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Thema: Euthyrox, die 10./Überdosierung

  1. #1
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    Standard Euthyrox, die 10./Überdosierung

    Hallo zusammen,

    nach Jahren Inaktivität im Forum melde ich mich wieder zurück und reihe mich ein in die "Euthyrox-Geschädigten".

    Folgendes Problem: ich habe letztes Jahr eigentlich stabil über Monate 118mcg Euthyrox eingenommen, gesplittet nach folgendem Schema:

    7:00: 37.5mcg
    13:00: 37.5mcg
    17:00: 25mcg
    21:00: 18.75mcg

    Habe von der Rezepturänderung eigentlich nichts gemerkt, mein Befinden war lange Zeit stabil (nicht perfekt, aber akzeptabel).
    Im Lauf des letzten Jahres hatte ich allerdings 2x ne heftige Magen-Darm-Infektion,
    zudem wurde eine Laktosintoleranz festgestellt. Insofern kam mir die Umstellung des Euthyrox nicht ungelegen.
    Im letzten Quartal 2019 ging es mir allerdings zunehmend miserabel, ich hatte Schwindel, extreme Benommenheit
    und Müdigkeit. Hab dann Werte machen lassen, die wie folgt aussahen:

    27.12.2019 (zuvor Euthyrox 118mcg gesplittet über ca. 7 Monate)
    TSH: 0.08
    FT3: 0.360 (0.24-0.46)
    FT4: 1.84 (0.93-1.7)

    18.01.2020 (bis 10.01.2020 gar kein LT, dann 5d Euthyrox 100mcg, ebenfalls gesplittet)
    TSH: 1.01
    FT3: 0.299 (0.24-0.46)
    FT4: 1.500 (0.93-1.7)

    Ich habe das LT ganze zwei Wochen seit der BE vom 27.12. weggelassen, weil ich trotz Splitting heftigste ÜD-Symptome bekommen hab.
    Danach bin ich wieder nach folgendem Schema eingestiegen:

    7:00: 37.5mcg
    13:00: 37.5mcg
    17:00 12.5mcg
    21:00 12.5mcg

    Trotz Dosisreduktion merke ich, wie ÜD-Symptome wieder stärker werden:
    Benommenheit, innere Unruhe, Zittern, Palpitationen. Neue Werte könnte ich jederzeit machen lassen, hat aber imho aktuell keinen Sinn.
    Vor allem morgens sind die Beschwerden stärker, lassen im Lauf des Tages nach. Was die Vermutung bestätigt, dass ich immer noch
    überdosiert bin. Eigentlich hatte ich vor, die 100mcg 8 Wochen zu halten, aber das werde ich glaube ich nicht durchhalten.
    Der Plan ist jetzt, 2d zu pausieren, dann mit 88mcg gesplittet weiterzumachen.

    Interessant finde ich die Tatsache, dass ich schon viel mehr LT genommen hab, das ist allerdings Jahre her (s. Profil) und
    ich weiß nicht mehr, ob es Euthyrox war oder nicht.

    Noch paar Gedanken: hatte über Monate immer wieder Durchfall, seit ich mich laktosefrei ernähre und die Euthyrox keine Laktose mehr
    enthalten, scheint die Resorption bei mir durch die Decke zu gehen. Trotz nicht-nüchterner LT-Einnahme über den Tag verteilt.
    Muss dazu sagen, dass ich in den letzten Jahren oft die Dosis geändert habe, einerseits hatte ich immer das Gefühl, dass ich einen hohen
    FT4 "brauche", damit ich keine UF-Symptome bekomme, bzw. eine Reduktion bei zu hohem FT4 mir schnell UD-Symptome einbrachte.

    Die größte Verbesserung meines Befindens kam eigentlich nicht durch Dosisänderungen, sondern durchs viermal tägliche Splitting.

    Was ich mich jetzt frage: eigentlich will ich keine schnellen Dosisänderungen mehr, bzw. egal wie Sch..e die Symptome auch sind, die
    Dosis mind. 6-8 Wochen zu halten war immer sinnvoll, weil sich das Befinden irgendwann dann doch auf einem stabilen
    (oder stabil schlechten) Niveau einpendelt. Allerdings habe ich jetzt aktuell schon das Gefühl, dass nach der zweiwöchigen Pause
    (welche das Befinden verbessert hat) seit der LT-Einnahme aktuell wieder starke ÜD-Symptome zurückkommen.
    Interessant auch, dass der FT4 nach 2 Wochen Karenz immer noch hochnormal liegt. Könnte allerdings auch am gestiegenen TSH liegen..
    d.h., wohin die Reise jetzt geht ist unklar.

    Zwei Möglichkeiten:

    1. der Wiedereinstieg mit 100mcg war zu viel, sprich auf das hohe FT4 (TSH-bedingt) kommt jetzt noch das LT oben drauf -> in 6-8
    Wochen wird mein FT4 wieder bei 80-100% liegen.

    2. Die ÜD-Symptome aktuell sind eher "Steigerungssymptome", durch den Wiedereinstieg wird mein TSH im Verlauf sinken und auch das
    FT4, (weil der TSH-"Motor" sich abschwächt), das Befinden wird sich stabilisieren.

    Spekulation, natürlich. Mein Plan wäre jetzt folgender: LT zwei Tage pausieren, Befinden beobachten, sollten sich ÜD-Symptome abschwächen, werde ich auf 87.5mcg runtergehen und dann 8 Wochen halten, sprich BE Ende März/Anfang April.
    Was sind eure Gedanken dazu?

    €: hohe FT4-Werte will ich in Zukunft vermeiden, weil ich glaube, dass insbesondere Benommenheit/Brainfog damit zusammen hängt.
    Evtl. werde ich 5x am Tag splitten und schauen, was das bringt. Ist allerdings erstmal Zukunftsmusik, erstmal muss sich mein Befinden
    stabilisieren..
    Geändert von HalloPeter (26.01.20 um 11:03 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Euthyrox, die 10./Überdosierung

    Ich habe erlebt, dass zu langes Unterbrechen der Einnahme dazu führen kann, dass quasi JEDE Dosis danach ÜD-Symptome machen kann. (Bin dann dadurch bei Null gelandet - bis ich nach 8 Wochen spürbar wieder einsteigen musste. Nicht zur Nachahmung empfohlen.)
    Seitdem habe ich nie mehr länger als 2 Tage unterbrochen, damit ist das Problem nicht mehr aufgetreten.

    Da dieses Kind bei dir aber schon im Brunnen ist, würde ich das weitere Vorgehen
    1. vom aktuellen Befinden oder der Reaktion auf weitere Einnahmepause entkoppeln
    2. danach vorgehen, ob du zu den Menschen gehörst, die UF- oder ÜF-Symptome als weniger Lebensqualität verschlechternd empfinden.

  3. #3
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    Standard AW: Euthyrox, die 10./Überdosierung

    Zitat Zitat von Flamme Beitrag anzeigen
    Ich habe erlebt, dass zu langes Unterbrechen der Einnahme dazu führen kann, dass quasi JEDE Dosis danach ÜD-Symptome machen kann. (Bin dann dadurch bei Null gelandet - bis ich nach 8 Wochen spürbar wieder einsteigen musste. Nicht zur Nachahmung empfohlen.)
    Seitdem habe ich nie mehr länger als 2 Tage unterbrochen, damit ist das Problem nicht mehr aufgetreten.

    Da dieses Kind bei dir aber schon im Brunnen ist, würde ich das weitere Vorgehen
    1. vom aktuellen Befinden oder der Reaktion auf weitere Einnahmepause entkoppeln
    2. danach vorgehen, ob du zu den Menschen gehörst, die UF- oder ÜF-Symptome als weniger Lebensqualität verschlechternd empfinden.
    Genau, den Verdacht habe ich auch, zu lange Pausen und dann Wiedereinstieg fühlen sich an wie eine massive Überdosierung. Ich werde jetzt die 87.5mcg 8 Wochen halten (hoffe ich halte es durch, habe zum Glück nächste Woche Urlaub) und dann weiterschauen. Alternativ bin ich wirklich am überlegen, das Präparat zu wechseln, wenn die Symptome in den nächsten 3-4 Wochen nicht besser werden mal abwarten..

  4. #4
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    Standard AW: Euthyrox, die 10./Überdosierung

    Man könnte dieses Phänomen damit begründen das die SD versucht die fehlende Menge auszugleichen aber nicht kann, da sie ja geschädigt ist. Die durch das Absetzen geschuldeten Entzündungen wirken dann einige Zeit noch nach.

    Ähnliches erleben Patienten mit Fahrstuhldosierungen oder auch Dosierungen die für sie zu niedrig sind. Es gibt einen TE Spencer, der vor 7 Jahren auch auf diesen Zug aufgesprungen ist und seine Dosis massivst reduziert hat, da angeblecht TSH supprimiert und die Dosis extrem hoch. Das ganze hat dann aber nicht geklappt. Ich will damit sagen, dass die Dosis passen muss und man sich manchmal von Dogmen verabschieden muss.

  5. #5
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    Standard AW: Euthyrox, die 10./Überdosierung

    Einerseits vierfach splitten, andererseits zwei Wochen Pause ... so schlimm war die Überdosierung nicht.

    Werte nach fünf Tagen Einnahme sagen wenig aus. Kann man sich sparen, mitsamt Diskussion, daher kein Kommentar von mir.

  6. #6
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    Standard AW: Euthyrox, die 10./Überdosierung

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Einerseits vierfach splitten, andererseits zwei Wochen Pause ... so schlimm war die Überdosierung nicht.

    Werte nach fünf Tagen Einnahme sagen wenig aus. Kann man sich sparen, mitsamt Diskussion, daher kein Kommentar von mir.
    Was genau stört dich am vierfachen Splitting?

  7. #7
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    Standard AW: Euthyrox, die 10./Überdosierung

    Es stört mich nicht, es ist umständlich und meistens überflüssig.

    Die Halbwertszeit von LT ist lang genug, um es nur einmal am Tag zu nehmen. Wenn die Dosis und das Präparat passen, sollte man damit auch vom Befinden her klarkommen.

    Wenn die Dosis zu hoch ist, hilft auch 12 mal splitten mit nachts Wecker stellen nichts ...

  8. #8
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    Standard AW: Euthyrox, die 10./Überdosierung

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Es stört mich nicht, es ist umständlich und meistens überflüssig.

    Die Halbwertszeit von LT ist lang genug, um es nur einmal am Tag zu nehmen. Wenn die Dosis und das Präparat passen, sollte man damit auch vom Befinden her klarkommen.

    Wenn die Dosis zu hoch ist, hilft auch 12 mal splitten mit nachts Wecker stellen nichts ...
    Splitten half zumindest mir, die Dosis stark zu reduzieren und das Befinden wirklich zu verbessern (s. alte Werte im Profil). Ist ja auch logisch, den Peak, bzw. die Wirkstoffspitze im Blut mildert man drastisch ab, was sich positiv auf TSH & Dejodasen auswirkt. Hoffe, ich konnte deinen Denkfehler aufklären

  9. #9
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    Standard AW: Euthyrox, die 10./Überdosierung

    Zitat Zitat von HalloPeter Beitrag anzeigen
    Splitten half zumindest mir, die Dosis stark zu reduzieren .... Hoffe, ich konnte deinen Denkfehler aufklären
    Was du von deiner Erfahrung berichtest, ist deine Erfahrung bzw. deine Interpretation davon und nicht mehr - wer so etwas verallgemeinert, hat selbst einen Denkfehler :-).

    Das Splitten reduziert keine Dosis und ist deshalb ungeeignet, eine Überdosierung zu beenden.

  10. #10
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    Standard AW: Euthyrox, die 10./Überdosierung

    Nein, kein Denkfehler, ich bezog mich nur darauf, dass du ja überdosiert hast.

    Inwieweit ist das denn bewiesen, dass die Wirkung den Aufwand wert ist? Nach Beweisen für Selen als angeblichen FT3-Pusher frage ich seit 5 Jahren, vielleicht geht es ja beim Splitten schneller.

    Durch Splitten wird der fT4-Peak flacher, kommt aber mehrfach.
    Geändert von Irene Gronegger (05.02.20 um 11:54 Uhr)

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