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Thema: Private KV oder gesetzl. KV

  1. #1
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    Standard Private KV oder gesetzl. KV

    Hallo zusammen,

    zur Wahl der KV suche ich Euren Rat.

    Fall: Ehemann, 30 Jahre, Lehrer, Beamter auf Probe seit Februar 2021, hat nun die Wahl zwischen PKV mit Beihilfe oder gesetzl. KV.
    Seine Ehefrau: 28, im Referendariat bis 31.07.2021, jetzt noch in PKV, aber ab August keine Stelle oder vielleicht nur Vertrag für einige Stunden - schwanger - Entbind.termin 1. Kind November 2021 - evtl. Einstellung als Beamtin auf Probe ab Februar 2022. Ehefrau hat wohl zum Entbindungstermin keine Beschäftigung.

    Vielleicht kennt sich jemand von Euch aus und kann einen Tipp für die Familie geben.

    Vielen Dank!

    Elisabetha

  2. #2
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    Standard AW: Private KV oder gesetzl. KV

    Ich kann nur jedem von der PKV abraten!
    Wenn man älter wird, gehen die Kosten enorm in die Höhe und man kann dann nur noch den Tarif innerhalb der Versicherung wechseln mit schlechteren Leistungen oder höherem Selbstbehalt.
    Und wenn man älter als 55 ist, kann man gar nicht mehr zurück in die GKV... ich habe es ziemlich bereut.
    Außerdem muss jeder einzeln versichert werden, Mann, Frau, jedes Kind .
    Als gut verdienender Beamter ist es vielleicht noch ok aber sonst würde ich es keinem empfehlen.
    Besser GKV und Zusatzversicherung....
    Gruß dags

  3. #3
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    Standard AW: Private KV oder gesetzl. KV

    Ich schließe mich dags an. In der GKV bleiben, wenn es geht. Ich hatte auch die Wahl, als ich bei der KSK aufgenommen wurde und hab mich für die GKV entschieden.

    Die Beiträge für die PKV mögen in jungen Jahren verlockend sein, da sie sehr viel günstiger sind als die der GKV. Das rechnet sich aber schon dann nicht mehr, wenn - wie bei Dir / euch - die Familiengründung ansteht und Du dann eventuell auch erst einmal nicht arbeitest. Dann steigt die Versicherungssumme schon mal in die Höhe, aufgrund der schon erwähnten Einzelversicherung, da es da keine Familienversicherung gibt.

    Aktuell wäre auch noch bei der Entscheidung miteinzubeziehen, ob bei euch Vorerkrankungen vorliegen, denn da wird die Behandlung bei der PKV dann entweder ausgeschlossen oder man muss einen Risikozuschlag bei der Versicherungssummer zahlen.

    Unter diesem Link https://www.finanztip.de/krankenversicherung/
    kannst Du auch durchrechnen, was für euch finanziell besser wäre. Aber vergiss den Hinweis von dags nicht, dass man nur sehr schwer wieder zurück in die GKV kann, ab 55 nicht mehr.

    Eine sinnvolle Kombination ist meiner Meinung nach in der GKV zu bleiben und bestimmte Dinge dann privat zusätzlich zu versichern. Hat meine Mutter gemacht, das zahlt sich bei ihr jetzt vor allem im Alter aus. Meine Tante ist privat mit Beihilfe versichert (verstorbener Mann war Beamter), sie hat neben den höheren Kosten auch erheblich mehr Probleme mit der PVK bei den Abrechnungen.
    Geändert von gypsy (06.03.21 um 01:10 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Private KV oder gesetzl. KV

    Bis einer von ihnen oder am besten beide verbeamtet auf Lebenszeit sind, ist die GKV die bessere, wenn nicht die einzige Wahl.
    Sonst muss der Ehemann nach dem 31.07.2021 auch die Frau separat versichern und später auch das gemeinsame Kind.
    Ob er da noch Beihilfe dafür hätte, weiß man nicht.

  5. #5
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    Standard AW: Private KV oder gesetzl. KV

    Man darf auch nicht vergessen das man mit Beihilfe die med. Kosten (auch für Entbindung) vorstrecken muß. Wenn man da nicht ein paar Tausender auf dem Konto hat wird es schwierig. Eine Bekannte jammert darüber weil Ihr Mann Chroniker ist.

  6. #6
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    Standard AW: Private KV oder gesetzl. KV

    Ich rate auch eher zur GKV. Die PKV + Beihilfe ist mit viel Papierkram und Bürokratie verbunden (was zahlt PKV, was Beihilfe etc. ... meinem Bruder wurde die Bettwäsche gegen Hausstauballergie z.B. nicht ersetzt, weil sie ja theoretisch weiter verkäuflich wäre ...).
    Mein Vater kam ins Krankenhaus, die Rechnung über 12.000€ musste natürlich genau so wie kleinere Kleckerbeiträge privat vorgestreckt werden.
    Ich selbst war seit meiner Geburt über meine Eltern privat versichert. Problematisch wurde das, als ich aufgrund meines Alters aus der Familienversicherung ausschied, aber zuerst noch keine Ausbildungsstelle hatte, also in keine GKV aufgenommen werden konnte und somit relativ hohe Beiträge in einer neuen PKV zahlen musste (zum Glück nur kurze Zeit).

  7. #7
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    Standard AW: Private KV oder gesetzl. KV

    Ich bin privat versichert und kann es wirklich bekräftigen, was Prototyp und Mayana hier schon zum
    Thema "vorstrecken - sprich immer einige Tausender auf dem Konto haben" geschrieben haben.

    Ganz wichtig finde ich auch für die kommenden Jahre: Zahnersatz

    Da gibt es bei den privaten Krankenkassen nicht die Möglichkeit wie bei der GKV eine günstige Zusatzversicherung
    abzuschließen -z.B. die, auch wenn es schon passiert ist-
    gerade weil ihr ja noch so jung seid, könntet ihr da mit einer Zusatzversicherung von 5 Euronen im Monat pro Nase
    vollkommen abgesichert sein.
    Wenn Du bei der PKV da nicht diese hohen Leistungsstufen abgeschlossen hast (was einer immensen mtl. Belastung gleich
    kommt), dann zahlst du nämlich das komplette "Event" selbst -

    Prototyp hat das Thema "Kosten für Entbindung" angesprochen - ja, das wird arg teuer. Und besonders dann, wenn das
    Kind z.B. schon vor der Geburt auf eine Prä-natal-Station muss ....... oder nach der Geburt in eine Kinderklinik.
    Die anderen legen dann ihr Kärtchen auf den Tresen - fertig -

  8. #8
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    Standard AW: Private KV oder gesetzl. KV

    Weil ich inzwischen beide Seiten persönlich kennengelernt habe, sage ich mal was dazu. Es gibt für GPV und PKV jeweils Pro's und Con's.

    Bei der PKV trudeln eben immer erst mal die Rechnungen ein, die im Nachgang erstattet werden (-).
    Ich war mir nicht immer sicher, ob wirklich jede Untersuchung oder Behandlung immer immer nötig war oder einfach auch mal das Maximalprogramm zulasten der GKV durchgenudelt wurde (-).
    Die PKV Beiträge steigen leider mit den Jahren.(-)
    Man erhält nach wie vor häufig schneller einen Artztermin, Zugang zu Privatärzten.(+) Ich habe auf einen Termin beim gefragten Endo 4 Tage gewartet (+), andere warten da schon mal 6 Wochen oder länger (-). Ich kann mir mehr wünschen und bekomme es auch, wie Blutwerte, bestimmte Medis, wo es sonst am Budget scheitert.(+) Aber wie Schnurzelchen schon schrieb, auch bei der PKV "darf" man bisweilen noch kräftig draufzahlen und noch krätiger in Vorleistung gehen (-) Sicher gibts da noch mehr Minus und Pluspunkte.

    Inzwischen bin ich eine Fürsprecherin der GKV mit Ergänzungen, wie sinnvolle Zusatzversicherungen oder Ergänzung durch Selbstzahlerleistungen. Dadurch ist die Gesundheitsversorgung ganz prima gewährleistet - einige GKV's bezahlen sogar für Ostheopatie. Für mehr muss man drauflegen. Im Alter erlebt man aber auch keine drastischen Beitragssteigerungen. Man muss keine Liquidität vorhalten, um Arztrechnungen zu bezahlen und kann sich auch mal einen weniger gut bezahlten Job leisten.

    LG

  9. #9
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    Standard AW: Private KV oder gesetzl. KV

    Bei Lehrern kann man ja von einer durchgängig gut bezahlten Anstellung ausgehen. Ich sehe es als Wette auf die gesundheitliche Zukunft: wenn man echt schwer krank ist, ist PKV geil. Und nach meiner Beobachtung kommen die Zusatzversicherungen da nicht ran, weil sie immer irgendwie nicht zahlen. Wenn man eher keine schweren Krankheiten bekommt, ist PKV blöd. Bei Verdienstlosigkeit geht man nicht zu Vorsorgeuntersuchungen wegen Eigenanteil ...
    Ist also irgendwie eine Wette auf die persönliche Zukunft, wie fast jede Versicherung.

    Wenn Kinder dazu kommen?, ich war bis 19 über die private meiner Mutter versichert.* Wie es heute ist, würde ich mir von einem externen Berater erklären lassen. Und wenn es um die Geburt und Nachbetreuung geht, garantiert die PKV keine bessere Betreuung.

    *damit stand die verschriebene Antibabypille auf der Abrechnung meiner Mutter. Kann auch blöd sein.
    Geändert von Ness (02.04.21 um 04:15 Uhr)

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von helleborus63
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    Standard AW: Private KV oder gesetzl. KV

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen
    Bei Lehrern kann man ja von einer durchgängig gut bezahlten Anstellung ausgehen.
    Mittlerweile haben viele einen Anstellungsvertrag ab den Sommerferien bis zu Beginn der nächsten Sommerferien, ergo sechs Wochen garantierte Arbeitslosigkeit im Jahr. Und ob die Bezahlung überall gut ist - ich glaube es eher nicht.

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