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Thema: Erstmanifestation und/oder unerklärliche Verschlechterung?

  1. #21
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Erstmanifestation und/oder unerklärliche Verschlechterung?

    dass der TSH bei mir dazu neigt, gerne mal über die 2,0 zu steigen,
    Das darf es. Das TSH hat für jeden einen anderen Setpoint innerhalb des Referenzbereichs, größtenteils genetisch, anderweitig noch durch weitere Faktoren bestimmt. Es wäre absurd, wenn man unter LT-Substitution in eine einzige Schublade gesteckt werden sollte.


    Bisher kann ich keinen wirklichen Auslöser festmachen. Allenfalls haben sich die Stimmungsschwankungen verschlechtert, seitdem ich die Pille wieder nehme. So ganz abwegig scheint das ja nicht zu sein,
    Kann schon sein, das kannst du ja verifizieren, wenn du absetzt. Alternativen - siehe z.B.:
    https://www.ht-mb.de/forum/entry.php...ie-Verh%FCtung


    So verändert sich z. B. der Bedarf an LT bei Stress. Mein Job im Schichtdienst ist da sicher auch nicht unbedingt förderlich.
    Bezüglich Schichtdienst: einverstanden. Bezüglich Stress: mhmmmm. Nicht wirklich einverstanden.


    Edit: am 22.7. wurde bei mir eine Kontrastmitteluntersuchung gemacht. Ob das jodhaltig war, muss ich noch erfragen.
    Aber ja, bitte. Könnte relevant sein.

    Ich sehe die Lage im Prinzip wie Amarillis, Darm, Ernährung usw. scheinen bei dir ja zum Glück nicht wirklich im Vordergrund zu stehen, da würde ich zunächst an den offensichtlicheren Sachen arbeiten.
    Geändert von panna (12.08.20 um 20:36 Uhr)

  2. #22

    Standard AW: Erstmanifestation und/oder unerklärliche Verschlechterung?

    Das mit dem TSH ist mir jetzt erst so richtig klar geworden. Hab heute mal fast den ganzen Tag nix gemacht außer rumgammeln (und einmal kurz ein frustranes Gespräch mit der Hausarztpraxis geführt), tat auch gut und wenngleich ich sicher heute Abend deswegen nicht schlafen kann, ist mir der erste Brocken vom Herzen schon mal abgefallen.

    Die Aussagen bezüglich der richtigen Einstellung klaffen ja leider sehr weit auseinander. Laut Endokrinologin Grenze des TSH bei 1,5, laut Hausarzt 2,0 und ich bin jetzt etwas irritiert, dass ich wohl mit einem höheren Wert vielleicht sogar besser fahre und trotzdem richtig eingestellt sein kann. Aber wenn es mir und meiner Sozialverträglichkeit dienlich ist, werde ich das so akzeptieren.

    Als nächstes habe ich die Pille schon aus meiner Pillenbox verbannt. Werde sie umgehend absetzen und dann müssen wir halt gucken, welche Alternative infrage kommt. Sofern sie nicht schon zu viel kaputt gemacht hat

    Welche Auswirkungen kann ein jodhaltiges Kontrastmittel denn im schlimmsten Falle haben?

  3. #23
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    Standard AW: Erstmanifestation und/oder unerklärliche Verschlechterung?

    Als nächstes habe ich die Pille schon aus meiner Pillenbox verbannt. Werde sie umgehend absetzen und dann müssen wir halt gucken, welche Alternative infrage kommt. Sofern sie nicht schon zu viel kaputt gemacht hat
    Gut

    https://www.paleo360.de/gesundheit/n...ZR-rt1JZDvG4KU

    Bleibt noch Eisenmangel der sich wie ein roter Faden durchzieht. Besorg dir am besten mal den Bericht vom Gastro. Die werden 10 Jahre lang aufbwahrt.

    Und immer nur eins nach dem anderen veränderen.

    BTW: Morgens ist der TSH am höchsten. Bei einer BE um 12 ist er schon deutlich gesunken... Aber das passt so gar nicht zu den freien Werten.
    Jodhaltiges Kontrastmittel kann so einiges durcheinander bringen, aber deine Probleme fingen ja nicht damit an.

  4. #24
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Erstmanifestation und/oder unerklärliche Verschlechterung?

    Meines Wissens gibt es keinerlei absoluten TSH-Grenzen für die Einstellung - jedenfalls keine, die sich auf Studien und Forschung stützen könnten. Solche absoluten Grenzen kann es gar nicht geben, wenn man bedenkt, wie vielfältig die Einflussfaktoren sind (unter anderem: das Gewicht, s. unten). Von der oben erwähnten Genetik mal abgesehen: Es ist ja niemals der T4-Spiegel (sich aus eingenommenem Thyroxin + Eigenproduktion speisend) alleine, der das TSH beeinflusst, sondern auch der T3-Spiegel. Allein schon deswegen ist es unsinnig, das TSH per T4-Zufuhr eingleisig steuern zu wollen.

    Und wenn deine Ärzte schon von Leit-/Richtlinien sprechen - hier ein Zitat aus Richtlinien für Hausärzte, was zu tun sei, wenn ihnen ein hohes TSH begegnet:

    Bei der Interpretation der TSH-Werte ist weiterhin zu beachten, dass das TSH positiv mit dem Lebensalter und dem Gewicht korreliert ist [6,12,26]. Inwiefern erhöhtes Körpergewicht (Adipositas) Ursache oder Folge eines erhöhten TSH-Wertes ist, ist in der Praxis initial schwer fest- zustellen. Vor Hintergrund steigender Adipositasprävalenzen [103] sollte jedoch der Zusam menhang zwischen Körpergewicht/BMI und TSH-Wert beachtet werden ...

    https://www.awmf.org/uploads/tx_szle...erlaengert.pdf

    Hihi, ja ... kannst ihm ja mal zeigen.

  5. #25

    Standard AW: Erstmanifestation und/oder unerklärliche Verschlechterung?

    Also, den Befund der Gastro vom 27.02.2013 habe ich gefunden:

    Diagnose: Normalbefund

    Befund der Gastro/Colo 02/2008: unauffälliger Befund

    Dann habe ich hier die Liste der Zuzahlungen aus der Apotheke. 2012 habe ich Thyronajod 50 genommen, welches Ende des Jahres auf 75 erhöht wurde. Die Umstellung auf LT erfolgte meinerseits dann über einen anderen Arzt, weil ich damals schon nicht gewillt war, Jod zu substituieren, ohne zu wissen, ob überhaupt ein Mangel vorliegt.

  6. #26

    Standard AW: Erstmanifestation und/oder unerklärliche Verschlechterung?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Meines Wissens gibt es keinerlei absoluten TSH-Grenzen für die Einstellung - jedenfalls keine, die sich auf Studien und Forschung stützen könnten. Solche absoluten Grenzen kann es gar nicht geben, wenn man bedenkt, wie vielfältig die Einflussfaktoren sind (unter anderem: das Gewicht, s. unten). Von der oben erwähnten Genetik mal abgesehen: Es ist ja niemals der T4-Spiegel (sich aus eingenommenem Thyroxin + Eigenproduktion speisend) alleine, der das TSH beeinflusst, sondern auch der T3-Spiegel. Allein schon deswegen ist es unsinnig, das TSH per T4-Zufuhr eingleisig steuern zu wollen.

    Und wenn deine Ärzte schon von Leit-/Richtlinien sprechen - hier ein Zitat aus Richtlinien für Hausärzte, was zu tun sei, wenn ihnen ein hohes TSH begegnet:




    https://www.awmf.org/uploads/tx_szle...erlaengert.pdf

    Hihi, ja ... kannst ihm ja mal zeigen.
    Noch interessanter dürfte die Reaktion auf diese Aussage sein:

    Das Wohlbefinden der Patienten und die Ausprägung der klinischen Symptomatik sollten maßgeblich für die Dosisent-scheidung sein.

  7. #27
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    Standard AW: Erstmanifestation und/oder unerklärliche Verschlechterung?

    Grade mal sowas von einem Östereicher aus dem Netz gezogen: https://www.schilddruesenpraxis.at/kinderwunsch.html
    Generell gilt: Bei Frauen im gebärfähigen Alter soll der TSH-Wert unter 2.5 uU/ml liegen. Beim unerfüllten Kinderwunsch kann es aber sinnvoll sein, diesen Schilddrüsen-Zielwert niedriger anzusetzen. Oft finden sich bei Patientinnen mit Kinderwunsch nämlich nur ganz diskret ausgeprägte Schilddrüsenfunktionsstörungen.
    Das bedeutet: Manche Menschen haben eine leichte Schilddrüsenfunktionsstörung, die man normalerweise nicht behandeln müsste und bei der sogar das TSH im Normalbereich liegt. Bei einzelnen Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch jedoch kann diese leichte Schilddrüsenfunktionsstörung der Grund für die herabgesetzte Fruchtbarkeit sein. In dieser speziellen Situation kommt es bei einem Teil der Patientinnen zu einer Schwangerschaft, wenn man eine Behandlung mit Schilddrüsenhormon einleitet.
    Ich suche nochmal im Forumswissen Punkt Schwangerschaft und nat. auch noch Pupmed, mein Blog und die American Thyroid Ass. ab.

  8. #28
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    Standard AW: Erstmanifestation und/oder unerklärliche Verschlechterung?

    https://www.hashimoto-thyreoiditis.d...chwangerschaft
    Der TSH-Wert wird von uns bei Kinderwunsch meist zwischen 0,3 und 1,0 eingestellt. In der Schwangerschaft gelten grundsätzlich niedrigere TSH-Referenzwerte als außerhalb der Schwangerschaft. Ursache hierfür ist eine partialagonistische Wirkung des Schwangerschaftshormon HCG am TSH-Rezeptor. FT3 und fT4 sollten aber nicht über den Normbereich erhöht sein. Werte im oberen Normbereich sind aber tolerabel.
    Nur weil akut keiner besteht? Das scheint mir doch zweierlei Maß zu sein.

  9. #29
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    Standard AW: Erstmanifestation und/oder unerklärliche Verschlechterung?

    https://www.aerztezeitung.de/Medizin...er-222711.html
    Die TSH-Bestimmung ergab, dass die Spiegel der Frauen mit unerklärlicher Infertilität zwar noch normal, aber signifikant höher waren als die TSH-Spiegel der Frauen in der Vergleichsgruppe. Die Werte lagen im Mittel bei 1,95 mIU/l gegenüber 1,66 mIU/l. Ein Abgleich nach Einflussfaktoren wie Alter, Body-Mass-Index und Raucherstatus änderte daran nichts. Zudem hatten rund doppelt so viele Frauen mit nicht erklärbarer Infertilität einen TSH-Spiegel von 2,5 mIU/l oder höher (26,9 gegenüber 13,5 Prozent). Keine Unterschiede waren bei den Prolaktinspiegeln festzustellen.

  10. #30
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    Standard AW: Erstmanifestation und/oder unerklärliche Verschlechterung?

    Zitat Zitat von Limoncella Beitrag anzeigen

    Welche Auswirkungen kann ein jodhaltiges Kontrastmittel denn im schlimmsten Falle haben?
    Das "Schlimmstenfalls", nun ja, das ist das Triggern eines MB. Muss ja nicht direkt jetzt bei dir passieren, aber es kann passieren bei entsprechender Disposition. Das "Bestenfalls" ist keine spürbare Auswirkung. Das "Dazwischen" kann eine vorübergehende Überfunktion sein.

    Wenn du nun irgendwann kurz (?) vor der Untersuchung (überflüssigerweise) erhöht hast und darauf noch eine Jodladung kommt, wäre das natürlich ggf. nicht so ideal.

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