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Thema: Kompensatorische Drosselung der Schilddrüsenfunktion - keine Therapie?

  1. #1
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    Standard Kompensatorische Drosselung der Schilddrüsenfunktion - keine Therapie?

    Hallo liebe Community!

    Ich bin gerade auf die Passage in einem sehr interessanten Artikel gestoßen und wüsste gerne eure Meinung dazu:

    "Bleibt das erhoffte Absinken des TSH-Werts unter Therapie aus, muss - mit Ausnahme der Schwangerschaft - eine kompensatorische Drosselung der körpereigenen Schilddrüsenhormonproduktion in Erwägung gezogen und die Notwendigkeit der Substitution hinterfragt werden. Die in dieser Situation häufig beobachteten L-Thyroxin-Dosissteigerungen oder die dauerhafte Fortführung der Substitutionstherapie ohne erkennbaren klinischen oder paraklinischen Nutzen sind in den wenigsten Fällen zielführend und zu vermeiden."

    Artikel gibt es nur nach Anmeldung hier: https://www.springermedizin.de/stoff...ltextView=true

    Was meint ihr dazu? Ich bin so ein Fall, mein TSH ist nach Anfang mit Euthyrox stark gestiegen und kommt erst dann wieder in den Normbereich, wenn mein ft4 grenzwertig hoch ist. Ich hatte ja schon mal einen Auslassversuch gemacht, es aber kaum ausgehalten bei damals TSH >15.
    Geändert von Phanta (14.05.21 um 21:25 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Kompensatorische Drosselung der Schilddrüsenfunktion - keine Therapie?

    Der Artikel ist nur für Fachpersonal zugänglich. Ich habe ihn mal überflogen und nach einigen Stichworten durchsucht.

    Ich finde es problematisch, Zufallsbefunde und Hashimoto in einem zu diskutieren. Wobei das Flussdiagramm dann ja auch differenziert. (Wieso man bei einem TSH unter 6,9 die Symptome nur bei Leuten unter 65 relevant sein sollen und die älteren generell kein LT brauchen, erklärt der Beitrag aber nicht.)

    Zu deinem Zitat: "Bleibt das erhoffte Absinken des TSH-Werts unter Therapie aus, muss (...) eine kompensatorische Drosselung der körpereigenen Schilddrüsenhormonproduktion in Erwägung gezogen und die Notwendigkeit der Substitution hinterfragt werden."

    Warum eigentlich? Wenn man L-Thyroxin gegen Kropf gibt, sinkt TSH doch auch, selbst wenn keine Unterfunktion vorliegt.

    Was soll das für ein Mechanismus sein, der TSH steigen lässt, wenn LT nicht benötigt wird?

    Hast du mal TRAK messen lassen? Vielleicht hast du blockierende TRAK. Oder irgendwas anderes ist untypisch.
    Geändert von Irene Gronegger (15.05.21 um 15:51 Uhr)

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Kompensatorische Drosselung der Schilddrüsenfunktion - keine Therapie?

    Du schreibst:
    Ich bin so ein Fall, mein TSH ist nach Anfang mit Euthyrox stark gestiegen
    aber was dein Zitat aus dem Artikel besagt, ist ein ausbleibendes *Absinken* des TSH. Das heißt, wenn das TSH vor Substitution eindeutig hoch war. Wie dein TSH war, schreibst du nicht und dieses Höherwerden, das du erwähnst, können wir gar nicht nachverfolgen, da nicht im Profil. Da spielen ja noch einige Faktoren eine Rolle, einer der einfacheren ist: Unterschiedliche Labors. Evtl. auch unterschiedliche Uhrzeiten.

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