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Thema: Einstellung nach Operation - Bitte um Unterstützung

  1. #1

    Standard Einstellung nach Operation - Bitte um Unterstützung

    Hallo liebes Forum,

    morgen ist meine Schilddrüsen OP vier Wochen her.

    Insgesamt verlief die Operation ganz gut: Wie schon bei der Entnahme der rechten SD-Seite im letzten Jahr, so hat auch diesmal mein – nun linkes – Stimmband etwas beleidigt reagiert, aber auch Dank Logopädie wird davon in wenigen Wochen vermutlich nichts mehr zu merken sein. Meinen Calcium- und Parathormonwerten nach, sind die Nebenschilddrüsen dringeblieben, und die Wundheilung verläuft auch ganz gut.

    Am Donnerstag war die erste Blutentnahme. Leider hat mein Endo mich telefonisch zwischen Tür und Angel erwischt, sodass ich nur den TSH-Wert notieren konnte und von den anderen Werten nur weiß, dass sie im Normbereich liegen (ich hole in ein paar Tagen den Ausdruck ab).
    Vielleicht könnt ihr dennoch eine Einschätzung abgeben?

    Juli == 23.07.2020 (ca. 26 h nach LT-Einnahme)
    FT3 in der Norm (3,00-5,40) pmol/l
    FT4 in der Norm (10,2-17,9) pmol/l
    TSH 4,75 (0,30-4,00) µIU/ml
    Parathormon in der Norm
    Calcium in der Norm (2,20-2,65) mmol/l

    Bislang nahm ich 100 µg LT, angefangen am Tag nach der OP.
    Mein Endo möchte auf 125 µg L-Thyroxin erhöhen. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob die Erhöhung nicht entweder zu hoch (alternativ 112,5 µg?) oder zu früh ist.

    Zu früh könnte die Erhöhung vielleicht auch sein, weil ich leider mit einen leichten Unterfunktion in die Operation bin, sodass die 100 µg diese auch zunächst ausbügeln musste.

    Meine letzten Werte vor der OP:

    Juni == 23.06.2020 (ca. 4-5 h nach LT-Einnahme), unter 25 µg L-Thyroxin und 1,25 mg bzw. 0 mg Thiamazol
    FT3 3,51 (3,00-5,40) pmol/l
    FT4 11,5 (10,2-17,9) pmol/l
    TSH 5,64 (0,30-4,00) µIU/ml
    TRAK 2,36 (< 0,55) IU/l

    Mein Endo meint, mit den 100 µg werde ich nicht glücklich, und auch wenn ich mich im Großen und Ganzen fit fühle, bin ich leichter erschöpft und habe auffallend weniger Appetit und Gewichtszunahme.

    Apropos Gewicht, mein Gewicht dürfte so bei 58-60 kg liegen.
    Ich habe noch keinen neuen Termin für die nächste BE. Mein Endo hat 4-6 Wochen notiert.

    Ich wäre euch für eine Einschätzung sehr dankbar.

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Einstellung nach Operation - Bitte um Unterstützung

    Ich habe das, was für mich ausschlaggebend ist, herauskopiert:

    Bislang nahm ich 100 µg LT, angefangen am Tag nach der OP.
    ..
    Mein Endo möchte auf 125 µg L-Thyroxin erhöhen.
    ..
    TSH 5,64 (0,30-4,00) µIU/ml
    ..

    Apropos Gewicht, mein Gewicht dürfte so bei 58-60 kg liegen.
    Erstens: 100 mcg LT ist als Einstiegsdosis erstmal adäquat für dein Gewicht.
    Zweitens: 4 Wochen sind zu kurz, aber OK, zur Orientierung .. aber:
    Drittens: Nein, nach TSH alleine wird nicht eingestellt und
    Viertens: Ich habe die Vermutung, dass dein TSH nicht unbedingt wegen eines niedrigen fT4 (was du einnimmst, ist T4) sondern womöglich eines niedrigen fT3 dort liegt, wo es liegt. Man muss an dem Punkt das "Drittens" noch einmal ins Auge fassen: Nach TSH alleine wird nicht eingestellt.

    (Und fünftens: Es gibt viele Leute, die bei einer solchen ersten Kontrolle gleich erhöht haben. Gut war es dann nicht, also weiter erhöht, und sehr viel später Rückkehr zur Sofaecke - zu der Dosis, die vorschnell übersprungen wurde. Dies nur als kleine Warnung.)

    Und sechstens: Jemand der in 25-mcg-Schritten denkt (und dies ohne freie Werte), ist keine wirklich große Hilfe.
    Geändert von panna (26.07.20 um 19:08 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Einstellung nach Operation - Bitte um Unterstützung

    In meinen Augen sind die Referenzbereiche zu eng für die Mengeneinheit pmol/l.

    ft4 bis 22 pmol/l, ft3 bis 6,8/7,2 pmol/l.

    Mit solch engen Referenzbereichen beim ft4/ft3 würde ich auf keinen guten Zweig kommen. Und ich bin derzeit im mitlleren oberen und unteren Drittel der Referenzbereiche eingestellt.

  4. #4

    Standard AW: Einstellung nach Operation - Bitte um Unterstützung

    Vielen Dank für deine Rückmeldung, panna.

    Ich dachte eben auch, dass eine BE nach 23 Tagen noch nicht allzu aussagekräftig ist und der 25er Schritt zu krass sein könnte.
    Der Plan ist also, dass ich den Ausdruck aller Werte die Woche schnellstmöglich abhole, um ihn hier zu posten und zumindest bis dahin weiterhin bei 100 µg bleibe?

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Einstellung nach Operation - Bitte um Unterstützung

    Wenn man nicht auf einen grünen Zweig kommt, liegt das meist trotzdem nicht wirklich am Referenzbereich, es sei denn, man misst ihn an anderen Referenzbereichen, was nicht wirklich nutzbringend ist. Manche Eigenheiten kennt man und mit der Zeit lernt man, wo der eigene Wert liegen soll, damit man sich wohl fühlt. Siehe z.B.
    Zitat Zitat von Thursday Next Beitrag anzeigen
    Werte sollten generell nur innerhalb der Referenzbereiche betrachtet werden, die dazu angegeben werden, da es unterschiedliche Testmethoden und -substanzen gibt. Deine neuen Referenzbereiche weichen von vielen anderen ab - meiner Erfahrung nach (und ich habe jahrelang Werte aus einem Labor mit diesem Testkit bekommen, siehe Profil) zeigen sie niedriger und sensibler an als die "üblichen". Man muss sich ein wenig dran gewöhnen, aber ich bin gut damit klar gekommen.
    Davon jetzt mal abgesehen:
    Mockingbird ist eine frisch operierte, deren allererste, zu frühe Werte wir noch gar nicht kennen.
    Referenzbereichdiskussionen sollte man meines Erachtens dort führen, wo sie (zigfach quer durchs Forum) tatsächlich thematisiert werden.

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Einstellung nach Operation - Bitte um Unterstützung

    Zitat Zitat von Mockingbird Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für deine Rückmeldung, panna.

    Ich dachte eben auch, dass eine BE nach 23 Tagen noch nicht allzu aussagekräftig ist und der 25er Schritt zu krass sein könnte.
    Der Plan ist also, dass ich den Ausdruck aller Werte die Woche schnellstmöglich abhole, um ihn hier zu posten und zumindest bis dahin weiterhin bei 100 µg bleibe?

    Ja, das würde ich dir so vorschlagen.
    Und außerdem: Dein Profil ist voller unterschiedlicher Labors. Es wäre gut, wenn du dich für eines entscheiden würdest, wo du dann regelmäßig hingehen kannst, damit man den Werteverlauf und die Dosisanpassung unabhängig von den totalen Unwägbarkeiten der Referenzbereich- bzw. Methodenunterschiede beobachten kann. Das macht einen nur kirre.

  7. #7

    Standard AW: Einstellung nach Operation - Bitte um Unterstützung

    Hallo Apfelsaft,

    da haben sich unsere Antworten zeitlich gerade überschnitten.

    Danke für deinen Hinweis. Du hast mich gerade etwas ins Grübeln gebracht, denn tatsächlich wird der Normbereich für ft3 und ft4 auf dem Ausdruck von meinem Endo stets nicht mitabgedruckt (Spaltenbreite zu klein), sodass sich die Normbereiche inzwischen verändert haben könnten.

    Ich habe eben auf der Website des Labors, zu dem mein Endo die BE schicken lässt, noch mal nachgesehen. Für die Methode CMIA (Chemilumineszenz-Mikropartikel-IA), die mein Labor nutzt, sind die Normbereiche wie in meinem Post oben angegeben. Für die Methode CLIA (Chemilumineszenz-Immunoassay), die der Laborbetreiber an einem anderen Standort nutzt, sind die Normbereiche 3.50 - 6.10 pmol/l (für ft3, für 18 - 70 Jahre) und 10.5 - 20.8 pmol/l (für ft4, für 18 - 70 Jahre).

    Also selbe Einheit, andere Methode und vermutlich auch schlicht anderes Labor.



    So, und jetzt sehe ich vorm Abschicken noch rechtzeitig, dass panna auch wieder geantwortet hat.

    Ich poste die Werte hier, sobald ich sie abgeholt hab und bleibe bis dahin bei den 100 mcg.
    Die verschiedenen Labore in meinem Profil ergeben sich unter anderem aus der Historie von 5 Jahren und 2 Umzügen:

    Labor 3 ist das Labor von meinem Endo, in das ich seit 2016 regulär gehe.
    Labor 6 war das Labor vom Krankenhaus, in dem ich für die zwei Operationen war.
    Labor 5 das Labor vom Radiologen, bei dem ich 2019 einmalig für das Szinti war.
    Und Labor 1 war das Labor von meinem Hausarzt, bei dem ich bei der Diagnose 2015 war.
    (In Labor 2 und 4 war ich umzugsbedingt 2015 und 20016, und sind auch nicht mehr in meinem Profil aufgeführt.)

  8. #8
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    Standard AW: Einstellung nach Operation - Bitte um Unterstützung

    Hallo Mockingbird,

    dass eine Obergrenze von 22 pmol/l viele für 'üblich' halten, liegt einfach daran, dass die Firma Roche mit dem für ihre Analysegeräte üblichem Ref.-Bereich von 12 -22 absoluter Marktführer bei den Immunoassay-Analyzern ist; daher sieht man diesen Ref.-Bereich deutlich häufiger, als andere. Das macht aber weder andere Analysegeräte noch die für diese Geräte gültigen Ref.Bereiche per se schlechter.

    Du solltest jetzt nur für die Einstellung darauf achten, Werte in ein und demselben Labor zu machen. Auch das gleiche Messverfahren mit identischem Ref.-Bereich kann nämlich zwischen unterschiedlichen Labors abweichen (und gerade das 'übliche' Roche hat einen Hang dazu).

    LG Ness

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Einstellung nach Operation - Bitte um Unterstützung

    Zitat Zitat von Mockingbird Beitrag anzeigen

    Ich poste die Werte hier, sobald ich sie abgeholt hab und bleibe bis dahin bei den 100 mcg.
    Gut. Und bis dahin kannst du ja gucken, wo du in Zukunft deine Werte machen lässt, vielleicht geht es auch beim Hausarzt, sofern er alle drei Werte bereit ist zu machen (und wenn du gelegentlich zum Endo gehst, wäre das dann eine Draufgabe, sozusagen)? Das ist also deine Entscheidung - warum die labormäßige Konstanz emfehlenswert ist für deine Einstellung, hat Ness bereits geschrieben.

  10. #10
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    Standard AW: Einstellung nach Operation - Bitte um Unterstützung

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen
    Hallo Mockingbird,

    dass eine Obergrenze von 22 pmol/l viele für 'üblich' halten, liegt einfach daran, dass die Firma Roche mit dem für ihre Analysegeräte üblichem Ref.-Bereich von 12 -22 absoluter Marktführer bei den Immunoassay-Analyzern ist; daher sieht man diesen Ref.-Bereich deutlich häufiger, als andere. Das macht aber weder andere Analysegeräte noch die für diese Geräte gültigen Ref.Bereiche per se schlechter.

    Du solltest jetzt nur für die Einstellung darauf achten, Werte in ein und demselben Labor zu machen. Auch das gleiche Messverfahren mit identischem Ref.-Bereich kann nämlich zwischen unterschiedlichen Labors abweichen (und gerade das 'übliche' Roche hat einen Hang dazu).

    LG Ness
    Das Problem ist häufig, wenn der Referenzbereich zu eng ist bzw. besonders da. Patient hat supprimierten TSH, dann noch ft-Werte oder einen davon übern Referenzbereich. Dann soll er meist radikal reduzieren. So kann der Betroffene nie eine gelungene Einstellung finden. Bei solchen Situationen also blöd für den Betroffenen.

    Und wenn man in ein Forum, wo es um solches geht und die "falsche" Einschätzung der Lage bekommt, da auf solche Details nicht geachtet wird ist es auch mies.
    Geändert von Apfelsaft (26.07.20 um 19:54 Uhr)

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