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Thema: Frage zu erniedrigtem fT3

  1. #1
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    Standard Frage zu erniedrigtem fT3

    Hallo Zusammen,
    im Jahr 2017 bekam ich eine Radiojodtherapie, da ich einige Jahre zwischen Unterfunktion und Überfunktion hin und her schwankte und dies sehr schwierig war, medikamentös einzustellen.

    Seit dem ging es mit deutlich besser. Die Schwankungen wurden weniger und die Symptome deutlich besser.

    Dieses Jahr im September kamen die Symptome schleichend zurück..(Gewichtszunahme, Unruhe, Müdigkeit, starke Schmerzen im Bereich der Schilddrüse, Grippegefühl, Stimmungsschwankungen, Nackenschmerzen, Panikattacken)

    Blutwerte September:
    fT4: 1.43 (0.93-1,7)
    fT3: 2.4 (2.57 - 4.43)
    TSH: 1.29 ( 0.27 -4.2)
    Gesamtvolumen SD: 1.4ml

    Laut Arzt kamen Symptome nicht von SD da Werte ok und SD viel zu klein um derartige Symptome zu verursachen.
    Ich nahm das so hin aber mir ging es zunehmend schlechter.
    Also war ich jetzt im Dezember noch mal hin.

    Blutwerte:
    TSH: 5.33
    fT3: 2.71
    fT4:1.4

    Jetzt soll ich meine Dosis (L-Thyroxin) um 25ųg steigern.
    Kann der erniedrigte fT3 Wert allein schon Beschwerden verursachen ?
    Bin etwas verunsichert wegen der BE im September. Nachdem der Arzt sagte, es kann nicht von der SD kommen dachte ich es sei vielleicht psychisch und wollte hier mal nach Rat fragen.

    LG und Danke

  2. #2
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Dass "die SD viel zu klein ist, um Beschwerden zu verursachen" würde mich sofort auf die Suche nach einem anderen Arzt schicken. Hatte der auch die Radio-Jod-Therapie veranlasst???
    Abwechselnde UF und ÜF müssen nicht unbedingt von Knoten (und nur die werden idR zerstrahlt) kommen, das schafft fast jeder Hashimoto.: Stichwort Leckhyperthyreose.

    Die Symptome sind für mich eindeutige UF-Zeichen. Dass der fT3 dann auch noch innerhalb des Labor-Grenzwertes liegt, überrascht nicht mehr, und der relativ hohe fT4 ist möglicherweise einer Tablette vor dem Labortermin geschuldet (?).
    Viele hier sind schon mit einem fT3 im unteren Drittel der Labor-Norm unglücklich.

    Sollte der fT4 "echt" sein (also keine Spitze nach vorheriger Einnahme), versuch es mal mit Selen, das kann die Umwandlungsenzyme etwas auf Vordermann bringen
    Wenn nicht, dann ist wohl tatsächlich eine Steigerung des LT angesagt.

    Du schreibst hier nicht, wie viel du jetzt nimmst - wenn du von der alten Stärke noch Tabletten hast, dann nimm ruhig ein, zwei Wochen lang jeden Tag eine halbe alte und eine halbe neue, bevor du komplett auf die neue Stärke umsteigst. (Das ist übersichtlicher als abwechselnd jeweils eine.)

    Vor dem nächsten Labortermin die Tablette weglassen nicht vergessen!

    PS: Auch mein Endo hatte mir schon eine Überweisung zum Psycho geschrieben. T3 (damals als Prothyrid) hat dann alles gut gemacht...

  3. #3
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Bei dem TSH die Psycho-Schublade finde ich ein NoGo. Gib den Arzt zur Adoption frei.

    Und ja, du kannst bei den Werten Beschwerden haben. Der Körper ist nunmal ein Künstler in Notzeiten und d. h. einige Bereiche funktionieren nicht mehr wie sie sollen.

    Die Erhöhung kann man machen. Allerdings in zwei Stufen. So kannst du schneller einschätzen ob die Dosierung von 12,5 mehr schon passt. Manchmal liegen zwischen einem TSH von 0,5 und 5 nur 6 µg.

    Abgesehen davon wurden noch mehr Werte gemacht? Gut möglich, dass du noch die ein oder andere Baustelle hast, die ebenfalls behandelt werden muss.
    Wie schaut es mit der Eisendiagnostik aus?
    Vitamin D3, Holotranscobolamin und Selen?

  4. #4
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Zitat Zitat von Alinchen92 Beitrag anzeigen
    im Jahr 2017 bekam ich eine Radiojodtherapie, da ich einige Jahre zwischen Unterfunktion und Überfunktion hin und her schwankte und dies sehr schwierig war, medikamentös einzustellen.
    Was war denn der Grund dafür?

    Bei Basedow kann das TSH zeitweise durch die Antikörper verfälscht (meist etwas abgesenkt im Vergleich zur realen Lage) sein. Derzeit ist das wohl nicht der Fall, aber vielleicht in der Übergangszeit.

  5. #5
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Vielen Dank für die Antworten. Ich versuche mal auf alle Fragen einzugehen.

    Ja, der selbe Arzt hat auch die Radiojodtherapie verordnet/vorgeschlagen (2016). 2014 wurde Hashimoto diagnostiziert und 2016 Morbus Basedow. Wir hatten dann ein Jahr versucht es mit Medikamenten einzustellen und das klappte leider nicht.

    Die Blutentnahmen erfolgten alle ohne vorherige Einnahme von LT und mehr oder weniger zur selben Uhrzeit am Morgen.

    Nebenbaustellen wurden auch jetzt im Dezember abgeklärt.
    Vitamin B12 ist an der oberen Grenze, da nehme ich jeden zweiten Tag eine Kapsel.
    Vitamin D nehme ich seit Anfang des Jahres (1x wöchentl. 20.000IE) und der Wert lag nun bei 40 (20-80 Normwerte).
    Ferritin lag bei 25 (13-150 Normwerte). Würdet ihr den Ferritin- Wert als ok einschätzen oder als behandlungsbedürftig?
    Selen nehme ich jeden Tag 100ųg auch seit Anfang des Jahres.

    Meine Dosis war 106,25ųg LT und ich habe letzte Woche Donnerstag um 6,25 gesteigert. Ich steiger immer nur um 6,25ųg da mein Körper sehr empfindlich auf Dosisänderung reagiert und ich meistens dann wieder in der Überfunktion lande. Momentan geht es mir etwas besser, aber ich denke ich werde nochmal um 6.25ųg steigern. Was meint ihr wie lange sollte ich damit warten ? Im März habe ich den nächsten Termin zur BE.

    Ich habe noch die Werte aus Juni eingefordert und auch dort war der fT3 Wert schon zu niedrig.

    fT3: 2.52
    fT4: 1,57
    TSH: 0.79
    Normwerte sind wie im vorherigen Post.
    Woran könnte das denn liegen ?

    Lieben Dank und LG

  6. #6
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Ich hoffe du hast dein B12 eine Woche lang vor der BE nicht genommen... Besser wäre allerdings auch der Holotranscobolamin-Wert gewesen, nicht das verfügbare B12.

    D3 hängt von dem Referenhzbereich und den SI-Einheiten ab. Kann gut sein.

    Ferritin mit 25 ist schon arg niedrig und wenn der HB auch gerade so zwischen 12 und13,5 ist, der CRP fehlt. Dann würdest du durchaus von einer Substitution profitieren.

    Das starke Ansprechen auf Dosis-Änderungen könnte durchaus als Ursache den Eisenmangel haben.

    Was macht Selen? Hast du da einen Wert? Es könnte den fT3 puschen, aber ohne Werte würde ich keine Selen nehmen.

  7. #7
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Ja das B12 habe ich eine Woche vorher weggelassen.
    Hab noch mal geschaut und es ist B12 gemessen worden und nicht Holotranscobolamin.
    Wäre das noch wichtig nachzuholen ?

    Hier noch einmal zusätzliche Werte aus Dezember.
    Hb: 13,2 (12.3-15.3)
    Selen: 68 (50ųg/l- 120)
    Vit D: 40 (20ųg/l -80)
    CRP wurde nicht kontrolliert.

    Der Eisenwert ist immer so niedrig und bei vorherigen Blutentnahmen war der Hb-Wert auch manchmal unter der Norm. Der Arzt sagte aber immer, solange der Speicher noch was hat ist alles super.

    Bräuchte ich noch den CRP- Wert oder könnte ich mit einem Eisenpräparat einfach so anfangen ?
    Und nochmal zur LT-Steigerung .... wann würdest du/ihr empfehlen noch mal um 6ųg hochzugehen ?

  8. #8
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Ich würde damit anfangen... aber von wann sind die Werte? Ich würde jetzt erstmal 6 Wochen Eisen nehmen. Da tut sich dann schon mal einiges in Richtung SD. Gut möglich, dass du dann gar keine Erhöhung brauchst.

    Wenn der Selenwert aktuell ist, würde ich ein wenig steigern. Langsam einschleichen und für 6 Wochen dann 200 nehmen. Der ist niedrig in der Norm und darf ruhig im oberen Drittel sein. Vorsicht, es puscht die SD!

  9. #9
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Ok alles klar. Vielen Dank.
    Die Werte sind von vor 2 Wochen.
    Welches Eisenpräparat ist denn empfehlenswert oder steht das hier irgendwo im Forum ?

  10. #10
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Ich hatte nie Probleme mit Eisentabs, aber schau mal ins Forumswissen...

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