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Thema: TSH senken, aber wie?

  1. #1
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    Standard TSH senken, aber wie?

    Hallo!
    Ich bin neu angemeldet, habe hier aber schon häufiger reingeschaut, weil ich es sehr informativ finde. Bei uns besteht Kinderwunsch und man liest immer, dass dann der TSH optimalerweise bei 1 oder darunter liegen sollte. Wie bekomme ich das bei mir hin, ohne, dass die freien Werte weiter nach oben gehen? Mein Körper kommt mit höheren freien Werten scheinbar gar nicht klar. Leider habe ich mich in den letzten Jahren nie richtig wohlgefühlt und schaffe es nicht, eine Wertekonstellation hinzubekommen, bei der ich das Gefühl habe, richtig gut eingestellt zu sein. :-( Und nun das Dilemma, dass die Werte für Kinderwunsch noch perfekter sein sollten.

    Meine Werte vom 25.11.2019:

    (Leider bin ich mir nicht mehr 100%ig sicher, aber es könnte sein, dass ich den Tag zuvor schon einen Auslasstag gemacht hatte, weil die Symptome so stark waren.)

    unter LT 62,5 Hexal (ohne Tablettten vor BE):
    TSH 1,87 (0,30 – 4,20)
    FT3 5,21 (3,50 – 6,10) 65,77 %
    FT4 19,3 (10,5 – 20,8) 85,44 %

    Ich habe danach gesenkt, weil ich die Beschwerden nicht mehr ausgehalten habe: Nervös, Panik, Schlaflosigkeit, Herzrasen u.v.m.

    Mein letzten Werte vom 24.03.2020 unter LT 50 Hexal (ohne Tablette vor BE):

    FT3 4,83 pmol/l (3,50 – 6,10 pmol/l) 51,15 %
    FT4 17,9 pmol/l (10,5 – 20,8 pmol/l) 71,84 %
    TSH 2,38 µU/ml (0,30 – 4,00 µU/ml)
    TAK < 15 IU/ml (normal bis 60,00 IU/ml)


    Linker Lappen:

    Volumen ca. 1,6 ml. Echonormale Binnenstruktur. Echoarme Knötchen bis maximal 0,7 cm (mindestens 4) z.B. zentroventral ca. 0,4 x 0,3 x 0,7 cm. Keine vermehrte intranodale Binnenvaskularisation. Überwiegend weiche Knoten.

    Rechter Lappen:

    Volumen ca. 1,5 ml. Leicht inhomogene, weitgehend echonormale Binnenstruktur. Kaudoventral ein echoarmes Knötchen bis 0,4 cm.

    Sonographie der Halsweichteile:

    Rechts zervikal in der Regio 2A ein Lymhknoten bis maximal 2 cm mit zentraler echodichter Hilusstruktur, sonomorphologisch nicht suspekt.

    **

    Befinden nicht gut, aber besser als unter LT 62,5. Ich denke, ein hoher FT4 bekommt mir einfach nicht. Wie bekomme ich den TSH unter 1 und verhindere, dass FT3 und FT4 weiter nach oben gehen? Oder ist es doch nicht zwingend nötig? Ich möchte natürlich nicht aufgrund schlechter Werte schon von vornherein ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko haben. Würdet ihr mit diesen Werten überhaupt versuchen, schwanger zu werden? Geklappt hat es im letzten halben Jahr jedenfalls noch nicht. Leider drängt die Zeit aufgrund meines Alters. Hashimoto wurde übrigens noch nie eindeutig festgestellt. Meistens hieß es „nur“ Unterfunktion. Wäre es ohne Hashimoto gar nicht sooo wichtig, den TSH unter 1 zu bekommen?
    So, jetzt habe ich viel gefragt. Danke im Voraus für's Antworten.

  2. #2
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    Standard AW: TSH senken, aber wie?

    Ich würde nicht so sehr auf TSH schauen als auf das Befinden.
    Du schreibst, unter 62,5 geht es Dir schlechter als unter 50. Ich würde daraus schließen, dass 62,5 zu viel sind.

    Die Aussage, TSH sollte um 1 liegen geht darauf zurück, dass wenn alles normal läuft, ein TSH in dem Bereich auch eine gute Versorgung mit SD-Hormonen bedeutet.
    Deine Werte passen aber überhaupt nicht zum TSH.
    Hast Du ev. noch werte von vor LT-Beginn?
    Vielleicht ist Dein hoher TSH einfach normal für Dich.

    Soweit ich das weiß hat das Fehlgeburtsrisiko nichts mit dem TSH als mehr mit schlechter Versorgung zu tun.
    Deine SD-Werte sind eigentlich ganz ordentlich, ft4 ist vielleicht ein wenig zu hoch.

  3. #3
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    Standard AW: TSH senken, aber wie?

    man liest immer, dass dann der TSH optimalerweise bei 1 oder darunter liegen sollte.
    Diese Aussage ist vereinfacht, kam ursprünglich daher, dass bei Kinderwunschpatientinnen (also Frauen, die tatsächlich Probleme mit dem Schwangerwerden hatten) festgestellt wurde, dass die mit einem TSH von nicht höher als 1 eher dann doch noch schwanger wurden. M.W. ohne Unterscheidung der Diagnose. Das wurde dann in Empfehlungen, wie du sie gesehen hast, verallgemeinert. Ob das berechtigt ist?

    Machst du Zyklusbeobachtung à la NFP (Temperaturmessung und v.a. Beobachtung des Zervikalschleims) (*)? Dann wäre ein halbes Jahr schon eher lange. Wenn nicht, dann ist es das nicht.

    (*) Gerade wenn die Zeit altersbedingt drängt, würde ich das empfehlen.

  4. #4
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    Standard AW: TSH senken, aber wie?

    Leider habe ich keine Werte aus der Zeit vor LT. Der Arzt, der mir erstmalig Schilddrüsenmedikamente verschrieb, praktiziert mittlerweile nicht mehr.
    Temperatur messe ich seit 2 Jahren. Ich denke, meine Zyklen sind eher unauffällig: immer zwischen 28 und 30 Tagen mit einer Hochlage, die mehr als 12 Tage dauert. Schwanger war ich schon 3x (2x Fehlgeburt). Damals hatte es immer im ersten Übungszyklus geklappt. Allerdings ist das schon ein paar Jahre her und ich bin nun fast 40.
    Denkt ihr also, meine aktuellen Werte sind zum schwanger werden und vor allem bleiben unbedenklich?

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: TSH senken, aber wie?

    Bisschen differenztierter als die unmögliche 1-er-Angabe ist dies (entspricht der österreichischen Leitlinie):
    ..ist bereits vor Konzeption bei allen Frauen eine Euthyreose mit einem TSH-Wert <2.5 anzustreben
    http://www.nuklearmedizin.org/schild...ngerschaft.htm

    "allen Frauen": im Kontext wird klar, dass sowohl substituierende als auch nicht-substituierende Frauen gemeint sind.

    Individuell zu hohe Werte/zu tiefes TSH kann die Befruchtung auch negativ beeinflussen.

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