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Thema: Zeitabstände T4 und T3-Einnahme vor einer BE

  1. #1
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    Standard Zeitabstände T4 und T3-Einnahme vor einer BE

    Hallo zusammen,

    mein bisheriger Kenntnisstand war, dass ich 12h vor einer BE keine SD-Hormone mehr einnehmen solle. Dies hatte ich mal so von einem Endo gesagt bekommen, der mittlerweile nicht mehr praktiziert.

    Gibt es irgendwelche 'offiziellen' Empfehlungen, Studien oder ähnliches bezüglich des Zeitabstandes zwischen Hormoneinnahme und BE?

    Ich habe das Problem, dass im Rahmen eines Gutachten unangekündigt (ich hatte extra telefonisch nachgefragt, eine BE wurde mir da aber verneint) Blut abgenommen und SD-Werte gemacht.

    Dabei kam dann heraus:
    TSH 0,05 (Norm 0,27-4,20)
    ft3 4,43 (Norm 2,04-4,40)
    ft4 18,7 (Norm 9,3-17,1)
    Bei dieser BE hatte ich ca. 45 Min. vorher 162,5 µg LT (Euthyrox) und 10µ Thybon eingenommen. (Ich hätte eigentlich mit weit höheren Werten gerechnet)

    Bei der BE ca. 14 Tage vorher beim Hausarzt - ohne vorherige SD-Hormoneinnahme kamen diese Werte heraus:
    FT3 3,07 (Norm 1,43-3,90)
    FT4 11,4 (Norm 7,0-14,8)
    TSH <0,01 (Norm 0,35-4,94)

    Jetzt hat a) mein Hausarzt (der bisher mit einem supprimierten TSH 'leben' konnte, sofern die freien in der Norm und mein Befinden gut ist) Muffensausen und mein Anwalt für Sozialrecht fragt auch danach, ob ich irgendetwas schriftlich habe, bezügl. der empfohlenen Zeitabstände zwischen Hormoneinnahme und BE.

    lg Dagi

  2. #2
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    Standard AW: Zeitabstände T4 und T3-Einnahme vor einer BE

    Im Beipackzettel von Roche für den T3 und/oder T4- Testkit steht die Empfehlung für 24 h -Pause, meine mich erinnern zu können.

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Zeitabstände T4 und T3-Einnahme vor einer BE

    Bei T3 würde ich keinen längeren Zeitabstand als max. 12, eher 8-10 Stunden einkalkulieren. Das ist dann weder Einnahmespitze (2-4 Stunden), noch Tiefstpunkt (nach 24 Stunden), also halbwegs realistischer. Wenn du T3 splittest, also öfter als einmal am Tag einnimmst, dann ergäbe eine 24-Stunden-Pause einen Wert, den du niemals hast ... weil du so lange T3-Einnahmepausen jenseit der BE-Situation ja niemals hast. Man muss ja nicht künstlich tiefe Werte "erzeugen" durch eine künstlich lange Einnahmepause.

    Für T4 sind 24 Stunden ist völlig OK, ja, praktisch, wegen Morgeneinnahme und Morgen-BE. Aber wenn es 8-12 Stunden sind, sei es wegen Nachmittags-BE, sei es wegen gemeinsamer T3+T4-Einnahme abends am Tag vor der BE, ist das auch OK. Wichtiger ist, dass diese Zeitpunkte möglichst immer gleich sind, sofern man die Werte miteinander vergleichen will.

    Und deswegen halte ich das:

    mein bisheriger Kenntnisstand war, dass ich 12h vor einer BE keine SD-Hormone mehr einnehmen solle.
    für völlig korrekt.

  4. #4
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    Standard AW: Zeitabstände T4 und T3-Einnahme vor einer BE

    Halbwegs offiziell sind die Leitlinien der ETA https://www.karger.com/Article/Pdf/339444. Da, Seite 14 des PDFs rechts der Abschnitt, der mit "Monitoring of ..." anfängt: Kontrolle vor der morgendlichen Dosis (sie empfehlen T3 auf morgens und abends zu splitten, also etwa deine 12h), um zu verhindern, relativ hohe T3-Spiegel während der Absorptionsphase zu messen.

    Zum fT4 gibt es von Roche eine Broschüre, in der deutlich höhere Referenzbereiche nach LT4-Einnahme angegeben werden. (Link in meinem Blog oder später mit Tastatur hier.)

  5. #5
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    Standard AW: Zeitabstände T4 und T3-Einnahme vor einer BE

    Zitat Zitat von dagi73 Beitrag anzeigen
    Jetzt hat a) mein Hausarzt (der bisher mit einem supprimierten TSH 'leben' konnte, sofern die freien in der Norm und mein Befinden gut ist) Muffensausen und mein Anwalt für Sozialrecht fragt auch danach, ob ich irgendetwas schriftlich habe, bezügl. der empfohlenen Zeitabstände zwischen Hormoneinnahme und BE.
    Da es nicht in deutschen Leitlinien steht, wäre eine schriftliche Bestätigung einer Facharztpraxis wohl das einfachste. Oder du verweist auf die speziellen Referenzbereiche, die Ness erwähnte.

    Ansonsten ergeben sich sinnvolle Zeitabstände aus den Halbwertszeiten, der Existenz der Peaks und der Frage, was man messen will.

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