Ergebnis 1 bis 10 von 10

Thema: Zu viel Eisen im Blut durch Schilddrüse?

  1. #1
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    28.11.14
    Beiträge
    254

    Standard Zu viel Eisen im Blut durch Schilddrüse?

    Bei mir wurde ein erhöhter Eisenspiegel im Serum festgestellt (183 mikrogramm bei 57 - 167), obwohl ich sonst immer eher zu wenig hatte (zuletzt im August 2019). Leider wurde dazu nur Transferrin (252 mg/dl bei 200-360) bestimmt, kein Ferritin, oder die Transferrin-Sättigung. Ich habe aber keinerlei Eisenpräparate genommen und auch nicht vorher Blutwurst etc. gegessen.
    Ich mache mir jetzt natürlich Sorgen, dass das eine Hämochromatose ist, die man nur mit regelmäßigem Aderlass behandeln kann.

    Ich hatte aber auch gelesen, dass auch eine Schilddrüsenüberfunktion, ein Vitamin-D Mangel, oder zu viel Vitamin-C den Eisenspiegel erhöhen kann. Letzteres hatte bis vor ein paar Wochen mal täglich genommen, aber nur den Tagesbedarf in Form von
    Ascorbinsäure. Seitdem wurde außerdem noch die Rezeptur von meinem L-Thyroxin (Euthyrox) umgestellt. Der TSH-Spiegel ist aktuell 1,469, fT3 und fT4 bekomme ich noch nächste Woche.
    Ein weiteres Symptom sind manchmal Schmerzen in den Fingergelenken, als wären die eingerostet. Das passt zu Eisenablagerungen.

    Kennt das jemand mit zu viel Eisen?

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    23.11.11
    Ort
    Internet- Email
    Beiträge
    12.824

    Standard AW: Zu viel Eisen im Blut durch Schilddrüse?

    Hämochromatose liegt bei einem Ferritin von über 400.
    Das Eisen kannst du vergessen.
    Den Wert nimmt heutzutage kein Arzt ab.

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Andrine
    Registriert seit
    22.10.16
    Ort
    Das Bessere ist der Feind des Guten. Voltaire
    Beiträge
    1.580

    Standard AW: Zu viel Eisen im Blut durch Schilddrüse?

    Ich denke da auch eher ans Vit. C, das Du eingenommen hast als an Hämochromatose.
    Mein Bruder (Hämochromatose, Jg. 77) hatte vor ein paar Jahren ein Ferritin von mehreren 100 (weiss nicht mehr genau wie hoch). Meine Mutter auch.

    Ich habe auch Hämochromatose und kenne solche Schmerzen in der Fingergelenken. Wenn ich mal Eisen substituiere (wie im Moment - mein Ferritin war abgesunken auf unter 15), kann Eisen das ggf. auslösen. Aber es gibt auch andere mögliche Auslöser.
    Würde einfach kein Vit. C mehr nehmen, das sollte man ja sowieso nur kurweise.

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    28.11.14
    Beiträge
    254

    Standard AW: Zu viel Eisen im Blut durch Schilddrüse?

    Zitat Zitat von Andrine Beitrag anzeigen
    Ich habe auch Hämochromatose und kenne solche Schmerzen in der Fingergelenken. Wenn ich mal Eisen substituiere (wie im Moment - mein Ferritin war abgesunken auf unter 15), kann Eisen das ggf. auslösen. Aber es gibt auch andere mögliche Auslöser.
    Lässt Du noch regelmäßig Blut abzapfen? Finde das krass, dass man am Anfang einmal pro Woche 500ml entnehmen soll, obwohl man beim Blutspenden normalerweise über einen Monat warten muss, bevor man wieder spenden darf.

    Zitat Zitat von Andrine Beitrag anzeigen
    Würde einfach kein Vit. C mehr nehmen, das sollte man ja sowieso nur kurweise.
    Das hatte ich zum Glück schon vor Wochen wieder aufgegeben, weil ich mir Sorgen um Nierensteine gemacht habe. Ich habe gestern noch rausgefunden, dass schon eine geringe Dosis VitaminC die Eisenaufnahme um fast 70% steigert.

  5. #5
    Benutzer
    Registriert seit
    11.03.18
    Beiträge
    188

    Standard AW: Zu viel Eisen im Blut durch Schilddrüse?

    Ich hatte ähnliche Werte wie du - auch mit VitaminC in den Monaten davor. Ferritin im Normalbereich und Eisen etwas erhöht (steht in meinem Profil). Davor immer zu niedrige oder grenzwertige Ferritin-Werte.

    Bei so geringen Abweichungen würde ich mir echt keine Sorgen machen.

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    15.02.13
    Beiträge
    489

    Standard AW: Zu viel Eisen im Blut durch Schilddrüse?

    Hallo,

    der Eisenwert im Blut ist doch bereits erhöht, wenn man kurz vor der BE besonders eisenhaltig gegessen hat. Der Eisenwert im Blut hat im Grunde null Aussagekraft (es sei denn man macht das ganze Eisenstoffwechsel-Panel).

    Wieso wurde kein Ferritin (in Kombination mit CRP) abgenommen? Transferrin ist im Normalbereich. TSH im Normalbereich.

    Tut mir leid aber ich bin etwas erstaunt wie man da gleich auf das Schlimmste kommt (Hämochromatose und Aderlass) nur anhand eines einmalig minimal erhöhten Eisenserumwertes, der vollkommen nahrungsmittel-beeinflussbar ist?

    Noch was anderes: Bereits Dosen ab 1 - 2 g Vitamin C haben in einer Studie bei gesunden sowie bei nierenstein-gefährdeten Patienten die Oxalsäurewerte im Blut signifikant erhöht. Wer jetzt noch viel "gesundes" grünes Blattgemüse, Wurzelgemüse und sonstige sehr oxalatreiche Nahrungsmittel zu sich nimmt riskiert wahrscheinlich Nierensteine.

    Lg Avocado

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Andrine
    Registriert seit
    22.10.16
    Ort
    Das Bessere ist der Feind des Guten. Voltaire
    Beiträge
    1.580

    Standard AW: Zu viel Eisen im Blut durch Schilddrüse?

    Zitat Zitat von oliver1979 Beitrag anzeigen
    Lässt Du noch regelmäßig Blut abzapfen? Finde das krass, dass man am Anfang einmal pro Woche 500ml entnehmen soll, obwohl man beim Blutspenden normalerweise über einen Monat warten muss, bevor man wieder spenden darf.

    Das hatte ich zum Glück schon vor Wochen wieder aufgegeben, weil ich mir Sorgen um Nierensteine gemacht habe. Ich habe gestern noch rausgefunden, dass schon eine geringe Dosis VitaminC die Eisenaufnahme um fast 70% steigert.
    Aufgrund der Menstruation musste ich bis jetzt nicht zum Aderlass, mein Ferritin ist sogar sehr tief, daher muss ich momentan ja Eisen substituieren. Da mein Körper Eisen dennoch anders verstoffwechselt muss ich vorsichtig sein.
    Die Aderlässe schwächen schon, das merkte v.a. meine Mutter, die schon älter ist. Seit 2 Jahren ist das Ferritin bei ihr aber stabil und sie muss kein Blut mehr lassen.

    Wenn die Einnahme von Vitamin C so wirksam ist, um Eisen zu erhöhen, sollte ich mir das als Alternative zur Eiseneinnahme überlegen, danke für den Hinweis. Habe nämlich bereits wieder überdosiert quasi und verschiedene Symptome.

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    28.11.14
    Beiträge
    254

    Standard AW: Zu viel Eisen im Blut durch Schilddrüse?

    Zitat Zitat von Andrine Beitrag anzeigen
    Aufgrund der Menstruation musste ich bis jetzt nicht zum Aderlass, mein Ferritin ist sogar sehr tief, daher muss ich momentan ja Eisen substituieren. Da mein Körper Eisen dennoch anders verstoffwechselt muss ich vorsichtig sein.
    Die Aderlässe schwächen schon, das merkte v.a. meine Mutter, die schon älter ist. Seit 2 Jahren ist das Ferritin bei ihr aber stabil und sie muss kein Blut mehr lassen.

    Wenn die Einnahme von Vitamin C so wirksam ist, um Eisen zu erhöhen, sollte ich mir das als Alternative zur Eiseneinnahme überlegen, danke für den Hinweis. Habe nämlich bereits wieder überdosiert quasi und verschiedene Symptome.
    Erstaunlich, dass die Menstruation ausreicht, wenn man bedenkt, dass man am Anfang 1-2 mal pro Woche 500ml abzapfen muss und später 3-12 mal pro Jahr. Aber Männer sind tatsächlich zehn mal so häufig von der Hämochromatose betroffen.

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    28.11.14
    Beiträge
    254

    Standard AW: Zu viel Eisen im Blut durch Schilddrüse?

    Zitat Zitat von avocado Beitrag anzeigen
    der Eisenwert im Blut ist doch bereits erhöht, wenn man kurz vor der BE besonders eisenhaltig gegessen hat. Der Eisenwert im Blut hat im Grunde null Aussagekraft (es sei denn man macht das ganze Eisenstoffwechsel-Panel).

    Wieso wurde kein Ferritin (in Kombination mit CRP) abgenommen? Transferrin ist im Normalbereich. TSH im Normalbereich.

    Tut mir leid aber ich bin etwas erstaunt wie man da gleich auf das Schlimmste kommt (Hämochromatose und Aderlass) nur anhand eines einmalig minimal erhöhten Eisenserumwertes, der vollkommen nahrungsmittel-beeinflussbar ist?
    Ich war heute beim MRT und ich hab neuerdings Flüssigkeit in beiden Hüftgelenken. Meine Fingergelenke waren in den letzten Wochen auch teilweise steif. Der CRP Wert war letzte Woche allerdings negativ. Deshalb auch die Vermutung, dass es das Eisen ist, das sich ablagert. Und ich finde sonst keine Ursachen für einen Eisenüberschuss.
    Keine Ahnung, warum nicht gleich auch Ferritin bestimmt wurde, macht das Labor von meinem Hausarzt nicht automatisch. Nur Transferrin in mg/dl, keine Transferrin-Sättigung. Im August war Eisen noch leicht erniedrigt und Ferritin normal bei einem anderen Labor.

    Zitat Zitat von avocado Beitrag anzeigen
    Noch was anderes: Bereits Dosen ab 1 - 2 g Vitamin C haben in einer Studie bei gesunden sowie bei nierenstein-gefährdeten Patienten die Oxalsäurewerte im Blut signifikant erhöht. Wer jetzt noch viel "gesundes" grünes Blattgemüse, Wurzelgemüse und sonstige sehr oxalatreiche Nahrungsmittel zu sich nimmt riskiert wahrscheinlich Nierensteine.
    Ja, deshalb habe ich es auch wieder aufgegeben.

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Andrine
    Registriert seit
    22.10.16
    Ort
    Das Bessere ist der Feind des Guten. Voltaire
    Beiträge
    1.580

    Standard AW: Zu viel Eisen im Blut durch Schilddrüse?

    Bei mir ist mit Hämochromatose z.B. das Ferritin bei 12.7, die Transferrinsättigung momentan in der Norm.

    Früher war das Ferritin noch im Normbereich, dafür die Transferrinsättigung über der Norm.

    Das hatte ich nicht gesehen, dass Du "Eisen" geschrieben hast. Ich denke auch, wenn man kein Ferritin gemacht hat und keine Transferrinsättigung, kann man nicht viel sagen betr. Eisenstatus. Bei mir werden die beiden Werte jährlich kontrolliert, ev. Transferrin.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •