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Thema: Auf der Suche nach Zuspruch und Hilfe (schlechtes Allgemeinbefinden und Panik)

  1. #1
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    Standard Auf der Suche nach Zuspruch und Hilfe (schlechtes Allgemeinbefinden und Panik)

    Liebe Gemeinschaft,

    ich bin neu hier und so voll Hoffnung, hier Hilfe zu finden. Die letzten Jahre waren ein Auf und Ab mit vielen guten, aber auch schlechten Zeiten. Momentan geht es mir furchtbar und ich habe schreckliche Angst, dass es nicht mehr gut wird. Ich suche nach kompetentem Rat, vor allem aber auch nach hoffnungsvollen Worten. Die Werte der letzten 5 Jahre habe ich in mein Profil geschrieben; ich hoffe, es sind aussagekräftige Angaben. Sonst bitte nachfragen.

    Mein Leben mit vier Kindern (eines noch gestillt, darum auch keine Periode und zum Glück kein PMS ;-)) und schwerbehindertem Ehemann ist nicht leicht, aber dennoch schön. Meine Angststörung ist durch Corona nicht besser geworden, aber ich schlage mich durch. Leider spielt mein Körper nicht mehr mit. Ich kann nicht einordnen, ob es Stress ist, die falsche Dosierung oder was auch immer. Ich fühle mich schwach, vor allem auch nachts, wo ich das Gefühl habe, mich nicht mal umdrehen zu können. Jede Anstrengung ist zu viel, ich unterzuckere schnell, habe phasenweise unerträglich ängstigendes Herzstolpern, schwere Panikattacken, stehe unter Strom, mal ist mir kalt, mal zu warm. Einfach alles doof. Wenn ich meine Werte betrachte, sehen die doch eigentlich ok aus. Ich mag es lieber im hohen Bereich aber nun habe ich hier quer gelesen und mir scheint, dass das nicht mehr so üblich ist und zu mittigen Werten geraten wird. Außerdem ist mein TSH ständig supprimiert, egal welche Dosierung. Wie kommt das? Was mache ich falsch? Ich habe so schreckliche Angst, dass ich meine Kinder nicht aufwachsen sehen kann.

    Noch ein Hinweis: Ende April habe ich Biontech bekommen und danach hatte ich einige Tage nach dem LT schlimmes Herzstolpern. Habe 3 Tage auf 75 myk gesenkt, da war es besser und bin nun wieder bei 87,5. Vor der Impfung war es auch nicht toll, aber jetzt ist es noch schlimmer.

    Lieben Dank fürs Lesen. Ich bin froh, hier gelandet zu sein.

    Gruß, Katja

  2. #2
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    Standard AW: Auf der Suche nach Zuspruch und Hilfe (schlechtes Allgemeinbefinden und Panik)

    Hallo,

    noch eine Frage zu den Werten: erfolgte die BE ohne LT vorher?

    Zumindest schauen die letzten Werte eigentlich gut aus (bis auf den TSH). Von den freien Werten her, würde ich da nicht auf eine ÜD tippen. Der Ferritinwert ist relativ niedrig. Hier würde ich versuchen, den auf einen Level von knapp 60/70 zu bringen. Vit. D ist m.E. ok so, wie er ist.

    Man könnte jetzt eine Minimalsenkung machen. So um 6,25 LT. Wahrscheinlich ist aber auch durch die Impfung einiges durcheinander geraten.

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Auf der Suche nach Zuspruch und Hilfe (schlechtes Allgemeinbefinden und Panik)

    Zitat Zitat von Rheinprinzessin Beitrag anzeigen
    Ich mag es lieber im hohen Bereich aber nun habe ich hier quer gelesen und mir scheint, dass das nicht mehr so üblich ist und zu mittigen Werten geraten wird.
    Guck mal - es ist egal, zu was geraten wird, kein Rat ist gültig für alle. Weil nämlich die Wohlfühlwerte individuell sind. Oben, mittig, unten.
    Oder meinst du, es gibt einen Bereich, der für alle gleich gut ist?

    Außerdem ist mein TSH ständig supprimiert, egal welche Dosierung.
    Nein, nicht egal, unter 62,5 mcg LT noch nicht. Erst bei Dosierungen, die darüber hinausgehen.

    Jetzt zu deinen Symptomen: Meinst du, es ist denkbar, dass du unterdosiert bist? Wohl kaum.

    Welche Option bietet sich dann noch an?

  4. #4
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    Standard AW: Auf der Suche nach Zuspruch und Hilfe (schlechtes Allgemeinbefinden und Panik)

    Hallo ihr Beiden. Lieben Dank für Eure schnellen Antworten. BE war immer nüchtern ohne LT. Vor der Impfung war es auch schon nicht prickelnd. Vor allem die schnelle Ermüdung, die Leistungsschwäche und das Herzstolpern machen mich regelrecht fertig. Ich wollt so gern ein bisschen einfachen Sport machen. War nix. Schwäche triggert bei mir auch noch die blöden Panikattacken.

    Ist es denn auf Dauer ein Problem, wenn der TSH supprimiert ist? Stimmt, bei weniger LT war er es nicht, aber mit ging es mit 62,5 nicht gut und nach der letzten Schwangerschaft bin ich gar nicht mehr runter gekommen und bei den bei 87,5 hängen geblieben, wo es eigentlich phasenweise echt ok war. Ich habe einfach das Gefühl, dass die Angst mich handlungsunfähig macht. Ich kann stress, Panik und Schilddrüse nicht mehr auseinanderhalten. Das verschwimmt alles zu einem Symptomkomplex.

    Liebe Grüße.

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Auf der Suche nach Zuspruch und Hilfe (schlechtes Allgemeinbefinden und Panik)

    Vor allem die schnelle Ermüdung, die Leistungsschwäche und das Herzstolpern machen mich regelrecht fertig
    Ehrlich - was denkst du denn, wo das herkommt?

    Ist es denn auf Dauer ein Problem, wenn der TSH supprimiert ist?
    Ich will nicht in die TSH-Diskussion rein - also lassen wir mal die möglichen Langzeitfolgen beiseite und tun wir so, als gäbe es sie nicht und gucken wir nur nüchtern, wofür das supprimirte TSH in der Regel steht: für zu viele Hormone. Geht es einem so dermaßen toll damit, dass es anders gar nicht geht - OK.
    Hoppsala - aber dir geht es gerade gar nicht gut. Warum denn, was meinst du?

    Ich kann stress, Panik und Schilddrüse nicht mehr auseinanderhalten
    Musst du in dem Fall auch nicht. Geh doch einfach auf eine niedrigere Dosis.

  6. #6
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    Standard AW: Auf der Suche nach Zuspruch und Hilfe (schlechtes Allgemeinbefinden und Panik)

    Hallo Panna, vielen Dank. Ich habe nur die HT Basiskenntnisse. Mir war nicht bewusst, dass es TS H Diskussion gibt. Was kann denn im worst Case passieren? Und wenn ich nur 6,25 oder 12,5 myk runtergehe, ändert es ja nichts. Bei 75 war er auch so tief. Ich würde gern den Mechanismus dahinter verstehen, das hilft mir sehr, wenngleich ich eher kein chemisches Genie bin. Also eher einfache Worte ... hüstel ;-) .

    Eine Frage zur Erschöpfung habe ich auch. Die habe ich wohl etwas naiv mit UF/ UD assoziiert. Ich dachte, bei zu viel Hormonen sei man aufgedreht, wibbelig und einfach drüber.
    Müdigkeit, Erschöpfung, Appetitlosigkeit und Lufthunger, wie bei mir grad, hab ich eher bei der UF gesehen. Die Fragen sind ernst gemeint, nicht kritisch. Ich möchte es verstehen, weil mir Erkenntnisse helfen, mit der Angst umzugehen. Und Angst habe ich bei jeder Steigerung und auch Senkung. Das ist für mich beides ein psychischer Kraftakt.

    Lieben Dank und Gruss, Katja

  7. #7
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    Standard AW: Auf der Suche nach Zuspruch und Hilfe (schlechtes Allgemeinbefinden und Panik)

    Zitat Zitat von Rheinprinzessin Beitrag anzeigen
    Und wenn ich nur 6,25 oder 12,5 myk runtergehe, ändert es ja nichts. Bei 75 war er auch so tief. Ich würde gern den Mechanismus dahinter verstehen, das hilft mir sehr, wenngleich ich eher kein chemisches Genie bin. Also eher einfache Worte ... hüstel ;-) .
    Ich kann nicht beurteilen, wie lange die 75 LT damals gehalten wurde und die sonstigen Umstände kenne ich auch nicht, nicht einmal das TSH steht bei jenen Werten. Aber da du damals bereits unter 62,5 bei einem sehr tiefen TSH gelandet bist, ist es klar, dass der nächste nicht ganz kleine Schritt auf 75 LT dann das TSH supprimiert. Warum du damals erhöht hast - es ist drei Jahre her, wie sollte man beurteilen können, ob dein Befinden damals überhaupt mit der Dosis zu tun hatte oder ob nicht bereits schon 62 LT grenzwertig zu viel war - wer weiß. Dein fT3 war jedenfalls sehr munter, vielleicht war das für dich individuell eben bereits grenzwertig. Diese Dinge kann man nur für sich selbst erforschen, die richtige Dosis nämlich, ohne Vorurteile über eine allgemein "richtige" Werteposition.

    Eine Frage zur Erschöpfung habe ich auch. Die habe ich wohl etwas naiv mit UF/ UD assoziiert. Ich dachte, bei zu viel Hormonen sei man aufgedreht, wibbelig und einfach drüber.
    Das ist nun mal ein Irrtum, genau diese Symptome kann auch ein durch zu viele Hormone "getriebener" Körper auch zeigen.
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...DCberfunktion)

    Sofern es bei dir keinerlei Umstände oder Medikamente gibt, die dein TSH supprimieren, ist es dann einfach das Signal, dass deine Dosis zu hoch ist - nicht zu ignorieren bei einschlägigen Symtomen.

  8. #8
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    Standard AW: Auf der Suche nach Zuspruch und Hilfe (schlechtes Allgemeinbefinden und Panik)

    Ich schließ mich da Panna an: wenn es dir nicht gut geht, würde ich eine moderate Dosissenkung ausprobieren. Dein fT3-Wert ist alles andere als schlecht, theoretisch könnte ein zu niedriges fT3 für psychische Beschwerden verantwortlich sein, aber es ist nicht niedrig. Eine zu hohe T4-Dosis kann den Sympathikusnerv aktivieren, dann steigt der Puls, die Pupillen gehen auf Flucht und das kann auch panisch machen.

    Recht amüsant hörte ich kürzlich: wenn es aus der Hundehütte bellt, ist es meist der Hund und nicht das Zebra …

    Für mich spricht es bei dir nach zuviel LT (Wau!)

  9. #9
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    Standard AW: Auf der Suche nach Zuspruch und Hilfe (schlechtes Allgemeinbefinden und Panik)

    Nur zu den Symptomen, ich kenne mich mMn nicht genug aus, um Dosierungen in Erwägung zu ziehen:

    Ich habe mich aufgedreht und hibbelig gefühlt, wenn ich etwas in Überfunktion war. Bei starker Überfunktion hat mein Körper ganz eindeutig nicht mehr mitgemacht, ich fühlte mich psychisch getrieben, aber gleichzeitig unheimlich schlapp, müde, meine Muskeln fühlten sich wabbelig an und meine Knochen schmerzten (letzteres hatte wahrscheinlich noch andere Gründe, ich wollte es trotzdem erwähnen)
    Ich glaube, in vielen Köpfen ist die Überfunktion gefühlt sehr nah an einem recht energiegeladenen Zustand dran, was bei mir definitiv nicht der Fall war.

  10. #10
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    Standard AW: Auf der Suche nach Zuspruch und Hilfe (schlechtes Allgemeinbefinden und Panik)

    Du hast messbare TRAK, wenn auch klar unter der Norm, dennoch würde ich nicht zu sehr aufs TSH sehen. Am besten ist, wenn du weißt, in welchem Bereich dein FT4-Wert liegen sollte, damit es dir gut geht. Schau einfach mal die Werte durch, bei denen du im selben Labor warst.

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