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Thema: Aktuelle Blutwerte von der SD, mir scheint der TSH ist zu hoch, was meint Ihr?

  1. #11
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    Standard AW: Aktuelle Blutwerte von der SD, mir scheint der TSH ist zu hoch, was meint Ihr?

    Zitat Zitat von Karl53 Beitrag anzeigen
    Rechtsseitig massiv vergrößerte, bilobulär angelegte Schilddrüse mit einem Gesamtvolumen von ca. 160 ml (rechts ca. 133 ml, links 27 ml). Beidseits etwas inhomogene, echonormale Binnenstruktur. Es lassen sich folgende Knoten abgrenzen:

    Beurteilung:

    Rechtsbetonte Struma nodosa permagna
    Wenn es die KNoten gar nicht gäbe, Karl, und wenn dein Calcitonin nicht erhöht wäre, auch dann müsstest du operiert werden, und zwar bald und von einem sehr guten Chirurgen, der mit so einem Riesenteil gut umgehen kann. "Struma nodosa permagna" bedeutet eine knotige und riesige Schilddrüse, das Wort "permagna" (riesengroß) habe ich in 15 Jahren noch kein mal in diesem Forum gesehen - genauso wenig wie den Befund einer 160 ml große Schilddrüse. Auch bei halb so groß wird operiert.

    Ich hoffe, die Thermoablation ist längst vom Tisch und die Punktion würde ich auch nicht machen lassen - einfach weil die OP schlicht unvermeidlich ist, alleine von der Größe her, auch von allem anderen (suspekter KNoten, suspekter Calcitonin-Wert) abgesehen. Ich würde also die Punktion ganz klar nicht machen, sie ist schlicht überflüssig.

    *
    ********** NACHTRAG am Folgetag, falls du nochmal kommst und liest ******************
    *

    Warum ich die Punktion für überflüssig halte:
    Die Punktion macht man bei einem - OK, oder zwei Knoten. Wenn sie normal groß, sprich: klein sind, ist die Chance natürlich besser, dass man eine Probe mit der Nadel erwischt, die für den ganzen Knoten aussagekräftig ist. Was ist aber bei so großen - und mehreren Knoten wie bei dir? Woher weiß man, wohin zu stechen, um etwas Aussagefähiges zu bekommen? Und *jeden* (kalten, also hypofunktionellen) KNoten punktieren oder wie? Deswegen denke ich, dass die Punktion am ehesten noch eine Geldbeschaffungsmaßnahme ist, ohne dass ich mir vorstellen kann, dass da etwas Aussagefähiges für deine GESAMTsituation herauskommen. Die Gesamtsituation sind nämlich viele Knoten und teils große Knoten.

    Im Einzelnen: Einer der 5 Knoten ist eher unverdächtig (TIRADS2). Die anderen 4 sind unklar-verdächtig (TIRADS 4). Die Einstufung TIRADS 4 bedeutet KNoten, bei denen es unklar ist, ob sie gut- oder bösartig sind. Alle punktieren? und wo genau, insbesondere beim Riesenknoten? Sitzen evtl. bösartige Zellen höflicherweise genau dort, wo er reinsticht, oder nicht? So viel reinstechen in ein lebendiges Organ, könnte die Folge eine Infektion sein? Fragen über Fragen.

    Die TIRADS-Klassen siehst du hier (runterscrollen zur blauen Tabelle):
    https://docplayer.org/42761558-Beurt...fuer-mich.html

    Bei einer der KNoten steht "differenzialdiagnose Nebenschilddrüsenadenom", wohl auch deswegen, aber auch wegen der kalten KNoten, macht man die MIBI-Szinti, die bietet eine etwas bessere Beurteilungsgrundlage als die Durchlöcherei.

    Aber in Summe: Ob deine Schilddrüse nun 80 ml oder 160 ml ist, beides wären irre stark vergrößerte Organe, bei Männern ist die Obergrenze einer normalgroßen Schilddrüse 25 ml. Eine Thermoablation bei dieser Ausdehnung/Anzahl unguten Gewebes - ich kann es mir nicht vorstellen. Es ist kein Zufall, dass der erste NUK dir gleich die OP empfohlen hat. Thermoablation macht man nicht bei dieser Größe und derart vielen Knoten.

    Zur Thermoablation:

    Die Beseitigung krankhafter Veränderungen durch lokale nicht-operative Verfahren ist auf unterschiedliche Weise möglich. Allen Methoden ist gemeinsam, dass das krankhafte Schilddrüsengewebe entweder chemisch (Alkoholinjektion) oder thermisch (Thermoablation) derart geschädigt wird, dass es durch körpereigene Reparationsprozesse abgebaut werden kann. In der Regel sind die eigentliche Behandlung und die physikalische Einwirkzeit kurz. Der anschließende Abbauprozess braucht allerdings seine Zeit, so dass der gewünschte Therapieeffekt häufig erst nach Wochen bis Monaten eintritt. Ein grundsätzliches Problem all dieser Verfahren ist es, die richtige Balance zwischen der beabsichtigten Zerstörung des erkrankten und der größtmöglichen Schonung des benachbarten und gesunden Gewebes zu finden. Bei bestimmten Verfahren der Thermoablation wird daher parallel zur Hitzeschädigung des Knotens gleichzeitig auch eine Kühlflüssigkeit zur größtmöglichen Schonung des umgebenden Gewebes eingesetzt. Sowohl das Risiko von Nebenwirkungen als auch die Erfolgsaussichten hängen ganz wesentlich von der Größe, Beschaffenheit und Lage des Knotens ab. So besteht grundsätzlich bei Knoten, die in der Nähe der hinteren Schilddrüsenkapsel liegen die Gefahr, dass es zu einer unbeabsichtigten Schädigung der dort befindlichen Nebenschilddrüsen und der dort verlaufenden Stimmbandnerven kommt.*

    Im Vergleich zu klassischen Verfahren wie Operation oder Radiojodtherapie sind die bisherigen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse über die lokalen Therapieverfahren insbesondere auch in Bezug auf die Langzeitergebnisse noch vergleichsweise spärlich, so dass eine abschließende und fundierte wissenschaftliche Bewertung derzeit noch nicht möglich ist.
    https://www.deutsches-schilddruesenz...hermoablation/

    *Zwei deiner Knoten sind im hinteren Abschnitt der Schilddrüse, einmal oben, einmal mittig (kranio-dorsal und zentral-dorsal). Bei der Opration sieht man die Nebenschilddrüsen und prüft während der OP die Stimmbandnerven per Monitoring, um diese Teile zu schonen. Bei der Thermoablation geht das nicht.

    Hinzu kommt: "gewünschter Therapieeffekt nach Monaten" - wenn nicht noch länger, wir sehen das hier oft bei der Radiojodtherapie. Wenn dein Bruder solche Probleme hatte, dann hatte er keinen guten Arzt und selbst vielleicht wenig Ahnung. Denn Probleme hat man, wenn die Einstellung mit den Hormonen falsch läuft und/oder in den falschen Händen ist.

    Diese Dinge wollte ich hinzufügen, damit ich doch ein wenig begründe, warum die Punktion keinen Sinn hat.
    Geändert von panna (26.07.21 um 13:45 Uhr)

  2. #12
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    Standard AW: Aktuelle Blutwerte von der SD, mir scheint der TSH ist zu hoch, was meint Ihr?

    Hallo,


    mir ist heute erstmal ein Stein vom Herzen gefallen, als ich die Blutwerte gesehen habe. Die Hausärztin hat nochmals alle Werte getestet, der SD. Weil der NUK-Arzt diese haben möchte für die morgige SD-Biopsie.
    Hatte mir schon einige Gedanken gemacht, weil der letzte Wert des Calcitonin im Nov. 21 leicht erhöht war. Das da wirklich ein SD-Krebs hinter stecken könnte.

    Nun folgende Laborwerte:

    TSH: 2,390 mlU/l (0,400-4,000)

    FT3: 4,47 pmol/l (3,98-6,54)

    FT4: 13,4 pmol/l (12,5-21,2)

    TRAK: <0,80 IU/I (<1,75)

    TOP/MAK <10,0 IU/I (<34,0)

    Humanes Calcitonin: 5,5 ng/I (<10,0)

    Parathormon intakt(CLIA Fa. Diasorin): 2,52 pmol/I (0,71-4,11)

    Parathormon intakt: 23,8 ng/I (6,7-38,8)



    Gruß Karl
    Geändert von Karl53 (02.02.22 um 16:49 Uhr)

  3. #13
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    Standard AW: Aktuelle Blutwerte von der SD, mir scheint der TSH ist zu hoch, was meint Ihr?

    ​Hallo,


    nun war ich mittlerweile schon etwas abwesend hier. Hatte viel um die Ohren, Trauerfall in der Familie. Dann hat man was an meinem Herzen festgestellt, eine Herzschwäche.


    Jetzt hat mir die Hausärztin mal wieder Blut abgenommen und die SD-Werte getestet, Halt nur die Standart-Werte, wie TSH und FT3 u. FT4.


    Folgendes kam da raus:


    TSH basal 1,750 mIU/I (0,400 - 4,000)
    FT3: 4,67 pmol/I (3,98 - 6,54)
    FT4: 15,3 pmol/I (12,5 - 21,2)


    Als Medikation nehme ich ein: L-Thyrox Jod 75µg/150µg


    Was haltet Ihr davon?



    Am Donnerstag muss ich zum Endokrinologen, mal sehen was er sagt.


    Gruß Karl

  4. #14
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    Standard AW: Aktuelle Blutwerte von der SD, mir scheint der TSH ist zu hoch, was meint Ihr?

    Zitat Zitat von Karl53 Beitrag anzeigen

    Als Medikation nehme ich ein: L-Thyrox Jod 75µg/150µg


    Was haltet Ihr davon?


    Hattest du eine Biopsie? und die 160 ml Schilddrüse noch drinnen?

    Die Werte sind OK.

  5. #15
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    Standard AW: Aktuelle Blutwerte von der SD, mir scheint der TSH ist zu hoch, was meint Ihr?

    Wie geht es dir denn? Die Werte sind nur OK, wenn es dir gut geht.

  6. #16
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    Standard AW: Aktuelle Blutwerte von der SD, mir scheint der TSH ist zu hoch, was meint Ihr?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Hattest du eine Biopsie? und die 160 ml Schilddrüse noch drinnen?

    Die Werte sind OK.
    Die Biopsie war soweit unauffällig. Die SD ist noch drin.

  7. #17
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    Standard AW: Aktuelle Blutwerte von der SD, mir scheint der TSH ist zu hoch, was meint Ihr?

    Zitat Zitat von Janne1 Beitrag anzeigen
    Wie geht es dir denn? Die Werte sind nur OK, wenn es dir gut geht.
    Also mir geht es soweit ganz gut. Habe keine Probleme mit Luftnot oder Druckgefühl am Hals auch keine Schluckbeschwerden.

    Halt nur Wassereinlagerungen in den Füßen, Knöchel und Unterschenkel. Darum wurde jetzt L-Thyrox Jod auf 75 µg erhöht.

    Die Luftnot habe ich durch die Herzschwäche und auch die Wassereinlagerungen.
    Am Herzen habe ich eine leichte Engstelle in den Herzkranzgefäßen , sowie einen vergrößerten Vorhof und eine leichtgradige Auswurfschwäche in Ruhe. Das Herz bzw. die Herzkammer/Herzmuskel schafft zu 46 % nicht mehr das Blut aus der linken Herzkammer in den Körper zu drücken.

    Nach den Blutwerten von FT3 und FT4 müsste ich eine latente Schilddrüsenunterfunktion haben, bzw. leichte Hashimoto. Würde ich mal sagen.
    Habe erst im Sept. ein Termin beim Endokrinologen, vorher nichts zu machen. Hier weit und breit keine Chance irgendwo reinzurutschen. Nun durch tricksen und bettelei habe ich einen Termin im Sept. geradeso bekommen. Sonst hätte ich erst im Januar 2023 einen bekommen.

  8. #18
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    Standard AW: Aktuelle Blutwerte von der SD, mir scheint der TSH ist zu hoch, was meint Ihr?

    Hallo,



    folgende Laborwerte hatte ich am 16.06.22



    TSH-basal: 1,750 mlU/l (0,400 - 4,000)

    FT3: 4,67 pmol/l (3,98 - 6,54)

    FT4: 15,3 pmol/l ​ (12,5 - 21,2)



    Jetzt war ich im Herzzentrum und die wollen Ende August eine Herzkatheter-Untersuchung durchführen. Dabei wird jodhaltiges Kontrastmittel gespritzt, damit man die Herzkranzgefäße besser betrachten kann. Weil ich da wohl eine Engstelle habe, das wollen sie damit Kontrollieren und dann gegeben falls ein Stent oder mehrere Stents setzen.

    Nun habe ich große Bedenken, das bei den Laborwerten der Schuss nach hinten losgeht und ich Probleme bekomme.

    Nach den Blutwerten habe ich wohl eine latente SD-Unterfunktion, mit Struma multinodosa.


    Was meint Ihr, würde ich da Probleme bekommen?



    Gruß Karl

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