Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 12

Thema: Diffuse Symptome - Hilfe zu Werten

  1. #1
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    11.01.20
    Beiträge
    6

    Standard Diffuse Symptome - Hilfe zu Werten

    Hallo,

    Ich lese schon länger im Forum mit und finde es sehr toll, wie hier allen geholfen wird! Nun habe ich mich entschieden, auch einen Beitrag zu veröffentlichen, da ich leider seit einiger Zeit mit einigen diffusen Symptomen zu kämpfen habe…

    Kurz zu mir: Ich bin weiblich und Anfang 30. Seit Sommer 2007 habe ich die Diagnose Hashimoto (Antikörper vorhanden, Tsh bei 5.05, freie Werte leider nicht mehr bekannt). Symptome waren damals v.a. Müdigkeit/Antriebslosigkeit. Mit LT ging es mir dann eigentlich immer relativ gut, manchmal Phasen der Müdigkeit, Tendenz zu verschleimtem Hals/Räusperzwang, was ich aber nicht unbedingt mit der Schilddrüse in Verbindung gebracht habe.

    Seit einiger Zeit geht es mir aber nicht mehr so gut, und ich würde gern verstehen, ob die Schilddrüse eine Rolle spielen könnte. Seit Sommer 2018 habe ich oft nachts einen angeschwollenen Bauch, schlafen mit Hose ist für mich mittlerweile sehr unangenehm. Im Herbst 2018 kamen dann verstärkte Müdigkeit, Antriebslosigkeit und ein allgemeines ständiges leichtes Krankheitsgefühl hinzu. Auch die Verschleimung im Hals ist schlimmer geworden. Seit Frühjahr 2019 leide ich auch unter geschwollenen, schweren, müden Beinen und oft auch unter Beinschmerzen. Die Symptome verstärken sich bei langem Stehen und Sitzen, bei Bewegung und im Liegen bilden sie sich zurück, es könnte sich also evtl. um Wassereinlagerungen handeln? Die Untersuchung beim Phlebologen war ohne Befund. Weitere Symptome seit letztem Jahr sind: morgens geschwollene Augen, ab und an Kribbeln im Gesicht, Frieren/kalte Hände & Füße, trockene Haut an den Beinen, Neigung zu Schuppen in den Haaren/kraftloses, stumpfes Haar, ab und an Pickelchen am Kinn und seitlich am Hals.

    Im Frühjahr 18 habe ich ein großes Blutbild machen lassen, alle Werte lagen im Normbereich, außer das Gesamt-Cholesterin, das leicht erhöht war (226 mg/dl (Norm unter 200)); da aber das LDL-Cholesterin bei 95 (Norm über 65) lag, meinte mein Hausarzt, das würde sich ausgleichen. Mein Blutdruck ist seit jeher niedrig.

    Im Dezember 19 habe ich meine Schilddrüsenwerte untersuchen lassen. Hier meine Werte:
    (LT Tirosint Gelkapseln 88)
    Ft3: 2,62 pg/ml (1,88 - 3,18)
    Ft4: 0,84 ng/dl (0,70 - 1,9)
    TSH: 0,510

    Zum Vergleich hier meine Werte seit Krankheitsbeginn:

    01/08 (LT Henning 50):
    Ft4: 15,1 p/mol (10,0 - 25,0)
    Ft3: 5,2 p/mol (3,5 - 8,1)
    TSH: 0,7 (0,3 - 3,5)
    TgAK: 360 IU/ml
    TPO: 358 IU/ml

    06/08 (LT Henning 50 + Pille seit Frühjahr 08):
    Ft4: 12,6 (10,0 - 25,0)
    Ft3 5,6 (3,5 - 8,1)
    TSH: 1,0 (0,3 - 3,5)

    06/09 (LT Henning 60 + Pille):
    Ft4: 10,5 (10,0 - 25,0)
    Ft3 4,7 (3,5 - 8,1)
    TSH: 1,0 (0,3 - 3,5)

    10/10 (LT Henning 75 + Pille):
    Ft4: 13,7 (10,0 - 25,0)
    Ft3 6,0 (3,5 - 8,1)
    TSH: 0,6 (0,3 - 3,5)

    06/12 (LT Henning 75 + Pille):
    Ft4: 14,3 (10,0 - 25,0)
    Ft3 4,8 (3,5 - 8,1)
    TSH: 1,3 (0,3 - 3,5)

    09/14 (LT Henning 100 + Pille):
    Ft4: 14,2 (10,0 - 25,0)
    Ft3 4,7 (3,5 - 8,1)
    TSH: 0,5 (0,3 - 3,5)

    06/17 (LT 100 Tirosint Gelkapseln seit 2015 wegen Umzug ins Ausland, Pille seit Herbst 16 abgesetzt)
    Ft3: 2,89 pg/ml (1,71 - 3,71)
    Ft4: 1,06 (0,70 - 1,48)
    TSH: 0,13

    11/18 (LT 88 Tirosint seit 06/17, da Hausarzt wegen des erniedrigten TSH eine Senkung empfohlen hatte)
    Ft3: 2,52 pg/ml (1,88 - 3,18)
    Ft4: 0,93 ng/dl (0,70 - 1,9)
    TSH: 0,447

    Noch kurz zu meinen Ultraschallergebnissen der Schilddrüse: Es wurden nie Knoten festgestellt, die Struktur ist für Hashimoto typisch. Nach anfänglichem minimalem Schrumpfen, zeigte sich die Schilddrüse in den letzten Jahren wieder etwas größer (am "größten" beim letzten Ultraschall 01/20). Es wurden nie vergrößerte Lymphknoten festgestellt, außer beim letzten Ultraschall 01/20, wo diese leicht vergrößert auf einer Seite waren.

    Anfang Februar habe ich einen Termin beim Endokrinologen. Ich wäre sehr dankbar, zuvor ein paar Meinungen zu meinen Symptomen und Schilddrüsenwerten zu hören, bzw. ob und wenn ja welche weiteren Untersuchungen eurer Meinung nach Sinn machen würden?

    Herzlichen Dank an alle,

    Canberra

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    23.04.15
    Beiträge
    558

    Standard AW: Diffuse Symptome - Hilfe zu Werten

    Insgesamt gesehen scheinen mir die Werte unter Henning noch am stabilsten zu sein. Der FT4 ist da zwar auch nicht hoch, aber eindeutig besser als unter Tirosint. Ab Einnahme von Tirosint flacht der FT4 Spiegel weiter ab. Da der TSH durchgängig im niedrigen Bereich ist, würde ich ihn auch nicht so stark zur Beurteilung heranziehen. Zur Zeit sehe ich eher eine leichte Unterversorgung mit Hormonen. Durch Weglassen der Pille hat sich hier wahrscheinlich auch einiges verschoben. Dürfte sich mittlerweise aber auch ein wenig eingependelt haben.

    Die Symptome selbst passen auch zu einer leichten Unterversorgung. Dem Endo würde ich auf jeden Fall auf diesen niedrigen FT4 aufmerksam machen. Einmalig scheint die Konstellation ja nicht zu sein. Und vielleicht doch wieder ein Wechsel auf Henning? Und wenn nicht unbedingt Kinderwunsch aktuell besteht: vielleicht auch mal eine Kur mit Frauenmanteltee? Zwecks Ausgleich der Hormone?

  3. #3
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    11.01.20
    Beiträge
    6

    Standard AW: Diffuse Symptome - Hilfe zu Werten

    Vielen Dank für deine Antwort, Myrrdin!

    Leider gibt es in dem Land, in dem ich jetzt lebe, kein LT Henning, darum damals der Wechsel zu Tirosint. Ich hätte auch euthyrox haben können, dachte aber dass Gelkapseln "besser" wären, weil ohne Füllstoffe und wegen besserer Bioverfügbarkeit.

    Bei meinen ersten Werten circa ein ¾ Jahr nach Absetzen der Pille und nach circa 3 Jahren Tirosint 100 hatte ich ja folgende Werte:

    Ft3: 2,89 pg/ml (1,71 - 3,71)
    Ft4: 1,06 (0,70 - 1,48)
    TSH: 0,13

    Da scheinen mir die freien Werte relativ gut zu sein. Vielleicht hätte ich damals nicht wegen des niedrigen TSH senken sollen, aber ich hatte da dem Arzt vertraut… Denkt ihr also ein TSH von 0,13 wäre bei mir vertretbar?

    Danke auch für den Tipp mit dem Frauenmanteltee, vielleicht probiere ich das ja auch mal aus! Trinke eh gerne Kräutertees! Mein Zyklus hatte sich zwar nach dem Pilleabsetzen nach circa einem Jahr wieder recht gut eingependelt, regelmäßig, immer mit Eisprung und langen Hochlagen, aber Ich informiere mich mal!

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    23.04.15
    Beiträge
    558

    Standard AW: Diffuse Symptome - Hilfe zu Werten

    Ist natürlich ärgerlich, wenn man auf Tirosint angewiesen ist. Euthyrox wäre zwar eine Alternative, aber ein kompletter Neueinstieg. Zumal Euthyrox die Rezeptur verändert hat.

    Ft3: 2,89 pg/ml (1,71 - 3,71)
    Ft4: 1,06 (0,70 - 1,48)
    TSH: 0,13
    Von "guten" freien Werten m.E. weit entfernt. Das einzige, was eher auf eine zu gute Versorgung schließen lässt ist der TSH, während die freien Werte im unteren Bereich liegen. OK, wenn man sich gut dabei fühlt, kann man es so lassen. Bei mir gehen bei dem Referenzbereich nur ein unterer Wert von 11,8. Alles was darunter ist, fängt an starke Probleme zu machen. Auch ist der FT3 akzeptabel, aber auch nicht zu hoch.

    Notfalls würde ich auch noch eine weitere Meinung von einem Nuklearmediziner holen. Allein um zu sehen, arbeitet sie noch mit.

    Auf jeden Fall passt der TSH nicht zu den freien Werten. Mit den freien Werten lag mein TSH bei über 6. Was m.E. auch auf eine Unterversorgung hindeutet, ist der erhöhte Cholesterinspiegel. Geringfügig erhöht - aber passt zu dem Bild.

  5. #5
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    11.01.20
    Beiträge
    6

    Standard AW: Diffuse Symptome - Hilfe zu Werten

    Danke für die erneute Antwort!

    Hm ich dachte, die freien Werte unter Tirosint von 06/17 bei tsh von 0,13 wären nicht so schlecht, da sie doch relativ in der Mitte liegen? Ich weiß zwar, dass hier das Prozentrechnen nicht mehr so gemacht wird, aber ich habe die Werte trotzdem mal umgerechnet, mit folgendem Ergebnis:
    Ft3: 59%
    Ft4: 46%

    Im Vergleich dazu meine letzten und ersten Werte unter LT Henning in Prozent:

    Werte 09/14 bei tsh von 0,5
    Ft3: 26,9%
    Ft4: 28%

    Werte von 01/08 bei tsh von 0,7
    36,96%
    34,00%

    Aber natürlich sind das zwei verschiedene Labors und die Werte von jetzt sind in pg/ml bzw ng/dl, während die alten in p/mol waren.. Ist das dann überhaupt zu vergleichen?

    Euthyrox möchte ich eher nicht versuchen, ich höre immer soviel schlechtes über dieses Medikament, dass ich da irgendwie voreingenommen bin. Ich werde mich mal informieren, ob es hier noch andere Alternativen gibt. Wobei ich natürlich nicht weiß, ob eine Umstellung nicht alles noch mehr durcheinander bringen würde..

    Die Ärzte, die ich bisher hier besucht habe, waren eine nicht allzu große Hilfe. Mir erscheinen sie hier noch TSH-fixierter als in Deutschland zu sein. Mein Hausarzt meinte sogar bei meinem letzten Besuch jetzt im Januar die Werte wären ok, wenn dann müsste man noch weiter senken, da der TSH mit 0,5 ja eher an der unteren Grenze läge. Und meine Beschwerden kämen sicher nicht von der Schilddrüse. Ich habe ihn jetzt auch gewechselt.... Ich hoffe, beim Endokrinologen wird es ein bisschen besser laufen.

    Myrrdin, du meintest, beim Nuklearmediziner könne festgestellt werden, ob die Schilddrüse noch arbeitet?wie wird das denn getestet?

    Vielen Dank nochmals,

    Canberra

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    38.657

    Standard AW: Diffuse Symptome - Hilfe zu Werten

    Zitat Zitat von canberra Beitrag anzeigen
    Danke für die erneute Antwort!

    Hm ich dachte, die freien Werte unter Tirosint von 06/17 bei tsh von 0,13 wären nicht so schlecht, da sie doch relativ in der Mitte liegen?
    Nein, sie sind auch alles andere als schlecht, rein als Werte, also irgendwie verdächtig niedrig sind sie nicht, noch dazu Nüchtern-, also Tiefstwerte.

    Aber natürlich sind das zwei verschiedene Labors und die Werte von jetzt sind in pg/ml bzw ng/dl, während die alten in p/mol waren.. Ist das dann überhaupt zu vergleichen?
    Nein, das sind sie nicht.

    Der Nuk kann eine Szintigrafie machen, um zu sehen, wie aktiv eine Schilddrüse ist. Aber ich sehe in deinem Fall keine Indikation dafür. Bei einem relativ tiefen TSH wird sowieso wenig los sein, das kann man ohne Szinti auch sagen. Etwas mehr eigene Schilddrüsentätigkeit kann von Vorteil sein - aber auch das muss man für sich selbst ausloten.

    Ob deine Beschwerden von der Schilddrüse kommen - hm, ich würde mich darauf nicht festlegen, also wirklich offen bleiben. Und du kannst auch versuchen, ob eine Mini-Steigerung (um 6,25) etwas bringt oder nicht, dann wüsstest du es eben. Aber immer vorsichtig damit, denn es gibt einen (individuellen) Punkt, bei man man bereits überversorgt ist und ähnliche bis gleiche Symptome hat. Wo dieser Punkt ist, ist hochgradig individuell.

  7. #7
    Benutzer
    Registriert seit
    24.10.16
    Ort
    NDS
    Beiträge
    244

    Standard AW: Diffuse Symptome - Hilfe zu Werten

    Hallo canberra,

    ich hätt' jetzt auch gedacht: versuch es mit einer Mini-Steigerung. Aber die Tirosint-Kapseln kannst du ja nicht zerteilen. Da bliebe höchstens 88/100 im Wechsel. Wobei empfindliche Naturen Wechseldosis häufig nicht vertragen. Vielleicht wären Tropfen eine Möglichkeit, wenn bei euch verfügbar?

    LG Ness

    Wie groß soll denn die Schilddrüse jetzt sein?
    Geändert von Ness (28.01.20 um 22:19 Uhr)

  8. #8
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    11.01.20
    Beiträge
    6

    Standard AW: Diffuse Symptome - Hilfe zu Werten

    Vielen Dank auch für eure Antworten, panna und Ness!

    @Ness. Das mit den Tropfen ist auf jeden Fall eine gute Idee, die gibt es hier. Dann könnte ich z. B. mein Tirosint 88 weiternehmen und den Rest durch Tropfen ergänzen.

    Hier die Ergebnisse von 3 verschiedenen Schilddrüsen-Ultraschalls (von relativ am Anfang, der Mitte und vom letzten):

    06/08:
    SD-Gesamtvol.: 12 ml
    Re: 7 ml
    Li: 5 ml

    07/12:
    SD-Gesamtvol.: 11 ml
    Re: 4,5 ml
    Li: 6 ml

    01/20:
    SD-Länge horizontal: rechts 12 mm, links 11 mm
    SD-Länge vertikal: rechts 11mm, links 9 mm

    Jetzt sehe ich nur gerade, dass in meinem jetzigen Land anscheinend kein Volumen sondern Größenmaße angegeben werden...



    @panna: Du meintest etwas mehr eigene Schilddrüsentätigkeit kann von Vorteil sein => denkst du es bestünde die Chance, dass meine freien Werte evtl. steigen würden, wenn ich LT reduziere? Da die freien Werte nach der letzten Reduzierung von 100 auf 88 gesunken sind, hätte ich Angst, dann komplett in eine Unterfunktion zu rutschen?
    Wegen der Beschwerden ja, ich möchte mich jetzt nicht gänzlich auf die Schilddrüse versteifen, es wäre halt meine Hoffnung, dass sich viele der Beschwerden mit einer "besseren" Einstellung geben… Bevor ich Tausend andere Untersuchungen machen lasse und mir dann schlimmstenfalls irgendwelche Krankheiten diagnostiziert werden und Medikamente empfohlen werden (z.b. cholesterinsenker, Magensäureblocker oder Wassertabletten), die alles nur schlimmer machen, und am Ende hätte sich alles einfach mit einer anderen LT-Einstellung behandeln lassen können..

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    38.657

    Standard AW: Diffuse Symptome - Hilfe zu Werten

    Wenn das nun auch unterschiedliche Schaller und unterschiedliche Geräte waren, dann erübrigt sich auch in diesem Bereich jeder Vergleich.

    Wenn die Schilddrüse eine doch eine arbeitsfähige, sogar normale Größe und eine zufriedenstellende Struktur hat, und so sieht es aus lt. Profil, dann finde ich, dass ein wenig Mitarbeit nützlich ist, insbesondere bezüglich T3. Aber jetzt direkt würde ich deswegen nicht senken, nur den Gedanken im Hinterkopf behalten, allerdings würde ich auch nicht unbedingt erhöhen. Warum: Du zählst einige Symptome auf - wie so oft, sind sie total unspezifisch. Manche von ihnen können tatsächlich auf bestimmte Mängel zurückgehen - nicht zwingend, aber es ist möglich. In dem Bereich würde ich ein wenig Nachforschung anstellen, nämlich: Vitamin D, Vitamin B12, Zink, evtl. Biotin (Haare), Zink, Ferritin. Dein Bauch: Eventuell Nahrungsmittel, die dir nicht so gut bekommen? Könntest du versuchen, in diese Richtung Nachforschungen anzustellen, ob irgendwelche Nahrungsmittel an deinem Aufgeblähtsein schuld sein könnten? Ich sehe nämlich nicht unbedingt, dass die Schilddrüsenhormone daran schuld sein könnten, zumal du ja allerhöchstens nicht optimal, aber nicht wirklich unterversorgt bist.

    Ich würde also Prioritäten setzen und erstmal obige Dinge abklären. Ob du das tust oder einfach erhöhst, weil das der einfachere Weg ist - ja nun, die Entscheidung, was du tust, liegt natürlich bei dir.

  10. #10
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    11.01.20
    Beiträge
    6

    Standard AW: Diffuse Symptome - Hilfe zu Werten

    Hallo,

    Nachdem ich nun meinen Termin beim Endokrinologen hatte, möchte ich mich kurz zurückmelden.

    Zunächst noch danke für deine letzte Antwort, panna! Ich werde deine Anregungen auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. Allerdings denke ich nicht, dass man in dem Zusammenhang von "einfachen" und "schwierigen" Wegen sprechen kann, und dass "steigern" immer gleichbedeutend mit "einfacher Weg" ist: Ich möchte einfach nur sicher sein, dass mein Körper optimal mit Schilddrüsenhormonen versorgt ist, ob das nun bereits schon der Fall ist, oder ob ich dafür senken oder steigern müsste. Wenn ich jetzt zum Beispiel steigern würde, und meine Symptome verschwinden nicht oder mir geht es noch schlechter, dann wäre dieser Weg garantiert nicht der einfachere gewesen, sondern der schwerere Verschwinden sie hingegen und mir geht es wieder gut, wäre das ja schön, und in diesem Fall wäre der "einfache" Weg ja auch gleichzeitig der "richtige" Weg gewesen. Zur Struktur meiner Schilddrüse: Der Arzt beim letzten Ultraschall meinte typisch für längere Hashi-Erkrankung, inhomogen, mikrogranulär, verschwommen.

    So jetzt aber zum Endokrinologenbesuch, den ich leider nicht sehr nützlich fand, sondern fast ein bisschen bizarr: Der Arzt hat sich meinen Werteverlauf angesehen, aber ihn hat immer nur der Tsh interessiert, der laut ihm am besten immer bei 1 liegen sollte. Er meinte dann, die freien Werte müsste man gar nicht abnehmen. Auf meine Frage hin, dass der ft4 relativ niedrig wäre und nicht so gut zum niedrigen tsh passen würde, meinte er, dass sei ganz normal so, da ich ja bei der Blutuntersuchung schon 24 Stunden keine Hormone genommen hätte (ist das wirklich so, dass der ft4 so schnell wieder absinkt?das würde ja bedeuten, dass man bei einmal LT vergessen gleich in eine Super-Unterfunktion rutschen könnte?!?). Er wollte mich dann überzeugen, dass ich überdosiert sei und hat mir vorgerechnet, dass bei meinem Körpergewicht (58kg auf circa 1,72cm) 75 LT die passende Dosis sei. Er hat dann ein paar Körperliche Untersuchungen gemacht, konnte aber zu seinem Bedauern keine Anzeichen einer Überdosierung feststellen. Meine geschilderten Symptome hat er nicht weiter beachtet, nach mehrmaligem Nachfragen meinerseits meinte er aber, die Schilddrüse als Grund könne er sicher ausschließen. Ich habe dann gefragt, ob er Ideen hätte, woher diese kommen könnten bzw. welche Untersuchungen man noch machen könnte. Daraufhin meinte er, alle meine Symptome seien garantiert nicht endokrinologischen Ursprungs, er tippe, dass alles stressbedingt sei. Aha. Ich fand das schon fast lustig, dass er mir das durch reine Blickdiagnose so sicher sagen konnte… Aber gut.

    Ich werde nun versuchen, in den kommenden Wochen mit meinem neuen Hausarzt über meine Symptome zu sprechen und hoffe, dass dieser etwas kompetenter ist.

    Falls jemand hier in der Zwischenzeit noch weitere Tipps, Anregungen und Kommentare hat, sind diese natürlich sehr willkommen!

    Vielen Dank,

    Canberra

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •