Seite 1 von 6 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 52

Thema: Hashimoto UND Morbus Basedow? Bitte um Hilfe

  1. #1
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    23.01.21
    Beiträge
    18

    Standard Hashimoto UND Morbus Basedow? Bitte um Hilfe

    Liebe Experten,

    vielleicht kann mir jemand von euch weiterhelfen.
    Ich habe eine gesicherten Hashimoto seit ca. 20 Jahren und bin klassischerweise immer in der Unterfunktion oder war gut eingestelt.

    Aktuell bin ich 45 Jahre alt und seit 7 Monaten geht es mir so schlecht wie noch nie in meinem Leben. Ich leide seit zig Jahren an chronischen Magen/Darmbeschwerden mit einigen Unverträglichkeiten, nur soviel dazu.

    Im Sommer 2020 ging es plötzlich los wie bei einem Infekt mit erhöhter Temp. (37.5), Durst, Herzrasen, Stirnkopfschmerzen und Nackenschmerzen, trockene brennende Augen. Meine Schilddrüsenwerte waren da noch o.k, allerdings wurde zwischenzeitlich bei diversen Krankenhausaufenthalten, die ich wg. meinem Darm und meinem schlechten Allgemeinbefinden hatte, immer wieder ein ÜBERFUNKTION gemessen, die ich früher nie hatte.

    Die Symptome die ich diesbzgl. habe, kommen in Schüben und sind meist die gleichen, wie oben genannt, klassischerweise kommen sie alle 3 Wochen und bleiben ca. 1 Woche. Durchfall ist mittlerweile auch noch dazugekommen, dazwischen habe ich aber immer Verstopfung (ohne den Schub).

    Mein Homeopath, der einzige Arzt, der sich dafür interessiert, meinte ich solle den TRAK AK messen lassen, das wollte ich vergangenen Freitag beim Hausarzt, aber der wollte nicht. Ich schreiben gleich mal meine Blutwerte, diese sind je nachdem wer Blut genommen hat, aber nicht vollständig. Mein CRP ist immer normal. Meine Frage ist, ob es möglich ist einen Hashimoto und gleichzeitig einen MB zu haben oder ob der Hashimoto, den ich ja schon lange habe, immer wieder auch in Überfunktionen münden kann. Mir geht es sowas von bescheiden, das kann ich gar nicht ausdrucken.

    Hier meine Werte:

    29.10.20
    TSH 0.07 (Ref. bereich 0.4-3.77)
    T3 4.4 (Ref. bereich 3.6-6.4)
    T4 22 (Ref. bereich 12.3-20.2)

    17.12.20
    TSH 0.13 (Ref. bereich 0.3 -3.60)
    T3 2.1 (Ref. bereich 2.2-4.2)
    T4 1.50 (Ref. 0.7-1.70)
    TOP AK 866,9 (REf. 0.0-60.0)

    Ich habe mal in alten Blutbefunden von vor 3 Jahren gestöbert, dort lag der TPO AK zwischen 100 und 300. Lt. dem Arzt im KH ist das mit 866 keine explosionsartige Erhöhung.
    Mir geht es aber besch...
    Kann mir jemand anhand der Blutwerte sagen, ob es möglich ist, dass ich nun auch einen MB habe? Ich weiss, es fehlt der TRAK Wert, aber den konnte ich noch nicht bekommen. Oder kann man beim Jahrzehnte langem Hashi immer wieder in die Überfunktion rutschen?
    Aktuell nehme ich 75 L-THyroxin, letztes Jahr war ich noch bei 112, das ist das einzige, was der Arzt macht, die Dosis runterschrauben, aber dauerhaft hilft es nicht.
    Ach ja..ich hatte im KH auch immer einen Kalium und Natrium Mangel, kann der auch mit der Überfunktion zusammen hängen?

    Herzlichen Dank euch,
    ich hoffe, es ist nicht zu lange geworden..
    Viele Grüße
    Susawest
    Geändert von Susawest (23.01.21 um 20:38 Uhr)

  2. #2
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    23.01.21
    Beiträge
    18

    Standard AW: Hashimoto UND Morbus Basedow? Bitte um Hilfe

    Weiss niemand was dazu?
    Ich bin echt verzweifelt...

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    40.931

    Standard AW: Hashimoto UND Morbus Basedow? Bitte um Hilfe

    Du erwartest ja wahre Wunder von uns - und das auch noch schnell (obwohl das Problem ja nicht neu ist): über MB etwas zu sagen, ohne dass du einen TRAK-Wert hast. Wenn der Hausarzt den nicht macht, dann der Facharzt, der ihn macht.

    Klar kann man MB bekommen, auch wenn man von Haus aus mit Hashimoto eingestiegen ist. Aber auf Grund der Werte sieht es nicht unbedingt danach aus, der müsste bei MB höher sein. Aber - ohne Gewähr, da Null Diagnostik bei dir.

    Was deine Schilddrüse genau macht - es gibt mehrere Möglichkeiten, aber woher sollte der Hausarzt das wissen?

    Hashitoxikose: die dauert ja auch nicht über ein halbes Jahr.
    Sonst eine andauernde SD-Entzündung: möglich, im Anschluss an den Infekt im Sommer. Hohe TPO-AK können davon kommen.
    Schilddrüsenautonomie/heißer Knoten: ebenfalls möglich.

    Wenn sich diese Geschichte so hinzieht, hättest du eigentlich längst zum Nuklearmediziner gehen sollen, um eine genauere Diagnose zu bekommen, die der Hausarzt nicht machen kann, per Sonografie und Szintigrafie.

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    06.03.13
    Ort
    anderswo - siehe Profil
    Beiträge
    5.895

    Standard AW: Hashimoto UND Morbus Basedow? Bitte um Hilfe

    Zitat Zitat von Susawest Beitrag anzeigen

    Die Symptome die ich diesbzgl. habe, kommen in Schüben und sind meist die gleichen, wie oben genannt, klassischerweise kommen sie alle 3 Wochen und bleiben ca. 1 Woche. Durchfall ist mittlerweile auch noch dazugekommen, dazwischen habe ich aber immer Verstopfung (ohne den Schub).
    Was immer das ist: Basedow-Schübe sind das eher nicht, die kommen und gehen nicht so schnell, auch wenn TRAK - sofern vorhanden - schwanken können.

    3 plus 1 ist 4 ... vielleicht ein Zyklusproblem? Die könnten auch die Histamin-Verträglichkeit indirekt beeinflussen.

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    40.931

    Standard AW: Hashimoto UND Morbus Basedow? Bitte um Hilfe

    Zitat Zitat von Susawest Beitrag anzeigen
    .

    Die Symptome die ich diesbzgl. habe, kommen in Schüben und sind meist die gleichen, wie oben genannt, klassischerweise kommen sie alle 3 Wochen und bleiben ca. 1 Woche.
    Dass diese Symptome von der Schilddrüse kommen, wüsste man nur dann, wenn du jeweils von davor, mitten drin und danach Werte hättest und diese sich eklatant unterscheiden würden. Hashitoxikose kommt nicht in kurzen aufeinanderfolgenden Schüben (nach 20 Jahren hashimoto) und Basedow tut das auf diese Weise auch nicht (s. Irene).

  6. #6
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    23.01.21
    Beiträge
    18

    Standard AW: Hashimoto UND Morbus Basedow? Bitte um Hilfe

    Danke für eure Antworten.
    Wunder erwarte ich nicht, ich bin nur total am Ende.
    Ich war schon 2x beim Endokrinologen, einmal zu Beginn des Problems im Sommer und dann im Dezember. Im Sommer waren die Werte noch normal, Sono hat er auch gemacht, meinte auch, dass nix besonders zu sehen wäre. Im Dezember war ich wieder dort, weil bei meinen Krankenhausaufenthalten immer Überfunktionen festgestellt wurden. Er hat im Dezember dann auch wieder Blut genommen und mir über die Helferin ausrichten lassen, dass ich das L-Thyroxin auf 75 (von 88) reduzieren soll, da ich eine leichte Überfunktion habe. Das hilft mir aber nicht weiter.

    Ich habe kommende Woche wieder einen Termin im Krankenhaus, der Hämatologe bei dem ich nach einem Aufenthalt auf der Gastro dort gelandet bin, meinte, dass man anhand meiner Blutwerte (ich hatte wahnsinnig viele abgelaufene infektionen im Blut) sehen kann, dass mein Immunsystem wohl ständig schiesst, vermutlich gegen eigenes Gewebe. Er möchte mich mit Immunsuppressiva behandelt. Aber ich bin mir nicht sicher, ob man nicht erst das Schilddrüsenprobleme beheben sollte. Ich hatte auch schon ein PET CT, dort hat die Schlddrüse geblinkt., die Ärzte (Nuklearmediziner)meinten, das kommt vom HAshi.

    Was ist denn eine Hashitoxikose? Gibt es sowas wie eine andauernde Schilddrüsenentzündung?

    ich weiss nicht, ob es Schübe sind, mir geht es ja die ganze Zeit schlecht, eben mit diesen Spitzen mit Durst, Nackenschmerzen, Heiserkeit, etc., diese werden nach ca. einer Woche wieder besser, aber ich glaube die Überfunktion besteht seit Herbst dauerhaft.

    Ich kann kommende Woche im KH nochmal fragen, ob sie die Werte abnehmen können, aber da gibt es dann oft so Kommentare wie "mit Schilddrüse kenn ich mich nicht aus, da müssen Sie einen Endokrinologen fragen"...als hätte man die ganzen Fachärzte immer zur Hand...

    Ach ja Zyklusprobleme habe ich bislang nicht, und ich esse kaum was, also zumindest nichts oder wenig Histaminreiches...

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    40.931

    Standard AW: Hashimoto UND Morbus Basedow? Bitte um Hilfe

    Zitat Zitat von Susawest Beitrag anzeigen

    Was ist denn eine Hashitoxikose? Gibt es sowas wie eine andauernde Schilddrüsenentzündung?

    i.
    Die Hashitoxikose ist eine vorübergehende, keine andauernde Überfunktion, verursacht durch entzündungsbedingten Zerfall von hormonproduzierenden Zellen, der Inhalt (Hormone) läuft quasi aus. Die Entzündung kommt durch Hashimoto. Sowas kommt meist am Anfang von hashimoto vor, und auch wenn später mal so ein Schub vorbeikommt, dann nicht für derart lange Zeit.

    Ich kann nur wiederholen: geh bitte zu einem guten Nuklearmediziner, am besten auf Schilddrüse spezialisiert, aber auch wenn nicht: gründliche Sonografie (nicht durch einen Endo) und am besten Szintigrafie machen lassen. Das können sie alle.

  8. #8
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    23.01.21
    Beiträge
    18

    Standard AW: Hashimoto UND Morbus Basedow? Bitte um Hilfe

    DANKE!

    Ja leider ist das nicht so einfach. Ich war im Sommer beim einzigen den es hier gibt, für eine Szintigrafie sah er keine Veranlassung (ich damals auch noch nicht). Sonst gibt es das bei uns nur im Krankenhaus.

    Darf ich noch was zu meinen Symptomen fragen?
    Die Sache mit dem Durst in der Überfunktion, kennt ihr das?
    Und Nackenschmerzen?
    Manchmal denke ich schon, dass ich mir das vielleicht alles einbilde...

    Und macht es Sinn das L-Thyroxin kurzfristig 1-2 Tage wegzulassen?

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    40.931

    Standard AW: Hashimoto UND Morbus Basedow? Bitte um Hilfe

    Zitat Zitat von Susawest Beitrag anzeigen
    Die Sache mit dem Durst in der Überfunktion, kennt ihr das?
    Und Nackenschmerzen?
    Eine Überfunktion stellt man zuverlässig anhand der Werte fest. Die Symptome sind teilweise individuell. Durst - das kann alles Mögliche sein. Und Nackenschmerzen erst recht ... so kommst du nicht weiter. Auch nicht mit Weglassen des Thyroxins für 1-2 Tage.

    Du hast nach den Dezember-Werten gesenkt - such dir bitte einen Arzt, der muss ja nicht bei euch im Ort sein oder? oder beiße dich im Krankenhaus in der Nuklearmedizin durch, zeig ihnen die Werte und die ständigen Dosisreduktionen, sie sollen eine richtige Diagnostik machen. Dass sie keine Szintigrafie machen, wenn die Werte stimmen, kann ich nachvollziehen.

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Schlomis Muddi
    Registriert seit
    10.05.18
    Ort
    Do small things with great love. (M.Teresa)
    Beiträge
    711

    Standard AW: Hashimoto UND Morbus Basedow? Bitte um Hilfe

    Du hast doch nur eine latente Überfunktion, oder

    Eigentlich merkt man eine Überfunktion erst, wenn die ft-Werte zu hoch sind bzw. der Oberkante - individuell - zu nah kommen. Im Dezember war Dein ft3 sogar zu niedrig. Ich weiß wirklich nicht, wie Du ausgerechnet auf Basedow kommst.

    Das erniedrigte TSH ist nur sekundär und wird eher (zumindest von der Mehrheit) nicht bemerkt.

    Hast Du denn Werte aus guten Zeiten? Dann könnte man mal schauen, was sich eigentlich verändert hat.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •