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Thema: Schub? Zuviel LT oder zuwenig? Bitte um Hilfe...

  1. #1
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    Standard Schub? Zuviel LT oder zuwenig? Bitte um Hilfe...

    Hallo liebes Forum,

    seit längerer Zeit sitze ich mal wieder da, bin ratlos und hoffe auf Eure Hilfe...

    Vor drei Wochen kam mir die glorreiche Idee, mal wieder für einige Zeit auf Zucker zu verzichten. Also nur Haushaltszucker, Kohlenhydrate an sich habe ich weiterhin gegessen. Habe das schon zwei-, dreimal gemacht und mich damit eigentlich immer recht gut gefühlt, ich war leistungsfähiger und konnte klarer denken. Nun habe ich aber in der Zeit auch ca. 3 Fischmahlzeiten gegessen. Immer danach spürte ich schon ein leichtes Druckgefühl am Hals. Vorletzte Woche hatte ich mir Nudeln mit Champignons aus dem Glas zubereitet. Ich esse das eigentlich sehr gern, nur diesmal habe ich es irgendwie kaum hinterbekommen. Da ich natürlich was essen wollte, habe ich es mir reingezwungen und auch am nächsten Tag nochmal davon gegessen. Am nächsten Morgen dann bin ich mit Herzklopfen, Druckgefühl am Hals und Angstgefühl aufgewacht. Mein 1. Gedanke war, dass in den Champignons vielleicht zuviel Jod drin war, kann das überhaupt sein? Auch bekam ich meine Tage an diesem Tag. Da die Beschwerden in den nächsten Tagen jedoch nicht nachließen, das Druckgefühl sogar noch stärker wurde und ich auch einen leichten Schmerz verspürte, ließ ich 2 Tage später meine Blutwerte prüfen:

    TSH 1,75 (0,30-3,94)
    FT3 4,26 (3,71-6,70)
    FT4 18,7 (12,3-20,2)

    Bisherige Dosierung 62,5 LT

    Ich schilderte der Hausärztin meine Symptome, die Antwort war: Nein, nein das kommt alles nicht von der Schilddrüse, der Druck kommt von den Wirbeln oder dem Magen und die Angst hat auch andere Ursachen, das kommt von außen und der Psyche, die Werte sind doch gut.

    Zusätzlich hatte ich noch ein starkes Durstgefühl, keinen Appetit und Druck auf dem Kopf. Die Woche darauf haben sich die Beschwerden nicht großartig verändert, sind eher etwas schlechter geworden. Habe auch Vitamin D, Zink+Selen eingenommen. Von dem Zink+Selen hatte ich jedoch eher den Eindruck, als würde es mir nicht so gut bekommen. Vorgestern nun hatte ich vormittags wieder diesen starken Druck auf dem Kopf und das Gefühl nicht mehr richtig klar denken zu können. Dazu bekam ich noch Herzklopfen und zittrige Hände. Nachdem ich was gegessen hatte, wurde es etwas besser. Mittags habe ich dann noch eine viertel 25er LT genommen, da ich dachte, dass es evtl. ein Schub war und ich jetzt in eine Unterfunktion gerutscht sein könnte. Schon 10 min nach Einnahme besserte sich plötzlich der Druck im Kopf, auch wurde das Druckgefühl am Hals besser. Allerdings hatte ich im Laufe des Nachmittags immer mal wieder einen Anflug von Angst und leichtes Herzklopfen, was ich bisher nur in Überfunktion hatte...
    Am nächsten Morgen bin ich fast ohne Angstgefühl aufgewacht. Deshalb habe ich gestern und heute morgen 68,75 LT genommen. Das komische ist allerdings, dass ich mich vormittags immer fast wie ein bisschen überdosiert fühle. Ich hab hin und wieder Herzklopfen, schwitze stärker, habe schwitzige Füße und warme Hände. Nachmittags geht es dann halbwegs, allerdings habe ich dann gestern Abend im Bett gefroren wie verückt, meine Zähne haben richtig geklappert. Das mit dem Zähneklappern hatte ich auch über den Tag manchmal. Auch fühlt sich mein ganzer Körper irgendwie angespannt an und mir ist immer mal leicht übel. Was mir allerdings aufgefallen war, vorige Woche, als ich noch die stärkeren Symptome hatte, war meine Libido seit langem mal wieder da...seit ich die Dosis erhöht habe ist sie aber wieder weg. Irgendwie bin ich auch grade etwas gefühllos

    So, nun meine Frage, war es richtig die Dosis zu erhöhen oder hätte ich evtl. noch warten sollen? Bin ich vielleicht sogar überdosiert? Klar, einige Beschwerden sind schon in der kurzen Zeit besser geworden, manches ist aber auch dazugekommen... Wie würdet Ihr das ganze beurteilen?

    Am besten habe ich mich übrigens 2016 unter LT 75 mit folgenden Werten gefühlt:

    TSH 0,64 (0,35-4,50)
    FT3 2,58 (1,69-4,17)
    FT4 13,5 (7,00-15,6)

    Da der TSH damals ja niedriger war, dachte ich, dass es mir mit mehr LT vielleicht besser gehen könnte.

  2. #2
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    Standard AW: Schub? Zuviel LT oder zuwenig? Bitte um Hilfe...

    Wenn ich nur den fT4 betrachten würde, dann würde ich sagen nein, aber unter Substitution kommt es schon mal vor, dass es einen höheren fT4 braucht.. Ich habe allerdings Bedenken, dass der Effekt verpufft, denn jetzt schon ist der fT3 das Sorgenkind.

    Ich denke, man sollte sich mal die Nebenschauplätze anschauen. Was macht der Eisenstatus (Ferritin, CRP, HB), die B12 (Holotranscobolamin), Vitamin D3 und Selen?

    Nimmst du irgendwelche Medikamente oder gibt es schon bekannte Differential-Untersuchungen? Pille, Hormonspirale, Nuva-Ring, Verhütungsspritze oder Implanon?

  3. #3
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    Standard AW: Schub? Zuviel LT oder zuwenig? Bitte um Hilfe...

    Vielen Dank für Deine Antwort. Leider habe ich diesmal nur die Schilddrüsenwerte bestimmen lassen. Vermutlich sind aber Eisen und Vitamin D zu niedrig, das war bisher immer so. Untersuchungen bis auf Sonografie wurden bisher nicht gemacht. Die Pille nehme ich schon seit fast zwanzig Jahren nicht mehr und auch sonst keine hormonelle Verhütung.

    Wie meinst Du das, dass der fT3 ein Sorgenkind ist, sollte er höher oder niedriger sein?

    Also seit ich die höhere Dosierung nehme (heute der 4. Tag), fühle ich mich zumindest vormittags tatsächlich überdosiert. Habe schwitzige Hände und mein ganzer Körper fühlt sich irgendwie angespannt an. Auch habe ich immer noch manchmal so einen Anflug von Panik. Der Kreislauf scheint allerdings stabiler zu sein. Wenn es aber vorher zu wenig LT gewesen wäre, würde ich doch nicht jetzt schon so Überfunktionssymptome haben, oder? Überhaupt habe ich das Gefühl, dass mein Körper das total schnell verwertet, weil ich eigentlich immer sofort Veränderungen spüre und nicht erst nach Tagen oder Wochen...ist das normal?

    Vielleicht sollte ich doch wieder auf 62,5 LT zurückgehen, hoffentlich habe ich jetzt nicht alles durcheinandergebracht

  4. #4
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    Standard AW: Schub? Zuviel LT oder zuwenig? Bitte um Hilfe...

    Zitat Zitat von Habiby Beitrag anzeigen
    Wie meinst Du das, dass der fT3 ein Sorgenkind ist, sollte er höher oder niedriger sein?
    Ich sehe da gar kein Sorgenkind. Vielmehr hier, falls das ein Nüchternwert (ohne LT davor) war:
    FT4 18,7 (12,3-20,2)
    Reichlich hoch.

    Vielleicht sollte ich doch wieder auf 62,5 LT zurückgehen,
    Ja, vielleicht solltest du das in der Tat tun. Nämlich, unter 62,5 waren deine Werte Anfang des Jahres so:

    02/20
    TSH 1,06 (0,30-3,94)
    fT3 4,28 (3,71-6,70)
    fT4 17,00(12,3-20,2)
    und auch da war ja dein fT4 alles, nur nicht erhöhungsbedürftig. Warum du erhöht hast, ist mir schleierhaft. Dieses "Gefühl der Unterfunktion" sollte man öfter hinterfragen:

    im Mai 2020 nach viel Fisch starke Schmerzen am Hals und Druckgefühl, danach das Gefühl in leichter Unterfunktion zu sein.
    Nicht alles ist Unterfunktion, was sich blöd anfühlt. Und schon gar nicht nach "viel Fisch"

  5. #5
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    Standard AW: Schub? Zuviel LT oder zuwenig? Bitte um Hilfe...

    Hallo panna, vielen Dank auch für Deine Antwort.

    Warum ich höher dosiert habe: Seit Mai diesen Jahres bis jetzt im November, als ich mit dem "Kein Haushaltszucker mehr essen" begonnen habe, denke ich, dass ich tatsächlich in einer leichten Unterfunktion war. Haarausfall, Antriebslosigkeit, keine Libido. Nachdem ich den Zucker weggelassen hatte, ging es mir tatsächlich gleich viel besser, ich hatte wieder viel mehr Energie, auch meinem Kreislauf ging es gut. Allerdings merkte ich auch hin und wieder einen leichten Druck an der Schilddrüse, weil ich ja Fisch gegessen hatte. Ehrlich gesagt, dachte ich auch, dass ich dadurch meine Schilddrüse bissl anschubsen könnte, wieder bisschen mehr zu arbeiten. Der Einbruch kam dann wie beschrieben am 14.11., als ich mit Herzklopfen und Angstgefühl und starkem Halsdruck morgens aufgewacht bin. Evtl. ein Schub? Seitdem fühlte ich mich eher schwach, niedriger Blutdruck, Druck auf der Schilddrüse und im Kopf, konnte irgendwie auch nicht mehr klar denken. Da war es dann tatsächlich so, dass die Beschwerden besser wurden, nachdem ich LT eingenommen hatte und erst nachmittags zurückkehrten. Außerdem ist ja auch der TSH-Wert höher als bei meinen letzten Blutwerten. Deshalb war halt meine Gedanke, dass ich vielleicht doch mehr LT brauche. Als ich am Montag Mittag versuchshalber noch die 6,25 LT eingenommen hatte, wurde mir ja nur eine halbe Stunde später warm, der Druck am Hals ging weg und mein Kopf wurde viel klarer (vermutlich weil mein Blutdruck gestiegen ist, ich habe aber nicht gemessen). Aber wie gesagt, seit dem ich die höhere Dosierung nehme, fühle ich mich tatsächlich überdosiert

    Kann es vielleicht sein, dass meine Schilddrüse tatsächlich wieder mehr gearbeitet hat, daher auch der Druck am Hals, und ich durch die zusätzlich LT-Gabe das ganze wieder gedrosselt habe und daher der Druck weggegangen ist? Dann wäre es ja tatsächlich kontraproduktiv gewesen, mehr zu nehmen, oder?

    Ach ja, meine Werte vom 16.11.

    TSH 1,75 (0,30-3,94)
    FT3 4,26 (3,71-6,70)
    FT4 18,7 (12,3-20,2)

    sind ohne vorherige LT-Einnahme entstanden.

  6. #6
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    Standard AW: Schub? Zuviel LT oder zuwenig? Bitte um Hilfe...

    Wenn du wirklich viel Fisch gefuttert hast, bleibt das natürlich nicht ohne Folgen.

    dass die Beschwerden besser wurden, nachdem ich LT eingenommen hatte und erst nachmittags zurückkehrten.
    LT wirkt nicht wie Aspirin.

    Ich würde weniger grübeln und einfach beachten, dass bei einem hoch liegenden fT4 eine Erhöhung wohl unnötig ist.

  7. #7
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    Standard AW: Schub? Zuviel LT oder zuwenig? Bitte um Hilfe...

    Da hast Du auf jeden Fall recht, mit Fisch und Jod werde ich in Zukunft sehr aufpassen.

    LT wirkt nicht wie Aspirin.
    Ich weiß, dass viele erst nach Tagen oder Wochen eine Wirkung spüren. Ich merke tatsächlich schon sehr schnell was. Evtl. weil ich einen sehr schnellen Stoffwechsel habe? Bin schon immer sehr schlank gewesen, 50kg bei 1,64m.

    Wenn es nun tatsächlich ein Schub war, nach wievielen Tagen oder Wochen würde man denn in die Unterfunktion rutschen?

    Ist es problematisch wenn ich nach vier Tagen 68,75 LT wieder zu 62,5 LT wechsle?

  8. #8
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    Standard AW: Schub? Zuviel LT oder zuwenig? Bitte um Hilfe...

    Zitat Zitat von Habiby Beitrag anzeigen
    Ich weiß, dass viele erst nach Tagen oder Wochen eine Wirkung spüren. Ich merke tatsächlich schon sehr schnell was. Evtl. weil ich einen sehr schnellen Stoffwechsel habe?

    Es geht nicht um *deinen* Stoffwechsel, sondern um den Wirkstoff Thyroxin. Und der ist in jedermanns Körper annähernd gleich, nämlich was die Zeit für den den Aufbau eines neuen Wirkspiegels nach Dosisänderung angeht. Du verkomplizierst die ganze Sache mit nicht stichhaltigen Überlegungen.

    Wenn es nun tatsächlich ein Schub war, nach wievielen Tagen oder Wochen würde man denn in die Unterfunktion rutschen?
    Warum solltest du überhaupt in eine Unterfunktion rutschen? Ich habe dir deine Werte vom Februar hergeholt, unter 62,5 - was soll an ihnen an eine UF hinweisen? Zu viel Thyroxin und dann auch noch viel Fisch, das reicht als Erklärung.

    Ist es problematisch wenn ich nach vier Tagen 68,75 LT wieder zu 62,5 LT wechsle?
    Nein.

  9. #9
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    Standard AW: Schub? Zuviel LT oder zuwenig? Bitte um Hilfe...

    Sorry, wenn ich nochmal frage:

    TSH ft3 ft4
    9/16 0,19 (0.35-4.50) 2,00 (1.69-4.17) 12,00 (7.00-15.6) LT 75

    02/20 1,06 (0,30-3,94) 4,28 (3,71-6,70) 17,00(12,3-20,2) LT 62,5

    07/20 1,19 (0,27-4,20) 4,53 (3,95-6,80) 19,8 (12,00-22,00) LT 62,5

    11/20 1,75 (0,30-3,94) 4,26 (3,71-6,70) 18,7 (12,3-20,2) LT 62,5

    Wenn ich meine Werte gegenüberstelle, ist der TSH ja die letzten Jahre immer etwas gestiegen. Bei 07/20 hatte ich leichte Unterfunktionssymptome. Wenn der TSH nun weiter steigt, ist das nicht ein Zeichen, dass die Unterfunktion größer wird? Und letzten Montag war er ja am höchsten bisher.

    Und wieso hat man diesen starken Druck am Hals und warum ist er weggegangen, nachdem ich erhöht habe?

  10. #10
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    Standard AW: Schub? Zuviel LT oder zuwenig? Bitte um Hilfe...

    3 unterschiedliche Labors, da ist jeder Vergleich sinnfrei. Außerdem: Zeitpunkt der BE und fT3 beeinflussen das TSH auch, sei nicht so fixiert auf deine T4-Dosis.

    2. und 4. Zeile gleiches Labor - "TSH steigt", sagst du, aber dein fT4 ist bei höherem TSH besser, eigentlich ziemlich hoch für einen Nüchternwert. Zeitpunkt der BE gleich? Karenzzeit gleich?

    Das hat so keinen Sinn, die Vergleicherei. Vergleichen kann man höchstens Vergleichbares, das ist hier nicht gegeben - und auch dann sind diese Werte immer mit einer Prise Salz zu nehmen.

    dass die Unterfunktion größer wird?
    Welche Unterfunktion? Du hast keine mehr, du nimmst Thyroxin und dein fT4 (was du einnimmst, ist T4) ist eher etwas zu hoch. Von was für einer UF redest du?

    Und wieso hat man diesen starken Druck am Hals und warum ist er weggegangen, nachdem ich erhöht habe?
    Und wieso denkst du, dass es davon wegging und sonst nicht weggegangen wäre?

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