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Thema: Direkt RJT oder weiterhin Medikation?

  1. #1
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    Frage Direkt RJT oder weiterhin Medikation?

    Hallo, ich bin neu hier, bin 65 Jahre alt und habe seit dem 17.12.19 die Diagnose SD-Überfunktion.
    Ich habe mich aufgrund einer Gewichtsabnahme untersuchen lassen, andere Symptome hatte ich nicht.

    Seit einer Szintigrafie am 18.02.20 habe ich die Diagnose MB.
    Meine bisherigen Werte sowie das Ergebnis meiner Szintigrafie habe ich ins Profil gestellt.

    Als ich mit meinem Hausarzt/Internisten das Ergebnis der Szintigrafie besprach, fragte er mich, warum ich nicht sofort eine RJT machen wolle. Ich meinte dann, dass der Nuklearmediziner ja erstmals die Fortführung der Medikation und dann eine Auslasstherapie empfiehlt. Außerdem hatte ich gelesen hatte, dass möglicherweise nach einigen Monaten der Medikation eine Revision eintritt und dann keine definitive Therapie notwendig sei. Daraufhin fragte er nach irgendwelchen Beschwerden, die ich hätte (ich habe zum Glück keinerlei), prüfte meinen Puls und Blutdruck (beides ok) und meinte, na gut, dann machen wir in 6 Wochen nochmals eine Blutuntersuchung mit TSH, SD-Antikörper, ft3, ft4 und Leberwerten. Wenn die alle in Ordnung seien, könnte ich eine Woche das Thiamazol weglassen und dann würden wieder die Blutwerte gemessen.

    Mich hatte seine erste Reaktion im Nachhinein irritiert und ich habe daraufhin mit dem Nuklearmediziner darüber gesprochen.
    Der meinte, er müsste nach Leitlinien arbeiten und demnach das empfehlen, was er geschrieben hatte. Aber ich sei ja eine mündige Bürgerin und könnte selbstverständlich auf einer sofortigen RJT bestehen und der Erfolg, bei einer solchen eine Normal- oder Unterfunktion zu erreichen, sei sehr hoch.

    Daraufhin habe ich mir sofort einen Termin in unserer hiesigen Uniklinik zur Rücksprache über eine RJT geben lassen. Der ist am 31.03.20.

    Mich beschäftigt aber immer noch die Frage, wieso mein Hausarzt zuerst für eine sofortige RJT war und dann auf den Vorschlag des Nuklearmediziners eingegangen ist und möchte mit ihm darüber noch einmal sprechen. Dafür habe ich einen Termin am 23.03.20.

    Bisher stellten sich meine bisherigen Informationen zu RJT so dar, dass man damit eine Normal- bzw. ggf. Unterfunktion erreicht, die man aber mit lebenslanger Tabletteneinnahme ohne Nebenwirkungen gut in den Griff bekommt (so laut Vortrag der Radiologin unserer hiesigen Uniklinik, auf den ich zufällig vor einigen Wochen gestoßen war).

    Mittlerweile habe ich noch überlegt, ob es ratsam sei, zu einem Endokrinologen zu gehen. Aber dort habe ich erst für Ende August einen Termin bekommen.

    Inzwischen habe ich dieses Forum entdeckt und viel gelesen und bin völlig verunsichert, was ich machen soll: sofort eine RJT oder bis zum Termin beim Endokrinologen Ende August unter Medikation abwarten?

    Bisher habe ich keine Anzeichen für eine EO, davor habe ich aber ziemlichen Bammel. Weiß jemand, ob ich mit einer schnellen RJT diesem Risiko aus dem Weg gehen kann?

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Direkt RJT oder weiterhin Medikation?

    Warum willst Du ein lebenswichtiges Organ so einfach aufgeben?
    Hast Du Dir den Einführungsbeitrag von panna, der oben im Forum angepinnt ist, durchgelesen.Da solltest Du schon viele Antworten auf Deine Fragen finden.
    Dein MB ist eher nicht so heftig. Dein TSH ist sogar schon wieder messbar. Warum willst Du Deiner SD keine Chance geben?

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Direkt RJT oder weiterhin Medikation?

    Zitat Zitat von helena26 Beitrag anzeigen
    Weiß jemand, ob ich mit einer schnellen RJT diesem Risiko aus dem Weg gehen kann?
    Mit einer RJT erhöhst du deine Chancen für eine EO.

  4. #4
    Neuer Benutzer
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    Standard AW: Direkt RJT oder weiterhin Medikation?

    Zitat Zitat von KarinE Beitrag anzeigen
    Warum willst Du ein lebenswichtiges Organ so einfach aufgeben?
    Hast Du Dir den Einführungsbeitrag von panna, der oben im Forum angepinnt ist, durchgelesen.Da solltest Du schon viele Antworten auf Deine Fragen finden.
    Dein MB ist eher nicht so heftig. Dein TSH ist sogar schon wieder messbar. Warum willst Du Deiner SD keine Chance geben?
    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe den Einführungsbeitrag nun noch einmal aufmerksamer gelesen als vor ein paar Tagen.

    Ich hatte tatsächlich auch schon gedacht, dass eine RJT jetzt zu vorschnell wäre.
    Deine Argumente machen mir Mut, meiner SD zu vertrauen.

  5. #5
    Neuer Benutzer
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    Standard AW: Direkt RJT oder weiterhin Medikation?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Mit einer RJT erhöhst du deine Chancen für eine EO.
    Oh, ich hatte genau das Gegenteil erwartet.
    Auch deine Antwort bestätigt mich - genau wie die von KarinE - darin, so schnell wohl erst einmal keine RJT zu machen.
    Vielen Dank!

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