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Thema: Neue Werte: Steigern oder lieber lassen?

  1. #1
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    Standard Neue Werte: Steigern oder lieber lassen?

    Hallo zusammen

    Kurz zur Vorgeschichte: Seit Sommer 2019 war mein ft3 ständig zu hoch. Damals nahm ich Tirosint + NDT ein. Ich habe schrittweise das NDT reduziert und den T4 Anteil jeweils mit syntetischem Tirosint ersetzt, da ich offenbar kein T3 brauche (trotz operativer Gesamtentfernung meiner SD im Herbst 2018).

    Am 11. November sahen meine Werte unter 125mcg T4 und 0.25 Grain NDT (2.5mcg T3 + 9.5mcg T4) wie folgt aus:
    TSH: <0.01 (0.3-5.0)
    ft4: 16.1 (9.1-19.1)
    ft3: 5.34 (2.6-5.7)

    Da ich mich nicht wohl fühlte und mir der ft3 immer noch arg hoch erschien, hatte ich in der Folge das NDT ganz weggelassen.

    Am 11. Dezember waren die Werte dann unter 125mcg T4 wie folgt:
    TSH: 0.01 (0.3-5.0)
    ft4: 15.5 (9.1-19.1)
    ft3: 4.26 (2.6-5.7)

    Seit einer Woche kämpfe ich nun mit krassen Schlafproblemen: Starke innere Unruhe / Adrenalinschübe beim Einschlafen, der Schlaf selber ist nur oberflächlich mit abenteuerlichen Träumen, morgens komplett Gerädert beim Aufwachen und total verspannte und schmerzende Muskeln (hauptsächlich in den Extremitäten und im Nacken). Die Unruhe nimmt im Verlauf des Nachmittags und Abends zu. Ich fühle mich total abgeschlagen, friere schnell (auch Hände und insbesondere Füsse) und fühle mich wie leicht vergiftet mit einem ganz miesen Kopfnebel.

    In Folge dessen ging ich gestern 6. Januar neue Werte machen, die Dosis liegt seit November unverändert bei 125mcg T4:
    TSH: 0.02 (0.3-5.0)
    ft4: 15.1 (9.1-19.1)
    ft3: 4.03 (2.6-5.7)

    Das TSH scheint sich ganz langsam wieder in den messbaren Bereich zu bewegen, war unter T3-Substitution nicht mehr möglich. Meine Ärztin meinte ja, dass ich bei meiner Grösse und Gewicht (männlich, 1.81, 74 kg) in Kombination mit einer totaloperierten Schilddrüse wahrscheinlich mehr Hormone brauche. Die Werte (sowohl die von gestern als auch die vom Dezember) sind aber ziemlich mittig in der Norm. Was mich irritiert ist dieses miserable Befinden die letzten 7-8 Tage - Tendenz schlimmer werdend.

    Sollte ich doch mal 12.5mcg draufpacken? Oder komme ich doch nicht klar ohne T3? Ich hatte von Letzterem eigentlich nie eine echte Verbesserung gespürt und in Kombination mit den zu hohen Werten war für mich klar, dass ich es ohne probieren kann.

    Ich möchte jetzt nicht in Aktivismus verfallen, allenfalls hat das Befinden auch nichts mit den Werten zu tun? Allerdings kenne ich die Symptome so von Zeiten mit arg nicht passenden Werten, deshalb bin ich etwas unschlüssig.

    Lasst mir doch mal eure Gedanken da, wäre hilfreich.

    LG Cube
    Geändert von Cube87 (07.01.20 um 18:12 Uhr)

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Neue Werte: Steigern oder lieber lassen?

    Zitat Zitat von Cube87 Beitrag anzeigen
    Meine Ärztin meinte ja, dass ich bei meiner Grösse und Gewicht (männlich, 1.81, 74 kg) in Kombination mit einer totaloperierten Schilddrüse wahrscheinlich mehr Hormone brauche.
    Um zumindest das mal richtigzustellen: Die Pi-mal-Daumen-Einstiegsdosis für Totaloperierte liegt bei ca. 1,6-1,8 mcg/Kg Körpergewicht. Dies ist zwar wirklich nur eine Annäherung, der individuelle Bedarf kann nach oben wie nach unten abweichen. Aber bei deinen 74 kg liegst du exakt bei 1,7 mcg/Kg - und ob du mehr oder weniger brauchst oder genau diese Dosis, das musst du mit dir selbst ausknobeln. Ohne NDT kannst du auch einen Blick auf das TSH werfen.

    ziemlich mittig in der Norm.
    Mittig liegt dein fT4 höchstens kurz vor der nächsten LT-Einnahme, ein Zehntelchen oder einige Stunden nach Einnahme auch zwei kannst du ruhig dazu denken. Auch dies nur zur Info. Jedenfalls liegst du nicht wirklich in einem Bereich, der einem dicke Kopfschmerzen machen müsste, natürlich kann es sein, dass die Dosis nicht ganz optimal ist, aber so krass daneben ist sie nicht. Höchtens ein wenig :-)

    dieses miserable Befinden die letzten 7-8 Tage
    Du hast ja das NDT bereits im November weggelassen. Wie ging es dir denn so im Dezember?

    PS
    Das hier ist nicht repräsentativ, nur eine kleine forumsinterne Umfrage, aber so ein wenig Orientierung kann sie dir geben - wo der lange Balken ist und wo überall noch Balken sind: https://www.ht-mb.de/forum/poll.php?...do=showresults
    Geändert von panna (07.01.20 um 18:45 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Neue Werte: Steigern oder lieber lassen?

    Danke dir, panna, das hilft sicher mal fürs Erste weiter. Ich gehe mit dir einig, dass die Werte so verkehrt nicht sein können. Dennoch kommt diese innere Unruhe und abartige Erschöpfung / Müdigkeit phasenweise immer wieder. Auch kämpfe ich immer wieder mit Muskelschmerzen und -Schwäche, das hat auch zugenommen. Zudem vertrage ich plötzlich so gar keinen Kaffee mehr, der bringt jeweils extreme Unruhe mit sich. Mittlerweile sind wieder 3 Wochen vergangen, das Ganze hat sich aber nicht wirklich beruhigt.

    Im Dezember war der Schlaf sicherlich besser und erholsamer, momentan schlafe ich schlecht ein (Adrenalinschübe) und schlafe frühmorgens nur oberflächlich mit lebhaften Träumen. Oftmals werde ich dann auch nicht richtig wach, respektive dauert es ziemlich lange, bis ich meine Augen aufbekomme.

    Allenfalls wärs einen Versuch wert, nochmal 12.5mcg T4 draufzupacken? Oder aber diese Woche nochmals Werte machen und dann entscheiden?

    LG Cube
    Geändert von Cube87 (18.01.20 um 16:04 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Neue Werte: Steigern oder lieber lassen?

    Du für mich klingt das nach etwas zu viel LT und nicht nach zu wenig. Steigern würde ich ganz sicher nicht mit diesen Symptomen.
    LG

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Neue Werte: Steigern oder lieber lassen?

    Ich sehe es wie Amarillis:

    Zitat Zitat von Cube87 Beitrag anzeigen
    Allenfalls wärs einen Versuch wert, nochmal 12.5mcg T4 draufzupacken? Oder aber diese Woche nochmals Werte machen und dann entscheiden?

    LG Cube
    Wieso willst du denn erhöhen, was du schilderst, spricht doch ziemlich deutlich dagegen, inklusive erschöpftes Gefühl und Muskelschmerzen bzw. insbesondere auch -schwäche (mal abgesehen von deinen Werten, die auch nicht gerade nach Erhöhung schreien)?

    Wozu jetzt Werte, du hast doch welche vom 6. Januar. Lass dir noch einen Monat Zeit, vielleicht meldet sich dann auch dein TSH zu Wort und spricht mit. Wenn nicht, wäre das ebenfalls eine Stellungnahme.

  6. #6
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    Standard AW: Neue Werte: Steigern oder lieber lassen?

    Ich hätte die Symptome jetzt so gedeutet, dass sie genau so gut einer Unterfunktion zugeschrieben werden könnten? Oder anders ausgedrückt finde ich das Ganze nicht so eindeutig.
    Geändert von Cube87 (18.01.20 um 21:34 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: Neue Werte: Steigern oder lieber lassen?

    Zitat Zitat von Cube87 Beitrag anzeigen
    Ich hätte die Symptome jetzt so gedeutet, dass sie genau so gut einer Unterfunktion zugeschrieben werden könnten? .
    Manches eventuell. Vielleicht die kalten Gliedmaßen. Aber der gesamte restliche Absatz deiner Beschreibung spricht nicht wirklich für eine Unterdosierung.
    Und denke bitte immer dazu: Es sind deine Tages-Tiefstwerte, die du eigentlich vielleicht sonst nie hast, weil du ja dein LT ohne die Blutkontrolle längst intus hättest.

    Und noch etwas: Wenn du deine T3-Dosis schon seit dem Sommer gesenkt hast und ab November dann nichts mehr genommen hast, müsste das TSH eigentlich zurück sein (es sei denn, wirklich viele Jahre eher wirklich viel NDT genommen). Tut es das nicht, kann es eben auch am T4 liegen. So auch meine eigene Erfahrung.

  8. #8
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    Standard AW: Neue Werte: Steigern oder lieber lassen?

    Habe schon über eine sehr lange Zeit T3 genommen, zeitweise auch eine ganze Menge. Somit gut möglich, dass das TSH etwas länger braucht um wieder aufzutauchen. Bin ziemlich unschlüssig, was da los ist. Allenfalls ist warten wirklich die momentan beste Idee...

  9. #9
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    Standard AW: Neue Werte: Steigern oder lieber lassen?

    Ich habe so ca. 2 Jahre lang (zu viel) T3 genommen, bzw. eine suppressive Gesamtdosis. Das TSH klingelte bei richtiger Gesamtdosis allerdings sofort (d.h., als ich endlich erkannte, dass es eben nicht nur an T3, sondern auch an T4 lag).

    Gib dir noch Zeit, mache noch eine Runde, das wird noch drin sein. Und dann wirst du hoffentlich klarer sehen.

  10. #10
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    Standard AW: Neue Werte: Steigern oder lieber lassen?

    Bin heute morgen aufgrund zunehmender innerer Unruhe, starker Muskelschmerzen / Verspannungen, schlechtem Schlaf, Aphten im Mund, psychische Symptome wie Beklemmungsgefühl, Verzweiflung, etc. doch neue Werte bestimmen gegangen. Die Dosis von 125mcg T4 habe ich seit anfangs November gehalten, sprich etwas mehr als 10 Wochen:

    TSH: 0.04 (0.3-5.0)
    Ft3: 3.77 (2.6-5.7)
    Ft4: 15.9 (9.1-19.1)

    Blutentnahme erfolgte immer zur selben Zeit (9 Uhr). Der ft3 scheint doch kontinuierlich weiter zu sinken seit ich das T3 ganz weggelassen habe. Kann es sein, dass ich doch etwas T3 brauchen könnte (würde diesmal wohl eher Thybon nehmen antatt NDT)?

    LG Cube

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