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Thema: Bitte um eine Beurteilung von Werten und Dosierung

  1. #1
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    Standard Bitte um eine Beurteilung von Werten und Dosierung

    Hallo ihr Lieben,

    viel Zeit ist ins Land gegangen, seit ich zuletzt hier aktiv war. 2013 wurde meine Schilddrüse entfernt, es war Morbus Basedow mit Augenbeteiligung. Mir geht es an vielen Stellen besser - aber aktuell habe ich wieder totales Einstellungschaos. Zwischen meiner letzten Aktivität hier und heute liegt auch eine Schwangerschaft, die inzwischen 3 Jahre her ist.

    Ich will nicht lang rum schwafeln, sondern wollte euch direkt meine Werte mitteilen:

    TSH: 0,28 (0,4-4,0)
    fT3: 3,05 (2,2-4,2)
    fT4: 0,95 (0,8-1,7)

    Hintergrund meiner Verwirrung ist, dass mir der Endokrinologe geraten hat, das Medikament zu wechseln. Ich nehme aktuell 87,5 Novothyral.
    Er meinte, langfristig sei das ungünstig wegen Osteoporose und es kann überhaupt nicht sein, dass es kein L-Thyroxin gibt, das bei mir nicht so gut anschlägt.
    Lange Rede kurzer Sinn: er möchte, dass ich wechsle auf 88 L-Thyroxin.
    Ist das denn nicht viel zu wenig?! Ich habe panische Angst, wieder in eine Unterfunktion zu rutschen. Aktuell bin ich etwas hibbelig, habe aber sonst keine Probleme.
    Er meinte auch, Novothyral sei sowieso problematisch, weil man damit quasi immer in Überfunktion rumläuft (was nicht stimmt, hab ich selbst festgestellt an mir) und ich solle an meine Knochengesundheit denken.

    Ich weiß echt nicht, was ich machen soll. In der Vergangenheit kam ich mit Novothyral besser klar als mit L-Thyroxin, was aber sicherlich auch dran lag, dass ich unter L-Thyroxin einfach zu schlecht eingestellt war (unterdosiert). Daher hat sich bei mir Novothyral etabliert.
    Will mich nicht grundsätzlich sträuben, L-Thyroxin zu nehmen - hätte nur gern eine Beurteilung von euch, ob das mit der Dosis so hinkommen könnte.

    Meine Hausärztin ist leider auch nicht wirklich hilfreich gerade. Sie verschreibt, was der Endo sagt.

    Ich danke euch im Voraus und wünsche ein schönes Wochenende

  2. #2
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    Standard AW: Bitte um eine Beurteilung von Werten und Dosierung

    Kommt drauf an. Bei Ärzten hat T3 keinen guten Ruf und eine zu hohe SD-Medikation (also Überdosierung), kann zu einer Osteoporose beitragen. Das hat also nix mit T3 isoliert zu tun. T3 gehört auf mehrer kleine Portionen am Tag verteilt. Da man ansonsten nach Einnahme der Gesamtdosis unphysiologisch hohe Werte haben kann und Abends sich in Unterfunktion befinden kann. Der fT3-Spiegel darf also nicht zu stark schwanken.

    Bei dir sieht es so aus, dass du wirklich zu viel T3 nimmst. D. h. ich würde jetzt einen Anteil des Novos gegen LT austauschen. D. h. bei deinen aktuellen 17,74 T3 könntest du auf 88 LT gehen und 4 - 5 x 2,5 µg T3 (Thybon) nehmen und schauen was passiert. Es könnte passieren, dass dein fT4 hochgeht, muss aber nicht, in diesem Fall müsste es dann angepasst/erhöht werden.

  3. #3
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    Standard AW: Bitte um eine Beurteilung von Werten und Dosierung

    Zitat Zitat von zornbrumme Beitrag anzeigen
    Er meinte auch, Novothyral sei sowieso problematisch, weil man damit quasi immer in Überfunktion rumläuft (was nicht stimmt, hab ich selbst festgestellt an mir) und ich solle an meine Knochengesundheit denken.
    Nicht immer, aber für einen Teil des Tages schon, bei einer relativ hohen Einmal-Dosis, was du ja hast. Wenn du dann die Blutwerte mit, wie üblich, 24-Stunden-Karenz machen lässt, sind die durch die T3-Einmaleinnahme verursachte beträchtliche Hormonspitze und die nachfolgenden auch noch höheren Werte längst weg. Wenn du also vor Einnahme deines Prothyrids obigen fT3-Wert hast, dann ist es ein durch die lange Karenz verhübschter täglicher *Tiefst*wert. du kannst ja einmal einen fT3-Wert 1,5-2 Stunden nach Einnahme machen lassen, wenn du dich überzeugen willst.

    Mit Novo hat dein Doc also schon Recht, nicht zufällig erwähnen die wirklich nicht kombitherapiefeindlichen ETA-Richtlinien extra, dass die vorhandenen Kombipräparate ungeeignet für eine physiologisch richtige Kombitherapie seien. Ich würde von T3 so viel wie nötig, aber dabei so wenig wie möglich nehmen, und keine Dosis, die mir die Tablettenherstellung vorgibt.

  4. #4
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    Standard AW: Bitte um eine Beurteilung von Werten und Dosierung

    Erstmal ganz lieben Dank für die Antworten.
    Beide Ärzte, sowohl der Endo, als auch die Hausärztin, wollen mir kein Thybon verschreiben.
    Grund: die Schwankungen im Spiegel.
    Ich soll also ausschließlich l-thyroxin nehmen.
    Glaubt ihr, dass da die 88 L-thyroxin ausreichend sind? Das kommt mir so wenig vor :-/
    Bin leider extrem gebranntes Kind, da meine Schwangerschaft damals genau deshalb sehr problematisch verlaufen ist. Man hatte damals versucht, mich von Novothyral auf L-thyroxin umzustellen, mit einer leider viel zu niedrigen dosis.
    Sowas möchte ich halt vermeiden. Kann man das umrechnen, also wenn man zB 75 Novothyral nimmt, wieviel L-thyroxin das dann entspricht? Die 1:1-Rechnung kommt mir etwas unzureichend vor...

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Bitte um eine Beurteilung von Werten und Dosierung

    Mit sorgfältig verteilter und nicht allzu hoher Dosis minimiert man Schwankungen, das steht auch in den Richtlinien der European Thyroid Association, sollte dein Endo eigentlich kennen (https://www.karger.com/Article/Fulltext/339444).

    1:1-Rechnung - nun, wenn es nur um T4 geht, Novo 87,5 hat genauso viel T4 wie L-Thyroxin 88. Aber es wäre ein Herstellerwechsel, also mit Sicherheit kann dir keiner sagen, wie viel du brauchen würdest, die Bioverfügbarkeit unterschiedlicher Präparate ist nicht gleich. Wenn du umstellst, ist das also auch aus diesem Grund ein klein wenig wie eine Neueinstellung.

    Du kannst dir überlegen, den Hausarzt zu wechseln und auf 88 LT plus 2x2,5 mcg Thybon umstellen, also Thybon verteilt nehmen und dann schauen, wie du zurechtkommst.

    Wer hat dir bis jetzt Novo verschrieben?

  6. #6
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    Standard AW: Bitte um eine Beurteilung von Werten und Dosierung

    Für T3 gibt es die grobe Umrechnung von 1:3 auf T4. Für deine Dosis kämen da 50 mcg T4 zusätzlich raus. Das ist aber eher nur als Orientierung zu sehen, ich würde mich eher rantasten durch Novothyral-Anteil senken und T4-Monopräparat dazunehmen.

  7. #7
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    Standard AW: Bitte um eine Beurteilung von Werten und Dosierung

    Vlt. den Endo wechseln oder zum NUK gehen? Man muss ja nicht treu bleiben oder weil er so nah bei ist bei dem bleiben. Wichtiger ist das du richtig behandelt wirst und auch verschiedene, sinnvolle Therapiemöglichkeiten wie T3 in Form von Thybon bekommst.

  8. #8
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    Standard AW: Bitte um eine Beurteilung von Werten und Dosierung

    Zitat Zitat von Janne1 Beitrag anzeigen
    Vlt. den Endo wechseln oder zum NUK gehen? Man muss ja nicht treu bleiben oder weil er so nah bei ist bei dem bleiben. Wichtiger ist das du richtig behandelt wirst und auch verschiedene, sinnvolle Therapiemöglichkeiten wie T3 in Form von Thybon bekommst.
    Beim Nuk war ich auch schon. Die sträuben sich auch gegen Thybon :-/

  9. #9
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    Standard AW: Bitte um eine Beurteilung von Werten und Dosierung

    @Panna und Janne1:

    der Hausarzt. Bei dem bin ich relativ frisch erst, da war das mit dem Novo und meiner Vorgeschichte kein Thema.
    Ich denke, ich werde es mit thybon nochmal ansprechen.
    Werde es nun jedoch mit l-thyroxin versuchen - allerdings nicht mit den 88mg, sondern ich versuche mir das mal auszurechnen mit dem Verhältnis, wie es hier auch geschrieben wurde...

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Bitte um eine Beurteilung von Werten und Dosierung

    Das, was Flamme schrieb, also das Verhältnis 1:3, stimmt zwar grundsätzlich, bezieht sich aber eher auf den Fall, wenn jemand eine gegebene Menge LT bereits nimmt und einen Teil davon durch T3 ersetzen will. Beispiel: Du nimmst 100 LT, willst aber 5 mcg T3 nehmen, dafür ziehst du 5x3=15 mcg T4 von deiner bestehenden T4-Dosis ab. D.h. du würdest nachher ca. 85 (oder auch, aufgerundet, 88) mcg LT nehmen und 5 mcg T3.

    Aber bei dir ist der Fall umgekehrt, wir wissen nicht, ob 100 LT für dich zu viel wäre oder nicht, weil 100 ja nicht deine Ausgangsdosis war - oder? Wenn du jetzt 88 LT nehmen würdest, könnte es passieren, dass dein fT4 quasi von alleine höher wird, wenn du kein T3 dabei hast. Und jetzt einfach 50 mcg T4 draufhauen, das kann schon schiefgehen.

    Was gut wäre: wenn du Vorwerte hättest, als du noch kein T3 genommen hast. Oder mal dein Gewicht verraten, eine sehr grobe Schätzung kann auch das erlauben. Wobei, Werte unter einer vorherigen Nur-LT-Dosis wären schon günstiger.
    **
    Ich würde mich jetzt nicht unbedingt abfinden mit diesem Ergebnis, denn es stimmt zwar, dass der T3-Anteil im Novo unverhältnismäßig hoch ist. Aber die Lösung müsste nicht so radikal sein, dass man dir alles an T3 streicht. Denn das Zuviel kann man durch Thybon ändern: weniger T3 zur gleichen T4-Menge.

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