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Thema: Entartungsrisiko von Knoten ist höher bei Morbus Basedow

  1. #1
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    Rotes Gesicht Entartungsrisiko von Knoten ist höher bei Morbus Basedow

    So meine Lieben, die Feierlichkeiten sind vorbei, ich werde jetzt ein wenig unangenehm. Diesen Artikel (eine Übersichtsarbeit)
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31369161 habe ich noch im vergangenen Jahr wahrgenommen, man findet also bei Basedow-Patienten eher bösartige Knoten als bei Nicht-Basedowlern. OK, ich habe es beiseite geschoben.

    Jetzt kommt mir bereits mit Erscheinungsjahr 2020 ein weiterer Artikel entgegen, da wird die Frage gestellt, ob nun MB als Risikofaktor für Schilddrüsenkrebs gelten sollte und ob man bei MB-Patienten aktive Krebsvorsorge betreiben sollte. Schluck.

    Weil nämlich: Bösartiges in der Schilddrüse ist weltweit auf dem Vormarsch, die Anzahl der Menschen mit bösartigen SD-Knoten beträgt 7-15%. Bei MB-Patienten ist aber die Rate der Entartung klar höher, zwischen 2 und 55 %

    Es gibt da noch ein Paar Details, aber die wesentliche Botschaft ist eben die, dass Knotenträger mit Basedow ein höheres Entartungsrisiko haben.

    Es wird auch überlegt, ob und inwiefern die TRAK eine Rolle bei der Malignität von Knoten bei Basedow spielen könnten, zumal die TRAK das Größenwachstum von SD-Follikeln bewirken (die Schilddrüse wächst ja auch bei aktivem MB). Bis dato scheint man da aber noch keinen konkreten Anhaltspunkt für eine direkte Kausalität (etwa: je höher die TRAK, umso entartungsfreudiger die Knoten o.ä.) gefunden zu haben.

    https://www.actascientific.com/ASCB/...-screening.pdf

    PS: es handelt sich natürlich um kalte Knoten.
    Geändert von panna (06.01.20 um 00:07 Uhr) Grund: URL korrigiert

  2. #2
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    Standard AW: Entartungsrisiko von Knoten ist höher bei Morbus Basedow

    Dann hätten aktive TRAK im Prinzip einen ähnlichen Effekt wie steigendes TSH bei kalten Knoten und Unterfunktion, was ja nicht so überraschend ist.

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