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Thema: Stoßtherapie EO, wo habt ihr eure gemacht? Hausarzt, Klinik?

  1. #1
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    Standard Stoßtherapie EO, wo habt ihr eure gemacht? Hausarzt, Klinik?

    Hallo,
    da ich keine neueren Threads fand, hier meine Frage: bei mir wurde mittelschwere EO diagnostiziert (Freitag). Empfehlung 500 Corti, dann 250, jeweils 6 Wochen, also wie üblich. Im Arztbrief der Uniaugenklinik steht, Hausarzt soll. Ich habe aber diverse nette Vorerkrankungen und überlege nun, wer das evt. besser macht bei mir.
    Ist das bei euch ambulant gelaufen oder wart ihr stationär? Hausarzt oder Internist?
    Ich überlege, ob ich in meine onkologische Praxis gehe, falls die das machen. Die sind ja eher gewohnt, hochgiftiges Zeug in geschwächte Leute laufen zu lassen mit allen Konsequenzen Da denk ich, die haben mehr Erfahrung? Wäre nett, wenn ihr noch Ideen habt oder sagt, wo es bei euch gemacht wurde.

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Stoßtherapie EO, wo habt ihr eure gemacht? Hausarzt, Klinik?

    Ich denke Deine Idee zur Onkologie ist gut. Bei mir hat es der Endo ambulant gemacht, die haben dort ein großes Labor mit Erfahrung.

  3. #3
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    Standard AW: Stoßtherapie EO, wo habt ihr eure gemacht? Hausarzt, Klinik?

    Die Kortison Infusionen habe ich in meiner Gemeinschaftspraxis laufen lassen. Dort ist mein Hausarzt als auch meine Rheumatologin tätig. Zu jedem Termin war immer einer von den Beiden in der Praxis und hat ein Auge drauf gehabt.
    Es wurde alle 3 Wochen ein Blutbild gemacht. Und der Blutdruck wurde streng kontrolliert. Dieser schoss in unerwünschten Höhen.

    Deine Idee mit der Onkologie finde ich daher nicht verkehrt. Ich würde anfragen, ob die Praxis das mit Dir durchzieht.

  4. #4
    Benutzer Avatar von Fahrradfahrer
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    Standard AW: Stoßtherapie EO, wo habt ihr eure gemacht? Hausarzt, Klinik?

    Ich denke, das ist etwas unnötige Panik... Cortison hat ja nun nicht das geringste mit den Giftcocktails der Onkologie zu tun. Ja, manch einer hat schon ein paar unschöne Nebenwirkungen, aber das sind Basics, mit denen jeder Hausarzt gut umgehen kann.

    Ich würde sogar bevorzugt zum Hausarzt gehen: Man kennt sich gut. Das ganze läuft etwas stressfreier. Die Wege sind meist auch kürzer, zumal man da ja jede Woche einmal zum "Frühstück" hin muss.
    Aus meiner eigenen Erfahrung ist es da viel hilfreicher und wichtiger, daß man ein ruhiges Eck hat, wo man sich die halbe bis dreiviertel Stunde hinlegen kann und dann die Infusion (0,5l Kochsalzlösung mit dem Cortison drin) mit der eigenen individuellen Wohlfühlgeschwindigkeit reinlaufen lassen kann. (Gerade bei den ersten paar mal, war es bei mir etwas unangenehm, wenn das zu schnell geht.)

    Damit nun extra zum Onkologen zu rennen, hört sich für mich ein wenig an, wie : "Lass dir das Blut lieber beim Chirurgen abnehmen. Immerhin stechen die dich und der Chirurg kennt sich ja mit dem Aufschnippeln aus."

    Wenn Du aber eh bei dem Onkologen in laufender Behandlung bist und ständig dort und dich da auch entsprechend wohlfühlst... Dann von mir aus auch da...

  5. #5
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    Standard AW: Stoßtherapie EO, wo habt ihr eure gemacht? Hausarzt, Klinik?

    @ Fahrradfahrer: Ja, bin beim Onkologen, da ich gerade meine dritte Krebsbehandlung hinter mir habe. Praxis ist in 5 Minuten Entfernung, näher sogar als meine Internistin. Haben mir heute zugesagt, bin sehr erleichtert.
    Panik ist diesmal größer als bei Chemo...inzwischen hab ich Probleme, die viel größer sind als damals. Meine Schwester hat gerade vor wenigen Monaten drei Tage hochdosiert Cortison bekommen wg Verdacht auf Hashimoto-Enzephalitis und hat danach schwere Psychose entwickelt (dauernd Leichen um ihr Bett gesehen etc.) . Auch die physische Entstellung durch Mondgesicht (bei mir wie böser Clown) hab ich schon erlebt, als ich mein Hydrocortison nach der Chemo 2014 plötzlich nicht mehr brauchte und mit der normalen Tagesdosis überdosiert war.
    Hat jemand noch Tipps, wie ich mit den Nebenwirkungen umgehen kann? Also Pantoprazol wohl besser nehmen? Nur am Tag der Infusion oder ständig?

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Stoßtherapie EO, wo habt ihr eure gemacht? Hausarzt, Klinik?

    Ich hatte keine gravierenden Nebenwirkungen und bin in der Zeit, neben der Bestrahlung der Orbita auch weiter vollzeit arbeiten gegangen.
    Die Infusion lief bei mir sehr langsam. Ich habe immer ca.45Minuten gebraucht. Ich fand es bei meinem Endo gut, weil dort auch eine gute Überwachung gewährleistet war.

  7. #7
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    Standard AW: Stoßtherapie EO, wo habt ihr eure gemacht? Hausarzt, Klinik?

    Ich finde es großartig, dass Deine Praxis Dich hier unterstützt!!!

    Die Sache mit den Nebenwirkungen ist einfach zu individuell. Manch einer verspürt gar nichts. Andere haben bereits bei geringeren Dosierungen echte Probleme.
    Noch vor ein paar Jahren habe ich sowas auch gut weggesteckt. Mittlerweile leider auch nicht mehr. Keine Ahnung wodurch ausgelöst. Darum kann ich da nicht mehr lapidar sagen, dass es nur halb so wild ist.

    Die Infusion liefen deshalb bei mir auch echt langsam. 1,5-2 Stunden dauerte es. Magenschutz hatte ich von der Augenklinik bekommen. Hausarzt meinte aber, dass wäre für die Infusionen nicht nötig. Für den Blutdruck wurde ich in der Zeit auf einen Senker eingestellt.
    Am meisten zu schaffen haben mir die Schweißausbrüche. Sobald ich etwas aktiv wurde. Oder auch besonders in der Nacht. Klatschnass und kaum geschlafen, weil ich so "aufgedreht" war. Ich war nur noch bleimüde und konnte trotzdem nicht schlafen. Wasser habe ich auch eingelagert. Gesicht, Hals und Beine. Hielt sich aber im Rahmen. Das ist jetzt ist knapp 4 Monate her. Sehe schon fast wieder normal aus.

    Und ja. Es kann mit viel Pech auf die Psyche schlagen. Ist aber zum Glück nicht der Regelfall.

    Ich bin genau wie Karin neben den Infusionen und Bestrahlungen auch Vollzeit arbeiten gegangen. Das ging irgendwie.

    Das ganze ist eine zeitlich begrenzte Maßnahme mit dem Ziel, den Augen helfen zu können und die Entzündungen zu stoppen. Und mir brachten die Aktionen eine ganze Menge. Trotz Nebenwirkungen hab ich das Ziel nicht aus den Augen verloren und dann fiel es mir persönlicher leichter.
    Du schaffst das auch!!!

  8. #8
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    Standard AW: Stoßtherapie EO, wo habt ihr eure gemacht? Hausarzt, Klinik?

    Erste Infusion geschafft. Lief ca. 50 Minuten. Gottseidank ist mein Port noch brauchbar, also kein ständiges Suchen nach brauchbarere Vene. Natürlich später dann prompt VHF, aber hab ich oft. Noch nichts sonst. Wann ging es bei euch los?
    Mir ist erst heute aufgefallen, dass ich Prednisolon 500 bekommen, nicht Methylprednisolon. Steht so im Brief Augenklinik. Ist MP nicht das Übliche?

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Stoßtherapie EO, wo habt ihr eure gemacht? Hausarzt, Klinik?

    Wen Du über die erweiterte Suche gehst, findest Du viele Beiträge zum Thema z.B. das hier:
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...light=Cortison

    Was meinst Du mit
    Wann ging es bei euch los?
    , die Wirkung oder die Nebenwirkung?

  10. #10
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    Standard AW: Stoßtherapie EO, wo habt ihr eure gemacht? Hausarzt, Klinik?

    Beides?
    Eigentlich meinte ich die Nebenwirkung.
    Bei mir lief es so: VHF deutlich schlimmer als sonst, mit Puls 150 arrhythmisch also ins Bett. Ca. 3 Stunden geschlafen, immerhin. Kein rotes Gesicht, eher käsebleich, war bei Chemo auch so unter Corti am ersten Tag, kein Schwitzen. Am nächsten Morgen immer noch blass, Hals etwas rot, Herz weiter VHF, aber langsamer. Dann nach 26h endlich Ende VHF. Tag eher gut, bissel zu wach für so wenig Schlaf. Abends dann doch sehr müde und richtig gut geschlafen in 2. Nacht. Und heute dann mies, völlige Leere im Kopf und mittags Kollaps Nebenniere. Fing an mit extremem Frieren, Körpertemperatur sackte ab, und Schwäche und Elendgefühl, dann heftigen Schmerz in der Flanke, so wie Nierenkolik, nur minimal schwächer. Wärmflasche und süßer Fencheltee halfen, aber dauerte ne Stunde, bis ich ganz langsam wieder hochkam, das Frieren nachließ und der Schmerz. Jetzt geht, aber doof im Kopf.
    Ich verstehe es nicht. Laut Halbwertszeit Prednisolon müsste ich noch WEIT über der Tagesproduktion Cortisol im Körper haben und die Absetzprobleme dürften doch erst an der Schwelle zum "Normalen" losgehen?
    Ich kenne das Gefühl von Abstürzen unter Kortison von der Chemo, da hab ich noch dauerhaft Hydrocortison genommen (nicht wg Krebs). Und da hab ich in so nem Fall etwas HC genommen und nach 15 Minuten besser. Hab ich heute nicht und ging auch weg. Zwei dieser "Anfälle" hatte ich übrigens nach dem Ende der Krebsbestrahlung Anfang Januar. Dachte am Anfang, dieses Mal wären es die Nieren, aber sind es nicht. Ich weiß´, dass ich ein Höllendreivierteljahr hinter mir habe, mit OPs etc, aber ich MUSS diese Therapie jetzt schaffen.
    Übrigens: gestern totale Besserung Augen, dachte, wäre auf gutem Weg und das schreckliche Würgen im Hals auch weg. Heute alles wieder da

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