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Thema: Homocysteinspiegel bei Hashimoto

  1. #1
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    Standard Homocysteinspiegel bei Hashimoto

    Guten Tag allerseits,

    ich beobachte seit zwei Jahren meinen zu hohen Homocysteinspiegel, weil ein erhöhter Homocysteinspiegel heute als eigenständiger Risikofaktor für thromboembolische Ereignisse betrachtet wird. Meine Werte für Vitamin B12, B6 und Folsäure sind im grünen Bereich. Nach dem was ich bisher recherchiert habe, ist ein höherer Homocysteinspiegel bei Patienten mit Hashimoto nichts ungewöhnliches. Dadurch jedoch anfälliger für Thrombose zu sein, finde ich nicht besonders prickelnd.

    Wie geht ihr damit um?

    Viele Grüße

    Momilo

  2. #2
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    Standard AW: Homocysteinspiegel bei Hashimoto

    Wie hoch ist dein HC- Wert?

    Außer darauf zu achten, daß Vitamin B12 hoch genug bleibt, kann man da nichts machen. Man soll nur bedenken, daß die Normwerte für Vitamin B12 kein Optimum, sondern nur status quo der Laborpatienten darstellen. Zwei verschiedene Sachen.

    Hättest du vielleich ein paar Quellen zu dem Thema?

  3. #3
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    Standard AW: Homocysteinspiegel bei Hashimoto

    Mein HC-Wert schwankt zwischen 14,2 und 21,3 µg/l.

    Zu welchem Bereich des Themas wolltest du gerne Quellen benannt haben?

  4. #4
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    Standard AW: Homocysteinspiegel bei Hashimoto

    Ich habe auch mal geschaut ... wenn man googelt, ist das Zentrum der Gesundheit (klick) auf Platz 1 ... eigentlich kein gutes Zeichen, aber auf Pubmed findet man immerhin das:

    Hyperhomocysteinemia in acute iatrogenic hypothyroidism: the relevance of thyroid autoimmunity
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29288439/

    "Conclusion: In patients with iatrogenic hypothyroidism, those with HT have significantly higher Hcy levels than those without HT. The increase of Hcy levels appears to be mainly determined by the HT-related immune-inflammatory condition."

    Wenn tatsächlich die Entzündung das Problem ist, könnten eventuell Selen und Zink helfen.

    Bei Unterfunktion und Hashimoto frage ich mich aber schon auch, was die Leute in der Studie wiegen und welche Rolle das spielt ...

  5. #5
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    Standard AW: Homocysteinspiegel bei Hashimoto

    Man muss sich die Studie im Detail anschauen. Die Frage ist, ob die permanente Entzündung autoimmun bedingt ist oder nicht. D.h. ob man die Homocystein als einen AI-Marker oder nur als einen Entzündungsmarker betrachten sollte. Da meine AK's in der Norm liegen und ich kein Übergewicht habe, muß das mit dem AI-Geschehen nicht stimmen. Oder aber sind die AK's nur "ausgeschöpft" und nach Jahrzehnen nicht mehr erhöht, trotz Autoimmunität.

  6. #6
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    Standard AW: Homocysteinspiegel bei Hashimoto

    Zitat Zitat von Maja5 Beitrag anzeigen
    Man muss sich die Studie im Detail anschauen. Die Frage ist, ob die permanente Entzündung autoimmun bedingt ist oder nicht. D.h. ob man die Homocystein als einen AI-Marker oder nur als einen Entzündungsmarker betrachten sollte. Da meine AK's in der Norm liegen und ich kein Übergewicht habe, muß das mit dem AI-Geschehen nicht stimmen. Oder aber sind die AK's nur "ausgeschöpft" und nach Jahrzehnen nicht mehr erhöht, trotz Autoimmunität.
    Anyway

    Am Ende geht es darum braucht es einen Referenzbereich für AI-Erkrankte, da dieser Wert evt. mit den zugrunde gelegten Parametern nicht verwertbar ist? Wie kann man ansonsten den Bedarf eine Supplementation absichern? Wie groß ist die Quote derer, die aufgrund irgendeiner Rasterdiagnostik nicht korrekt erfasst werden.

  7. #7
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    Standard AW: Homocysteinspiegel bei Hashimoto

    Vor allem müßte man endlich wissen, wie lange die AK's überleben. Und ob, wenn in der Norm, doch auf eine AIErkrankung hinweisen/bewesen.

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Homocysteinspiegel bei Hashimoto

    Zitat Zitat von Maja5 Beitrag anzeigen
    Vor allem müßte man endlich wissen, wie lange die AK's überleben.

    Wie meinst du das? Meinst du überhaupt die Autoimmun-Antikörper mit AK? ich zweifele wegen der Wortwahl "überleben". Sie sind kein Pool, den man "ausschöpfen" kann, sie können und werden jederzeit bei ausreichendem Anlass neu produziert werden, wie nichtautoimmune Antikörper auch. TPO-AK (wie auch die TRAK usw.) können gut und gerne mal negativ sein und dann wieder positiv, sie schwanken doch auch in der Höhe.

    Und ob, wenn in der Norm, doch auf eine AIErkrankung hinweisen/bewesen.
    Das tun sie nach allgemeinem Konsens eben nicht verbindlich, sonst gäbe es die Norm nicht. Sogar bei leicht erhöhten Werten schreiben Labors gerne dazu, dass sie auch bei "Gesunden" vorkommen können.

  9. #9
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    Standard AW: Homocysteinspiegel bei Hashimoto

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Wie meinst du das? Meinst du überhaupt die Autoimmun-Antikörper mit AK? ich zweifele wegen der Wortwahl "überleben". Sie sind kein Pool, den man "ausschöpfen" kann, sie können und werden jederzeit bei ausreichendem Anlass neu produziert werden, wie nichtautoimmune Antikörper auch. TPO-AK (wie auch die TRAK usw.) können gut und gerne mal negativ sein und dann wieder positiv, sie schwanken doch auch in der Höhe.


    Das tun sie nach allgemeinem Konsens eben nicht verbindlich, sonst gäbe es die Norm nicht. Sogar bei leicht erhöhten Werten schreiben Labors gerne dazu, dass sie auch bei "Gesunden" vorkommen können.
    Interessanterweise gibt man nicht an, wie bei den nicht-AI-Antikörpern, ob es IGG oder IGM sind. Oder ist das ein Denkfehler? Bei EBV bspw. existieren die IGG's ein ganzes Leben lang, wenn sie ein Mal schon bei der Erkrankung da waren. Bei Hepatitis A auch. Und sie schwanken gar nicht, sondern, oder sinken, oder bleiben (fast) konstant. Die IGG's werden nur neu produziert, wenn die Erkrankung wieder aktiv wird.

    Wenn die AI-AK's auch bei Gesunden vorkommen, braucht man sie ja gar nicht messen. Und die Normbereiche sagen was aus?

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Homocysteinspiegel bei Hashimoto

    Zitat Zitat von Maja5 Beitrag anzeigen
    Bei EBV bspw. existieren die IGG's ein ganzes Leben lang, wenn sie ein Mal schon bei der Erkrankung da waren. Bei Hepatitis A auch. Und sie schwanken gar nicht, sondern, oder sinken, oder bleiben (fast) konstant.
    Ich verstehe nicht, was EBV und Hepatitis B hier verloren haben. Dass Schilddrüsen-Autoantikörper schwanken, das ist nun mal Fakt. Aber OK:

    Interessanterweise gibt man nicht an, wie bei den nicht-AI-Antikörpern, ob es IGG oder IGM sind. Oder ist das ein Denkfehler?
    Wen meinst du mit "man"? und wessen Denkfehler? Wenn man auch nur ein wenig nachliest, bekommt man schon die Info ins Haus geliefert:

    Thyroglobulin autoantibodies predominantly belong to the immunoglobulin G (IgG) class
    TPO autoantibodies (TPOAb) found in sera typically have high affinities for an immunodominant region of the intact TPO molecule. When present, these autoantibodies vary in titre and IgG subclass ...
    https://www.thyroidmanager.org/chapt...tpoab-and-tgab

    Wenn die AI-AK's auch bei Gesunden vorkommen, braucht man sie ja gar nicht messen.
    Du meinst dann wohl, ein wenig oder auch nur vorübergehend erhöht und stark erhöht bei sonstigen diagnostischen Anzeichen - das macht gar keinen Unterschied?

    Das Immunsystem patroulliert laufend und produziert unterwegs alles Mögliche. Es vernichtet zum Beispiel täglich soundsoviele entartete oder entartungsbereite Zellen, aus denen dann schon mal kein Krebs wird. Es ist nichts Statisches und wenn unterwegs mal (sicher nicht grundlos, aber irrelevant) ein Paar TPO-AK entstehen, der Patient aber nach allen sonstigen Kriterien einfach nicht krank ist, dann ... ja dann ist es so. Das heißt aber noch lange nicht, dass ihre Messung bei Schilddrüsenkranken nutzlos ist. - Bist du eigentlich antikörperpositiv (oder es gewesen)?

    Die IGG's werden nur neu produziert, wenn die Erkrankung wieder aktiv wird.
    Du meinst, bei EBV und Hepatitis? Kenne mich nicht aus. Aber für Schilddrüsen-Autoantikörper gilt das nun nicht wirklich ganz. TRAK zum Beispiel sind vorwiegend basedowspezifisch, aber man hat sie durchaus auch in Remissionszeiten.

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