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Thema: Ärztliche Willkür, eigene Dummheit, wie schnell reduzieren?

  1. #31
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    Standard AW: Ärztliche Willkür, eigene Dummheit, wie schnell reduzieren?

    Nach der Reduktion und einem Auslasstag ging es mir direkt ein bisschen besser, aber wie beim Steigern (oder allgemein Dosisveränderung bei mir) ging es nach vier Wochen erst so richtig los:

    - alle paar Minuten wechselt mein Körper zwischen Herzrasen, Aggression, total "gepusht" werden und Hitze zu komatöser Erschöpfung, Wegdriften, Weinerlichkeit und Frieren
    - insgesamt bin ich total bettlägerig und meistens ist selbst der Gang zur Toilette zu viel
    - Versuche spazieren zu gehen enden nach 50m
    - Alle Gliedmaßen brennen, kribbeln, stechen, schmerzen oder werden taub
    - Im Kopf habe ich diesen Druck und das unaushaltbare Gefühl, das Gehirn fließt und bewegt sich, brennt und sticht, Manchmal auch Kopfschmerzen und Migräne.

    Leider kann ich nicht mal lesen, Musik hören oder Fernsehen oder mich irgendwie ablenken. Das ist alles zu viel für meinen Körper und ich liege dann von morgens bis abends nur dar und starre an die Decke.

  2. #32
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    Standard AW: Ärztliche Willkür, eigene Dummheit, wie schnell reduzieren?

    Ich habe es vermutet: 100 ist def. zu wenig und 225 garantiert zu viel. Da hilft es auch nicht noch länger zu warten. Ich würde jetzt ma 25 µg mehr nehmen.

  3. #33
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    Standard AW: Ärztliche Willkür, eigene Dummheit, wie schnell reduzieren?

    Das würde ich definitiv so nicht unterschreiben. Dann ist die TE nämlich ruckzuck wieder da wo sie war.
    Ich vermute noch eine andere Ursache als die Schilddrüsenhormone; dafür sind mir die Symptome nämlich viel zu extrem.
    Das TSH ist im übrigen immer noch praktisch nicht messbar. Der fT4 liegt so wie damals unter dieser Dosis, nur das fT3 ist niedriger, was aber sehr wahrscheinlich am TSH liegt. Ohne TSH auch weniger Umwandlung. Und die Aussage der TE dazu war:
    Alles über 100 hat mich kaputt gemacht und von meinem jetzigen Zustand brauchen wir nicht reden...
    Wer kann da denn guten Gewissens zum Steigern raten? Ich nicht.

  4. #34
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    Standard AW: Ärztliche Willkür, eigene Dummheit, wie schnell reduzieren?

    Als ich Anfang 2018 noch 125 L-Thyroxin Hexal genommen hatte, hatte ich auch schon diesen Kopfdruck und eine Dauer-Migräne, dich mich ins dunkle, ruhige Bett gezwungen hat. Ich wurde damals immer und immer dünner trotz viel essen und immer weniger Bewegung. Habe damals Probiotika (Leaky-Gut) und Zink (Mangel) genommen. Erst das weglassen des L-Thyroxins brachte erhebliche Besserung. Zwar kamen nach Wochen auch UF-Symptome, aber "das Fiese" im Kopf war besser.
    Als ich dann 5 Monate auf 0 war kamen dann diese Missempfindungen (vor allem am/im Kopf) mit einer so krassen Schwäche. Mit Steigerung wurde das temporär auch immer besser nur war ich ja, dank meines Arztes innerhalb von 1 1/2 Monaten schon wieder auf 100 L-Thyroxin Henning.

    Seit der ganze Mist anfing nach der Geburt meines Sohnes, habe ich so viele MRT's, Lumbalpunktionen, Krankengymnastik, Chiropraktik, Entgiftungskuren, neurologische Untersuchungen etc. mitgemacht und nie wurde irgendwas gefunden. Hab auch schon natürlich sämtliche AD's, Neuroleptika, Triptane, Schmerzmittel etc. durch aber selbst der Psychiater und meine Psychotherapeutin schließen eine psychische Ursache aus.

    Ich glaube nicht, dass ich heute mehr als 100 brauche, wenn mir das damals schon zu viel war. Nur zeigen das die Werte der zwei Jahre nie, weil ich nie eine Dosis länger gehalten habe und laut Arzt dann immer wieder mehr oder wieder weniger, Thybon dazu oder wieder weg. Das waren ja mehr als 50 Dosiswechsel in 2 Jahren...


    Ich habe eine Messung nach fast sechs Wochen auf 100:
    08.10.2018: TSH: 1,96 (0,40 - 4,2); fT4: 1,34 (0,93 - 1,7); fT3: 2,65 (2,0 - 4,4)

    Nach dem Chaos mit der Aktivkohle sollte ich auf 75 runter, da habe ich Werte:
    16.04.2019: TSH 2,24; fT4: 1,26; fT3: 2,84 (kein Referenzbereich)

    Dann sollte ich ja bekanntlich weitersteigern bis auf kürzlich 225(!!!)
    Geändert von flym. (16.07.20 um 14:28 Uhr)

  5. #35
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    Standard AW: Ärztliche Willkür, eigene Dummheit, wie schnell reduzieren?

    OK, auf jeden Fall waren 225 LT viel zu viel. Aber in so einem extrem runter auf 100 macht natürlich auch extreme Beschwerden. Das geht nur selten gut. Eine langsame Reduktion wäre da vorteilhafter gewesen. Und man darf eines nicht vergessen: unter LT können die Symptome in UD genauso auftauchen wie in ÜD.

    Rein theoretisch könnte man noch 4 Wochen warten und neue Werte machen (auf jeden Fall bei dem Befinden) oder man packt einfach mal 2-3x am Tag eine kleine Mini-Dosis dazu (3,125 LT). Das kann schon helfen, dass der Körper ruhiger wird.

    Die Umwandlung auf Grund des TSH sehe ich nicht so wie Amarillis. Denn, die ist schon da. Nur bei dem niedrigen FT4 wird kaum viel umzuwandeln sein. Und eigentlich hinkt der TSH ja sowieso gern mal hinterher.

  6. #36
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    Standard AW: Ärztliche Willkür, eigene Dummheit, wie schnell reduzieren?

    Und die Hausarztpraxis, bei denen ich die BE habe machen lassen (behandelnder Internist ist im Urlaub), hat extra noch angerufen und gesagt ich soll auf 75 runter, aber gut, die kennen die Geschichte ja auch nicht...

  7. #37
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    Standard AW: Ärztliche Willkür, eigene Dummheit, wie schnell reduzieren?

    Zitat Zitat von Amarillis Beitrag anzeigen
    Ich vermute noch eine andere Ursache als die Schilddrüsenhormone; dafür sind mir die Symptome nämlich viel zu extrem.
    Es wurde nur leider nie was gefunden... Ich weiß nicht, wie es einem gehen kann, wenn man binnen 2 Jahre von 125 auf 0; wieder hoch auf 125 + Thybon; dann, durch die Aktivkohle, wieder zurück auf fast 0; und dann in einem Satz wieder auf 100 und weiter auf 225 seine Dosis geändert bekommt?! Es waren ja auch leider immer alles fast 25er Schritte, da die Ärzte ja meistens nicht vorschlagen, eine 25er-Tablette zu teilen oder eine Dosis mal länger zu halten.
    Als ich nach dem Weglassen der Aktivkohle in einem Rutsch zurück auf 100 bin, hat's mich ins Krankenhaus gebracht mit einem Blutdruck und Puls jenseits von Gut und Böse (Zitat des Pflegers: "Ich glaube dem Gerät jetzt mal nicht, sonst müsste ich Sie auf die Intensivstation bringen."), auch meine Körpertemperatur war bei 39°C. Ich hatte nur keinen Infekt o.Ä.

    Auch bei 150 lag meine Körpertemperatur bei über 38°C und auch da wurde immer nach Infekten gesucht und nichts gefunden. Ich habe meinem Arzt gesagt, hier stimme was nicht, aber ich sollte weiter steigern, da die freien Werte "noch nicht ausgereizt seien".

    Nach der Reduktion jetzt zurück auf 100 haben sich mein Blutdruck und mein Puls normalisiert, meine Basaltemperatur liegt aber weiterhin bei über 37°C und steigt im Laufe des Tages immer so bis 37,6°C (vaginal gemessen). Und diese "Hitze" spüre ich auch zusammen mit dieser ekligen Unruhe und "ich halt's nicht mehr aus"-Gefühl.

  8. #38
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von roxanne
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    Standard AW: Ärztliche Willkür, eigene Dummheit, wie schnell reduzieren?

    An Deiner Stelle würde ich die 100 jetzt einfach nochmal 6 Wochen halten. Gib Deinem Körper Zeit. Du musst da erst mal Ruhe reinbringen
    Ein wenig scheint sich Dein Befinden ja schon gebessert zu haben.

    Als mündiger Patient muss man übrigens den "Anweisungen" der Ärzte nicht folgen.
    Wenn Dir die Schritte, die sie vorschlagen, zu heftig sind, 25 µg sind schon viel, dann kannst Du auch gerne dem Arzt vorschlagen, doch kleinere Schritte zu versuchen. Er möchte doch bitte 25-er Tabletten dazu verschreiben.
    Also statt auf 75 zu gehen, lass Dir 75-er und 25-er verschreiben und senke langsam in 6,25-er Schritten.
    Aber zunächst würde ich auf den 100 bleiben.

  9. #39
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    Standard AW: Ärztliche Willkür, eigene Dummheit, wie schnell reduzieren?

    Zitat Zitat von roxanne Beitrag anzeigen
    An Deiner Stelle würde ich die 100 jetzt einfach nochmal 6 Wochen halten.
    Das ist definitiv mein Plan, ich werde jetzt auf gar keinen Fall etwas ändern, oder sogar wieder steigern. Ich hoffe, dass mein TSH und auch die freien Werte wieder etwas steigen und ich meinem Körper mit dem Behandeln der Mängel und den Infusionen was Gutes tue.

  10. #40
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    Standard AW: Ärztliche Willkür, eigene Dummheit, wie schnell reduzieren?

    Ich kann nicht mehr! Habe mich gestern ein Mal kurz in den kühlen Pool gewagt, das war meinem Körper wieder viel zu viel. Bei der kleinsten Belastung wird mir heiß, mein Herz rast, ich fange an zu schwitzen und mein Kopf besteht nur noch aus Druck, selbst in den Zähnen und im Kiefer ist dann dieser Druck. Ich kann dann nur liegen und ertragen und stöhne bei jedem Atemzug.

    Beim Aufwachen liegt meine Temperatur schon bei 37,2 - 37,4 und steigt dann zum Abend hin auf 37,5 - 37,8°C, obwohl ich nur so dar liege. Habe dann auch teilweise 'nen BD von 140/90 (das war aber schon noch schlimmer) und einen Puls von 100 (der war auch schon viel höher) und dieses Gefühl als würde mein Herz nur so im Brustkorb hämmern. Wenn ich Glück habe, gibt mein Körper dann irgendwann nach und ich verfalle in diesen Koma-/Dämmerzustand. Dann lässt der Druck im Kopf nach und alles wabert eher nur noch im Schädel aber dieser permanente Wechsel aus drüber und drunter (so fühlt es sich an) macht mich fertig!

    Morgen hat mein Sohn seinen letzten Kindergartentag und ich werde es nicht mal zu seiner Einschulung nach den Ferien schaffen.
    Geändert von flym. (23.07.20 um 20:26 Uhr)

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