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Thema: Lebensqualität nach Schilddrüsenentfernung

  1. #1
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    Standard Lebensqualität nach Schilddrüsenentfernung

    Hallo, liebe Leser,

    hat jemand von Euch eine Schilddrüsenentfernung hinter sich? Dann berichtet bitte mal, wie es Euch heute ergeht. Mir selbst wurde eine solche OP schon vor Jahren angeraten, nun ist mein Hals so dick, dass ich einer OP bald nicht mehr ausweichen kann. Der Arzt behauptet, dass man die Funktion der Schilddrüse problemlos durch die Einnahme künstlicher Hormone ersetzten könne, die von den allermeisten Menschen gut vertragen werden. Ist das wirklich so?

    Fühlt Ihr Euch vollkommen gesund? Und wenn es Euch gutgeht, spürt Ihr trotzdem einen Unterschied zum Normalzustand mit Schilddrüse? Habt Ihr Gewicht zugelegt? Macht es sich bemerkbar, wenn Ihr an ein oder zwei Tagen die Einnahme der Medikamente vergesst? Macht Euch die Abhängigkeit vom Medikament keine Sorgen, z.B. auf Reisen?

    Über offene und ehrliche Berichte würde ich mich freuen.

  2. #2

    Standard AW: Lebensqualität nach Schilddrüsenentfernung

    Meine Schilddrüse wurde im Juni 2018 entfernt und es war eine der besten Entscheidungen für mich persönlich. Es war das dritte MB-Rezidiv und die SD war 45ml groß. Dieses Gefühl, auf einer tickenden Zeitbombe zu sitzen, war der größte Anstoß für mich.

    Die OP lief gut, sie haben alles rausbekommen. Ich fand ehrlich gesagt das Ziehen der Drainage unangenehmer als alles andere. Die Nebenschilddrüsen waren beleidigt, ich musste dafür eine Zeit Kalzium und noch ein anderes Präparat einnehmen, es hat sich aber alles beruhigt.

    Mir geht es gut, auch wenn ich aufgrund von Gewichtsverlust immer noch nicht bei der richtigen Einstellung mit LT angekommen bin. Ich merke aber, dass es mir trotzdem schon viel besser geht. An geregeltes Abnehmen war vorher nicht zu denken, die SD hat komplett mein Gewicht bestimmt, in beide Richtungen. Jetzt habe ich endlich 30 Kilo verloren, was dringend notwendig war.
    Ich persönlich merke nicht, wenn ich die Tablette ein Mal vergesse, mehrere Tage am Stück sind noch nicht vorgekommen, weil ich die sehr gewissenhaft nehme. Nach dem aufstehen mit einem Glas Wasser, dann ein Stündchen mit dem Hund raus und dann gibt's Frühstück.

    Ich persönlich nehme lieber die Hormone als die hemmer. Die hemmer habe ich als viel einschneidender in meine Blutwerte und mein Leben empfunden.
    Das thyroxin ist nicht mein einziges Medikament, von daher fühlt sich die Abhängigkeit davon eher an wie "Na gut, ist halt eine Tablette mehr" . Ich habe aber schon einen Blick darauf, dass ich so einen Blister Puffer da habe.

    Mir geht es sehr viel besser als vorher. Meine Narbe ist durchaus sichtbar, weil sie auch heute ihre Röte nicht so recht verlieren möchte, aber sonst genieße ich, dass mir mittlerweile auch mal kalt sein kann, mein Puls geregelte Bahnen geht, ich nicht direkt denken muss "Ist es wieder ein Rezidiv?"

    Die Entscheidung wird dir aber niemand abnehmen können. Es kommt darauf an, was deine Diagnose und deine Beschwerden sind, und jeder hat andere Erfahrungen mit der OP gemacht.

  3. #3
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    Standard AW: Lebensqualität nach Schilddrüsenentfernung

    Vielen Dank, Mayana.


    Zitat Zitat von *Mayana* Beitrag anzeigen
    Mir geht es gut, auch wenn ich aufgrund von Gewichtsverlust immer noch nicht bei der richtigen Einstellung mit LT angekommen bin. .
    Ist die genaue Einstellung sonst noch irgendwie spürbar? Deine OP ist zwei Jahre her, warum dauert es so lange, die richtige Dosis zu finden?

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Lebensqualität nach Schilddrüsenentfernung

    Du wirst hier nicht nur, aber überwiegend Operierte finden:
    https://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?1171588-Sammelthread-Wohlf%FChl-MB-(nach-Therapie)

    Und einige Hnweise für die OP (ab Abschnitt "Schilddrüsenoperation") :
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post2277588

  5. #5
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    Standard AW: Lebensqualität nach Schilddrüsenentfernung

    Mir geht es auch besser seit der OP. Hab zwar auch noch nicht die passende Dosis gefunden, aber trotzdem geht es mir besser als vor der OP. Gewicht habe ich zugelegt, aber da hoffe ich auch, dass sich das mit der passenden Einstellung reguliert.
    Ich hab meine Tablette noch nie vergessen. Gehört halt jetzt dazu und stört mich nicht.

    LG

  6. #6

    Standard AW: Lebensqualität nach Schilddrüsenentfernung

    Zitat Zitat von Arianne Beitrag anzeigen
    Ist die genaue Einstellung sonst noch irgendwie spürbar? Deine OP ist zwei Jahre her, warum dauert es so lange, die richtige Dosis zu finden?
    Weil ich in der Zeit mehrere Medikamente gewechselt habe (nicht SD-Medikamente, aber andere, die anscheinend Einfluss auf den Thyroxinbedarf hatten) und im letzten Jahr 30 Kilo abgenommen habe. Weniger Masse benötigt in der Regel einfach weniger Thyroxin.

    Wie gesagt, ich habe unter überfunktion viel mehr gelitten als in unterfunktion, der Ruhepuls war nicht unter 120, ich brauchte dafür Betablocker (die ich jetzt absetzen konnte), mir war ständig extrem unangenehm warm, ich zitterte, hatte Haarausfall, fühlte mich ständig unter Strom, gleichzeitig aber schlapp und ausgelaugt. Die Haare kamen nicht wieder so nach wie früher und auch die Struktur hat sich verändert. Dafür ist der Puls schön bei 70 bis 75 Schlägen, ich nehme Temperaturen wieder normal wahr, zittere nicht mehr, schlafe besser. Wenn ich merke ich fange wieder an zu schwitzen wenn anderen frisch ist weiß ich, es ist mal wieder Zeit für eine Blutentnahme.

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