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Thema: plötzlich UF -> Thiamazol absetzen? - Zweifel an Kompetenz des Hausarztes

  1. #11
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: plötzlich UF -> Thiamazol absetzen? - Zweifel an Kompetenz des Hausarztes

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Ich bezog mich darauf, dass Hashitoxikose deiner Meinung nach nicht passt.

    OK, verstehe. Es könnte Hashitoxikose sein, schon, habe bloß Zweifel, also sicher wäre ich mir da nicht ganz, darum schrieb ich, dass ich "verunsichert" bin.

  2. #12
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    Standard AW: plötzlich UF -> Thiamazol absetzen? - Zweifel an Kompetenz des Hausarztes

    Hallo zusammen,

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Eine höhere Jodzufuhr kann zwar Hashimoto begünstigen, aber das Jod von damals kaum den Schub von heute auslösen.

    Hängt von der Konzentration bzw. der aufgenommenen Jodmenge ab. Ich bin nicht im Detail informiert, ich habe bei meiner Zahnärztin im Dezember mit einer jodfreien Lösung gespült.

    Betaisadona (jodhaltige Wunddesinfektion beim Arzt, z.B. nach OP - das orangefarbene Zeug) kann bei manchen etwas ausmachen.

    Zum Verlauf einer Hashitoxikose und Hashimoto-Thyreoiditis allgemein hilft dir vielleicht dieser Text von mir:
    https://schilddruesen-unterfunktion....-thyreoiditis/
    Dankeschön, da waren nochmal ein paar neue Infos für mich dabei. Was ich mich aber noch frage: Meine Schilddrüse hat ja gut auf die Schilddrüsenhemmer reagiert (also glaube ich, ich weiß ja nicht, was normal ist ). Wenn die Überfunktion durch einer Zerstörung des Gewebes und damit der Freisetzung der gespeicherten Hormone ausgelöst worden wäre, hätten sich doch nicht wirklich was an den Werten ändern dürfen, oder? Oder war die Zerstörung evtl. nicht so stark und die Hemmer haben die Neuproduktion unterdrückt, sodass dann insgesamt die Werte runter gegangen sind?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Dazu nochmal: Das ist kein Widerspruch. Bei Hashitoxikose handelt es sich um eine vor allem am Anfang der Erkrankung auftretende Überfunktion, wobei (entzündungsbedingt) kaputte Zellen auslaufen und Hormone in die Blutbahn entlassen. Eine vermehrte Durchblutung ... hm, nicht unbedingt immer typisch, je nach Entzündungsstadium. Bei Basedow ist die Schilddrüse ebenfalls entzündet, aber die Hormone werden fleißig neu und zu viel produziert, d.h. keine Leck-Hyperthyreose. Und dann gibt es noch einige Schilddrüsenentzündungen, die eine vorübergehende ÜF verursachen können, s.
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...DFer-Hashimoto
    Das ergänzend zu meiner Frage über diesem Zitat: Das würde sich für mich dann eher nach MB anhören, weil da zu viel produziert wird und das dann mit den Hemmern auch unterdrückt werden kann?!


    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Das war keine latente ÜF, sondern wohl eine manifeste, es fehlen zwar die 'Referenzbereiche, aber erstens das "+" vom Labor, zweitens sehe ich es den Werten auch so an, dass sie oberhalb der Referenzgrenze sein müssten, das fT4 zumindest sicherlich, je nach Messeinheit auch das fT3.
    Der Arzt hat latent daran festgemacht, dass das Bild im Ultraschall nicht stark "flimmern" würde, wie das bei einer Überfunktion eigentlich der Fall wäre. Vielleicht ist aber auch einfach das Ultraschallgerät nicht das beste. Laut Arzt sind auch keine Knötchen und sonst nichts zu sehen gewesen. Laut Radiologe ist aber irgendwas mit 1cm (glaube ich) Durchmesser auf der linken Seite der Schilddrüse. Und vor ca. 10 Jahren hat ein Arzt mal kalte Knötchen in der Schilddrüse entdeckt, die immer mal wieder kontrolliert wurden, sich aber nicht verändert haben. Der jetztige Arzt (bin vor ein paar Jahren umgezogen) hat dann ca. 2017 festgestellt, dass beim Ultraschall der Schilddrüse nichts auffälliges zu sehen ist. Damals waren aber auch die Blutwerte noch normal.

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Was mich weiterhin verunsichert, das sind erhöhtes Uptake und verstärkte Durchblutung. Wie gesagt, beides evtl. bei Hashitoxikose möglich, aber ... irgendwie sind die freien Werte auch ein wenig untypisch hoch für eine Hashitoxikose.

    Jedenfalls, ich würde nicht so lange darüber grübeln, wenn dein Kinderwunsch nicht im Raum stünde. Man sollte möglichst mit großer Sicherheit einen MB ausschließen können, um sorgen- und hemmerfrei in die Schwangerschaft gehen zu können.
    Wie kann man denn den MB ausschließen? Die Antikörper waren ja im Januar und letztes Jahr im November negativ. Gibt es sonst noch Untersuchungen, die ich machen könnte?

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Tamina, was ist eigentlich mit der Angststörung, bist du da in einer guten Behandlung?
    Ob ich in guter Behandlung bin, bin ich mir noch nicht sicher. Ich habe mir Ende letzten Jahres eine neue Theratpeutin gesucht, nachdem bisher alle Therapien in den letzten 12 Jahren (ca. 6 über die Krankenkasse und eine über einen privat bezahlten Coach, der teuer war und sich am Ende als Verschwörungstheoretiker herausgestellt hat) sowie zwei Klinikaufenthalte langfristig nicht geholfen haben. Ich habe aber auch oft Antidepressiva genommen, die die Symtome ziemlich gut unterdrückt haben. Aber 3 bis 6 Monate nach dem Absetzen kam dann wieder alles zurück. Die jetztige Therapeutin ist Heilpraktikerin mit Psychologiestudium und arbeitet aber nah an die schulmedizinischen Verfahren angelehnt. Sie scheint mir sehr kompetent. Ich kann aber aktuell überhaupt nicht einschätzen, welche Symptome von der Schilddrüse kommen und welche von der Angststörung, deshalb kann ich nicht einschätzen, ob die Angststörung besser wird.

    Viele Grüße und danke, dass ihr euch für mich Zeit nehmt!

    Tamina

  3. #13
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: plötzlich UF -> Thiamazol absetzen? - Zweifel an Kompetenz des Hausarztes

    Zitat Zitat von Tamina. Beitrag anzeigen
    Wenn die Überfunktion durch einer Zerstörung des Gewebes und damit der Freisetzung der gespeicherten Hormone ausgelöst worden wäre, hätten sich doch nicht wirklich was an den Werten ändern dürfen, oder? Oder war die Zerstörung evtl. nicht so stark und die Hemmer haben die Neuproduktion unterdrückt, sodass dann insgesamt die Werte runter gegangen sind? ...
    Das ergänzend zu meiner Frage über diesem Zitat: Das würde sich für mich dann eher nach MB anhören, weil da zu viel produziert wird und das dann mit den Hemmern auch unterdrückt werden kann?!



    Es wird in beiden Fällen die Neuproduktion gehemmt, die Synthese der Schilddrüsenhormone. In beiden Fällen trägt also genau dies zur Reduktion des Serumspiegels bei, egal, ob dieser Serumspiegel wegen Hashitoxikose oder MB hoch geworden ist.

    Der Arzt hat latent daran festgemacht, dass das Bild im Ultraschall nicht stark "flimmern" würde, wie das bei einer Überfunktion eigentlich der Fall wäre. Vielleicht ist aber auch einfach das Ultraschallgerät nicht das beste.
    Ich kann mit "Flimmern" nichts anfangen. Im Doppler-Ultraschall kann man die Durchblutungsintensität sehr wohl sehen, das hat aber mit Flimmern irgendwie nicht wirklich viel zu tun bzw. "Flimmern" ist kein terminus technicus, der mir in dem Zusammenhang begegnet ist.

    Wie kann man denn den MB ausschließen? Die Antikörper waren ja im Januar und letztes Jahr im November negativ. Gibt es sonst noch Untersuchungen, die ich machen könnte?
    Nicht wirklich, glaube ich. Wenn deine TRAK während einer aktiven Überfunktion negativ sind/bleiben, dann kann man MB eher als erledigt ansehen. Ich würde trotzdem das erhöhte Uptake/die stärkere Durchblutung einfach im Hinterkopf behalten und die TRAK gelegentlich mit überprüfen lassen.

  4. #14
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    Standard AW: plötzlich UF -> Thiamazol absetzen? - Zweifel an Kompetenz des Hausarztes

    Zitat Zitat von Tamina. Beitrag anzeigen


    Dankeschön, da waren nochmal ein paar neue Infos für mich dabei. Was ich mich aber noch frage: Meine Schilddrüse hat ja gut auf die Schilddrüsenhemmer reagiert (also glaube ich, ich weiß ja nicht, was normal ist ). Wenn die Überfunktion durch einer Zerstörung des Gewebes und damit der Freisetzung der gespeicherten Hormone ausgelöst worden wäre, hätten sich doch nicht wirklich was an den Werten ändern dürfen, oder? Oder war die Zerstörung evtl. nicht so stark und die Hemmer haben die Neuproduktion unterdrückt, sodass dann insgesamt die Werte runter gegangen sind?
    Da ist mehreres denkbar. Aus dem Werteverlauf kannst du in diesem Fall nicht gut schließen, was die Ursache war. Außerdem kann es sein, dass ein Schub (Hashimoto oder Basedow) zuende geht. Wenn man dann die Hemmer weiter nimmt, kommt man schnell in Unterfunktion.

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