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Thema: Stetig sinkendes FT3 - Handlungsbedarf?

  1. #1
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    Standard Stetig sinkendes FT3 - Handlungsbedarf?

    Guten morgen zusammen!

    Nach einem turbulenten Jahr 2016 mit Erstdiagnose Hashimoto und vielen Einstellversuchen, bin ich seit 2017 mit Tirosint 125 gut eingestellt gewesen und hatte keine bis kaum Beschwerden. Diesen Juni ging es aber wieder los mit absoluten Klassikern (Müdigkeit am Tag, Gereiztheit, hoher diastolischer BD, Schlafprobleme, Muskelschmerzen, Schlappheit, tiefe Körpertemperatur, Schwitzen und Frieren).

    Der Besuch beim Hausarzt war ernüchternd, alle Werte innerhalb der Referenz, lediglich VitaminD Mangel (16 statt min. 20) und Cholesterin ist wieder hoch.
    Ich habe gleich gesehen, dass mein FT3 auf einem Allzeittief war, doch laut Hausarzt noch in der Norm. Daher im August um Termin beim Endo1 gebeten, bei dem ich schon 2016 war und nicht gerade begeistert war. Blutergebnisse fast gleich, Vitamin D inzwischen ausgeglichen, da ich das angegangen bin. Endo meint, Werte ok, SD kann es nicht sein. Es wurde dann viel anderes getestet (Hormone, Stress, etc.) ohne Befund.

    Beschwerden bleiben, ich versuche es bei Endo2 (Unispital, erster Besuch). Blutergebnisse nicht ganz repräsentativ, er testet spontan und nicht nüchtern. Labor zeigt nur Phosphat zu tief. SD ist laut Endo2 innerhalb der Referenz. Er sieht keinen Handlungsbedarf, hat jedoch angedeutet, das Thema Thybon etc. mit mir diskutieren zu wollen. Ultraschall folgt. Leider Folgetermin erst Ende Oktober. Schwierige Kommunikation.

    Nun habe ich in den letzten Jahren wirklich viel gelesen zum Thema Hashimoto, und doch frage ich ich, wie drei Ärzte meine Symptome nicht auf die SD schieben wollen, aber auch sonst keine Erklärungen haben.

    Aus meiner Sicht ist meine T4/T3 Umwandlung in den letzten Jahren stetig schlechter geworden. Ein FT3 von 15% dürften die meisten hier vermutlich als "unteres Drittel" bezeichnen. Die Frage ist nur, was machen? Auf Thybon drängen? Die Umwandlungsstörung anschauen? Oder einen anderen Endo suchen...

    Liebe Grüße aus der Schweiz
    David

  2. #2
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    Standard AW: Stetig sinkendes FT3 - Handlungsbedarf?

    Wenn man keine andere Erklärung für die Beschwerden findet, kann man auch, logischerweise, nicht sagen, daß die Beschwerden nicht von dem Hormonmangel kommen. Solche Aussagen beweisen eher eine fehlende Kenntnis der Hypothyreoseklinik.

    Wie du schon schreibtst, die Beschwerden sind die Klassiker. Vor allem die objektiven, wie die Diastole und Cholesterin. Daß T3 im Laufe der Therapie sinkt, ist auch nachvollziehbar, da durch LT TSH sinkt und die SD produziert weniger. Auch die Wirkung des LT auf die Umwandlung kann man dabei gut sehen. Ich würde jetzt die komplette Diagnostik mitmachen und sonst die Einstellung ein wenig mehr selbst "steuern". Bevor der BD noch mehr steigt und die Gefäße verkalken, oder sich Herzrhytmusstörungen einstellen. Bei einem SD-Hormonmangel ist der Abbau der Glykosaminglykane gestört, daher lagern sie sich u.a. im Herzmuskel ab und der Muskel wird immer steifer. Herzrhytmusstörungen und BD-Probleme sind dann die Konsequenz.

    Mit "steuern" meine ich: die Therapie soll mit dem Patienten abgesprochen werden, und seine Wünsche berücksichtigt werden, was viele Ärzte ganz gerne vergessen. Da kann man um Prothyrid bitten, mit der Begründung, daß man es ausprobieren möchte. Ich würde jetzt Prothyrid und LT kombinieren, um mit T3 vorsichtig einzusteigen, z.B Hälfte LT und Hälfte PT. T3 sollte man gut am Tag verteilen. Thybon ist da eher schwieriger vernünftig zu dosieren. Daher wäre es besser, LT mit Liotir zusammen. Liotir kann man ganz fein dosieren, also mehrmals am Tag kleinere Mengen einnehmen. Was bei einem Nicht-Retard-Präparat notwendig ist. Und vor allem, ganz behutsam einschleichen. Der BD ist ein sehr guter Wegweiser, wenn man noch die T3-Dosis sucht. Wenn sich der BD normalisiert hat, bist du auf dem richtigen Weg. Vertraue vor allem deinem gesunden Menschenverstand und kümmere dich selbst um die Einstellung.

  3. #3
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    Standard AW: Stetig sinkendes FT3 - Handlungsbedarf?

    Also ich hab mal geschaut:

    09/2020 - Dosis 125*
    TSH: 1,62 / FT4: 18,6 (66%) / FT3: 4,6 (19%)
    *Nicht nüchtern, mit Tablette

    Da wäre interessant gewesen, wenn die BE nüchtern erfolgt wäre. Vielleicht auch mal ein anderes Labor schauen wie sich darunter die Werte entwickeln.

    Sicher ist der FT3 jetzt nicht grad hoch, lag aber schon mal über 5 und das wenn ich richtig geschaut hatte, im Anfang. D.h. die Umwandlung hat damals geklappt. Mein FT3 lag im Anfang auch sehr gut, bis er dann irgendwann gegen 9 % abstürzte. Thybon oder Prothyrid habe ich nicht getestet - wollte ich auch nicht. Und dann plötzlich im letzten Jahr schnellte der FT3 wieder hoch auf fast 70 %. Das war mir selbst ein wenig zuviel und ich reduzierte LT geringfügig bis er jetzt zwischen 50-60 liegt. Im Verhältnis zum FT4 prozentual geringfügig höher. BD, Körpertemperatur, Schlafen - normal.

    Vielleicht einfach mal versuchen, die Umwandlung anzukurbeln.

  4. #4
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    Standard AW: Stetig sinkendes FT3 - Handlungsbedarf?

    Zitat Zitat von Myrrdin Beitrag anzeigen

    Vielleicht einfach mal versuchen, die Umwandlung anzukurbeln.
    Daran habe ich auch schon gedacht. Denkst du an Selen?
    Das FT3 ist ja erst seit etwa einem Jahr ins untere Drittel gerutscht. Was ist in dem Jahr passiert? Genau vor einem Jahr kam unser erstes Kind zur Welt. Damit verbunden ist seit einem Jahr schlechter Schlaf und kein Sport. Stress soll einer Umwandlung ja nicht unbedingt förderlich sein.

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Stetig sinkendes FT3 - Handlungsbedarf?

    David, ein anderer Vorschlag:
    Bevor du den Prozenten und überhaupt den Werten allzu viel Glauben schenkst, würde ich einmal (und sei es auf eigene Kosten) in ein anderes Labor gehen und ein fT3 machen.

    Nämlich, hier:
    FT3 (4,1 - 6,7)
    Die Messeinheit ist sicherlich pmol. Bei all den eklatanten Differenzen bezüglich Messmethoden und Referenzbereiche ist 4,1 als Untergrenze ist auffällig. Üblich ist 3,xx.

    So viel zum unteren Drittel oder Viertel und zur Zuverlässigkeit der Laborergebnisse. Jedenfalls, bevor du Schritte unternimmst, würde ich mal checken, wie dein Wert in einem Labor mit *anderem* fT3-Referenzbereich aussieht (kann auch pg/ml sein, 2,xx - 4,xx oder 1,xx - 3,xx).

    PS
    Dass Selen irgend etwas mit der Umwandlung macht, harrt eines stichhaltigen Nachweises (darunter meine ich nicht persönliche Überzeugungen). Dito Stress :-))

  6. #6
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    Standard AW: Stetig sinkendes FT3 - Handlungsbedarf?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    David, ein anderer Vorschlag:
    Bevor du den Prozenten und überhaupt den Werten allzu viel Glauben schenkst, würde ich einmal (und sei es auf eigene Kosten) in ein anderes Labor gehen und ein fT3 machen.

    Nämlich, hier:


    Die Messeinheit ist sicherlich pmol. Bei all den eklatanten Differenzen bezüglich Messmethoden und Referenzbereiche ist 4,1 als Untergrenze ist auffällig. Üblich ist 3,xx.

    So viel zum unteren Drittel oder Viertel und zur Zuverlässigkeit der Laborergebnisse. Jedenfalls, bevor du Schritte unternimmst, würde ich mal checken, wie dein Wert in einem Labor mit *anderem* fT3-Referenzbereich aussieht (kann auch pg/ml sein, 2,xx - 4,xx oder 1,xx - 3,xx).
    Hehe, anderes Labor hatte ich ja auch empfohlen . Aber mal kurz zum Thema pmol. Umgerechnet in pg landest Du beim Referenzwert bei 2,67 - 4,36. Der gemessene Wert liegt demnach bei 2,99. Also so niedrig ist der FT3 nicht.

    Da es aber zwischen den verwendeten Laborkits schon Differenzen gibt, macht es Sinn mal zu schauen, wie der Wert bei einem anderen ist.

    @davidbayern
    Stress kann sich ebenfalls enorm auswirken. Selen würde ich erst nach Bestimmung des Selenwertes nehmen oder alternativ 2 Paranüsse kauen. Vielleicht auch mal Ferritin kontrollieren.

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Stetig sinkendes FT3 - Handlungsbedarf?

    Zitat Zitat von Myrrdin Beitrag anzeigen
    Hehe, anderes Labor hatte ich ja auch empfohlen .
    Sorry, habe überlesen gehabt.

  8. #8
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    Standard AW: Stetig sinkendes FT3 - Handlungsbedarf?

    @panna

    Deine Überlegungen suggerieren, dass meine Beschwerden nicht von der SD kommen müssen. Sicher möglich! Da aber sonst nichts gefunden wurde, wüsste ich dann nicht weiter.

    In der Tat unterscheiden sich die Referenzbereiche je nach Labor.
    Alle Laboruntersuchungen in meinem Profil (bis auf die letzte) wurden im gleichen Labor gemacht. Das untermauert die stetig schlechter werdende Umwandlung.
    Die letzten Werte sind von Endo2 im Unispital und haben exakt den selben Referenzbereich wie das Hausarztlabor.
    Lediglich Endo1 hat tatsächlich ein viel weiteres Spektrum (3,5-6,5). Hier war ich im August 2020 mit 4,7 bei 40%. Allerdings geht bei dem der TSH auch bis 4,0 und das FT4 von 11-22.

    Zitat Zitat von Myrrdin Beitrag anzeigen
    Stress kann sich ebenfalls enorm auswirken. Selen würde ich erst nach Bestimmung des Selenwertes nehmen oder alternativ 2 Paranüsse kauen. Vielleicht auch mal Ferritin kontrollieren.
    Selen habe ich nicht getestet, das andere war ok (Ferritin, Magnesium, Elektrolyte).
    Geändert von davidbayern (19.09.20 um 16:51 Uhr)

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Stetig sinkendes FT3 - Handlungsbedarf?

    Zitat Zitat von davidbayern Beitrag anzeigen
    @panna

    Deine Überlegungen suggerieren, dass meine Beschwerden nicht von der SD kommen müssen. .
    Es sind valide Überlegungen, suggerieren will ich genauso wenig, wie etwas ausschließen.

    Die letzten Werte sind von Endo2 im Unispital und haben exakt den selben Referenzbereich wie das Hausarztlabor.
    Lediglich Endo1 hat tatsächlich ein viel weiteres Spektrum (3,5-6,5). Hier war ich im August 2020 mit 4,7 bei 40%. Allerdings geht bei dem der TSH auch bis 4,0 und das FT4 von 11-22.
    Das heißt, du gibst im Profil oben Referenzbereiche an, die aber nicht für alle Werte gelten* ... noch gut, dass wir darauf gekommen sind, nicht zufällig sollte man auf die unsäglichen Prozente verzichten.

    Du kannst (und solltest) Werte aus unterschiedlichen Labors auch dann nicht miteinander vergleichen, wenn sie zufällig die gleichen Referenzbereiche verwenden. Das funktioniert einfach nicht. Leider sind die Prozente dank Internet-/Facebook-Schwarmwissen nicht auszurotten ...

    3,5-6,5 ist noch das Üblichste. Und auf den fT4-Referenzbereich ab 13 bin ich nur nich zu sprechen gekommen, weil hier nicht über fT4 geredet wurde :-))

    Könntest du dein Profil dann so gestalten, dass du die wirklich für die Werte gültigen Referenzbereiche mit angibst?

    *
    PS
    Vier Wertekonstellationen, 3 Ärzte/Labors (Endo1, Endo2, Hausarzt) - stimmt es so?
    Geändert von panna (19.09.20 um 17:05 Uhr)

  10. #10
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    Standard AW: Stetig sinkendes FT3 - Handlungsbedarf?

    So ist es, 3 Ärzte mit jeweils eigenem Labor. Ich habe die Werte im Profil aktualisiert. Wäre ich nur im Labor von Endo1 diesen August gewesen, würde ich anhand der Werte keine Probleme sehen. Leider war das eine einmalige Testung ohne Verlauf. Den Verlauf habe ich nur vom Hausarzt, dessen Labor ist immer das gleiche.

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