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Thema: Umgestellt auf Novothyral, ft4 völlig im Keller

  1. #1
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    Standard Umgestellt auf Novothyral, ft4 völlig im Keller

    Moin!

    Mitte Oktober habe ich begonnen von LT 100 auf Novothyral 100 umzustellen.

    Habe Novo langssam eingeschlichen und LT 100 langsam ausgeschlichen.
    Hatte vorher bereits 1 Kapsel Schilddrüsenextrakt (Allergy Research) genommen. Das hatte bereits eine sehr positive Wirkung auf mein Befinden, besonders der Kopf wurde endlich seit Jahren wieder klar und die Verspannungen in den Schultern begannen sich zu lösen.

    Meine Werte unter 100 LT waren seit Jahren ähnlich, mir wurde bereits Anfang 2014 empfohlen zusätzlich T3 zu nehmen (Entfernung zum Doc über 400km), allerdings konnte nicht sofort umgestellt werden, da ich schwanger war. Seit Ende 2014 suchte ich einen Arzt in der Nähe, der mir T3 dazu verschreibt. Nun endlich ist es soweit! Leider kannte die Ärztin Thybon nicht (gab es in ihrem Medikamenten Nachschlagewerk nicht und mir fiel natürlich der Name im Gespräch gerade nicht ein...).

    Werte unter LT 100 immer ähnlich:

    ft4 50-60%
    ft3 um 35%

    Eiseninfusionen fast ständig seit 2013, auch ein verhältnis mäßig guter Ferritin änderte nichts am Werteverhältnis. NEMs ins hoher Dosierung, da KPU. Nebennierenschwäche abgeklärt mit Speicheltest, Östrogendominanz (bisher unbehandelt, da noch keinen Arzt für naturidentisches Progesteron gefunden)

    Seit dem 3.11 nehme ich nur noch Novothyral 100 und zwar 1/2 morgens (5:30) vor dem Aufstehen, 1/4 mittags (12:45, 2 Std Karrenz zur Mahlzeit, hinterher mind 30min nüchtern), 1/4 abends (22:00, auch 2Std Karrenz zum Essen)

    Neue Werte vom 28.11.

    ft4 20%
    ft3 56%
    TSH nun supprimiert

    Befinden: am Anfang der Umstellung und auch bis ca Mitte November so gut wie seit Jahren nicht mehr.
    Kopf klar, weniger frieren, Stimmung positiver, Verspannungen Schulterbereich fast weg, Träume wieder (war viele Jahre weg), kein Herzrasen, keine Unruhe, kaum müde.....

    Seit Mitte November fängt die Müdigkeit wieder an. Der Kopf ist weiterhin recht klar. Schlaf hilft nicht gegen die Müdigkeit. Ich friere wieder.

    Meine Ärtzin wollte wegen des supprimierten TSH die Dosis senken, supprimierte TSH hat lt. ihrer Aussage nichts mit der T3 Einnahme zu tun, nachdem ich aber protestiert hatte und sie Blutdruck gemessen und das Herz abgehört hatte durfte ich bei Novo 100 bleiben. Die Werte konnte ich leider erst nach dem Gespräch in % umrechnen, da die Blutwerte immer erst nach dem Arztgespräch ausgehändigt werden. Die freien Werte sind von einer Überfunktion ja noch weit entfernt...

    Ich überlege nun noch t4 dazu zu nehmen. Bin aber nicht sicher, ob ich noch etwas warten soll und vorher nochmal schauen soll, ob der ft4 sich von alleine erholt.

    Wie sind Eure Erfahrungen? Besteht Hoffnung, dass der ft4 wieder hoch kommt ohne etwas an der Dosis zu ändern? Mein Befinden wird jedoch gefühlt täglich schlechter.

    Gruß aus dem Norden von Marie

  2. #2
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    Standard AW: Umgestellt auf Novothyral, ft4 völlig im Keller

    Mich wundert das alles überhaupt nicht. Du hast Dich ziemlich sicher komplett überdosiert mit dem vielen T3! Nach der kurzen Zeit die Du diese Dosis nimmst, werden die Werte sich noch ändern, die BE war für den Eimer, aber das T3 kommt immer mehr und mehr im Körper an und verursacht nun die Symptome.
    Wenn Du weitere Antworten möchtest, solltest Du die realen Werte mit Referenzbereichen schreiben, möglichst auch einen Werteverlauf im Profil hinterlegen mit genommener Dosis wie lange davor. Mit den Prozenten fängt man nichts an. Weiß man so nicht, ob sie mit dem selben Referenzbereich entstanden sind. Prozente die mit unterschiedlichen Referenzbereichen entstanden sind, kann man so nämlich definitiv nicht vergleichen!
    Ich überlege nun noch t4 dazu zu nehmen.
    Dann wird es Dir noch schlechter gehen als jetzt schon, denn das Problem liegt nicht am fT4. Siehe oben.
    Besteht Hoffnung, dass der ft4 wieder hoch kommt ohne etwas an der Dosis zu ändern?
    Nein. Zu viel T3 drückt ganz oft den fT4.

    Also was ich generell nicht verstehe, warum Du nicht mit dem zusätzlichen T3 vorsichtig gesteigert hast bzw. erst mal bei einer kleinsten Menge geblieben bist und dann nach ausreichender Zeit (mind. 6-8 Wochen) bei einer BE geschaut hast, was passiert ist und wie es Dir damit geht.
    Und davon abgesehen ist für mich auch möglich, auch aufgrund der "nur Prozente" mit 100µg LT, dass Du damit auch schon überdosiert warst. Der Prozentsatz beim fT3 lässt zumindest diesen Schluss momentan zu.

    Sehr schade, wie es gelaufen ist, denn das läuft ganz klar auf eine Senkung raus, die Du ebenso sicher hättest vermeiden können. Viel hilft nicht viel, im Gegenteil.
    LG

  3. #3
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    Standard AW: Umgestellt auf Novothyral, ft4 völlig im Keller

    Habe Novo langssam eingeschlichen und LT 100 langsam ausgeschlichen.
    Du hast erst vor knapp 2 Monaten begonnen und bist schon bei 20µg T3. Mit langsamem Einschleichen hat das nichts zu tun. Das sind im Gegenteil wilde Galoppaden.
    Ich kann auch nicht verstehen, warum dein Ziel von vornherein eine ganze Novothyral war.
    Ich hab mit 1/8 NT begonnen (LT-Monopräparat dabei entsprechend gesenkt), erst ca. 3 Monate danach 1/4 NT (LT-Mono wieder gesenkt), das jetzt seit 5 Monaten.

    Ich schließe mich der Bitte nach Werten in absoluten Zahlen mit Referenzbereichen an, außerdem die Länge der T3-Karenz vor der BE.

  4. #4
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    Standard AW: Umgestellt auf Novothyral, ft4 völlig im Keller

    Hallo Amarillis,

    vielen Dank für Deine Antwort.

    Ich weiß leider nicht, wie das mit dem Zitieren geht.

    Zu den Prozenten: ich finde die sehr gut vergleichbar, da sie ja jedesmal für den angegebenen Referenzwert ausgerechnet sind. Es handelt sich also immer um den Prozentanteil meiner Werte im jeweiligen Referenzbereich auch bei Laborwechseln.

    Blutennahme war nach 3 Wochen unter "voller" Dosis Novo. Da müsste ft3 im Blut ja schon einen brauchbaren Wert geben. Ich verstehe nicht, warum die BE "für den Eimer" war. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass ft3 bereits nach 2 Wochen kontrolliert werden kann da es im Körper direkt wirkt und eine kurze Halbwertzeit hat.

    Ich finde bei einem ft4 um die 50 Prozent kann man nicht von einer Überdosierung sprechen.
    Auch bei LT Einnahme von 88 LT lagen meine freien Werte deutlich mehr als 5% ausseinander (Umwandlungsstörung). Aber beide waren noch niedriger.
    Und ft4 mit 20 % ist doch auch sehr niedrig.


    Mit T3 Einnahme hat man angeblich oftmals Wohlfühwerte von ft3 um 80% und ft4 von um 60%. Auch das habe ich irgendwo gelesen, weiß aber im Moment nicht die Quelle.

    Warum findest Du einen ft3 von 56% zu hoch? Ist nicht die Wohlfühl-Einstellung bei den meisten mit freien Werten im oberen Drittel? Das wären dann ja mind.66%. Ich habe keinerlei Unruhe, keinen schnellen Herzschlag, schlafe endlich wieder durch und kann relativ klar denken, der Gehirnnebel ist die meiste Zeit weg. Für mich sind auch das keine Anzeichen von Überdosierung.

    Achso. Wegen der Steigerung: lt. meiner Ärtzin sollte ich sofort umstellen, ohne einschleichen oder langsames steigern.

    Ich stelle nachher mal einen Werteverlauf ins Profil.

    MFG Marie

  5. #5
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    Standard AW: Umgestellt auf Novothyral, ft4 völlig im Keller

    Hallo Flamme,

    die Karrenz vor Blutentnahme war 12 Std.
    Hatte die 1/4 Novo statt um 22 Uhr um 20 Uhr genommen.

    MFG Marie

  6. #6
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    Standard AW: Umgestellt auf Novothyral, ft4 völlig im Keller

    [QUOTE=Amarillis;3629935
    Und davon abgesehen ist für mich auch möglich, auch aufgrund der "nur Prozente" mit 100µg LT, dass Du damit auch schon überdosiert warst. Der Prozentsatz beim fT3 lässt zumindest diesen Schluss momentan zu.


    LG[/QUOTE]

    Warum wäre das so? Bei

    ft4 50-60%
    ft3 um 35%

    sehe ich keine ÜD. Mein FT4 lag bei 82 % und FT3 bei knapp 9 %. Und bevor jeder schreit: runterdosieren - hier war es ein raufdosieren, was Hilfe brachte. Nämlich den FT4 runter und FT3 wieder etwas rauf. Man konnte das nachher auch gut am TSH sehen. Obwohl manche einen TSH von über 3 auch noch als normal ansehen - ich definitiv nicht. Dazu muss das Befinden dann aber 100 % sein und das ist es selten.

    Jetzt liegen bei mir beide Werte bei 60-65 % und das Befinden drückt es auch aus.

    Letztlich handelt es sich hier um Hormone, deren Feinabstufung mitunter nicht ganz so einfach ist.

  7. #7
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    Standard AW: Umgestellt auf Novothyral, ft4 völlig im Keller

    Zitat Zitat von Myrrdin Beitrag anzeigen
    Warum wäre das so? Bei

    ft4 50-60%
    ft3 um 35%

    sehe ich keine ÜD. Mein FT4 lag bei 82 % und FT3 bei knapp 9 %. Und bevor jeder schreit: runterdosieren - hier war es ein raufdosieren, was Hilfe brachte. Nämlich den FT4 runter und FT3 wieder etwas rauf. Man konnte das nachher auch gut am TSH sehen. Obwohl manche einen TSH von über 3 auch noch als normal ansehen - ich definitiv nicht. Dazu muss das Befinden dann aber 100 % sein und das ist es selten.

    Jetzt liegen bei mir beide Werte bei 60-65 % und das Befinden drückt es auch aus.

    Letztlich handelt es sich hier um Hormone, deren Feinabstufung mitunter nicht ganz so einfach ist.
    Um die alten Werte unter LT 100 gehts ja jetzt nicht. Und sicherlich hat jeder individuell einen richtigen Bereich, den es zu finden gilt. Hier merkt man aber, das uralte Ideen, die sich längst als falsch erwiesen haben, immer noch blühen.
    Was nun am Ende richtig ist, andere Sache. Aber Thybon 20 täglich ist schon ein Wort...Und wenn man dann noch mit 12 Stunden Karenz zur Blutentnahme geht, und da kommt schon ein ziemlich hoher ft3 bei raus, und wenn man dann noch meint, die freien Werte wären weit entfernt von einer Überdosierung...
    Und nun klagt die Userin also über Müdigkeit und Frieren.

  8. #8
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    Standard AW: Umgestellt auf Novothyral, ft4 völlig im Keller

    Zitat Zitat von MarieNF Beitrag anzeigen
    Zu den Prozenten: ich finde die sehr gut vergleichbar, da sie ja jedesmal für den angegebenen Referenzwert ausgerechnet sind. Es handelt sich also immer um den Prozentanteil meiner Werte im jeweiligen Referenzbereich auch bei Laborwechseln.
    Irrtum, Marie. 60% bei einem Referenzbereich fT4 (0,8 - 2,0) (das ist ein typisch irreführendes Beispiel, so gut wie täglich anzutreffen, wenn auch immer seltener) ist etwas völlig anderes als 60% bei einem Referenzbereich (0,7/0,9 - 1,7). Es gibt leider Referenzbereiche, die keinerlei Rücksicht darauf nehmen, dass manche Leute nach einer 24-Stunden-Karenz zur BE kommen und manche andere 2-4 Stunden nach Thyroxineinnahme. - Es gibt Referenzbereiche von 0,8/0,9/1,0 bis sogar 2,3 und es gibt auch welche, die (in der Einheit pmol) von 10 - 28 gehen (statt wie üblich bis 22).

    Vergleichbar machen die Prozente Laborwerte aus Labors mit unterschiedlichen Referenzbereichen kein bisschen - weil sie eben grundsätzlich nicht vergleichbar sind, so dass man sich mit den Prozenten bloß an der Nase herumführt (oder herumführen lässt).

    Und was Novo angeht - 20 mcg sind wirklich eine ganze Menge. Ich wäre mit einem Bruchteil eingestiegen - vielleicht hätten dir auch 5 mcg gereicht.

  9. #9
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    Standard AW: Umgestellt auf Novothyral, ft4 völlig im Keller

    @Panna.

    Ok. Das mit den Prozenten sehe ich ein. Ich ergänze mein Profil heute Nachmittag.

    Ich persönlich wäre bei meinem alten LT Präparat geblieben und hätte mich mit Thybon langsam an ein gutes Befinden heran gesteigert.
    Aber ich war auch sehr froh, dass ich endlich einen Arzt gefunden habe, der mir T3 verschreibt. Immerhin suche ich seit 2014 nach jmd und habe seitdem etliche Arztpraxen von innen gesehen....
    Ich konnte also nur mit dem verschriebenen Novo 100 starten. Da es lt. Aussage der Ärztin T3 nur als Kombipräparat gibt. Es war kein einzelnes T3 im Arzneimittelkatalog zu finden. Und ich kam Dank Hashihirn nicht auf den Namen "Thybon".
    Ich sollte auch bereits nach 3 Wochen wieder zur Blutentnahme kommen. Das habe ich dann etwas gestreckt und nicht sofort umgestellt. Ich stecke aber auch in der Klemme. Wenn ich es mir mit der Ärztin verscherze muss ich wieder suchen...

    MFG Marie
    Geändert von MarieNF (09.12.19 um 16:58 Uhr)

  10. #10
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    Standard AW: Umgestellt auf Novothyral, ft4 völlig im Keller

    Zitat Zitat von MarieNF Beitrag anzeigen
    Ich konnte also nur mit dem verschriebenen Novo 100 starten.
    Mit einem Viertel zum Beispiel. (Oder gar mit einem Achtel.) Der Rest: Mono-T4. Das kann man auch noch argumentieren mit der Ärztin.

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