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Thema: Hashi, Wechseljahre (bin 44) und Angst / Panikattacken

  1. #1
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    Standard Hashi, Wechseljahre (bin 44) und Angst / Panikattacken

    Hallo Ihr Lieben!

    Euch geht es hoffentlich gut!?

    Mir leider gar nicht...

    Es ist schon irre lange her, dass ich mich hier gemeldet hatte; im Grunde bin ich (wieder) neu.

    Entgegen "all odds" habe ich im Oktober 2015 einen gesunden Jungen zur Welt gebracht, das war ein echtes Wunder.
    In der Schwangerschaft war ich das blühende Leben: fröhlich, angstfrei, ausgeglichen, stark, mutig, ach alles einfach...

    Direkt nach der Geburt ging es mit meinen Kräften nur noch bergab.
    Ich bin wohl kurz nach der Entbindung (da war ich gerade 39 geworden) direkt in die Wechseljahre gekommen.
    Hatte das Mehr an Hormonen (Eutyhrox) zügig reduziert, konnte leider nicht stillen und hatte seit Tag 1 einfach nur Angst um mein Baby.
    Das ist bis heute geblieben. Angst um den Jungen und auch um mich selbst; Angst zu sterben bzw. das Kind zu verlieren wenn ihm etwas zustoßen würde.

    Ich kenne das aus früheren Jahren - in den Zwanzigern - da hatte ich ähnliche Ängste und Panikattacken, nur waren die natürlich nicht auf ein Kind, sondern ausschließlich auf mich bezogen.
    Nachdem die Schilddrüse gut eingestellt war, gingen die Ängste zurück und ich fühlte mich wie ein neuer Mensch - wie ich selbst.
    (Wer von Euch den Herrn der Ringe kennt: Ich fühlte mich wie Théoden, nachdem er aus den Fängen von Gríma Schlangenzunge befreit wurde. Jetzt fühle ich mich wieder so - wie von einer bösen / fremden Macht eingelullt...)

    Vor ein paar Jahren dachte ich, dass ich einfach nur meine Hormondosis steigern müsse, wie vor der Schwangerschaft, um mein TSH zu supprimieren. Leider bekam ich schon mit 88 Mikrogram so heftige Extrasystolen, dass meine damalige Hausärztin meinte, ich solle reduzieren, sonst könne es lebensgefährlich werden. Mein Argument, dass das Prä-Kugelzustand ja auch funktionierte, konterte sie damit, dass sich die Bedarfe in den Wechseljahren reduzieren. Bäm... klar, kann sein - was weiß ich schon; ich bin absoluter Klimax-Neuling... Zudem hatte ich letztes Jahr eine Perikarditis und da wollen wir mit dem Herzchen keine Spielchen mehr treiben...
    Jetzt dümple ich bei 75 µg und einem TSH um die 2 (Ref 0,27-4,2) hier rum und befinde mich in einem Dilemma.

    Inzwischen geht es mir auch körperlich enorm schlecht. Mein Magen-Darm-System hängt sich gerade richtig ab (Schmerzen im oberen Bauch - wahrscheinlich eine Hernie), Blähungen, die zu einem Romheld-Syndrom führen und auch Extrasystolen auslösen. Sogar meine Migräne mit Aura (20 Jahre hat sie sich nicht gemeldet) ist gestern wieder zurückgekommen und hat mich mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht - hätte wohl auch ein Schlaganfall sein können. War es glücklicherweise wohl nicht, obwohl ich mich heute noch sehr matschig und noch ängstlicher fühle als sonst ohnehin.
    Von dem ständigen Gefühl, neben mir zu stehen und die Welt häufig nur noch als Beobachter wahrzunehmen, mal ganz abgesehen...

    Ich würde meinen Hausarzt gerne einmal beauftragen, ein ganz umfassendes, sinnvolles Blutbild - gern auch in Eigenleistung - anzufertigen.
    Dazu wollte ich die Expert*innen unter Euch einmal herzlich bitten, mir - vielleicht passend zu dem oben geschilderten Bild - eine Liste der Werte zu geben, die Ihr sehen müsstet, um mir sagen zu können, was ich tun kann, wo und wie weit ich an welcher Stellschraube drehen kann, damit es mir endlich wieder besser - um nicht zu sagen wieder normal - gehen darf.

    Mit dieser Liste würde ich dann zu meinem Arzt marschieren, die Ergebnisse dann in meinem Profil veröffentlichen und hier verlinken.


    Falls mir davon unabhängig jemand von Euch noch einen heißen Tip für einen wirklich versierten, informierten Hashi-fitten-Arzt im Bereich Münsterland (viel weiter traue ich mich gerade gar nicht von zu Hause weg) geben kann, wäre das für mich auch noch ein gefühlt letzter Strohhalm...

    Ich freue mich sehr auf Eure Antworten und auf Eure Hilfe und bleibt gesund!

    Herzliche Grüße
    Rovana

  2. #2
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    Standard AW: Hashi, Wechseljahre (bin 44) und Angst / Panikattacken

    Hallo und Glückwunsch zum Sohn

    Vielleicht kannst du deine LT-Dosis in kleinen Schritten genauer austüfteln? Oder haben einige Probleme eventuell mit dem neuen Euthyrox zu tun?

    Wenn du noch einen Zyklus hast, könntest du beobachten, ob Beschwerden dabei sind, die im Lauf des Zyklus kommen und gehen. Vom Alter her wäre Progesteronmangel einigermaßen typisch. Das kann man auch messen, aber das sollte am passenden Tag des Zyklus sein.

  3. #3
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    Standard AW: Hashi, Wechseljahre (bin 44) und Angst / Panikattacken

    Ich würde das garnicht beim Hausarzt machen, sondern mich gleich zum Hämatologen überweisen lassen. Der prüft zum einen sehr viel Werte auch auf KK und kennt sich mit den Wechselwirkungen der Werte auch besser aus. Als Indikation kann dein Arzt ja eben die Herzbeschwerden, Magen-Darm oder auch Müdigkeit/Nervosität u.ä. angeben. Wie ist denn dein Eisen/Ferritinwert? Mangel wäre auch ein guter Überweisungsgrund.

  4. #4
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    Standard AW: Hashi, Wechseljahre (bin 44) und Angst / Panikattacken

    Hallo Rovana,
    Wir haben ein paar Parallelen. Ich habe meine Kinder auch spät bekommen und viele Ängste gehabt, besonders als sie klein waren. Mit 49 Jahren bekam ich Vorhofflimmern, hatte eine zu stramm eingestellte SD und diverse Mängel. Inzwischen ist es besser, meine SD dank eines neuen Endos und Menschen dieses Forums für mich besser eingestellt. Ich hatte extrem viele Extrasystolen, war fahrig und ängstlich. Ich nahm 125 LT und bin jetzt bei 75 LT. Mein TSH liegt zur Zeit bei 4,86 und für mich passt das so. Die Extrasystolen sind zur Zeit kaum vorhanden und psychisch geht es mir gut, meine Ängste sind kaum noch vorhanden und im Beruf kann ich endlich wieder den diversen Anforderungen gerecht werden. Für mich würde ein supprimierter TSH bei meiner Disposition keine Option sein.
    Ich würde in jedem Fall Ferritin und Vitamin D testen lassen. Und vielleicht auch beim Gyn Progesteron. Auch da war ich im Mangel (ganz normal mit 50) und habe mich entschieden bioidentisches PG zyklisch in geringer Menge einzunehmen.
    Alles Liebe für dich.
    Anna
    Geändert von Anna M.R. (09.11.20 um 20:37 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Hashi, Wechseljahre (bin 44) und Angst / Panikattacken

    Lieben Dank für Eure Antworten!
    Es fühlt sich schon so viel besser an, wenn jemand da ist, der versteht...

  6. #6
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    Standard AW: Hashi, Wechseljahre (bin 44) und Angst / Panikattacken

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Hallo und Glückwunsch zum Sohn

    Vielleicht kannst du deine LT-Dosis in kleinen Schritten genauer austüfteln? Oder haben einige Probleme eventuell mit dem neuen Euthyrox zu tun?

    Wenn du noch einen Zyklus hast, könntest du beobachten, ob Beschwerden dabei sind, die im Lauf des Zyklus kommen und gehen. Vom Alter her wäre Progesteronmangel einigermaßen typisch. Das kann man auch messen, aber das sollte am passenden Tag des Zyklus sein.
    Huhu Irene,

    Danke Dir für Deine Antwort!

    Einen Zyklus habe ich nicht mehr; Progesteron setze ich aber mit auf meine Liste der abzunehmenden Werte.
    Falls das denn auch ohne Zyklus geht...

  7. #7
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    Standard AW: Hashi, Wechseljahre (bin 44) und Angst / Panikattacken

    Zitat Zitat von Prototyp Beitrag anzeigen
    Ich würde das garnicht beim Hausarzt machen, sondern mich gleich zum Hämatologen überweisen lassen. Der prüft zum einen sehr viel Werte auch auf KK und kennt sich mit den Wechselwirkungen der Werte auch besser aus. Als Indikation kann dein Arzt ja eben die Herzbeschwerden, Magen-Darm oder auch Müdigkeit/Nervosität u.ä. angeben. Wie ist denn dein Eisen/Ferritinwert? Mangel wäre auch ein guter Überweisungsgrund.
    Hallo Prototyp,

    Danke Dir für Deine Antwort.
    Einen Hämatologen hab ich hier nicht gefunden - nur Onkologen; da mag ich aber irgendwie nicht hingehen...

    Bei Eisen wurde schon lange kein Mangel mehr gefunden, seitdem ich nicht mehr blute; kommt aber trotzdem auf meine Liste der zu checkenden Werte.

  8. #8
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    Standard AW: Hashi, Wechseljahre (bin 44) und Angst / Panikattacken

    Zitat Zitat von Anna M.R. Beitrag anzeigen
    Hallo Rovana,
    Wir haben ein paar Parallelen. Ich habe meine Kinder auch spät bekommen und viele Ängste gehabt, besonders als sie klein waren. Mit 49 Jahren bekam ich Vorhofflimmern, hatte eine zu stramm eingestellte SD und diverse Mängel. Inzwischen ist es besser, meine SD dank eines neuen Endos und Menschen dieses Forums für mich besser eingestellt. Ich hatte extrem viele Extrasystolen, war fahrig und ängstlich. Ich nahm 125 LT und bin jetzt bei 75 LT. Mein TSH liegt zur Zeit bei 4,86 und für mich passt das so. Die Extrasystolen sind zur Zeit kaum vorhanden und psychisch geht es mir gut, meine Ängste sind kaum noch vorhanden und im Beruf kann ich endlich wieder den diversen Anforderungen gerecht werden. Für mich würde ein supprimierter TSH bei meiner Disposition keine Option sein.
    Ich würde in jedem Fall Ferritin und Vitamin D testen lassen. Und vielleicht auch beim Gyn Progesteron. Auch da war ich im Mangel (ganz normal mit 50) und habe mich entschieden bioidentisches PG zyklisch in geringer Menge einzunehmen.
    Alles Liebe für dich.
    Anna
    Hallo Anna,

    Danke Dir für Deine Antwort!

    Steht die Einnahme von Hormonersatz in den Wechseljahren nicht unter dem Verdacht, Krebs zu erregen? Davor hätte ich ziemliche Angst...

  9. #9
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    Standard AW: Hashi, Wechseljahre (bin 44) und Angst / Panikattacken

    Die Liste der aktuell von mir gewünschten Werte sieht jetzt so aus:


    • TSH
    • FT3
    • FT4
    • VitD
    • Magnesium
    • Zink
    • VitB12
    • HoloTC
    • VitB2
    • VitB6
    • Progesteron
    • Niacin
    • Tryptophan
    • Eisen
    • Ferritin
    • Selen


    Habt Ihr noch weitere Empfehlungen; bzw. kann was ohnehin nicht getestet werden und würde daher wegfallen?

  10. #10
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    Standard AW: Hashi, Wechseljahre (bin 44) und Angst / Panikattacken

    Zitat Zitat von Rovana Beitrag anzeigen

    Steht die Einnahme von Hormonersatz in den Wechseljahren nicht unter dem Verdacht, Krebs zu erregen? Davor hätte ich ziemliche Angst...
    Krebserregend ist Progesteron nicht. Nur wenn du zufällig schon einen Tumor mit Progesteron-Rezeptoren hättest, wäre es nicht gut.

    Aber andererseits kann eine Östrogen-Dominanz Krebs begünstigen, und dagegen würde Progesteron helfen. Davon würde ich es nicht abhängig machen.

    Du kannst es jetzt auch messen lassen, aber es wird sowieso niedrig bis nicht vorhanden sein, weil es ja im Gelbkörper entsteht, der sich im Zyklus bildet.

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