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Thema: Dosisänderung Euthyrox 75 auf 88 - Massive Nebenwirkungen ?????

  1. #1
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    Standard Dosisänderung Euthyrox 75 auf 88 - Massive Nebenwirkungen ?????

    Hallo Liebe Foristen und Foristinnen

    nachdem mich seit Tagen massiver Kopfschmerz in Zusammenhang mit Dosisänderung plagt, wollte ich das Thema hier mal zur Debatte stellen,
    bevor ich morgen einen dringlichen Telefontermin mit meinem Arzt habe.
    Deshalb, weil die Nebenwirkungen so massiv sind, dass ich Angst habe das Präparat überhaupt noch zu nehmen.

    Hintergrund:
    - Ich hatte bis letzte Woche normal Euthyrox 75 aufgebraucht, welches ich seit 5-6 Jahren in unveränderter Dosis nehme
    * * * Normalerweise nehme ich die Tablette morgens deutlich vor dem Essen ohne Wasser ein, zerkaue sie bzw. lasse sie im Mund zergehen.*
    * * * (Inzwischen habe ich gesehen,* dass das vielleicht nicht die normale Vorgehensweise ist, aber diese war bei mir bisher problemlos)

    In einer Depri-Phase vor 3 Jahren hatte ich mal eigenmächtig deutlich erhöht auf 1.5 fache Dosis.
    Das hat sich gut angefühlt, sah aber im Labor nicht so gut aus (Stresshormone waren hochgeschossen)
    Nach Laborkontrolle hat mein Arzt gesagt 75 ist richtig.
    Seit 3 Jahren bin ich mit Euthyrox 75 happy.

    - Labor: TSH vor einem Jahr 3.0, dies Jahr 3.4 (Norm: 0.4 - 3.6), d.h. nähert sich dem Rand der Normgrenze.
    Daher hat der Arzt Dosissteigerung von 75 auf 88 empfohlen.

    - Seit Donnerstag habe ich mit Euthyrox 88 angefangen - dabei habe ich massive Nebenwirkungen:

    - Donnerstag:* *- Tablette Euthyrox 88 normal vormittags zerkaut -* Erster Eindruck - "Hui, Das geht in die Birne"* *(nichts weiter dabei gedacht)
    - Freitag:* *- Tablette Euthyrox 88 zerkaut - Danach etwa 1 Stunde Kopfschmerzen (das kam mir schon sehr merkwürdig vor)
    - Samstag:* *- Tablette Euthyrox 88 in 2 Hälften zerteilt und mit etwa 2 h Abstand zerkaut* *(hatte danach extreme Kopfschmerzen / Druck im Stirnbereich, Übelkeit und habe Mittags 2 h geschlafen - Danach waren die Kopfschmerzen weg - Tag ging normal weiter
    - Sonntag:* *- Tablette Euthyrox 88 in 2 Hälften zerteilt und mit etwa 2 h Abstand zerkaut + Flüssigkeit* (hatte danach extreme Stirn-Kopfschmerzen / Druck im Stirnbereich / fühlte mich krank und kalt* und habe Mittags 2 h Geschlafen - Danach waren die Kopfschmerzen nicht weg, es ging mir aber etwas besser* *(War trotzdem ganzen Sonntag nicht in der Lage zu geistig zu arbeiten)
    - Montag (gestern):* *Nichts eingenommen - fühlte mich immer noch kalt, kann mich wenig konzentrieren, leichte Stirn-Kopfschmerzen, daher nochmal Mittagsschlaf 2 h - danach immer noch leichte Kopfschmerzen
    - Dienstag (heute):* *Nichts eingenommen - Mittagsschlaf 1.5 h- immer noch leichte Kopfschmerzen* (normale Leistungsfähigkeit ist ansonsten wieder da)
    * * **
    Schlafgewohnheiten
    Normalerweise halte ich keinen Mittagsschlaf.* *Und bekomme auch keine Kopfschmerzen vom Mittagsschlaf.*
    Normalerweise habe ich keine Kopfschmerzen (habe nicht mal Tabletten im Haus)
    D.h. Der Mittagschlaf wurde nur eingelegt, weil ich mich wirklich krank fühlte.*

    Sonstiger Nachtschlaf war die letzte Woche normal (als genauso lang wie normal etwa 0.30 bis 8.00 Uhr, obwohl der Mittagsschlaf die letzten Tage dazu kam.)
    Ich träume viel. Gelegentlich frühes Aufwachen (im Einklang mit leichter depressiver Symptomatik)
    Alles so wie schon seit Jahren.
    Nichts ungewöhnliches.

    Ernährung:*
    Normale Mischernährung mit Milch und Fleisch, etwas Soja, Brot, Kartoffeln, Salat.* Nicht geändert.*
    In den letzten Wochen hatte ich (bei social distancing Gelegenheit) mal gelegentliche Extra Ladungen Frischer Salat mit frischem Knoblauch, Rote Bete und Sauerkraut eingelegt.
    Bei Kombo Rote Bete + Knofi habe ich das Gefühl das das bei mir etwas zu Durchblutungssteigerungen im Kopf führt.
    Ich hatte allerdings zuletzt am Freitag Knoblauch gegessen und habe diesen dann auch weggelassen.

    Medikamente / Alkohol ?
    Keine Medikamente.
    Keine Nahrungsergänzungsmittel.
    Kein Alkohol.*

    Infektion ?
    Die letzten 7 Tage keine Sozialen Kontakte außer Supermarkt / mit Maske und Abstand.
    (Lebe allein)
    Daher würde ich eine Infektion eigentlich ausschließen.
    Es sind auch keine typischen Grippesymptome. Dann wäre ich nur müde.

    Geänderte Rezeptur?*
    Bei Euthyrox wurde etwa 2019 die Rezeptur geändert.*
    Davon war die alte Packung Euthyrox 75 auch schon betroffen (ist ja schon etwa 2 Jahre her)
    - Bisher gab es bei mir keine Probleme.
    Damals bei der Umstellung hatte ich darauf geachtet und es dann vergessen.

    Geänderte Dosis?
    Ich bin überrascht, dass sich die Dosisänderung überhaupt bemerkbar macht.
    Jedenfalls quasi sofort?
    Sollte das nicht 1-2 Wochen dauern, bis es sich überhaupt in den Laborwerten sichtbar macht?
    (Die damalige Erhöhung hatte keine Kopfschmerzen gebracht!)

    Die damalige eigenmächtige Dosiserhöhung hat nach einigen Wochen etwas Zittrigkeit gebracht. Die erste Wirkung war eher "mir geht es besser damit"


    Andere Zusatzstoffe?
    Euthyrox 75 (neu) und Euthyrox 88 (neu) haben dieselben Zusatzstoffe.


    Was tun?
    - Zurück auf Euthyrox 75?
    - Euthyrox 75 aber durch Halbe Tabletten alle 3 Tage ersetzen (Vielleicht ist doch die Verarbeitung anders)?
    - Präparat wechseln?


    Habt Ihr irgendwelche Ideen dazu?

    Vielen Dank!

    Liebe Grüße

    Volker

  2. #2
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    Standard AW: Dosisänderung Euthyrox 75 auf 88 - Massive Nebenwirkungen ?????

    Zitat Zitat von volkerf Beitrag anzeigen
    - Ich hatte bis letzte Woche normal Euthyrox 75 aufgebraucht, welches ich seit 5-6 Jahren in unveränderter Dosis nehme
    * * * Normalerweise nehme ich die Tablette morgens deutlich vor dem Essen ohne Wasser ein, zerkaue sie bzw. lasse sie im Mund zergehen.*
    * * * (Inzwischen habe ich gesehen,* dass das vielleicht nicht die normale Vorgehensweise ist, aber diese war bei mir bisher problemlos)
    Die Hormone werden nicht direkt im Mund aufgenommen oder kaum. Was du sofort spürst, ist Autosuggestion oder Erwartung.

    Zerkauen ist viel zu riskant, was eine gleichmäßige Dosis angeht: Tablettenstücke können zwischen den Zähnen stecken bleiben oder in der Speiseröhre kleben.

    Keep it simple.

    Und erst danach kommt die Anpassung der Feinheiten. Und die funktioniert nicht in halben Tabletten alle paar Tage, sondern in einer kleinen Anpassung, die täglich gilt. Wechseldosis macht man nur, wenn der Unterschied klein ist.
    Geändert von Irene Gronegger (27.04.21 um 21:13 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Dosisänderung Euthyrox 75 auf 88 - Massive Nebenwirkungen ?????

    Wenn es wirklich nur das höhere TSH war, was zur Dosissteigerung geführt hat und sonst eigentlich alles beim "Alten" war, sehe ich keinen Sinn in einer anderen Dosis. Davon abgesehen, hast Du faktisch nur 4 Tabletten 88µg genommen. Das macht auf die Gesamtmenge im Blut fast nichts aus. Zumal Du dann ganze zwei Tage ausgesetzt hast und damit das vorher genommene "Zuviel" weit unterboten hast. Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass es einen Zusammenhang gibt. Ich würde eine andere Ursache in Betracht ziehen und ansonsten wieder die 75µg nehmen. Bleiben dann die Symptome bestehen, hast Du den Beweis.
    LG

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Dosisänderung Euthyrox 75 auf 88 - Massive Nebenwirkungen ?????

    Normalerweise nehme ich die Tablette morgens deutlich vor dem Essen ohne Wasser ein, zerkaue sie bzw. lasse sie im Mund zergehen.*
    * * * (Inzwischen habe ich gesehen,* dass das vielleicht nicht die normale Vorgehensweise ist, aber diese war bei mir bisher problemlos)

    Zu problemlos - du hättest mit einer bloßen TSH-Messung sowieso keine Probleme identifizieren können.

    Der Beipackzettel schreibt nicht zufällig die Einnahme mit Wasser vor. Nicht als optionale Einnahmevariante sondern als die einzige. Die Aufnahme des Wirkstoffs geschiecht im Dünndarm, und genau dorthin sollte er so rasch wie möglich gelangen, also: Aus dem Magen in den Dünndarm, bevor es das Frühstück einholen kann. Der Einnahmemodus ist nicht wirklich frei wählbar, die Tablettenzubereitung ist für die Aufnahme im Dünndarm angepasst.

    Ich würde auch zu 75 mcg zurückgehen, und in Zukunft die Einnahme nicht mehr nach Gutdünken gestalten .

  5. #5
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    Standard AW: Dosisänderung Euthyrox 75 auf 88 - Massive Nebenwirkungen ?????

    und nach 6 Wochen korrekter Einnahme ft3 und ft4 messen lassen
    der TSH wär für mich unter Medis viel zu hoch

    bei Kopfschmerzen und Dosisänderung würd ich Blutdruck messen -meiner geht dann extrem hoch

  6. #6
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    Standard AW: Dosisänderung Euthyrox 75 auf 88 - Massive Nebenwirkungen ?????

    Vielen Dank für Eure Beiträge, die allesamt sehr viel Sinn machen.
    Mir helfen Eure Meinungen hier mehr Sicherheit zu bekommen, weil ich so starke Kopfschmerzen hatte, dass mir das echt Angst gemacht hat ...

    Nachdem ich heute immer noch Kopfschmerzen habe (obwohl ich schon 3 Tage gar nichts mehr genommen habe), hatte ich heute Gespräch mit meinem Arzt dazu.
    Er war der Meinung:
    - Kopfschmerzen sind Indikation für Stressreaktion (Blutdruck, Blutgefäßerweiterung, Wirkung des L-Thyroxin andere Stresshormone).
    - Dosisveränderung / veränderter Schilddrüsenhormonspiegel kann immer Auswirkungen auf die Stressreaktion haben.
    - Bei meiner eigenmächtigen Dosisänderung vor 3 Jahren waren auch die Stresshormone hochgegangen (was im Labor auffiel, obwohl ich mich sehr gut fühlte)
    - Bei so kleiner Dosisänderung wäre eine starke schnelle Reaktion eigentlich ungewöhnlich, aber wenn andere Belastungsfaktoren / Stressoren (die mir vielleicht gar nicht bewusst sind) dazu kommen kann es erhöhte Stress-Sensitivität geben.
    - Belastungsfaktoren könnten (auch geringfügige) Infektionen, Nahrung, Medikamentenumstellung und jegliche Art von psychosozialem oder emotionalem Stress sein.

    Da ich gestern eine wichtige Prüfung hatte, kann ich Stress tatsächlich nicht ausschließen. Auch wenn ich gut geschlafen habe. Da war ich wohl betriebsblind und hatte diesen Stressor / Kontext total ausgeblendet. Vielleicht hat mir das unbewusst viel mehr Stress gemacht, als mir bewusst ist!!
    Vielleicht war dann die Dosisänderung nur dann nur der letzte Stressor, der das Fass zum Überlaufen brachte.
    => Sein Vorschlag: Wir gehen erstmal wieder auf 75 runter. Dann nochmal Blutwerte in 3-6 Monaten.

    Ich finde die Hypothese des Wirkzusammenhanges mit Stress schlüssig (und beruhigend) und werde es so probieren.
    Den Vorschlag "mit Wasser einnehmen" werde ich ebenfalls beherzigen, auch wenn ich das in den letzten 12 Jahren nur in der ersten Woche beim ersten Rezept so gemacht hatte...
    Aber man lernt wohl nie aus.

    Danke nochmal für Euer Interesse und Eure Zeit!

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