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Thema: Kombination von L-Thyroxin und Thiamazol

  1. #1

    Standard Kombination von L-Thyroxin und Thiamazol

    Hallo liebes Forum,

    vielleicht erinnern sich noch einige: ich hatte Mai letzten Jahres meine geplante Total-OP, bei der jedoch nur eine Seite entnommen wurde, da es zum Signalabfall (Stimmbandnerv) kam.

    Bis in den Oktober habe ich weder LT noch Hemmer nehmen müssen, der Basedow und die verbleibende SD haben sich wohl ganz gut ausgeglichen.
    Dann ging das TSH leicht runter, ich fing mit täglich 1.25 mg Thiamazol an, ab Ende Dezember dann nur noch jeden zweiten Tag.

    Meine aktuellen Laborwerte vom 02.03.2020:

    FT3 4,17 (3,00-5,40) pmol/l
    FT4 9,75 (10,2-17,9) pmol/l
    TSH 4,95 (0,30-4,00) µIU/ml

    Ich habe die Werte diese Woche Dienstag mit meinem Endo telefonisch besprochen.
    -> mögliche Medikamention: weiterhin abwechselnd 1,25 mg bzw. 0 mg Thiamazol und zusätzlich täglich 12,5 µg L-Thyroxin

    Mein Endo möchte die zweitägigen 1.25 mg Thiamazol beibehalten, weil er denkt, dass meine SD/mein Basedow diesen kleinen Hemmer braucht.
    Mir ist es wichtig, keine Unterfunktion zu entwickeln. Mein Endo und ich waren uns jedoch beide unsicher, welche LT Dosis gut wäre - 25 und 12.5 µg?

    Was würdet ihr mir empfehlen?

    Ich habe Dienstag noch die 1.25 mg Thiamazol genommen und seitdem gar nichts. Habe auch erst das Rezept für das LT abholen müssen.

  2. #2

    Standard AW: Kombination von L-Thyroxin und Thiamazol

    Meine zweite OP war/ist im Übrigen für den 23. März geplant. Nächste Woche ständen Stimmbandprüfung und Voruntersuchungen an.

    Am Donnerstagabend hieß es in den Medien, dass geplante OPs ab kommender Woche verschoben werden sollen. Von meiner Klinik habe ich noch keine Info bekommen.
    Unabhängig von der wahrscheinlichen Absage der Klinik, überlege ich selbst, wie klug eine Operation mit anschließender Einstellungsphase aktuell ist.

    Beim Telefonat mit meinen Endo am Dienstag war das noch nicht so präsent, sodass die Empfehlung für die Medikamentation auch vor dem Hintergrund der baldigen OP stand.

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Kombination von L-Thyroxin und Thiamazol

    ich denke, der Ansatz Deines Endos ist gut. Da Du mit niedrigem ft4 lange gut klar kamst, würde ich eher die 12,5µg LT versuchen und in 3 Wochen mal gucken, ob ft4 etwas hoch gekommen ist.
    Ich glaube, ich würde die OP in der jetzigen Situation verschieben. Du befindest Dich jetzt nicht in einer bedrohlichen Situation und kannst so noch gut weiter leben.
    Wenn sich die Situation beruhigt hat und wieder Normalität eingetreten ist, bist Du eher auf der sicheren Seite. Geduld ist da manchmal der bessere Berater.

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Kombination von L-Thyroxin und Thiamazol

    Ich habe meine OP mitsamt Stimmbandprüfung und MIBI-Szintigrafie selbst verschoben. Der Chirurg war eigentlich nicht erfreut - das war am 5. März und die Lage war eben noch nicht so, wie heute, für ihn war das irrationale Angst, die Influenza sei viel schlimmer etc. etc.

    Das sieht jetzt schon anders aus, Mockingbird, ich würde einen nicht unbedingt jetzt notwendigen Krankenhausaufenthalt aufschieben.

  5. #5

    Standard AW: Kombination von L-Thyroxin und Thiamazol

    Hallo Karin, Hallo panna,

    vielen Dank für eure Rückmeldungen.
    Ich habe heute früh mit 12,5 µg LT täglich angefangen, und nehme 1,25 mg Thiamazol alle zwei Tage dazu.

    Ich rufe morgen Vormittag in der Klinik an und sage die Operation ab.
    Auch wenn ich sie mir jetzt doch sehr gewünscht habe (sofern man sich eine Operation wünschen kann).

    Ihr habt (wie immer ) recht: meine Operation ist jetzt nicht dringend notwendig. Ich muss die Anzahl an Personen in der Klinik nicht erhöhen und dadurch das Risiko für mich, meine Mitpatienten und das Personal(!) erhöhen. Mein Kreislauf ist ohne Operation in den nächsten Wochen fitter, sodass ich selbst besser gewappnet bin und für meine Angehörigen (teils Hochrisikogruppe) eher da sein kann und unterstützen kann.
    Eine Pandemie ist vielleicht nicht der passende Augenblick, sich ein Organ zu entfernen, wenn es nicht notwendig ist.


    Ich hab von deiner anstehenden Operation, panna, erst durch deine Antwort erfahren. Chapeau für deine Konsequenz im Gespräch mit dem Chirurgen, und natürlich auch mein Mitgefühl.

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