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Thema: Erstmals Thybon, Schwierigkeiten Anfluten etc.

  1. #1
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    Standard Erstmals Thybon, Schwierigkeiten Anfluten etc.

    Hallo,

    ich brauche dringend etwas Input. Ich habe bereits sehr viel in Foren gelesen, finde aber nicht das, was passend zu mir wäre.

    Nach entgleistem Morbus Basedow wurde mir vor 6 Jahren die SD komplett entfernt, ohne Rest. Seitdem bekam ich ausschließlich LThyrox und dabei konnte ich nie einen Wohlfühlbereich erreichen, denn jedes Mal, wenn ich 150 nahm, rutschte ich in die Überfunktion mit den entsprechenden Symptomen. Dabei schoss mein fT4 über die Grenze hinaus, mein fT3 erreichte gerade mal den mittleren Bereich und mein TSH rutschte auf 0,1 oder niedriger. Wenn ich auf 137-140 runterging, war mein fT4 im mittleren Bereich, mein fT3 gerade so im Normbereich und mein TSH zwischen 6 und 12. Mein Leben ist seit der Entfernung der SD nur ein Schatten meines vorherigen.

    Was deutlich wurde über die Jahre und die Versuche, es einzustellen: Ich fühle mich vom fT4 wohl, wenn er knapp unter der Normobergrenze ist und fT3 mindestens im mittleren Bereich. Beides zusammen wurde aber nie erreicht, weil es dann entweder in die eine oder andere Richting schwappt. (Ich habe mich an alle Dosisänderungsregeln gehalten, mache seit je her das, was hier im Forum empfohlen wird: Einnahme, Messung, Vitamine etc. Das brauchen wir also nicht zu besprechen.)

    Ergebnis war also, dass fT3 und fT4 zu weit auseinander grätschen und jetzt soll ich Thybon hinzunehmen. Auch hier habe ich bereits viel gelesen und auch von Endokrinologen Empfehlungen bekommen (natürlich unterschiedliche, was sonst).

    Jetzt habe ich seit 10 Tagen (bei 85 kg)

    Morgens 137 LThyrox (wie beschrieben bringt das meinen fT4 knapp über den mittleren Bereich)
    14 Uhr : 2,5 Thybon
    Bettkannte: 2,5 Thybon

    Die ersten 3 Tage hatte ich extremes Anfluten, auch erstmalig beim LThyrox, nach 3-4 Stunden Herzrasen und danach totale Müdigkeit. Dann wurde es besser und so 3 Tage war es ziemlich gut. Bis hierhin, von Tag 1 an konnte ich auch viel besser einschlafen und durchschlafen als früher. Jetzt habe ich aber seit 3 Tagen wieder ein Anfluten mit extremen Herzrasen, aber ohne große Müdigkeit danach. Ich schlafe immer nich schnell ein, aber weniger durch (das kann natürlich noch an anderen Sachen liegen). Gestern war ich etwas Fahrradfahren und hatte nach 15 Minuten Schmerzen auf der Brust (war aber vor kurzem kardiologisch detailliert untersucht worden) - weiß nicht, ob es vom Thybon kommt oder nicht.

    Ich habe wirklich unglaubliche medizinische Vollkatastrophen hinter mir. Im Dezember war ich in einer extremen UF gelandet und hatte seitdem ewig Herzrhythmusstörungen. Als ich mit 150 LT endlich halbwegs stabil war und bereits die ersten erneuten ÜF Symptome merkte, habe ich mit dem Thybon eingesetzt.

    Meine Frage ist jetzt: Wie lange kann das mit dem Anfluten noch weitergehen? Da das stärkste anfluten ca. 11 Uhr kommt, muss es von der LT Einnahme morgens sein. Sollte ich die 137 LT also splitten und jeweils die Hälfte morgens und abends nehmen?
    Kann ich irgendwann die 5 Thybon nur abends nehmen statt gesplittet? Ich habe gelesen, dass viele irgendwann das gut zusammenführen können.
    Sorgen bereitet mir das Splitten der 20 Thybon Tablette in 8 Teile. Alles mehr als die Hälfte, wo es eine Rille gibt, hat keine garantierte Verteilung des Wirkstoffs mehr. Also auch wenn man es perfekt teilt, könnte in einem Achtel kaum Thybon und sein und im anderen Achtel eine Menge. Laut einer befreundeten Pharmazeuten gibt es aber nichts in Tropfenform. Wenn das mit dem Wirkstoff so willkürlich verteilt ist, fragt sich natürlich, ob das ganze Gebrösel Sinn macht...

    Vielleicht kann jemand hierauf antworten, zumindest was das Herzrasen angeht.

    Meine nächste Blutentnahme ist in drei Wochen. Das ist etwas früh nach vier Wochen, aber ich kann es ja noch nach hinten schieben.

    Ich bedanke mich für jede Hilfe.

    Viele Grüße

  2. #2
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    Standard AW: Erstmals Thybon, Schwierigkeiten Anfluten etc.

    Als ich mit 150 LT endlich halbwegs stabil war und bereits die ersten erneuten ÜF Symptome merkte, habe ich mit dem Thybon eingesetzt.
    Wenn ich das richtig verstehe, hast Du nach wie vor einen Spiegel von den 150µg im Blut und nicht die 137µg, die Du wohl auch erst seit dem nimmst? Seit dem nimmst Du auch 5µg Thybon gesamt?
    Dann wundert doch gar nichts an der Sache. Du packst auf die ohnehin viel zu hohe Dosis T4 noch T3 drauf. Also ist die logosche Konsequenz das, was Du gerade hast - Herzrasen.

    Da das stärkste anfluten ca. 11 Uhr kommt, muss es von der LT Einnahme morgens sein.
    Du ziehst die falsche Schlussfolgerung, wie vorher schon erklärt. Splitten der T4-Dosis ändert daran überhaupt nichts. Da das nicht die Ursache ist. Ursache ist die zu hohe Gesamtdosis im Blut!
    Schon deshalb rät man Patienten eigentlich mit Thybon zu starten, wenn man einen etwas mittigen fT4-Wert hat, schon angekommen und per BE kontrolliert, und möglichem halbwegs Wohlbefinden.

    Ich fühle mich vom fT4 wohl, wenn er knapp unter der Normobergrenze ist und fT3 mindestens im mittleren Bereich.
    Versuche bloß nicht, dass jetzt anzustreben! Mit beiden Hormonen gleichzeitig sieht das nämlich unter Umständen komplett anders aus! Zumal Du wenn Du T3 noch zusätzlich nimmst, nicht mehr so viel T4 brauchst. Normalerweise senkt man T4, wenn T3 dazu soll.

    Kann ich irgendwann die 5 Thybon nur abends nehmen statt gesplittet? Ich habe gelesen, dass viele irgendwann das gut zusammenführen können.
    Aushalten kannst Du das. Das ist nicht das Problem. Problem ist die Halbwertszeit von T3, die bei ca. 19 Stunden liegt und der Peak der im Blut entsteht. Zwet kleinere Peaks sind besser als ein riesiger. Daher kommt der Rat mit dem splitten, damit die Verteilung gleichmäßiger ist. Es macht daher Sinn, beim splitten zu bleiben.
    Allerdings würde ich die erste Dosis T3 morgens mit dem LT zusammen nehmen und den letzten Teil T3 auf der Bettkante.

    Sorgen bereitet mir das Splitten der 20 Thybon Tablette in 8 Teile. Alles mehr als die Hälfte, wo es eine Rille gibt, hat keine garantierte Verteilung des Wirkstoffs mehr. Also auch wenn man es perfekt teilt, könnte in einem Achtel kaum Thybon und sein und im anderen Achtel eine Menge.
    Sämtliche Erfahrung des Forums widerlegt das. Es ist kein Problem. Selbst wenn der eine Brösel etwas größer als der andere ist, gleicht sich das wieder aus. Auch T3 baut einen Spiegel im Blut auf. Mal davon abgesehen ist die Tablette wohl kaum so groß, dass in einem Teil gar kein Wirkstoff wäre. Irgendwo müssen die 20µg ja bleiben...

    Meine nächste Blutentnahme ist in drei Wochen. Das ist etwas früh nach vier Wochen, aber ich kann es ja noch nach hinten schieben.
    Der Termin ist komplett sinnlos. Bis Du überhaupt von den 150µg auf den jetzt genommenen 137µg landest, vergehen 8 Wochen. Vorher macht eine BE keinen Sinn. Verschiebe den Termin und sieh zu, dass dieser gleich morgens statt findet. Letzten Brösel T3 am Abend vorher noch nehmen. Letzte LT-Dosis am Morgen davor. Damit hast Du einen Abstand von T4 zur BE von 24 Stunden, und von T3 zur BE kleiner 12 Stunden. Das wäre besser interpretierbar. Keinesfalls mit T3 auch 24 Stunden einhalten, dann kannst Du nämlich bei der Halbwertszeit von T3 fast nichts mehr davon messen.

    Mein Fazit aus allen Deinen Symptomen: momentan eine zu hohe Dosis! Besser wäre es gewesen, erstmal die T4 Dosis zu senken und dann im Anschluss mit T3 zu starten. Dann hättest Du Dir die Symptome wahrscheinlich erspart. Ob es jetzt noch Sinn macht, T3 wieder weg zu lassen, kann ich nicht sagen. Aber ich vermute, die Symptome werden so schnell nicht besser werden. Tut mir leid.

    LG
    Geändert von Amarillis (04.04.20 um 14:37 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Erstmals Thybon, Schwierigkeiten Anfluten etc.

    Danke, für die Antwort. Mit Thybon habe ich nach einer Woche 125 LT nach vorherigem 150 LT mit beginnenden ÜF Symptomen angefangen. Zum einen wurde das von drei Ärzten so geraten (bzw. die hätten mich direkt das Thybon nehmen lassen, während ich noch die eine Woche 125 LT zwischenschob.) Zum anderen kann ich mir nicht erlauben wieder in eine UF zu rutschen ,was im Dezember mit 137 Lt der Fall war. Das war zu extrem mit zu vielen Beschwerden,ich war nicht mehr Alltagsfähig. Auf gar keinen Fall hätte ich so lange warten können wie du sagst. Mit 137 LT war fT4 für mich zu niedrig, daher bin ich bei der Dosis gelandet. Es ist alles sehr deprimierend immer 2 Monate warten zu müssen, wenn es mir währenddessen durchgehend sch**** geht, nur um dann was schwarz auf weiß zu haben. Und mit schlecht gehen meine ich den Punkt, wo man kaum den Alltag bewältigt kriegt. Eine Tendenz sollte sich dann auch schon nach 4 Wochen abzeichnen in Hinsicht auf Wohlbefinden, oder? Die eine Woche auf 125 LT jetzt hat mir auch wieder Herzstolpern ohne Ende gebracht, etwas was ich im Dez/Jan während der UF hatte und scheinbar immer kommt, wenn fT4 zuniedrig wird.

    Danke für die anderen Tipps, Brösel etc und wann letztes Thybon vor Blutabnahme nehmen.

  4. #4
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    Standard AW: Erstmals Thybon, Schwierigkeiten Anfluten etc.

    Hallo rayarts,

    ja, echt blöd diese Rumsucherei!

    Auch das T4 wird anders verstoffwechselt wenn T3 neu dazukommt. Es gibt Leute, die mehr T4 brauchen wenn T3 dazu kommt, ich zum Beispiel, andere brauchen weniger, das weiß man nie.
    Das sieht man aber halt leider erst nach ein paar Wochen in den BW.
    Das starke Spüren der T3 Wirkung und des Nachlassens war bei mir am Anfang auch sehr deutlich, deswegen habe ich versucht langsam mit T3 einzusteigen.
    Wenn ich das Anfluten stark spüre nehme ich Magnesium, mir hilft das.
    Ich würde dann langsam versuchen T3 morgends zum T4 zu nehmen, da der Körper T3 natürlicherweise morgens benötigt, vielleicht wird das Anflutgefühl um 11 dann besser.

    Das T3 Gebrösel macht aus meiner Sicht Sinn weil ich die Wirkung auch eines Achtels deutlich spüre und sich die Gesamtdosis ja sowieso im Körper aufaddiert.
    Aber auch da gibt es Leute die lieber alles auf einmal nehmen und andere die bröseln.

    Alles Gute fürs Dosisfinden und lass Dir Zeit, flow

  5. #5
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    Standard AW: Erstmals Thybon, Schwierigkeiten Anfluten etc.

    Morgens 137 LThyrox (wie beschrieben bringt das meinen fT4 knapp über den mittleren Bereich)
    14 Uhr : 2,5 Thybon
    Bettkannte: 2,5 Thybon
    Man kann T3 und T4 nicht getrennt betrachten. Um eine Gesamtdosis zu berechnen, kann man etwa von einem Verhältnis 1:3 ausgehen, dass also 5µg T3 von der Wirksamkeit her ca. 15µg T4 entsprechen. Auch wenn es im Einzelfall abweichend sein kann, macht es Sinn, sich erst mal an einer solchen Faustformel zu orientieren.
    137+15=152.
    Es ist daher zweifelhaft, ob das, was du derzeit nimmst, überhaupt eine Senkung ist. Warum nicht mit 2,5µg T3 anfangen bei gleicher T4-Dosis? 5µg ist nicht so wenig für den Anfang. Muss man nicht aussitzen. Später geht es evt. problemlos - wenn überhaupt notwendig.

  6. #6
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    Standard AW: Erstmals Thybon, Schwierigkeiten Anfluten etc.

    Hallo,
    vielen Dank, die Aufschlüsselung hatte ich bisher so nicht mitbekommen. Dann gehe ich lieber erstmal auf 125 LT und 5 Thybon.
    Dankeschön für die Antworten!

  7. #7
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    Standard AW: Erstmals Thybon, Schwierigkeiten Anfluten etc.

    Also, jetzt sind ein paar Wochen vergangen. Ich habe es ein paar Tage mit 125 LT versucht, hatte aber direkt wieder Herzstolpern wie während meiner krassen UF Phase im Dezember/Januar. Darum bin ich wieder auf 137 LT hoch bei 2 x 2,5 T3. Ich weiß, das hin und her jst blöd, aber ich halte Herzbeschwerden nicht mehr aus. Ich blieb 3 Wochen bei der Dosis und hatte jetzt (nüchtern)
    TSH 1,6
    FT3 50%
    FT4 105%

    Allerdings geht es mir inzwischen schlecht. Vor drei Wochen fing ich punktuell an merkwürdigen Schwindel zu haben, der inzwischen fast permanent ist. Ich kann nicht mehr Auto oder Fahrrad fahren. Dazu kommen alle paar Tage Schübe aus Hitze im Brustkorb und manchmal Kopf, die richtig brennen und Schubweise Übelkeit. Dazu möchte ich sagen: Ich habe wirklich den Eindruck, dass ich (wie bei allen Medikamenten in meinem Leben) super sensibel auf kleinste Dosisänderungen reagiere. Und dass die Hitzeschübe abhängig davon kommen, wie viel Wirkstoff in dem Brösel Tablette ist, den man sich da zuschneidet.

    Da ich hier im Forum gelesen habe, dass Leute manchmal vom Thybon Schwindel bekommen, möchte ich jetzt davon runter, um zu bestätitigen, dass es vom Thybon kommt (anderes kann es eigtl nicht sein, allgemeine Blutwerte sind okay).
    Jetzt nehme ich seit 4 Tagen nur 2,5 T3 und jetzt geht es mir schubweise so richtig mies. Habe Druck im Kopf, plötzliche super krasse Müdigkeit, wenige Schwindel, aber doch immer wieder mal.

    Ich glaube inzwischen, dass ich Thybon wirklich nicht gut vertrage und hoffe einfach, dass die Symptome mit Absetzen weggehen. Meine Frage dazu: Wie lange muss man das Ausschleichen?

    Dann bin ich immer noch bei meinem Ursprungsproblem seit 6 Jahren: 137 LT ist zu wenig, 150 LT zu viel. Mir bleibt noch alle zwei Tage beides abwechselnd zu nehmen und/oder Selen. Hierzu die Frage: Wie lange kann/soll man Selen durchgehend nehmen für eine bessere Umwandlung?

    Ich danke euch.

  8. #8
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    Standard AW: Erstmals Thybon, Schwierigkeiten Anfluten etc.

    Du nimmst eine zu hohe Dosis. Ich wiederhole mich weil ich Dir wünschen würde, dass Du das annimmst.
    Man hat die "seltsamsten" Symptome so wie Du sie beschreibst, auch wenn man "scheinbar" gesenkt hat aber immer noch zu viel intus.
    Deine Blutwerte zeigen, auch wenn sie völlig sinnlos waren, doch einen viel zu hohen fT4 und trotzdem findest Du den normal?
    Du kannst nicht davon ausgehen das das hier
    137 LT ist zu wenig, 150 LT zu viel.
    mit Thybon zusätzlich auch so ist. Ich bin sehr sicher, das dem nicht so ist, Du aber schon. Das scheint mir ein ganz ganz großer Irrtum zu sein, bei dem Du Dich aber immer noch aufhälst und wenn Symptome mit der scheinbar zu niedrigen T4-Dosis auftauchen, sogleich die Dosis wieder erhöhst.
    Dein Problem liegt nicht an Thybon als solches, sondern an der viel zu hohen Gesamtdosis.
    Solange Du daran nichts änderst, wird es Dir weiter schlecht gehen, genauso, wenn Du immer wieder an der Dosis schraubst und Blutwerte nach zu geringer Zeit machst.
    Ich finde es sehr traurig.
    LG

    P.S. Vielleicht verrätst Du mal Blutwerte mit mittigem fT4 mit Referenzbereich und Werten. Unter Umständen liegt da auch noch ein hoch angesetzter Referenzbereich zugrunde, dann ist die Lage noch weit aus schlimmer als jetzt schon. Aber mit Prozenten fängt hier keiner etwas an und sie können dann gewaltig täuschen. Davon ab kann man Werte die mit unterschiedlichen Referenzbereichen entstanden sind, sowieso nicht über Prozente vergleichbar machen.
    Geändert von Amarillis (16.05.20 um 19:13 Uhr)

  9. #9
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    Standard AW: Erstmals Thybon, Schwierigkeiten Anfluten etc.

    Danke für die Antwort.

    Ich bin nicht neu im Chaos des SD Daseins, nur mit dem Thybon. Ich hatte schon wirklich alles mögliche an Werten und habe im engmaschiger Betreuuung mehrerer Endokrinologen und Ärzten versucht meinen Wohlfühlbereich zu finden. Ich habe monatelang hier im Forum Threads gelesen und kenne vermutlich alles mögliche zu SD - außer die Praxis mit T3, weil diese mich nicht betraf sowie die mit Schweinormonen. Ich möchte das nur sagen, weil ich mehr Erfahrung habe als ich Energie habe, hier aufzuschreiben. Ich beschäftige mich ewig damit und achte auf Kleinigkeiten und würde am liebsten schreien, weil eine Uniklinik mir mit Fehlbehandlungen das Leben ruiniert hat und es jden Tag eine Odyssee ist.

    Mein Wohlfühlwert-
    Der befand sich immer nur die kurze Zeit bei der Umstellung von 137 auf 150. Bei 137 kippe ich in die UF mit klinischen Beschwerden und TSH 18, fT3 am unteren Rand und fT4 im mittleren Bereich. FT4 mittig ist für mich zu wenig, wohl fühle ichmich nur, wenn er knapp vor Oberkante ist (egal, welches Labor), aber da bleibt er nicht lange, sondern geht weiter hoch und der TSH schmiert ab auf 0,1 oder niedriger und ich habe klinische Symptome einer ÜF. Ein fT4 bei der Oberkante ist für mich also kein Grund Schwindel, Müdigkeit und Hypotonie zu haben (was sowieso eher UF Symptome wären).

    Und 4-6 Stunden nach Thyboneinnahme kommt der erste Schub an Unwohlsein. Am Anfang war es eher Herzrasen, aber inzwischen ist es das gar nicht, sondern eben ganz andere Symptome.

    Jetzt bin ich ja bei 137 und 2,5, was an sich völlig in Ordnung sein müsste. Das dürfte bei keiner Rechn7ng z7 hoch sein, außer, was ich schon gesagt habe - die Brösel unterschiedlich viel Wirkstoff haben, das merke ich beim Anfluten.

    Wenn ich auf 125 und 2 x 2,5 wechsel, wie lange soll ich dann total irrsinnige Symptome wie massives Herzstolpern etc aushalten? Mehr als ein paar Tage ist irrsinnig. Wie lange kurz vorm Umkippen sein? Es kann ja nicht sein, dass es mir damit kontinuierlich schlechter geht. Egal bei welcher Dosisänderung, wenn nach 10-20 Tagen es nur bergab geht mit Symptomen, wird es dann nicht plötzlich nach 6 Wochen besser werden.
    Um von 137 auf 150 in eine ÜF zu kippen, braucht es bei mir 10-16 Tage, jedes einzelne Mal. Bleibe ich bei der Dosis, arten die Werte total aus und ich sitze mit austickendem Herzen beim Notarzt. Das habe ich in beide Richtungen jetzt zu genüge erlebt und darum kann und werde ich nicht, wenn es mir kontinuierlich schlechter geht, das einfach weiter aussitzen und daheim auf allen vieren kriechen (schon vorgekommen), nur um diese 6 Wochen auszuhalten.

    Danke

  10. #10
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    Standard AW: Erstmals Thybon, Schwierigkeiten Anfluten etc.

    Zitat Zitat von rayarts Beitrag anzeigen
    Danke für die Antwort.


    Jetzt bin ich ja bei 137 und 2,5, was an sich völlig in Ordnung sein müsste. Das dürfte bei keiner Rechn7ng z7 hoch sein, außer, was ich schon gesagt habe - die Brösel unterschiedlich viel Wirkstoff haben, das merke ich beim Anfluten.

    Wenn ich auf 125 und 2 x 2,5 wechsel, wie lange soll ich dann total irrsinnige Symptome wie massives Herzstolpern etc aushalten? Mehr als ein paar Tage ist irrsinnig. Wie lange kurz vorm Umkippen sein? Es kann ja nicht sein, dass es mir damit kontinuierlich schlechter geht. Egal bei welcher Dosisänderung, wenn nach 10-20 Tagen es nur bergab geht mit Symptomen, wird es dann nicht plötzlich nach 6 Wochen besser werden.
    Um von 137 auf 150 in eine ÜF zu kippen, braucht es bei mir 10-16 Tage, jedes einzelne Mal. Bleibe ich bei der Dosis, arten die Werte total aus und ich sitze mit austickendem Herzen beim Notarzt. Das habe ich in beide Richtungen jetzt zu genüge erlebt und darum kann und werde ich nicht, wenn es mir kontinuierlich schlechter geht, das einfach weiter aussitzen und daheim auf allen vieren kriechen (schon vorgekommen), nur um diese 6 Wochen auszuhalten.
    Hallo rayarts,
    Warum meinst du, die LT 137 plus Thybon 2,5 sei in Ordnung? Die neuen Werte sagen doch klar, es ist zuviel?

    Was ich dir sehr rate, ist, einmal konkret deine Probleme anzugucken. Erstens ist es unmöglich, nur nach den % zu gehen, du müsstest schon die realen Werte mit Normbereichen berücksichtigen. Zweitens aber, noch wichtiger, besorg dir doch mal deine EKG-Befunde. Man kann daran nämlich ablesen, was los ist. "Herzstolpern" ist ja keine Diagnose. Das EKG zeigt aber, ist es einfach nur Panikattacke, ist es eine Rhythmusstörung? Generell braucht es bei Unterfunktion größeren Versorgungsmangel, um überhaupt Herzprobleme auszulösen. Diesen Mangel kannst du nicht haben bei deinen hohen Werten, also es spricht alles dafür, dass nicht Unterfunktion der Auslöser deines Herzstolperns ist. Wie gesagt, besorg dir das EKG, da steht es schwarz auf weiss...Jeder Mensch muss z. B. auch damit rechnen, das bei einer bestimmten Erwartungshaltung die Erwartung eintrifft. Beim Herz funktioniert das am allerbesten, wer nur mal paar Tage intensiv achtet auf seinen Herzschlag, kann damit schon Herzrasen auslösen.
    Sechs Wochen sind natürlich gar nichts, um ein medizinisches Problem in den Griff zu kriegen. Soviel muss man auf jeden Fall ab und zu aushalten bei Dosisänderungen. Wer das nicht tut und ständig Dosis wechselt, bringt seinen Körper in einen schweren Unruhezustand.

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