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Thema: US Befund

  1. #1
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    Standard US Befund

    Hallo. Vielleicht kann jemand etwas zu diesem Befund sagen.

    Im rechten Schilldrüsenlappen zeigen sich die zwei vorbeschriebenen Läsionen welche etwas echoärmer als das übrige Schilddrüsenparenchym zur Darstellung kommen. Der kaudal gelegene größere Herd ist zunehmend demrkiert mit echoarmen Randsaum, zunehmend rundlich in der Konfiguration. Dieser misst eine aktuelle Größe von ca 7x6x8 mm. In der farbcodierten Duplexsonografie zeigt sich dieser deutlich vermehrt vaskularisiert.....


    Soviel dazu.Linker Schilldrüsenlappen wurde 12/17 entfernt wegen einem 2,5 cm Knoten.

    Wir sollen nun Termin beim Chirurgen ausmachen ( der sie damals operiert hat). Sollte man da jetzt schon operieren? Das Mädel ist 13, nach echt langer Zeit ist sie momentan super eingestellt, Schule läuft super...

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: US Befund

    Könntest du vielleicht sagen, weswegen sie operiert wurde, d.h. war der Knoten heiß oder kalt? Was war damals die Indikation für eine OP und was ist sie jetzt? Damals ist eine Szintigrafie gemacht worden, das Ergebnis ist (uns hier) nicht bekannt:
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...rmone-absetzen

    aber du wirst sicher den Befund haben?



    Im gegenwärtigen Befund ist das Areal vermehrt durchblutet, d.h. es ist kein kalter Knoten und bei der Größe - nun ja, der Arzt spricht auch nicht vom Knoten, sondern von einem Herd mit vermehrter Durchblutung. Wenn es ein heißer KNoten ist: Sind ihre Werte auffällig? Wenn nicht: Wieso operieren?

  3. #3
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    Standard AW: US Befund

    Operiert wurde wegen dem Knoten. Verdacht auf Krebs ( konnte aber nach OP ausgeschlossen werden) Keine Szintigrafie.
    Welche Werte sollten denn auffällig sein?

    Das irgendwann eine erneute OP kommt, wissen wir schon seit letztem Jahr, da die Knoten langsam aber kontinuierlich wachsen. Sie nimmt momentan 37,5 L Thyroxin.

    BE vom 23.2.21
    TSH 1,42 ( 0,53 - 3,59(
    fT3 6,0 ( 3,5-7,7)
    fT4 13 ( 12-20,6)

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: US Befund

    Ich meine den Befund der 2018 stattgefundenen Szintigrafie vor der OP, da gibt es sicher einen Befund, der die OP begründet hat.

    Wachsende Knoten sind nicht so toll, vor allem bei kalten Knoten, ein Krebsverdacht besteht vor allem bei solchen.

    Hier sehe ich allerdings keinen Hinweis auf einen sonografisch erkennbar kalten Knoten (vielmehr: "vermehrte Vaskularisation", d.h. stark durchblutet, das gibt es bei kalten Knoten nicht).

    Deswegen habe ich nach dem Befund 2018 gefragt.

    Und wäre es ein überproduzierender heißer KNoten, müsste das Mädel eine ÜF oder wenigstens latente ÜF haben, was sie ja auch nicht hat.

    Also - ich verstehe das Ganze (genauer: Den OP-Grund) nicht wirklich, hoffe aber, dass ich dir wenigstens mit dem Verständnis des Befundes helfen konnte.

  5. #5
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    Standard AW: US Befund

    Die OP war 2017.
    Soweit ich mich jetzt auf die schnelle erinnere, war wegen der anderen kleinen Knoten eine Szintigrafie angedacht. Gemacht wurde aber nie eine.
    Der Knoten damals war auch sehr stark durchblutet.

  6. #6
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    Standard AW: US Befund

    So. Mittwoch war Termin beim NUK ( Uiniklinik- innerhalb von 2 Tagen gabs einen Termin)
    Alles etwas komisch. Die wollen unbedingt operieren. Ich wollte den Brief direkt hier einstellen, klappt aber irgendwie nicht.
    Darum tipp ich euch das mal ab....( bitte schaut über Rechtschreibfehler hinweg=

    Das Binnenreflexmuster ist echoarm und homogen. Die Vaskularisation ist gesteigert. Es ist folgender Knoten abgrenzbar: rechts kaudal 7x6x8mm, echogleich und inhomogen mit vermehrter Vaskularisierung, elastographisch hart, angedeutete Verkalkung.
    In der Konstellation größenprogredienter, sonomorphologisch hypervaskularisierter, elastographisch harterKnoten rechts kaudal mit sonomorphologisch verdächtigem Aspekt, junges alter der Patientin, besteht die Indikation zur definitiven Klärung der Dignität des Knotens mittels einer Operaton.
    Bis zur Klärung der Dignität des Knotens sollen Idoexpositionen ( iodhaltige Kontrastmittel, Medikamente, Externa, Nahrungsergänzungsmittel) vermieden werden....


    Arzt war in der Klinik ( zustäbdige Endo) keiner zu erreichen.
    Szinti wird wegen der *grossen* Belastung abgelehnt.

    Ich weiß gearde nicht, was ich davon halten soll.

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: US Befund

    Hypervaskularisation:
    Ich muss das, was ich voriges Mal über die Vaskularisation geschrieben habe, korrigieren und präzisieren.
    Es gibt bei einem kalten Knoten keine szintigrafisch erkennbar gesteigerte Aktivität (im Gegensatz zu heißen Knoten), aber das ist nicht dasselbe, wie Vaskularisation=Durchblutung. Für die Vaskularisation muss man unterscheiden zwischen Rand-Vaskularisation - erkennbar vermehrte Durchblutung im Randbereich des KNotens spricht tatsächlich für einen nicht-bösartigen Knoten. Aber eine vermehrte Durchblutung im zentralen Bereich ist verdächtig, s.:

    Tumorwachstum ist mit steigender Vaskularisation im betrof- fenen Gebiet assoziiert. Eine rein perinodale Durchblutung im Doppler spricht für eine hohe Benignitätswahrscheinlich- keit. Mit Zunahme der zentralen Vaskularisation eines Knotens steigt auch das Risiko für ein Karzinom
    Perinodal: Der Randbereich des Knotens, um den Knoten herum.
    www.kup.at/kup/pdf/10872.pdf

    Elastographie:
    Eine Methode, die Härte/Weichheit (Elastizität) des Knotengewebes auszumessen, indem man den Schallkopf möglichst direkt daran hält, woraufhin eine Berechnung des Widerstandes durch das KNotengewebe gemacht wird. Hart: eher bösartig, weich: eher nicht bösartig. S.:
    Seit kurzem ermöglicht die Sono-Elastographie eine rasche, schmerzfreie und sichere Abklärung, ob das sensible „Schmetterlingsorgan“ tatsächlich operiert werden muss. „Durch einen sanften Druck mit dem Ultraschallkopf auf die Schilddrüse wird die Verformbarkeit des entdeckten Knotens durch ein spezielles Computerprogramm vermessen und das ganze Areal plakativ farblich am Bildschirm dargestellt. Zeigen sich vorwiegend blaue Bereiche, liegt der Verdacht auf ein papilläres, wenig verformbares Karzinom nahe. Überwiegen hingegen die Grünanteile, kann man auf einen weichen und somit gutartigen Knoten schließen“,
    https://www.ekhwien.at/abteilungen/m...ddruesenkrebs/

    Sie sehen also drei Faktoren, die das Risiko der Bösartigkeit erhöhen: Die Durchblutung (sie schreiben zwar nicht, ob am Rand oder zentral, aber da sie hier die Durchblutung als Risikofaktor einstufen, wird sie zentral sein, denke ich), der Härtegrad des Gewebes und dass der Knoten Wachstumstendenzen zeigt. Hieraus leiten sie die Indikation zur OP ab.

    Wie du weißt, völlige Gewissheit gibt nur die OP. Betreffend Szintigrafie könnte es so sein, dass ein Knoten unter 1 cm szintigrafisch nicht wirklich gut darstellbar ist. Warum sie "belastend" sein soll, weiß ich nicht genau. Jedenfalls, für ihr Alter ist der Knoten eher groß, genauer: ist gewachsen, für die Szinti zu klein.

    Bösartige Knoten sind sehr selten im Kindesalter. Ausschließen kann man es aber nicht. Die Entscheidung liegt bei dir.

  8. #8
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    Standard AW: US Befund

    Danke für deine Erklärung.
    Soweit ich das bis jetzt immer gesehen habe, ist der Knoten komplett durchblutet. Auch der Zweite, etwas kleinere.

    Gesehen hat man den Knoten ( US vor der OP) Dez. 2017 mit 2x2x3 mm. Januar 18 waren es 3x4mm ( hypervaskularisiert)

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: US Befund

    Ja Petra, aber du bist keine Fachfrau. Und zu beurteilen, ob und wie ein <1 cm kleiner Knoten durchblutet ist - ich würde mich nicht trauen, da etwas Entscheidendes sehen zu können, dazu sind die Experten da. Wenn du unsicher bist, hole dir eine Zweitmeinung ein. Auch ich habe keine Meinung, wie käme ich dazu, wenn doch die Ärzte selbst nur das Risiko halbwegs einschätzen, aber nicht direkt in des Mädels Schilddrüse reingucken können.

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