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Thema: Erklärung für steigendes fT4?

  1. #1
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    Lächeln Erklärung für steigendes fT4?

    Huhu,

    Hashi hat mich lange sehr eingeschränkt - war knapp 2 Jahre fast ständig müde. Deswegen bin ich sehr dahinter, alles selbst möglichst gut zu verstehen.
    Ich halte die aktuelle Dosis seit Ende Juli 2019, die ersten Werte mit dieser Dosis habe ich vom 01.10.2019 (Labor 2). Seitdem habe ich bei diesem Labor 2 auf eigene Kosten noch mehrmals Werte machen lassen um mehr Sicherheit zu bekommen. An einem Tag habe ich Werte von zwei Laboren, um ansatzweise einen Vergleich zu bekommen.
    Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Bei gleichbleibender Dosis ist der fT4-Wert seit dem 01.10.2019 tendenziell gestiegen. Gibt es dafür eine Erklärung? Was ist am wahrscheinlichsten? Messungenauigkeiten, Schwankungen oder dass sich die Dosis eingependelt hat? Tendenziell würde ich nach einer Senkung der Dosis und bei Hashi ja eher ein Absinken des fT4s erwarten. Es ist in meinem Leben auch sonst nichts passiert, womit ich mir ein Sinken meines Bedarfs erklären könnte.

    Da es mir gerade so gut geht wie schon lange nicht mehr habe ich aktuell nicht vor etwas zu verändern. Für mich ist es jedoch wirklich wichtig es gut zu verstehen, um mir bei Bedarf selbst helfen zu können.

    Würde mich sehr interessieren, was Euch dazu einfällt!

    Liebe Grüße

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Erklärung für steigendes fT4?

    Bei gleichbleibender Dosis ist der fT4-Wert seit dem 01.10.2019 tendenziell gestiegen. Gibt es dafür eine Erklärung? Was ist am wahrscheinlichsten? Messungenauigkeiten, Schwankungen
    All das spielt bei Werten immer eine kleine Rolle, kleine Schwankungen sind normal. Bei deinen Werten würde ich sagen: Am ehesten könnte es darum gehen, dass deine Schilddrüse mitarbeitet.

    Dass eine für längere Zeit wirklich perfekt scheinende Dosis auf einmal nicht mehr perfekt zu sein scheint und/oder der fT4 steigt, kommt vor und nicht selten aus diesem Grund. Bei dir zeigt sich das allerdings (noch?) nicht am Befinden, ich würde aber diesbezüglich das Geschehen weiter beobachten, einfach nur aus dem schlichten Grund, weil du eher hoch liegst mit deinem Nüchternwert.

    Auch glaube ich, dass du hier möglicherweise etwas zu schnell galoppiert bist:

    Nach 8 Wochen LT 87,5
    Nach 3 Wochen LT 100 und
    6 Wochen LT 112,5
    ...
    Nach 2,5 Wochen LT 125 und
    8 Wochen LT 137,5
    Das ist jetzt egal, wenn und weil und solange es dir gut geht. Aber sollte dein fT4 weiter klettern und/oder das Befinden nicht mehr so gut sein, würde ich an diesen Dosisbereich zurückdenken. Du hast dir jeweils viel zu wenig Zeit gelassen, um ein optimales Zusammenarbeit zwischen eigener Schilddrüse und externer Zufuhr zu ermöglichen.
    Geändert von panna (11.06.20 um 18:34 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Erklärung für steigendes fT4?

    Danke Panna!
    Dass ich 100 und 125 zunächst nicht länger gehalten habe, lag daran, dass ich mich dann doch für eine höhere Dosis entschieden habe (also 112,5 und 137,5). Die 112,5 habe ich dann 6 Wochen gehalten, bei 137,5 waren es 8 Wochen. Noch länger hätte warten hätte ich nicht ausgehalten, ich habe ja so schon sehr viel Lebenszeit verloren. Und von allen Dosierungen sind halt die 125 die erste, mit der ich das Gefühl habe leben zu können.
    Hm, mit dem mehr Mitarbeiten passt ja nicht so ganz zum eher sinkenden TSH. Aber mir fällt noch ein, dass ich wieder mehr Kuhmilch konsumiert habe. Vielleicht lässt das Jod darin die Schilddrüse mehr mitarbeiten?

    LG

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Erklärung für steigendes fT4?

    Zitat Zitat von Doing Beitrag anzeigen
    Hm, mit dem mehr Mitarbeiten passt ja nicht so ganz zum eher sinkenden TSH.
    Wenn du im Vergleich zum Oktober meinst: ein wenig tiefer, ja, bloß, das geht gerade konform mit der Annahme, dass deine Schilddrüse etwas mehr mitmischt, das Ergebnis (mehr T4) senkt ja das TSH. Dein fT4 ist nun mal höher geworden, das sieht man ja.

    Vielleicht lässt das Jod darin die Schilddrüse mehr mitarbeiten?
    Wenn dem so wäre, ist das nichts Schlimmes oder zu Meidendes, deine Schilddrüse macht die Arbeit besser als die Tabletten, genauer gesagt: Tablette als Ergänzung zur Eigenproduktion finde ich wesentlich besser als komplettes (und eigentlich grundloses) Unterdrücken(wollen) der Eigenproduktion.

  5. #5
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    Standard AW: Erklärung für steigendes fT4?

    Danke!
    Ja, ich war erst wirklich verwundert, weil ich mir eine stärkere Eigenproduktion schlecht erklären konnte, weil ich eher davon ausgehe, dass die Eigenleistung durch Hashi nachlässt. Somit ist die moderat gestiegene Jodzufuhr für mich die naheliegendste Erklärung.

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Erklärung für steigendes fT4?

    Hashi ist kein Schnellzug, bzw. eher nur selten . Bei intensiven Entzündungsprozessen über die Zeit lässt die Produktion schneller nach, sonst nicht unbedingt. Deine Werte vor Diagnose waren ja höchstens grenzwertig, eine Unterfunktion lag ja nicht vor. Du hast wohl wegen der Symptome frühzeitig LT bekommen, damit kannst du deine Eigenproduktion gut ergänzen, sofern und soweit nötig. Ich würde also ergänzen, nicht ersetzen. Jod braucht deine Schilddrüse, damit sie was tut - und ich würde sie nicht daran hindern, wenn es nicht nötig ist. Aufpassen muss man bei Exzessen oder wenn man Jod schlecht verträgt und du kannst statt Jodsalz normales Meersalz verwenden.

    Ich antworte dir, weil du geschrieben hast, dass du diese Dinge verstehen willst. Da lag mir daran, dass du verstehst: Du musst auf deine Schilddrüse bzw. deren Arbeit nicht verzichten und musst das Organ auch nicht ausschalten wollen. Nur etwas unterstützen. Wenn es dir jetzt so gut geht, dann fein. Aber Anpassen, in Zukunft, kann beide Richtungen für dich bedeuten, je nach dem Zustand deiner Schilddrüse. Wichtig ist es auch, dass du dir bei jeder Anpassung, egal in welche Richtung, eher Monate als Wochen gibst.

  7. #7
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    Standard AW: Erklärung für steigendes fT4?

    Vielen Dank!
    Ja, zu Beginn (Anfang 2018) war es so unklar, ob ich was brauche bzw. ob es hilft. TSH zwischen 3 und 4 bei freien Werten "im Normbereich". Mir gings aber gar nicht gut, habe nur rumgelegen. Im Nachhinein frage ich mich aber auch, ob nicht eher die Entzündung selbst Probleme gemacht hat (Anfang 2019 waren die Antikörper auch wieder gerade nicht niedrig). Und dann dachte ich auch ich würde gar nicht so viel brauchen, dachte dass 75 LT vielleicht reichen. Trotz steigern hat sich an den Werten und am Befinden lange Zeit wenig getan. Bei 125 hatte ich dann ein besseres Befinden als bei den daneben liegenden Dosierungen (also 112,5 und 137,5), deswegen bin ich bisher auch dabei geblieben.
    Vielleicht gerade weil es so unklar war und sich Ärzte so widersprochen haben ("Substitution wenn TSH steigt"; "Das liegt ganz sicher an den Hormonen, TSH sollte auf um 1 gesenkt werden"; "Die Werte sind in der Norm, daran kanns ja nicht liegen"; "TSH sollte um 1 sein"), habe ich angefangen, mich selbst so viel damit zu beschäftigen.

    LG

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Erklärung für steigendes fT4?

    Zitat Zitat von Doing Beitrag anzeigen
    Vielen Dank!
    Ja, zu Beginn (Anfang 2018) war es so unklar, ob ich was brauche bzw. ob es hilft. TSH zwischen 3 und 4 bei freien Werten "im Normbereich". Mir gings aber gar nicht gut, habe nur rumgelegen. Im Nachhinein frage ich mich aber auch, ob nicht eher die Entzündung selbst Probleme gemacht hat
    Kann sein, du siehst ja, die Ärzte reagieren auch total unterschiedlich. Mein Rat ist nochmal: Bleib einfach offen und schätze deine Schilddrüse bzw. was sie kann. Sie ist nicht total hin wegen Hashimoto. Dein Vorgehen "erstmal hoch" ist eher typisch als sonstwas, das muss nicht für immer so bleiben.

  9. #9
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    Standard AW: Erklärung für steigendes fT4?

    Dank dir!

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