den heilpädagogischen Bereich gewechselt, da mir eine individuelle Beratung, genügend Zeit auch für das Berichtswesen und die Möglichkeit einer kleinschrittigen, Ressourcen orientierten Entwicklungsbegleitung hier entgegen kamen.

    Mit meinem Team arbeite ich schon sehr lange und gerne zusammen, auch hierfür bin ich sehr dankbar,
    einfach weil es auch menschlich super passt und man ja viel Zeit miteinander verbringt.
    Schwierige Situationen lösen sich auch am Besten gesamtpersonell. Und mit 42 bin ich hier dass „Nesthäkchen“.
    In unserem 4er Klein-Team kommen wir zusammen fast auf 100 Jahre Berufserfahrung.

    Mein Träger „trägt“, wofür ich sehr dankbar bin. Auch wurde mir die heilpädagogische Ausbildung nebenberuflich ermöglicht und finanziert.

    Klar kann man im Sozialen Bereich keine Reichtümer verdienen, aber das ist auch relativ.
    Reichtümer wäre für mich, wenn beim Brutto eine 5 davorsteht.

    Aber die Bezahlung nach Tarifvertrag mit Weihnachtsgeld, Leistungsprämie, betrieblicher Altersvorsorge und bei jeder Tarifrunde mit zu profitieren, obwohl man bereits in der Endstufe ist, haben es ermöglicht, dass mein Mann nach einem Burnout in Teilzeit gehen konnte und wir trotzdem sehr gut leben können.

    Lebenszeit ist Luxus und ein Geschenk für uns und dafür sind wir beide auch wirklich sehr, sehr dankbar.

    Mein Mann bildet sich gerade betriebsintern als Fachtrainer weiter, was ihm wirklich sehr viel Freude bereitet und voll sein Ding ist.
    Das wiederum macht mich natürlich sehr glücklich nachdem er 20 Jahre im Wechselschichtdienst (die letzten Jahre nur Brotberuf)mit oftmals 60 Std. Wochen sehr krank geworden ist. Geld ist einfach nicht alles.
    Geändert von Ravi (08.07.21 um 18:46 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Siehst Du Deine Arbeit nur als ""Brotberuf""?

    Nein! Ich bin meine Arbeit.

    LG
    😀

  6. #6
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    Standard AW: Siehst Du Deine Arbeit nur als ""Brotberuf""?

    Ich bin absolut nicht meine Arbeit. Müsste ich es nicht für meinen Lebensunterhalt tun, würde ich nicht arbeiten. Auch wenn ich es nicht mehr so tragisch finde wie früher.
    Meine Arbeit ist eh halbwegs abwechslungsreich und hat viele Vorteile (schon angefangen damit, dass ich hier barfuß sitzen kann, das Ambiente angenehmer ist als in einem üblichen Büro und ich den Großteil des Jahres weniger als 40h arbeiten kann), aber etwas, wo so richtig meine Leidenschaft drinhängt, würde ich gar nicht zu meinem Beruf machen wollen, weil das verdirbt alles. "Waun de Lust amoi zum Zwaung wird, föht am boid de Fantasie", wie Reinhard Fendrich seinerzeit gesungen hat.

    Es gibt so viele interessante Dinge im Leben, für 1 davon so viel Zeit und Energie aufzuwenden, finde ich unproportional. Weil dann für die anderen nicht genug übrig ist. Rein hobbymäßig ließe sich das alles viel leichter unterbringen.

  7. #7
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    Standard AW: Siehst Du Deine Arbeit nur als ""Brotberuf""?

    Wenn die Arbeit den Neigungen entspricht und man sie sehr gerne macht heißt das noch lange nicht, dass mein kein eigenes Leben mehr hat oder keine Selbstfürsorge betreibt (auch wenn die manchmal erst gelernt werden muss)..

    Wäre ich in meinem ursprünglichen Beruf geblieben, wäre ich wahrscheinlich schon arbeitsunfähig und müsste mich mit einer kleinen Berufsunfähigkeitspension über die Runden bringen - Geld für Hobbies oder Reisen wäre da wohl kaum übrig. So aber stehen die Chancen gut, dass ich ohne Quälerei durchhalte und von der Pension dann auch leben kann.

    Ich bin schon jahrzehntelang solo und werde das vermutlich auch bleiben. Daher will ich vor allem auch finanziell nicht auf Unterstützung angewiesen sein. Das ist eben mir persönlich wichtig, jeder hat so seine eigenen Prioritäten und das ist auch gut so.

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von stuppsi
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    Standard AW: Siehst Du Deine Arbeit nur als ""Brotberuf""?

    Mein Beruf ist so ein typischer Sozialberuf in dem man ausgesaugt wird, wenn man nicht auf sich achtet und Vorkehrungen trifft. In den ersten Berufsjahren ist ja alles keine Thema. Aber irgendwann lernt man sich abzugrenzen, zu deligieren und sich nicht mehr in Dramen mit reinziehen zu lassen.
    Wie in allen sozialen Berufen wird man davon nicht wohlhabend. Aber kranke Leute gibt es immer, also ist der Arbeitsplatz krisensicher.

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von roxanne
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    Standard AW: Siehst Du Deine Arbeit nur als ""Brotberuf""?

    Ich habe meinen Beruf sehr gerne gemacht, war mein Traumberuf. Deshalb mache ich neben der Rente auch noch etwas weiter, natürlich stark reduziert.

  10. #10
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    Standard AW: Siehst Du Deine Arbeit nur als ""Brotberuf""?

    So habe ich es mit einem Teilbereich meines Berufs auch vor - über die Altersrente hinaus. Falls es das dann noch gibt, also meinen Bereich, und man ohne großen Aufwand dazuverdienen kann.

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