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Thema: Operation gebucht - Sorgen und Fragen

  1. #21
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Operation gebucht - Sorgen und Fragen

    Liebe nette, das hat mit Entfernung oder nicht nicht wirklich was zu tun. Es ist ein Signal aus deinem Regelkreis, das deine Dejodasen positiv mit beeinflusst, falls du dieses Signal zulässt, so viel zum Bezug auf die Hormonversorgung. Das TSH kann und tut aber vermutlich wesentlich mehr als nur Schilddrüsensignalgeber sein, denn die Entdeckung, dass es TSH-Rezeptoren schlicht überall im Körper gibt, nicht bloß im Schilddrüsenregelkreis, hat in den letzten Jahren zu viel Faszination und Forschung auf dem Gebiet der allgegenwärtigen TSH-Rezeptoren geführt, weil man denkt, Zufall ist das sicher nicht. Bzw. einiges an Ergebnissen liegt bereits vor.

    Ich würde nach wenigen Tagen überhaupt keine Schlüsse ziehen wollen und die Dosis sicher nicht ändern. Diese Werte und dieses Befinden sind nicht die Werte und das Befinden, die du in 8 Wochen unter dieser Dosis haben würdest. Aber Aussitzen ist nicht deine Stärke, ich weiß.
    Geändert von panna (09.06.20 um 09:30 Uhr)

  2. #22
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    Standard AW: Operation gebucht - Sorgen und Fragen

    @ Panna-freut mich, dass es dir so gut geht, dass du uns hier helfen kannst Hab gerade erst gelesen, dass du auch unterm Messer warst.

    Ich fragte wg TSH, ob die Ärzte auch nach Entfernung noch so hinter her sind, das war gemeint.

    Nein, Aussitzen ist definitiv nicht meins Aber ich weiß auch, dass auch ein kurzfristige UF zu vermeiden ist bei EO, wie machst du das, wenn du rätst, 8 Wochen Dosis zu halten bei den Werten? Und für mich ist das UF, meine ganz individuelle, da ich meinen Körper bissel kenne nach so vielen Jahren unter Hormonen. Medizinisch gesehen natürlich nicht. Aber medizinisch wäre ich nie diagnostiziert worden mit TSH bei 2,48. Außerdem habe zu arbeiten, das geht so nicht.

    Mich würde noch interessieren, woher größere, dosisunabhängige Veränderungen bei den Werten nun kommen sollen zukünftig. Deiodinasen evt, aber sonst? da sollte eigentlich nix mehr kommen bei mir (hoffentlich!!!). Aber du hast bestimmt Gründe, warum du sagst, das ändert sich noch deutlich.

  3. #23
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Operation gebucht - Sorgen und Fragen

    Mir geht es eigentlich gar nicht wirklich gut, deswegen hocke ich die ganze Zeit hier, ohne zu sonstwas körperlich richtig fähig zu sein.

    Mich würde noch interessieren, woher größere, dosisunabhängige Veränderungen bei den Werten nun kommen sollen zukünftig.
    Weil sich der Wirkstoff, täglich zugeführt und täglich erneut anteilig ausgeschieden, erstmal zu einem stabilen Serumspiegel aufbauen muss, um sowohl diesen quasi dosistypisch-endgültigen Serumspiegel als auch danach seine Wirkung aufs Befinden zuverlässig beurteilen zu können. "Steady state", Fließgleichgewicht:

    Der Steady-State bezieht sich auf eine mehrfache Applikation eines Arzneimittels. Bevor ... die Plasmakonzentration unter die minimale therapeutische Konzentration abfällt, wird erneut eine Dosis verabreicht, die im Blut auftaucht. Die Applikation wird in regelmässigen Abständen wiederholt.

    So wird für eine konstante therapeutisch aktive Konzentration des Wirkstoffs im Organismus gesorgt. Der schliesslich erreichte Gleichgewichtszustand wird als Steady-State bezeichnet. Bildlich lässt er sich mit einem Brunnen veranschaulichen, dem pro Zeiteinheit dieselbe Menge Wasser zugeführt wird, die ihn durch den Abfluss verlässt. Das Wasserniveau bleibt dabei immer gleich. Man spricht von einem Fliessgleichgewicht. Die Wirkstoffaufnahme entspricht im Steady-State der Wirkstoffelimination.


    Das, der Steady State, m.a.W. ein stabiler Hormonspiegel, ist ein Zustand, der erstmal erreicht werden muss! und zwar so:

    Zugrunde liegt die sogenannte Kumulation (Akkumulation), welche nach einer gewissen Zeit ihr Maximum erreicht. ...Der Steady-State tritt nicht sofort, sondern mit einer zeitlichen Verzögerung ein, die von der Elimination abhängig ist. Üblicherweise beträgt der Zeitraum das Fünffache der Halbwertszeit.
    https://www.pharmawiki.ch/wiki/index...i=Steady-State

    Halbwertszeit des Thyroxin: in etwa (kann etwas variabel sein) 7 Tage.
    5 x 7 Tage sind 35 Tage, 5 Wochen. Da könnte der gemessene Serumspiegel also halbwegs zuverlässig die Versorgung anzeigen (wobei wir hier immer wieder sehen, dass da sogar nach Monaten noch die Werte erneut ändern können).

    Das heißt, bis eben dieser Serumspiegel nicht stabil (der steady state erreicht) ist, kannst du nicht davon ausgehen, wovon du die ganze Zeit ausgehst: Dass dein Befinden mit der *endgültig beurteilbaren* Wirkung der zugeführten Dosis irgend etwas zu tun hat. Dein Körper ist nicht über diese Gesetzmäßigkeiten erhaben.

    Ich gestehe, ich bin froh, dass du gefragt hast, weil ich befürchtet habe, dass du deine vorzeitigen Dosisanpassungen postoperativ weitermachst . Bei einem Werdegang ohne EO - naja, irgendwann erreichst du irgendeine gute Dosis, auf Umwegen und meiner Meinung nach: eher überdosiert, weil du vor Erreichen eines beurteilbaren Serumspiegels immer weiter steigerst. Aber das ist nicht so tragisch, wie eventuelle Auswirkungen eines solchen Verfahrens für deine EO.
    Geändert von panna (09.06.20 um 11:29 Uhr)

  4. #24
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Operation gebucht - Sorgen und Fragen

    ich bin ja auch EO-geplagt. Deshalb waren mir die 6 Wochen auch zu unsicher. Ich habe dann die erste Kontrolle nach 3 Wochen machen lassen, konnte dann die Dosis so lassen und habe weitere 3 Wochen später wieder kontrollieren lassen und die Werte waren ziemlich konstant geblieben. Vom Befinden war ich eher schlapp und da ft3 es zuließ kam dann Thybon dazu. Diese Dosis habe ich einige Jahre gehalten, bis die Wechseljahre kamen und dann ft3 etwas zu hoch war. 5µg T3 weniger und schon hat es für die nächsten Jahre gepasst.
    Wolln wir mal hoffen, dass es bei Dir ähnlich klappt.

  5. #25
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    Standard AW: Operation gebucht - Sorgen und Fragen

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    t. Aber das ist nicht so tragisch, wie eventuelle Auswirkungen eines solchen Verfahrens für deine EO.
    Und vor den Auswirkungen einer Unterdosierung auf EO hast du keine Angst? Meine EO ging bei eben solchen Werten los vor 4 Monaten, nicht in ÜF.

    Es tut mir echt leid, dass es bei dir auch noch mau ist.

    Diese Rechnungen....joa, da hab ich meine Zweifel. Du selber sagst, auch nach Monaten können sich Werte ändern. WEIL eben Medizin die ungenaueste Wissenschaft von allen ist (lt. meinem Sohn, Ingenieur. Diese Änderung dürfte ja laut der Rechnung dann nicht mehr eintreten. Aber da sind Deiodinasen, Ernährung etc, alles greift ein. Du setzt hier Serumspiegel mit Versorgung gleich, wo wir doch wissen, dass das eine leider nicht immer deckungsgleich ist mit dem anderen. Was in den Zellen, im Gehirn z.B hormontechnisch abgeht, hat oft null mit dem Serumspiegel zu tun(selbst erlebt).
    Und ich stelle nicht allein nach Werten ein, das hab ich über viele Jahre gemacht. Werte sind Krücken, die ich aber benötige. Ausschlaggebend ist mein Befinden, Laborkosmetik nutzt mir nix. Aber ohne Werte geht es nicht.
    ich sehe, Karin hat hohe Werte und es geht ihr gut, du hattest niedrige und es ging dir damit gut. Menschen sind verschieden. Ich habe Jahre mit extrem niedrigen Werten "in der Norm" verbracht und war in voller symptomatischer UF, mit allem, was dazugehört. Mir fehlen Teile meines Lebens, die gibt mir keiner zurück. Ich verbringe keinen einzigen Tag in UF, den ich nicht muss.
    Ist denn deine Erfahrung, dass die Leute nach OP niedrigere Werte brauchen zum Wohlfühlen?

  6. #26
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    Standard AW: Operation gebucht - Sorgen und Fragen

    https://www.frontiersin.org/articles...019.00826/full

    Ist das was Neues oder wisst ihr das alle schon und nur ich nicht? #Zufallsfund

  7. #27
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Operation gebucht - Sorgen und Fragen

    Von T3-Sulfat war schon die Rede: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...3-Sulfat-(T3S) und noch früher hatte es Arsaneus kurz thematisiert.

    Zitat Zitat von nette Beitrag anzeigen
    Und vor den Auswirkungen einer Unterdosierung auf EO hast du keine Angst?
    Doch natürlich. Aber bei diesem Punkt kommen wir nicht zusammen. Du scheinst an täglicher Dosierbarkeit zwecks Vermeidung einer Unterfunktion zu glauben, ich denke aber, dass das Hormonschwankungen (= Gift für die Augen) bringt und den Aufbau eines stabilen Hormonspiegels hindert bzw. verzögert. Das Zustandekommen eines Fließgleichgewichts ist nicht irgendeine beliebige Rechnung, sondern eine Gesetzmäßigkeit. Die Versorgung, die du ihm quasi als Kontrast entgegenstellst, steht ja nicht im Widerspruch dazu, vielmehr ist ein stabiler Hormonspiegel Voraussetzung für gute Versorgung. Aber nette, da kommen wir eben nicht zusammen, also müssen wir uns nicht gegenseitig damit noch weiter strapazieren.

    ich sehe, Karin hat hohe Werte und es geht ihr gut, du hattest niedrige und es ging dir damit gut. Menschen sind verschieden
    .
    Ja klar.

    Ist denn deine Erfahrung, dass die Leute nach OP niedrigere Werte brauchen zum Wohlfühlen?
    Nein, wieso? doch, ich könnte noch etwas hinzufügen, im Sinn deiner Frage, sie aber nicht bejahend: Ich nehme unter den MB-Operierten wenigere Ausreißer nach oben wahr, als das in unserer anderen Abteilung oft beobachtbar ist. Meine Erfahrung mit der Einstellung von Operierten in diesem Forum deckt sich in etwa grob mit dieser Verteilung: https://www.ht-mb.de/forum/poll.php?...do=showresults .

    Man muss die Umfrage mit Vorsicht genießen, ich habe sie (leider) anonym gemacht, d.h. da kann jeder, der will, irgendwas eintragen. Aber dennoch, sie scheint zu besagen, dass 1,6-1,8 mcg /Kg eine gute schätzungsweise Einstiegsdosis sein kann, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Übergewichtige eher nach unten abrunden sollten (das zeigt die Umfrage entsprechend) - ich finde das jedenfalls bestätigt in der täglichen Routine hier im MB-Forum, ich glaube, Karin und ich, wir sind ja echt lang genug hier, um mitzubekommen, dass die meisten sich auf dieser Behelfs-Grundlage ganz gut einstellen können. Es gibt eben Leute, die 1,1 mcg/kg und welche, die 2,0 brauchen, der Durchschnitt liegt irgendwo dazwischen.
    Geändert von panna (09.06.20 um 21:42 Uhr)

  8. #28
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    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Von T3-Sulfat war schon die Rede: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...3-Sulfat-(T3S) und noch früher hatte es Arsaneus kurz thematisiert.


    , unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Übergewichtige eher nach unten abrunden sollten (das zeigt die Umfrage entsprechend) - ich finde das jedenfalls bestätigt in der täglichen Routine hier im MB-Forum, .
    Da bin ich baff. Ich hatte die Umfrage gesehen , aber den Punkt völlig anders interpretiert. Eben nicht, dass Übergewichtige nach unten gehen SOLLTEN, sondern dass sie evt dicker sind WEGEN der niedrigeren Dosis. Waren die denn alle vor OP und Einstellung schon übergewichtig??
    Ich bin es definitiv und liege also momentan noch knapp unter dem 1,6 fachen.

  9. #29
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    Zitat Zitat von nette Beitrag anzeigen
    Da bin ich baff. Ich hatte die Umfrage gesehen , aber den Punkt völlig anders interpretiert. Eben nicht, dass Übergewichtige nach unten gehen SOLLTEN, sondern dass sie evt dicker sind WEGEN der niedrigeren Dosis. .
    Das ist eher eine subjektive Forumsinterpretation (könnte das kleine Kalb einer heiligen Kuh sein . Zumal man ja unter den Totaloperierten eher MB-ler hat, deren voroperatives Problem weniger eine Unterfunktion war - oder aber Leute mit Krebs. Jedenfalls eher nicht Hashis). Der Grund ist ein schlichter: Was ausschlaggebend ist, ist die Muskelmasse, mit der gleichen Muskelmasse kann man mehr oder weniger wiegen. Was man also bei Übergewicht behelfshalber mit dem Bruttogewicht ausrechnet, ist zu viel. Aus dem gleichen Grund: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...-nach-Total-OP

  10. #30
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    Standard AW: Operation gebucht - Sorgen und Fragen

    Hmm...Parathormon zum zweiten Mal erhöht (82,4 bei Obergrenze 85 nach OP, jetzt 112 bei Obergrenze 88), Calcium beide Male normal (2,4 und 2,3). Nach OP. Was bedeutet das? Nebenschilddrüsen geärgert?

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