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Thema: Ich hab so schlimme Angstzustände. Brauche Hilfe.

  1. #41
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    Standard AW: Ich hab so schlimme Angstzustände. Brauche Hilfe.

    Ich habe ein AD bekommen wegen diesen Angstzuständen. Ich habe Thybon verschrieben bekommen, weil mein ft3 nicht über 50 Prozent kam trotz ausreizen von LT. Es tat mor sofort gut. Endlich waren meine Zyklusprobleme besser und meine nervöse Unruhe wurde besser. Mein Befinden wurde stetig besser bei Erhöhung von LT, nzw durch Erhöhung von ft3. Naja ok dann würde ich sagen Larina, dass du mir besser nicht mehr schreibst.

  2. #42
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    Standard AW: Ich hab so schlimme Angstzustände. Brauche Hilfe.

    Hattest du vor LT und Thybon auch schon Angstzustände, Talea?
    Ach jetzt sehe ich gerade das:
    Zitat Zitat von Talea Beitrag anzeigen
    In UF hatte ich auch Angstzustände vor Beginn mit LT.
    Geändert von rosa19 (21.05.20 um 15:52 Uhr)

  3. #43
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    Standard AW: Ich hab so schlimme Angstzustände. Brauche Hilfe.

    Ich hatte es vor LT, sber das ist 15 Jahre her. Dann erst wieder nach einem Krankenhausaufenthalt vor 7 Jahren, als man mich auf ein anderes LT Produkt setzte und dann mich von 125 auf 75 setzte. Wurde durch monatelanges aufdosieren ganz langsam besser. Und nun wieder.

  4. #44
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    Standard AW: Ich hab so schlimme Angstzustände. Brauche Hilfe.

    Wie war das jetzt mit Hexal? Ich nehme es ja nicht. Gibt es da Lieferprobleme? Dann bleibe ich bei meinem Rat. Einfach ein Neueinstellung auf einen anderen Hersteller. D. h. man orientiert sich an der Dosis die man gerade hatte und die gut passte. Euthyrox und auch Henning wirken am stärksten. Da passen meist 12,5 µg weniger

  5. #45
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    Standard AW: Ich hab so schlimme Angstzustände. Brauche Hilfe.

    Ich stehe komplett unter Strom, habe schlimmste Zustände von Angst. War schon beim Psychiater, möchte aber das AD nicht nehmen, aber bin echt andauernd kurz davor. Ich denke, dass die Reduzierung um 12 zu hart war. Bin bei 100 LT von Hexal und 12,5 Thybon gesplittet 7,5 zu 5.
    Hallo Talea,

    ich kenne Angstzustände leider auch sehr gut. Auch ich habe mich ganz lange gegen ein AD gewehrt - leider aus heutiger Sicht zu lange. Ich weiß, dass es viele negative Erfahrungen mit AD gibt - bei mir war es jedoch der Anstoß zur Heilung. Das war jedoch überhaupt kein einfacher Weg, da mir die ersten beiden AD nicht geholfen haben und meine Angst dadurch sogar noch schlimmer wurde. Das war damals der Beweis für mich, dass die Ursache eine körperliche Erkrankung oder eine nicht ausreichende therapierte "Schwäche" eines Organs oder ein Mangel an Mineralien oder Vitaminen sein müsse. Mit Abstand kann ich jedoch von mir sagen... es war definitiv eine Angsterkrankung! Das schließlich dritte AD half mir zu einer sinnvollen Therapie zu finden und nach ca. einem Jahr war ich wieder angstfrei (bzw. auf einem völlig normalen Angstlevel).

    Mit labiler Psyche (wie z.B. bei einer Depression oder Angsterkrankung) reagiert man manchmal auf kleinste Veränderungen der Umwelt mit unglaublich starken Reaktionen. Da können auch minimale Dosisänderungen von Medikamenten plötzlich extrem wirken. Dann sind dann auslösende Faktoren - jedoch nicht die alleinige Ursache der Angst. Ein Mensch mit gesunder stabiler Psyche wird Dosisänderungen von 12 LT vielleicht nach einigen Tagen oder Wochen wahrnehmen (wenn überhaupt) - das wird aber niemals schlimme Angstzustände über mehrere Tage erklären. Wenn das passiert, dann gibt es mit Sicherheit noch andere Faktoren.

    Da ich Rheuma habe, muss ich täglich Cortison nehmen. Und das inzwischen seit Jahren. Ich denke ich kenne mich ganz gut aus mit der Funktion meiner Nebennierenrinde. Früher habe ich auch an "gestresste" Hormondrüsen geglaubt - heute nicht mehr. Das Cortison wird schnell problematisch, auch in geringen Dosierungen. Cortison kann anfangs auch sehr stark auf die Psyche gehen (positiv und auch negativ) - aber das sind Nebenwirkungen, die auch andere Nebenwirkungen nach sich ziehen. Aus meiner Sicht ein Medikament, das man nur nimmt wenn es keine Alternativen gibt. Zum Beispiel bei unheilbaren Allergien oder autoimmunen Entzündungen.

    Gegen meine Angst hat mir damals Sport sehr geholfen. Der Sport war jedoch ohne die Therapie mit einem AD undenkbar. Das AD war der entscheidene erste Schritt - ohne hätte ich es nicht geschafft oder noch viel länger gelitten. Meine Erfahrungen sind deshalb auch positiv (wobei die ersten beiden Versuche mit AD grausam waren - man muss es leider ausprobieren...). Das AD habe ich nach 2 Jahren ohne Probleme wieder abgesetzt.

    Später habe ich selbst in manifester Unterfunktion nie wieder solche Angstzustände bekommen. Auch die versehentliche Einnahme von falschen LT-Dosierungen (z.B. einmalig 350 LT, statt 175LT) oder das Vergessen meiner Tablette habe ich nicht negativ wahrgenommen. Nur die Reduktion des Cortisons schlägt mir nach wie vor auf die Psyche, obwohl ich eine sehr geringe Dosierung nehme. Ich denke, dass meine Nebennierenrinde jetzt schon unter der jahrelangen Cortisoneinnahme gelitten hat.

    Ich kann Dich nur ermutigen einen guten Psychiater zu finden, dem Du vertrauen kannst. Man kann auch zweigleisig fahren und Du musst ja deshalb Deine Schilddrüsenhormone nicht aus dem Blick verlieren. Ein guter Psychiater wird ohnehin danach gucken.

    Und ich habe in einer Woche einen Psychotherapeuten Termin, keine Sorge.
    Das ist super! Normalerweise wartet man wochenlang auf diese Hilfe. Ich hoffe, dass Dir dort sinnvolle Unterstützung gegeben wird.

    Lg moritz

  6. #46
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    Standard AW: Neue Packung, gleiche Dosis, gleicher Hersteller, plötzlich überdosiert?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Juttas Beiträge werden des öfteren verfälschend herangezogen, aus unterschiedlichsten Gründen. Wer dann einfach glaubt, dass ja, Jutta hat XYZ geschriebe n, der prüft selten wirklich gründlich nach, ob sie wirklich das geschrieben und gemeint hat, wofür sie zitiert wurde. Beispiel: Jemand zitiert Juttas Beiträge im Zusammenhang mit Adrenal Fatigue/NNS, quasi als Beweis für deren Existenz. Das Problem ist nur, Jutta hat dort über NNI und nicht über NNS geschrieben.
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post3369768

    (Und wer hier wen wirklich basht, das würde ich mal offen lassen )
    Von 2016...Ich grüße mal an dieser Stelle

  7. #47
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    Standard AW: Ich hab so schlimme Angstzustände. Bitte dringend um Zuspruch.

    Hallo Talea!

    Mich würde interessieren, was du Jutta K. dazu denkst. Würddäe mich freuen, wenn du dich meldest.
    Sorry, dass ich mich erst jetzt melde. Hab leider sehr wenig Zeit und bin nicht eher zum Antworten gekommen.
    Ich habe viele Beiträge von dir gelesen und stimme bei vielen mit dir überein.
    Danke.
    Ich weiß nicht, wie man verlinkt, falls das hier überhaupt geht.
    Beiträge aus dem Forum kannst du verlinken, indem du in dem Forums-Beitrag, den du verlinken möchtest, oben in der blauen Kopfzeile mit der Zeit und dem Datum ganz rechts auf die Nummer des Beitrages (z. B. #17) klickst. Dann erscheint in der Internet-Adressen-Zeile deines Web-Browsers der direkte https-Link zu dem Beitrag. Markiere den Link mit der Maus, und füge ihn dann einfach mit Copy & Paste in das Antwortfeld für deinen Beitrag ein; er wird dann nach dem Abschicken deiner Antwort automatisch im Text in einen anklickbaren Link verwandelt.
    Habe so Angst, dass da nicht mehr weggeht und ich verrückt werde.
    Erstmal zur Beruhigung: nein, du wirst nicht verrückt. Was bei dir m. E. im Moment „ver-rückt“ ist, das ist deiner Körperchemie und die Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus, wobei dein Sympathikus derzeit über- und dein Parasympathikus unteraktiv ist.

    Aber bevor ich das näher erkläre, erstmal zu deinen Werten. FT4 hattest du ja zwar inzwischen auch schon selbst umgerechnet, aber ich hab's trotzdem noch einmal gemacht, zusätzlich auch fT3 umgerechnet und die umgerechneten Werte bei beiden Wertesätzen jeweils in rot eingefügt, damit man sie besser vergleichen kann.
    Mai 2019

    ft3 3.63 pg/ml (2,00 bis 4,4) entspricht umgerechnet 5,59 pmol/l
    ft4 1,57 ng/dl (0,9 bis 2,00) entspricht umgerechnet 20,21 pmol/l

    Letzten Freitag
    Ft3: 4,3 pmol/l(3,4 bis 6,8) - entspricht umgerechnet 2,79 pg/ml
    Ft4: 21 pmol/l (12 bis 22) - entspricht umgerechnet 1,63 ng/dl
    Deine Werte vom Mai 2019 waren m. E. prima, dein fT3-Spiegel lag gut in der oberen Hälfte des Referenzbereichs, und unter der Kombi-Dosis 112 T4/12,5 T3 war dein fT3/fT4-Verhältnis (auch fT3/fT4-Ratio genannt, gilt als (grobes) Maß für die Umwandlungseffizienz der Dejodasen, wird berechnet aus fT3 in pmol/l geteilt durch fT4 in pmol/l) auch recht ausgeglichen und lag bei 0,28.

    Jetzt zu deinen neuen Werten. Ist natürlich nicht ideal, dass sie in einem anderen Labor gemacht wurden, da Labore leider oft ganz unterschiedliche Analyse-Systeme und Testassays für die fT-Werte im Einsatz haben, diese leider bisher nicht gut standardisiert sind und es darum leider immer zu Messunterschieden zwischen den Werten verschiedener Labors kommt, was die Vergleichbarkeit von Werten unterschiedlicher Labore schwierig macht.

    Allerdings sind in Deutschland alle von der DAKKS akkreditierte Labore nach den Richtlinien der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung
    laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen verpflichtet, mittels Teilnahme an vierteljährlichen Ringversuche sicherzustellen, dass diese Messunterschiede auch nicht allzu gravierend sind. Erlaubt sind bei fT3 und fT4 Unterschiede von max. 20 % (bei TSH max. 24 %). Daher sind kleinere Unterschiede bei Werten aus unterschiedlichen Laboren in der Regel einfach auf unterschiedliche Messmethoden zurückzuführen (und sollten darum nicht überbewertet werden); bei größeren Werteunterschieden (>20 %) kann und sollte man aber davon ausgehen, dass sie doch eine tatsächliche Werteveränderung (also Anstieg bzw. Abfall) bedeuten (siehe auch meine Erklärungen hier: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post3128536 und hier https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post3128537 ).

    Nach der Umrechnung in dieselbe Maßeinheit sieht man jedenfalls ganz gut, dass dein neuer fT4 absolut gesehen nur geringfügig höher liegt als der frühere Wert (+ 0,06 ng/dl, das entspricht einer Änderung zum Vorwert von gerade mal + 4 %). Diese geringe fT4-Änderung kann man daher m. E. getrost unter „Messunterschied wegen anderem Labor“ abbuchen.

    Aber dein fT3 ist bei den neuen Werten doch deutlich niedriger ausgefallen als der frühere Wert (- 0,84 pg/ml, das entspricht einer Änderung zum Vorwert von immerhin - 23,3 %). Und dieser Abfall von fT3 ist deutlich größer als was man meiner Meinung nach noch ruhigen Gewissens auf Messunterschiede wegen anderem Labor schieben könnte.

    Ich denke daher, die Vermutung, dass die jetzigen Probleme was mit der neuen Schachtel Hexal und einer irgendwie stärkeren (oder schwächeren) Wirkung der neuen Tabletten zu tun haben könnten, kannst du getrost verwerfen, denn fT4 hat sich ja bei den neuen Werten so gut wie gar nicht verändert. Was sich dagegen (trotz bis zur Wertekontrolle ja unveränderter T3/T4-Dosis) deutlich verändert hat, ist dein fT3 – und darum denke ich, dass irgendetwas deine periphere Umwandlung von T4 zu T3 hat einbrechen lassen. Dafür spricht auch das von 0,28 auf nur noch 0,20 gesunkene fT3/fT4-Ratio.

    Könnte der Einbruch der Umwandlung/fT3-Abfall deine Angstzustände erklären? Ja, ich denke, das ist durchaus möglich bzw. sogar sehr wahrscheinlich, vor allem in Anbetracht deiner Aussagen, dass du vor Beginn mit LT auch schon mal unter Angstzuständen gelitten hast und dass sie nach einen Präparatewechsel und starker Reduktion der Dosis wiederkamen und erst nach erneutem Steigern der Dosis weggingen. Und auch, dass es bei der jetzigen Episode nach den 2 Auslasstagen und auch nach der Reduktion der T4-Dosis auf 100 keineswegs besser, sondern nur noch schlimmer geworden ist, spricht m. E. sehr dafür. Denn durch das Auslassen/die Reduktion wird dein fT4-Spiegel sicherlich gesunken sein, und damit wird auch weniger T4 zur Umwandlung in T3 durch die Dejodasen zur Verfügung gestanden haben - auch (und insbesondere!!!) im Gehirn/ZNS.
    Bin ich vielleicht über und unterdosiert?
    Ich sehe es so: du hast (bzw. hattest bis zur T4-Reduktion) mit 112 µg Hexal + 12,5 µg Thybon eigentlich ausreichend T4 und T3 und warst damit m. E. auch nicht überdosiert. Aber dann trat irgendein Ereignis ein (was das gewesen sein könnte, müsste man noch genauer eruieren), welches deine Dejodasen – das sind die Enzyme in Körperzellen, welche SD-Hormone mittels „Abzwacken“ eines Jodatoms an unterschiedlichen Stellen zu unterschiedlichen Metaboliten umwandeln können - dazu gebracht hat, ihre bisherige Aktivität zu ändern und aus dem vorhandenen T4 weniger T3 als bisher herzustellen und/oder mehr T3 als bisher zu deaktivieren (durch Dejodierung zu T2). Dadurch sank der aus der Umwandlung stammende Anteil von fT3 im Blut ab und die 12,5 µg T3 reichten darum leider nicht mehr wie vorher aus, ihn auf dem alten Level von 3,63 pg/ml zu erhalten, so dass er nun nur noch bei 2,79 pg/ml liegt. Und nun hast du m. E. einen T3-Mangel, der sich durchaus in diesen Angstzuständen äußern kann.

    Warum T3-Mangel (der übrigens durchaus bei im Referenzbereich liegenden fT3-Spiegeln vorliegen kann und nicht erst, wenn er auf Werte darunter sinkt) Angst machen kann, das erkläre ich dann im nächsten Beitrag ...

  8. #48
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    Standard AW: Ich hab so schlimme Angstzustände. Bitte dringend um Zuspruch.

    Zitat Zitat von Jutta K. Beitrag anzeigen
    Hallo Talea!
    Erstmal zur Beruhigung: nein, du wirst nicht verrückt. Was bei dir m. E. im Moment „ver-rückt“ ist, das ist deiner Körperchemie und die Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus, wobei dein Sympathikus derzeit über- und dein Parasympathikus unteraktiv ist.

    ...dein fT3-Spiegel lag gut in der oberen Hälfte des Referenzbereichs, und unter der Kombi-Dosis 112 T4/12,5 T3 war dein fT3/fT4-Verhältnis (auch fT3/fT4-Ratio genannt, gilt als (grobes) Maß für die Umwandlungseffizienz der Dejodasen, wird berechnet aus fT3 in pmol/l geteilt durch fT4 in pmol/l) auch recht ausgeglichen und lag bei 0,28.

    Jetzt zu deinen neuen Werten. Ist natürlich nicht ideal, dass sie in einem anderen Labor gemacht wurden, da Labore leider oft ganz unterschiedliche Analyse-Systeme und Testassays für die fT-Werte im Einsatz haben, diese leider bisher nicht gut standardisiert sind und es darum leider immer zu Messunterschieden zwischen den Werten verschiedener Labors kommt, was die Vergleichbarkeit von Werten unterschiedlicher Labore schwierig macht.

    Allerdings sind in Deutschland alle von der DAKKS akkreditierte Labore nach den Richtlinien der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung
    laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen verpflichtet, mittels Teilnahme an vierteljährlichen Ringversuche sicherzustellen, dass diese Messunterschiede auch nicht allzu gravierend sind. Erlaubt sind bei fT3 und fT4 Unterschiede von max. 20 % (bei TSH max. 24 %). Daher sind kleinere Unterschiede bei Werten aus unterschiedlichen Laboren in der Regel einfach auf unterschiedliche Messmethoden zurückzuführen (und sollten darum nicht überbewertet werden); bei größeren Werteunterschieden (>20 %) kann und sollte man aber davon ausgehen, dass sie doch eine tatsächliche Werteveränderung (also Anstieg bzw. Abfall) bedeuten (siehe auch meine Erklärungen hier: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post3128536 und hier https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post3128537 ).

    Nach der Umrechnung in dieselbe Maßeinheit sieht man jedenfalls ganz gut, dass dein neuer fT4 absolut gesehen nur geringfügig höher liegt als der frühere Wert (+ 0,06 ng/dl, das entspricht einer Änderung zum Vorwert von gerade mal + 4 %). Diese geringe fT4-Änderung kann man daher m. E. getrost unter „Messunterschied wegen anderem Labor“ abbuchen.

    Aber dein fT3 ist bei den neuen Werten doch deutlich niedriger ausgefallen als der frühere Wert (- 0,84 pg/ml, das entspricht einer Änderung zum Vorwert von immerhin - 23,3 %). Und dieser Abfall von fT3 ist deutlich größer als was man meiner Meinung nach noch ruhigen Gewissens auf Messunterschiede wegen anderem Labor schieben könnte.

    Ich denke daher, die Vermutung, dass die jetzigen Probleme was mit der neuen Schachtel Hexal und einer irgendwie stärkeren (oder schwächeren) Wirkung der neuen Tabletten zu tun haben könnten, kannst du getrost verwerfen, denn fT4 hat sich ja bei den neuen Werten so gut wie gar nicht verändert. Was sich dagegen (trotz bis zur Wertekontrolle ja unveränderter T3/T4-Dosis) deutlich verändert hat, ist dein fT3 – und darum denke ich, dass irgendetwas deine periphere Umwandlung von T4 zu T3 hat einbrechen lassen. Dafür spricht auch das von 0,28 auf nur noch 0,20 gesunkene fT3/fT4-Ratio.

    Könnte der Einbruch der Umwandlung/fT3-Abfall deine Angstzustände erklären? Ja, ich denke, das ist durchaus möglich bzw. sogar sehr wahrscheinlich, vor allem in Anbetracht deiner Aussagen, dass du vor Beginn mit LT auch schon mal unter Angstzuständen gelitten hast und dass sie nach einen Präparatewechsel und starker Reduktion der Dosis wiederkamen und erst nach erneutem Steigern der Dosis weggingen. Und auch, dass es bei der jetzigen Episode nach den 2 Auslasstagen und auch nach der Reduktion der T4-Dosis auf 100 keineswegs besser, sondern nur noch schlimmer geworden ist, spricht m. E. sehr dafür. Denn durch das Auslassen/die Reduktion wird dein fT4-Spiegel sicherlich gesunken sein, und damit wird auch weniger T4 zur Umwandlung in T3 durch die Dejodasen zur Verfügung gestanden haben - auch (und insbesondere!!!) im Gehirn/ZNS.

    Ich sehe es so: du hast (bzw. hattest bis zur T4-Reduktion) mit 112 µg Hexal + 12,5 µg Thybon eigentlich ausreichend T4 und T3 und warst damit m. E. auch nicht überdosiert. Aber dann trat irgendein Ereignis ein (was das gewesen sein könnte, müsste man noch genauer eruieren), welches deine Dejodasen – das sind die Enzyme in Körperzellen, welche SD-Hormone mittels „Abzwacken“ eines Jodatoms an unterschiedlichen Stellen zu unterschiedlichen Metaboliten umwandeln können - dazu gebracht hat, ihre bisherige Aktivität zu ändern und aus dem vorhandenen T4 weniger T3 als bisher herzustellen und/oder mehr T3 als bisher zu deaktivieren (durch Dejodierung zu T2). Dadurch sank der aus der Umwandlung stammende Anteil von fT3 im Blut ab und die 12,5 µg T3 reichten darum leider nicht mehr wie vorher aus, ihn auf dem alten Level von 3,63 pg/ml zu erhalten, so dass er nun nur noch bei 2,79 pg/ml liegt. Und nun hast du m. E. einen T3-Mangel, der sich durchaus in diesen Angstzuständen äußern kann.

    Warum T3-Mangel (der übrigens durchaus bei im Referenzbereich liegenden fT3-Spiegeln vorliegen kann und nicht erst, wenn er auf Werte darunter sinkt) Angst machen kann, das erkläre ich dann im nächsten Beitrag ...
    das sollten Ärzte wissen/beachten...
    statt sinnlos AD zu verordnen...

  9. #49
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    Standard AW: Ich hab so schlimme Angstzustände. Bitte dringend um Zuspruch.

    Wichtige Nachricht zum Präparat Hexal. Fehldruck auf dem Blister: https://m.apotheke-adhoc.de/nc/nachr...8Kfz4AAxSSS-I8
    L-Thyrox Hexal 100 Mikrogramm Tabletten, 100 Stück, Betroffene Charge: KK2878 (Verfall 06/2021)
    Grund für den sofortigen Rückruf des Schilddrüsenpräparates ist ein Fehldruck: Einige Blister wurden fälschlicherweise auf der Rückseite mit einer Stärke von 25 µg statt 100 µg bedruckt – alle Blister enthalten jedoch Tabletten der Stärke 100 µg.

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