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Thema: T3 "rhythmisch" splitten

  1. #11
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: T3 "rhythmisch" splitten

    Ich habe nichts gemerkt und das finde ich perfekt so. T3 ist nicht als eine Art Dopingmittel zu sehen, das man immer unmittelbar merkt. Der Körper braucht und verwendet es ohne dass man unmittelbare Wirkungen feststellen muss. Und es gibt Wirkungen, die gar nicht so (zeitlich) unmittelbar sind.

    Wenn man von einer wirklich kleinen Dosis nicht schlafen kann, hat man, meiner bescheidenen Meinung nach, insgesamt evtl. zu viel, oder der Grund ist ein anderer. Kann auch pure Erwartungshaltung sein, Aufregung oder so ...

    T3 wird insgesamt etwas zu sehr "mythisiert" (ich meine, was es alles möglichst unmittelbar bewirken sollte).
    Geändert von panna (13.10.20 um 13:13 Uhr)

  2. #12
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    Standard AW: T3 "rhythmisch" splitten

    Das klingt einleuchtend und vernünftig!

    Darf ich noch umgekehrt fragen, wie du es merkst, dass du ohne die 3,5µg T3, die du nimmst, zu wenig hast?

  3. #13
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    Standard AW: T3 "rhythmisch" splitten

    Ich habe zu einer Zeit angefangen, als ich noch beinahe alles glaubte, was so allgemein im Internet über T3 verbreitet wird/wurde. Vor allem: dass man dem fT3-Wert bedingungslos vertrauen kann. Je skeptischer ich wurde (weil ich anfing, viel darüber zu lesen), umso weniger nahm ich. So kam es zu 3,75 jetzt, zwischenzeitlich mal zu 2,5. Wie es ganz ohne ist, weiß ich gar nicht. Vermute schwer: Genauso. Da mit inzwischen eine halbe SD abgegangen ist, bleibe ich mal bei 3,75 oder vielleicht wieder 2,5.

    Wenn du gut/leicht Englisch liest, würde ich dir diese Artikel empfehlen:
    https://hormonesdemystified.com/t3-c...hypothyroidism
    https://hormonesdemystified.com/t3-c...-should-i-take

    Und noch eines: Wenn du dir um T3 Gedanken machst, solltest du mindestens so viele Gedanken um T4 machen. Nämlich: Um deine *Gesamtdosis*. Homöostase/Gleichgewicht ist das Stichwort.

  4. #14
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    Standard AW: T3 "rhythmisch" splitten

    Zitat Zitat von pika Beitrag anzeigen
    @Ness: Ups, sorry! Habe meinen Beitrag dementsprechend korrigiert




    Ja, genau so meine ich es




    Würdest du es für möglich erachten, dass man hier mit der richtigen splitting-Methode etwas nachhelfen kann? Bzw. dass man mit einer komplett gelichmäßig verteilten splittung den Tagesrhythmus "abschwächen" kann?

    Wenn man sich nach dem verlinkten Artikel richtet (https://thyroidpatients.ca/2020/07/3...cadian-rhythm/) sollte man die T3-Gabe ja ca. zwischen 9 Uhr Vormittags und 10 Uhr Nachts verteilen - hat das schon mal jemand ausprobiert?
    Ich traue mich nicht wirklich. Habe Angst, dass es dann den gegenteiligen Effekt hat und die Theorie hinter dieser Dosierung - meiner Meinung nach - womöglich auf einen Trugschluss beruhen könnte.. Wie seht ihr das?


    Danke für alle eure Antworten bisher!
    Ich halte diesen Tagesrythmus auch eher für ein Epiphänomen. Der Tag-Nachtrhytmus ist zentral gesteuert und da macht das TsH einfach mit. Und der fT3-Serumspiegel kann dann auch nicht anders ... Glaube nicht, dass das irgendwelche Vorteile für den Organismus hat. T3 splitten würde ich für eine gleichmäßige Versorgung ohne große Peaks und dann einfach so, wie es am besten in den Tagesablauf passt.

  5. #15
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: T3 "rhythmisch" splitten

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen
    Ich halte diesen Tagesrythmus auch eher für ein Epiphänomen. Der Tag-Nachtrhytmus ist zentral gesteuert und da macht das TsH einfach mit. Und der fT3-Serumspiegel kann dann auch nicht anders ... .
    "Kann nicht anders" befriedigt einen (mich :-) irgendwie nicht ganz :-) - denn die T4-Sekretion kann offensichtlich anders.

  6. #16
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    Standard AW: T3 "rhythmisch" splitten

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    "Kann nicht anders" befriedigt einen (mich :-) irgendwie nicht ganz :-) - denn die T4-Sekretion kann offensichtlich anders.
    Mit dem Model von JW Dietrich und Kollegen (Feed-Forward-Loop von TsH auf T3-Sekretion der Schilddrüse) ist es zu erklären. Das Modell impliziert allerdings eine variable T3-Sekretion der gesunden Schilddrüse.*
    *und dass die T4-Seketion weniger auf kleine TsH-Schwankungen reagiert, sondern etwas träger ist.
    Geändert von Ness (13.10.20 um 16:42 Uhr) Grund: *

  7. #17
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    Standard AW: T3 "rhythmisch" splitten

    Ich meinte mit dem Negieren des "kann nicht anders" eher, dass die T3-Spitze einen Sinn und Zweck haben muss.

    Dass sich die pulsatile TSH-Sekretion allgemein auf die T3-Sekretion (sowieso und laufend, nicht nur des Nachts) direkt einwirkt (s. die vorher erwähnte Pulsatilität), ist genausowenig eine Erklärung dafür, wie die Trägheit des T4. Falls ich dich richtig verstehe.

  8. #18
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    Standard AW: T3 "rhythmisch" splitten

    Hm. Bei Aristoteles hatte alles vier Ursachen, auch eine Zweck- oder Zielursache. Heute nennt man das metaphysisches Denken. Warum gerade die Vorgänge im eigenen Körper immer ein Ziel verfolgen sollen, ist mir schleierhaft. Manches ist einfach so. Speziell zur T3-Sekretion: dass die SD auf zentrale Impulse reagiert (und eventuell auch die periphere Umwandlung) hat einen Zweck. Z.B. nicht so schnell erfrieren. Dass das auch nachts passiert, kann doch auch zufällig sein? Das TRH ist ja in erster Linie Neurotransmitter, hat bestimmt einen Zweck, nachts mehr davon im Hirn zu haben. TsH und co reagieren dann einfach auf ihre Art drauf.

  9. #19
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    Standard AW: T3 "rhythmisch" splitten

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen
    Heute nennt man das metaphysisches Denken. Warum gerade die Vorgänge im eigenen Körper immer ein Ziel verfolgen sollen, ist mir schleierhaft. .


    Warum, damit wir wegen lauter Zufälligkeiten, die der Körper so spielt, nicht einfach aussterben.

    Die Evolution ist der beste Beweis für Ziel- und Zweckgerichtetheit.

    T3-Spitze vor/wegen frühmorgendlicher Cortisolausschüttung, war mal eine Vermutung dafür.

    Natürlich alles letztendlich völlig schnurz, was unsere T3-Einnahme angeht.

  10. #20
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    Standard AW: T3 "rhythmisch" splitten

    Nee panna, deine Interpretation der Evolution, nicht diese selbst. Und manches hat einen Zweck, bringt aber andernorts Nachteile mit sich. Gerade die genetische Vielfalt ist ja die Stärke von uns Homos, auf Populationsebene können wir dadurch äußere Veränderungen kompensieren (sterben nicht gleich alle aus). Einiges ist einfach im Genpool geblieben -- vllt haben die, mit einem starken Tagesrhytmus einen Vorteil bei der nächsten Eiszeit oder einen Nachteil, beim Meteoriteneinschlag, man wird es sehen.

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