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Thema: Supprimierter TSH - wie reduzieren?

  1. #11
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    Standard AW: Supprimierter TSH - wie reduzieren?

    Zitat Zitat von Janne1 Beitrag anzeigen
    Ich sehe bei dir, dass noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Dein Lipödem z. B. hindert dich alltagstauglich beweglich zu sein. Die konservative Therapie, Bewegung, Strümpfe, Lymphdrainage, davon schreibst du z. B. nichts. Genauso wenig von einer möglichen OP.
    Natürlich wird mein Lipo-Lymphödem - zumindest seit der Diagnose - vernünftig konventionell mit konsequentem Tragen von Kompressionsversorgung an Armen und Beinen sowie 2x/Woche Lymphdrainage behandelt. Dies hatte ich nicht extra erwähnt, weil hier ein SD und Lipödem-Forum ist.
    Fällt Lymphdrainage bei mir 2 Wochen oder länger aus (z.B. durch Erkrankung der Therapeutin oder meiner Tochter, Corona etc.) dann habe ich massiv Schmerzen und Eiweißablagerungen/Verhärtungen und Stauungen zu tun, so dass ich kaum noch laufen kann. Schon die Bewegung innerhalb unserer kleinen Wohnung ist dann eine Herausforderung.

    Sport und Bewegung ist eigentlich nur im Wasser möglich. Vor Corona hatte ich 1x die Woche Rehasport (Rheumagruppe mit sehr kleinem Aktivitätslevel) und war privat noch 2x/Woche im Schwimmbad. Das geht jetzt alles nicht. Durch die Corona-Regelungen hat sich der Eintritt im Schwimmbad so verteuert (Wegfall des Sozialtarifs sowie der Ermäßigung bei Schwerbehinderung - jetzt müsste ich 8,50 EUR für 1h Schwimmen bezahlen - das ist nicht drin) und seit Ende der Sommerferien habe ich jetzt endlich wieder Reha-Sport (Aquagymnastik) allerding nur noch 14tägig wg. der Teilung der Gruppe zur Aufrechterhaltung der Mindesabstände.

    Bis vor 1 1/2 Jahren bin ich noch in ein Rückengymnastik/Fitnessprogramm gegangen. Aber in der Kompressionsbekleidung bin ich so steif und unbeweglich, dass das nicht mehr geht. Anfang habe ich dann Kompressionskniestrümpfe und eine Sportkompression getragen. Seit dem Umstieg auf synthetische Hormone haben aber Lipödem bedingt die Umfänge meiner OS und Hüfte so zugenommen, das ich in keine Sportkompression mehr passe (4 Damengrößen Unterschied zwischen Taille und Hüftumfang)

    Wenn ich mir nicht mal die 100 EUR für Schweinethyroxin/Monat mehr leisten kann, dann werde ich mir auch keine Lipödem-Liposuktion für zig-Tausend Euro leisten können.
    Die KKen übernehmen derzeit probeweise nur Liposuktionen bei Stadium 3 und BMI unter 35/40, defakto finden aber kaum Lipos auf KK statt, weil die Krankenkassen nur eine so kleine Pauschale für die OP zahlen, dass kaum Kliniken bereit sind, für das Geld diese OPs durchzuführen.
    Ich habe erst Stadium 2 und BMI über 40 (das Stadium sagt ja nichts über die damit verbundenen Schmerzen aus). Außerdem kann ich mir als alleinerziehende Mutter ohne jegliche Familienunterstützung gar nicht leisten, so lange auszufallen, wie für mehrere Liposuktionen nötig wären.
    Zweitens sind bei mir mittlerweile (weil das Lipödem jahrzehntelang nicht erkannt wurde, es fing bei mir mit 15 an und diagnostiziert wurde es mit 45), die Lymphbahnen so geschädigt, dass ich auch nach einer OP entsprechende Beschwerden haben werde (weil sich dies durch eine OP nicht verbessert - eher verschlechtert) und weiterhin Kompressionsbestrumpfung und Lymphdrainage nötig sein wird.


    Ich bin durchaus einem Versuch gegenüber aufgeschlossen, das Thybon noch weiter zu reduzieren.

    Ich habe hier keinen Arzt, der sich mit der SD und der Dosierung genauer auskennt. Mein HA sagte immer nur, ich soll mich selber kundig machen und selbst ausprobieren, er würde sich damit nicht auskennen.
    Die Ärztin (NUK), zu der er mich für die Umstellung von Schwein auf Synthetisch schickte, kannte sich auch nicht wirklich damit aus. Sie wollte einfach die T4 und T3-Menge vom Naturethroid direkt auf Thybon und Euthyrox umrechnen und kam so auf die Idee ich solle morgens und mittags je eine ganze 20er Thybon und Nachmittags nochmal 1/2-1/4 nehmen.
    Da habe ich selbst ja damals entschieden, nicht mehr als 1/2 Thybon auf einmal zu nehmen.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich direkt nach der Umstellung vom Schwein geneigt war, zu viel Thybon zu nehmen, weil der Körper einfach viel größere Mengen von T3 gewöhnt war.
    Ich bin ja nicht abgeneigt, probeweise meine Dosis zu reduzieren. Es könnte durchaus sein, dass ich zu hoch dosiert wurde in dem Versuch, das gleich gute Körpergefühl (Fehlen von Symptomen) wie bei Schweinethyroxin mit Euthyrox und Thybon zu erreichen.

    Hormone wirken dann richtig, wenn man kein Aufpuschen bemerkt
    Wobei ich da eher mit dem Euthyrox Probleme habe. Da habe ich von Anbeginn 1/2-1 h nach der Einnahme ÜF-Symptome (schnellerer Puls, kurzzeitig Blutdruckerhöhung nach der Einnahme, fühle mich hektisch, kurzzeitiger Konditionsknick/schlapp) schon immer gehabt. Mit anderen LT-Produkten war es tw. noch schlimmer. Nach der Thybon-Einnahme habe ich keinerlei solcher Symptome. Auch beim Schweinethyroxin hatte ich keine solcher Symptome nach der Einnahme. Mein HA hatte damals beim einem SD-Spezialisten (der leider nicht mehr lebt und bei dem meine Schwester als Privatpatientin früher in Behandlung war), angerufen und sich beraten lassen. Er schlug damals vor, entweder Schweinethyroxin oder eine Einstellung mit Thybon alleine zu versuchen. Da es damals noch so günstige Schweine-Generika gab, die ich mir auch als Student leisten könnte (am Anfang habe ich 15-20 EUR pro Monat für den Schweinekram ausgegeben), hatte ich mich dann für Schwein entschieden.

    Das Lipödem d.h. meine Bein-, Hüft- und Oberarmumfänge waren unter Schweinethyroxin jahrzehntelang konstant geblieben (wenn man von der Schwangerschaft/Stillzeit mal absieht).
    Als ich nach der Diagnose mit synthetischem T4 anfing, hatte ich ja das Problem, dass mein Gewicht stetig - trotz absolut kontrolliertem Essverhalten und regelmäßigem Sport - nach oben ging. Ich vermute, dass da das (damals noch undiagnostizierte) Lipödem einen sehr großen Anteil mit hatte. Da kam ja die Empfehlung des Spezialisten, dass viele die bei den synthetischen Hormonen Gewichtsprobleme haben, mit Schwein besser zurechtkommen.
    Auch jetzt habe ich das Problem, dass ich - obwohl ich insgesamt in den letzten Monaten abgenommen habe, haben sich meine Hüft- und Beinumfänge stark vergrößert (d.h. das Lipödem nimmt stetig zu).

    So lange ich das Schweinethyroxin nahm, konnte ich meine Dosis anhand der Blutdruckdiffernez wunderbar einstellen. Den Zusammenhang hatte mir mal ein Internest gesagt, der selbst ein SD-Erkrankung hat und der leider mittlerweile auch in Rente ist. Dadurch konnte ich wunderbar im Bereich +/- einer halben oder viertel 1/4-Grain Tablette eine tages- bzw. wochengenaue Feineinstellung machen. Beruflich hatte ich ja immer abwechselnd mit Phasen mit starker körperlicher Anstrengung und eher weniger körperlicher Anstrengung zu tun. Über die Blutdruckdifferenz konnte ich da immer sehr gut die Dosis anpassen.

    Ich sehe es so, dass du nicht verrentet werden müsstest wenn du dich auf Veränderungen egal in welcher Richtung einlässt.
    Ich möchte ja eigentlich auch gar nicht verrentet werden. Sehr gerne würde ich eine Umschulung zur Teilhabeberatung machen.
    Der Rentenantrag (und die Klage beim Sozialgericht) laufen ja aufgrund entsprechender Aufforderungen vom Jobcenter.

    Dass alle meine anderen Erkrankungen und Beschwerden durch das Erreichen von einem TSH von 1 auf einmal alle verschwinden, alle meine Bewegungseinschränkungen und Schmerzen durch das Lipo-Lymphödem und der FMS sich davon in Luft auflösen und ich auf einmal wieder vollzeit in (m)einem körperlich anstrengenden Job arbeiten gehen kann ... das mag ich doch stark bezweifeln.

  2. #12
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    Standard AW: Supprimierter TSH - wie reduzieren?

    Ok, dann habe ich einen Tipp für dich: Auf Facebook gibt es eine Gruppe die sich eigentlich mit IF beschäftigt, aber dort sind einige, die genau deine Lipödem-Probleme haben und dir entsprechend die passenden Tipps geben. Dein BMI ist zu hoch für eine OP und das wäre im Punkto OP schon mal das 1. Ziel. Ich kann dir versichern, dass die mit Lipödem ihr Ziel erreichen und auch ihre OP bekommen. Dazu gibt es dann aber eine spezielle Untergruppe in der FB-Gruppe. Wichtig ist nunmal, dass du von Gleichgesinnten Zuspruch bekommst.

    Mit HT und Lipödem ist die Abnahme zwar schwieriger aber nicht unmöglich.

  3. #13
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    Standard AW: Supprimierter TSH - wie reduzieren?

    Hallo Dagi, eigentlich wünsche ich dir, wütend zu werden. Nein, nur weil der TSH auf 1 ist, werden deine Probleme nicht weg sein. Aber es wird so gut wie alles besser sein, wenn du weg kommst vom Übergewicht. Bei BMI von 40 kommt das nicht nur vom Lipoedem. Von zuviel Schilddrüsenhormonen wird man dick, das hast du ja selber auch gemerkt. Und da war keiner, der Halt geschrien hat.
    Meine Freundin erlebte das auch, hat aber selber, als sie 10 kg mehr hatte, angefangen nachzuforschen. Das Problem ist bekannt, man treibt mit den Hormonen eben den ganzen Stoffwechsel an. In einer Adipositasklinik hat man ihr endlich gesagt, man darf nur die minimaliste Menge nehmen, wenn man abnehmen muss. Sie war auch lange hier im Forum, du findest Berichte vom Intervallfasten. Mittlerweile hat sie 50 kg abgenommen. Und natürlich ist alles besser, man ist einfach beweglicher, Knochen und Muskeln tun nicht mehr so weh.

    Ich habe eine ganz andere Geschichte hinter mir, aber man hat mir auch bitter Unrecht getan. Es tut mir leid, dass du so etwas erleiden musst. Aber vielleicht sind alle, die dir nun die Hormon Mengen verbieten wollen, auf deiner Seite. Denn so wird es nicht gut weiter gehen, und eigentlich bist du nicht so krank, dass du deine Existenz verlieren musst. Glaube mir, Ich weiss, wie schlimm das ist auf die Dauer. Ich wünsche dir soviel Wut auf diesen Arzt, dass du einen Strich drunter machst und dir einen netten Hausarzt suchst, mit dem zusammen du rauskommst aus diesen Hormon Mengen, einen Weg findest zum Abnehmen. Vielleicht ist es bei dir noch rechtzeitig zu retten, wenn du noch nicht berentet bist. Bei mir war es damals viel zu spät, ich war schon 10 Jahre Rentner. Also genug Wut, um es anzupacken, und genug Frieden, um nicht bitter zu werden, das hoffe ich. Man hätte dir spätestens, als du zugenommen hast, nicht mehr solche Hormon Mengen geben duerfen. Nun musst du mühsam für den Weg zurück kämpfen. Du wirst das alles gut schaffen, aber denk nicht, alle wollen dir jetzt böse. Es ist andersrum, du bist ja bisher mit der hohen Medikation auf dem Weg in die Sackgasse, obwohl du weder alt noch schwer krank bist. Vielleicht entspannt sich alles und alle reichen dir die Hand, wenn du einmal wagst, etwas zu verändern.

  4. #14
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    Standard AW: Supprimierter TSH - wie reduzieren?

    Was mich wütend macht, ist die Tatsache, dass am Anfang hieß, dass die SD-Werte am besten im oberen Drittel des Normbereiches liegen sollten. Ich musste damals diskutieren, dass ich mich mit einem niedrigeren FT4 (bei 35-55%) deutlich besser fühle und NICHT weiter steigern möchte.
    Mir wurde gesagt, dass ein supprimierter TSH bei Schweinethyroxin oder Thybon normal sei und ich mich nach den freien Werten richten soll.

    Beim Umstieg auf synthetische Hormone habe ich versucht, dass die Blutwerte ungefähr wieder im selben Bereich lagen.

    Nur weil jetzt ein Sozialgericht Befunde haben will, macht mein Hausarzt auf einmal eine 180°-Wendung ...
    Das ist für mich nicht verständlich.

    Und wenn ich dann frage, was ich machen soll, damit der TSH wieder hochkommt, kriege ich auch keine vernünftigen Antworten. Werde nur darauf aufmerksam gemacht, dass in der HA-Praxis nur alle 6 Monate eine BE möglich ist und ich mich an einen Facharzt wenden soll.

    Hausarztwechsel ist nicht möglich. Ich habe schon alle Ärzte vor Ort abgeklappert. Keiner nimmt mehr neue Patienten. Alle haben schon mehr Patienten als die Kassen zulassen. Auch die zwei Endos im Bereich einer Tagesreise nehmen keine Patienten mehr. Habe schon den HA darauf angesprochen, mit einen Vermittlungscode für die Terminvermittlung zu geben. Macht er nicht, weil er angeblich schlechte Erfahrungen damit gemacht hat.

  5. #15
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    Standard AW: Supprimierter TSH - wie reduzieren?

    Hej Dagi73,

    kenne die Arzt-Situation hier in der Region sehr gut und kann Dich verstehen. Ich würde trotzdem nochmal bei dem kassenärztlichen Dienst nachfragen, ob es möglich ist mit deren Hilfe einen Termin bei einem Endo zu bekommen.

    Zum Reduzieren von Thybon (habe Deinen Thread vor zwei Tagen gelesen und hoffe, dass ich nichts vertausche..): Auch ich habe letztes Jahr bzw über 1,5 jahre Thybon reduziert bzw ausgeschlichen, für mich war der richtige Weg die Reduzierung ganz langsam anzugehen. Ich habe ca alle zwei Monate um 2,5, manchmal auch 5, Thybon gesenkt und Symptome ausgesessen, die meisten Sachen haben sich nach einigen Tagen oder auch Wochen wieder gegegeben. Erstaunlich war für mich dabei, dass ich die 15 Jahre mit Thybon ständig versucht habe abzunehmen, sich aber nichts auf der Waage getan hat... seitdem ich T3 reduziert bzw abgesetzt habe und auch industriellen Zucker meide (auch das war eine grosse Hürde von der Sucht wegzukommen) ist jedoch der unnatürliche Heisshunger verschwunden und das Gewicht ging ungewollt nach unten und bleibt da auch.

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    PS: ... wahrscheinlich ist Dir das bekannt, aber das hiesige KH bietet auch eine endokrinologische Sprechstunde an (habe allerdings leider keine Erfahrung damit)
    Geändert von applepine (16.09.20 um 16:02 Uhr)

  6. #16
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    Standard AW: Supprimierter TSH - wie reduzieren?

    Zitat Zitat von dagi73 Beitrag anzeigen
    Was mich wütend macht, ist die Tatsache, dass am Anfang hieß, dass die SD-Werte am besten im oberen Drittel des Normbereiches liegen sollten. Ich musste damals diskutieren, dass ich mich mit einem niedrigeren FT4 (bei 35-55%) deutlich besser fühle und NICHT weiter steigern möchte.
    Mir wurde gesagt, dass ein supprimierter TSH bei Schweinethyroxin oder Thybon normal sei und ich mich nach den freien Werten richten soll.

    Beim Umstieg auf synthetische Hormone habe ich versucht, dass die Blutwerte ungefähr wieder im selben Bereich lagen.

    Nur weil jetzt ein Sozialgericht Befunde haben will, macht mein Hausarzt auf einmal eine 180°-Wendung ...
    Das ist für mich nicht verständlich.

    Und wenn ich dann frage, was ich machen soll, damit der TSH wieder hochkommt, kriege ich auch keine vernünftigen Antworten. Werde nur darauf aufmerksam gemacht, dass in der HA-Praxis nur alle 6 Monate eine BE möglich ist und ich mich an einen Facharzt wenden soll.

    Hausarztwechsel ist nicht möglich. Ich habe schon alle Ärzte vor Ort abgeklappert. Keiner nimmt mehr neue Patienten. Alle haben schon mehr Patienten als die Kassen zulassen. Auch die zwei Endos im Bereich einer Tagesreise nehmen keine Patienten mehr. Habe schon den HA darauf angesprochen, mit einen Vermittlungscode für die Terminvermittlung zu geben. Macht er nicht, weil er angeblich schlechte Erfahrungen damit gemacht hat.
    Der HA könnte allerdings zwei Dinge machen: 1. er stellt eine Überweisung für einen NUK (Krhs) aus - allerdings dauert ein Termin dort gut 1 Jahr - evtl. könnte man sich erkundigen, ob es möglich ist, wegen Reduzierung dort schon mal vierteljährlich Werte zu bekommen und 2. er bescheinigt für die RV das Du Erhöhungen nie auf eigene Faust gemacht hast. Die Vorbefunde wird er sicherlich in der Akte haben. Der NUK wird wohl, wenn Du aus FL kommst, wahrscheinlich auch eine Halb-/Tagesreise werden - dann in entgegensätzlicher Richtung als die Endos.

    Auch verstehe ich die RV nicht: ein TSH kommt nicht von heute auf morgen wieder. Das ist ein Prozess und braucht seine Zeit.

    Und bitte jetzt nicht die minimalste Menge nehmen, nur weil jemand es empfiehlt. Der Schuss kann gewaltig nach hinten losgehen. Dadurch das der Stoffwechsel extrem verlangsamt werden kann, ist eine Gewichtszunahme auch nicht auszuschließen. Wichtiger ist die Fettverbrennung anzureizen. Hier ist ein gutes Hilfsmittel grüner Tee. Nicht nur das er wunderbar entwässert, er kurbelt auch sehr gut die Fettverbrennung an. Wermuttee soll eine ähnliche Wirkung haben, da sollte man aber Gallensteine ausschließen. Auf jeden Fall sind Bitterstoffe enorm wichtig dabei.

  7. #17
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    Standard AW: Supprimierter TSH - wie reduzieren?

    Zitat Zitat von dagi73 Beitrag anzeigen
    Was mich wütend macht, ist die Tatsache, dass am Anfang hieß, dass die SD-Werte am besten im oberen Drittel des Normbereiches liegen sollten. Ich musste damals diskutieren, dass ich mich mit einem niedrigeren FT4 (bei 35-55%) deutlich besser fühle und NICHT weiter steigern möchte.
    Mir wurde gesagt, dass ein supprimierter TSH bei Schweinethyroxin oder Thybon normal sei und ich mich nach den freien Werten richten soll.

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    Nur weil jetzt ein Sozialgericht Befunde haben will, macht mein Hausarzt auf einmal eine 180°-Wendung ...
    Das ist für mich nicht verständlich.

    Und wenn ich dann frage, was ich machen soll, damit der TSH wieder hochkommt, kriege ich auch keine vernünftigen Antworten. Werde nur darauf aufmerksam gemacht, dass in der HA-Praxis nur alle 6 Monate eine BE möglich ist und ich mich an einen Facharzt wenden soll.

    Hausarztwechsel ist nicht möglich. Ich habe schon alle Ärzte vor Ort abgeklappert. Keiner nimmt mehr neue Patienten. Alle haben schon mehr Patienten als die Kassen zulassen. Auch die zwei Endos im Bereich einer Tagesreise nehmen keine Patienten mehr. Habe schon den HA darauf angesprochen, mit einen Vermittlungscode für die Terminvermittlung zu geben. Macht er nicht, weil er angeblich schlechte Erfahrungen damit gemacht hat.
    Hallo Dagi, doch, das ist verständlich, dass dein Arzt jetzt eine Kehrtwendung macht. Deine Situation ist ja insgesamt echt schlimm, es geht auch um Berentung, also um viel Geld. Also prüfen Gutachter auch die Arbeit deines Arztes. Das kann Folgen haben für ihn. Ich lese im Profil, du hast auch schon 15 Jahre eine Blutzuckerstoerung. Das ist eigentlich das endgültige Nein für hohe Mengen Schilddrüsenhormone. Ich moechte nicht in der Haut des Rentengutachters stecken. Du hast ja keine schwere Krankheit, im Kern ist das Gewicht das, was dich kaputt macht. Normalerweise kriegt man dafür keine Rente. Aber wenn der Zucker nicht behandelt wurde und noch forciert ,ich weiss es auch nicht.

    Ich verstehe nur zu gut deine Wut, dass man dir lange nichts gesagt hat dazu. Andererseits haben ja wohl doch Mediziner ihre Skepsis ausgedrückt. Und irgendwie weiss man selber ja auch, das geht nicht gut mit der Zeit, wenn man so viel Gewicht herumschleppt. Meine Freundin kommt aus einem medizinischen Beruf, die hat immer gesagt, bis 40 Jahre kein Problem, dann kommen die Schmerzen, nach 50 irgendwann wird man bettlaegerig, Ende 50 macht das Herz schlapp. Egal was bei dir gelaufen ist, du kannst jetzt nur noch links oder rechts gehen. So weiter oder einen Schnitt machen. Es muss doch irgendeinen Internisten geben, der dich begleiten kann. Z. B. kann eine frühe Blutzuckerbehandlung sehr helfen beim Abnehmen. Zur Not eine Ambulanz für Adipositas oder für Endos. Als allererstes musst du aber sehen, dass die jetzige Situation traurig ist und eigentlich unnötig. Dann kannst du etwas bewegen.

  8. #18
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    Standard AW: Supprimierter TSH - wie reduzieren?

    Ich muss dir sagen, ich nehme ja hier auch eine hohe Dosis, bin schlank, BMI um die 20 habe vor einiger Zeit, dass was ich durch UF hatte abgenommen, bei selbiger Dosis, dass die Behauptung hohe Dosen führen zu Übergewicht, mehr Hunger, mehr Insulinausschüttung etc. nicht stimmen muss.

    Und ja, ich tracke meine Kalorienaufnahme, meinen Kalorienverbrauch und befinde mich da im pysiologischen Rahmen. Also esse auch nicht zu viel. Die Bilanz passt.

    Und genau da gilt es auch anzusetzen wenn man abnehmen möchte. Man muss sich selbst kontrollieren. Was verbrauche ich wirklich und was darf ich dann essen. Wer zu Hause ist, z. B. Home Office, weiß was ich meine, da hat man vlt. 1000 Schritte auf dem Zähler. Das ist eindeutig zu wenig für Frühstück, Mittagessen, Ebendessen und Snacks. Dann heißt es wirklich weniger essen als man gewohnt ist oder Sporteinheiten wie schnelles Gehen, Nordic Walking, Joggen, Ergometer, wenn man hat, etc.

    Bei dir wird das nicht anders sein. Eine Methode nicht den ganzen Tag an Essen zu denken ist Intervallfasten, man begrenzt die Hungerphase auf z. B. 16 Stunden, wobei man schon mal einen Großteil verschläft. Ganz wichtig ist auch auf Ernährungsmüll (z. B. Junk-Food, Zucker, rafinierte Lebensmittel) zu verzichten. Sie machen nicht richtig satt bei gleicher Kalorienmenge und lassen den Blutzucker Achterbahn fahren, was dazu führt schneller wieder Hunger zu haben. Gute und gesunde Ernährung ist nicht teurer und nicht aufwändiger, es ist eher eine Frage der Organisation.

  9. #19
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    Standard AW: Supprimierter TSH - wie reduzieren?

    Ich habe auch jahrelang Schweinehormone (WP Thyroid und NP von Acella) genommen.

    Vor 20 Jahren hatte ich durch zu viel T4 only schon einen supprimierten TSH, dann habe ich noch Thybon dazu genommen und bin dann auf die Schweinehormone umgestiegen.

    Ich kann Dir sagen, dass ich von all dem weder Osteoporose noch Herzprobleme oder Diabetes o.ä. bekommen habe, aber: einen extrem dicken Bauch, Lipödeme (von der Phlebologin diagnostiziert) und überall so ein pralles und druckempfindliches Gewebe. Der Bauch ist ebenfalls prall und fest, und ist nicht so ein gefährliches Fett, dass sich zwischen die Organe setzt, sondern liegt sozusagen "obenauf". Ich habe immer in Schüben zugenommen, nicht langsam und regelmäßig. Und gut ging es mir eigentlich auch nicht so oft.

    Seit Dezember letzten Jahres reduziere ich meine Substitution (bin seit 40 Jahren ohne SD). Es war teilweise sehr schwer. Mittlerweile bin ich auf nur T4 (nur 100 µg, ungefähr soviel wie zuvor mit den Schweinehormonen); mir geht es jetzt auch nicht nur gut, aber auch nicht schlechter als vorher; eines ist jedenfalls deutlich besser geworden: die Beinschmerzen, die ich immer im Liegen hatte, v.a. morgens vor dem Aufstehen manchmal ganz extrem, jetzt hoffe ich, dass noch weitere Dinge besser werden. Ich bilde mir auch ein, dass die Beine gaaanz langsam etwas dünner werden. Beim Gewicht auf der Waage tut sich nichts, aber ich nehme auch nicht mehr schubweise zu.

    Mit wurde es langsam unheimlich mit den vielen Hormonen.

    Natürlich kann man unsere Fälle nicht vergleichen, aber ich bin für mich ziemlich sicher, dass meine Lipödeme vom T3 kommen; ich hatte regelrecht bemerkt, dass die Beine dicker wurden, als ich anfing T3 zu nehmen, habe den Zusammenhang aber nicht sehen wollen.

    Ich wünsche Dir alles Gute!
    Lg Dylana

  10. #20
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    Standard AW: Supprimierter TSH - wie reduzieren?

    Meine Beine sind dünner geworden... Hm, da ist dann noch was anderes mit im Spiel...

    Vermutlich noch eine Geschlechtshormon-Komponente. Unter Substitution ist meist auch bei den weiblichen einiges gestört. Das betrifft zuviel SD-Hormone als auch zuwenig.

    Sehr gut nachzulesen ist die Veränderung der SD-Hormone bei Einnahme der Pille oder anderer hormoneller Verhütungsmittil. Viele klagen in diesem Zusammenhang auch über einen Blähbauch.
    Geändert von Janne1 (17.09.20 um 16:45 Uhr)

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