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Thema: ÜF-Symptome bei Unterdosierung und umgekehrt?

  1. #1
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    Standard ÜF-Symptome bei Unterdosierung und umgekehrt?

    Hallo Leute,

    ich bemerke schon seit längerer Zeit ein Phänomen bei mir, das mich total verwirrt. Ich kann nämlich GAR NICHT MEHR unterscheiden, ob ich Über- oder Unterdosiert bin.

    Meine Symptome sind derzeit: Heißhunger, Herzrasen, Schwitzen, Haarausfall, Müdigkeit, Gewichtszunahme

    Ich war Blut abnehmen und warte auf die Ergebnisse. Erst dachte ich: Das muss Überfunktion sein aber jetzt bin ich mir mittlerweile wieder sicher, dass ich mehr LT brauche. Wie kommt sowas denn? Kann man sich auf gar nichts mehr verlassen? Hatte von 137 auf 125 reduziert vor 4 Wochen wegen Gelenkschmerzen und muss wahrscheinlich wieder rauf.

    Bei Überdosierung habe ich oft fast die gleichen Symptome übrigens..

  2. #2
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    Standard AW: ÜF-Symptome bei Unterdosierung und umgekehrt?

    Zitat Zitat von Seniorita Beitrag anzeigen
    Hallo Leute,

    ich bemerke schon seit längerer Zeit ein Phänomen bei mir, das mich total verwirrt. Ich kann nämlich GAR NICHT MEHR unterscheiden, ob ich Über- oder Unterdosiert bin.

    Meine Symptome sind derzeit: Heißhunger, Herzrasen, Schwitzen, Haarausfall, Müdigkeit, Gewichtszunahme

    Ich war Blut abnehmen und warte auf die Ergebnisse. Erst dachte ich: Das muss Überfunktion sein aber jetzt bin ich mir mittlerweile wieder sicher, dass ich mehr LT brauche. Wie kommt sowas denn? Kann man sich auf gar nichts mehr verlassen? Hatte von 137 auf 125 reduziert vor 4 Wochen wegen Gelenkschmerzen und muss wahrscheinlich wieder rauf.

    Bei Überdosierung habe ich oft fast die gleichen Symptome übrigens..
    Du hattest ja einen sehr langen Thread dazu, der noch gar nicht lang her ist. Im Grund ist alles gesagt, vermutlich deshalb kommen hier keine Antworten mehr.
    Deine Werte waren so hoch, das alle dir rieten zu deutlicher Reduzierung, nicht zu den Minischritten, die du oft machst. Und noch wichtiger, nach jeder Änderung drei Monate abwarten. Du hast dich nämlich selber mit den ständigen Veränderungen in diesen labilen Zustand rein gebracht.

    Die Antwort kann daher nur sein: Eine Reduzierung für nur 4 Wochen sollte man gar nicht machen. Wie du dich jetzt akut fühlst, ist unwichtg, da muss man halt mal durch bei Dosisveränderungen. Auch die Blutwerte von gestern hättest du dir schenken können, aber nun gut. Deine Vorwerte waren derart hoch, das eine echte Unterfunktion völlig ausgeschlossen ist. Du musst also akzeptieren, das dein Gefühl falsch ist. Es ist falsch, vor allem weil du deinem Körper hormonelle Wechselbäder antust. Bring endlich Ruhe rein, die LT 125 mindestens 3 Monate halten. Es sei denn, die neuen Werte sind sogar extrem hoch, dann müsstest du noch etwas senken.

  3. #3
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    Standard AW: ÜF-Symptome bei Unterdosierung und umgekehrt?

    Seniorita,

    da du öfter deine Medikation wechselst, kann ich dir versichern, dass sehr viele Beschwerden sicher daher rühren,
    habe ich selbst so festgestellt.
    Und auch von Zuviel Thyroxin.
    Also reduziere und halte die jeweilige Dosis auch mal 3 - 6 Monate, dann verschwinden viele Symptome von allein.

    Alles Gute von der Rosa

  4. #4
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    Standard AW: ÜF-Symptome bei Unterdosierung und umgekehrt?

    An dem Punkt muss ich jetzt mal widersprechen. Warum sollte ich mich 3-4 Monate HUNDEELEND fühlen nur damit ich eine Dosierung 6 Monate halte? Es wäre absolut nicht mehr mit 125 gegangen deswegen jetzt auf 137 wieder. Ich bin bei 3 verschiedenen Ärzten in Behandlung und zwei von denen sagen, dass es völlig in Ordnung ist wenn ich die Dosis öfter ändere weil die Schilddrüse schon durch kleine Sachen wie andere Ernährung regelmäßig durcheinander gebracht werden kann und wieder neu eingestellt werden muss. Meine Endokrinologin hat auch solche Fälle wie mich in ihrer Praxis, auch wenn ich eher selten bin. Wenn die Dosierung nicht passt, könnte ich mein Leben wegschmeißen und bin auch nicht arbeitsfähig was ich mir in meinem Beruf aber nicht leisten kann.

  5. #5
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    Standard AW: ÜF-Symptome bei Unterdosierung und umgekehrt?

    Hallo Seniorita

    Ich kann es dir wirklich nachfühlen: Wenn es einem hundeelend geht, möchte man nicht einfach nur abwarten, sondern handeln. 3-6 Monate eine Dosis zu halten finde ich unter diesen Voraussetzungen ebenfalls nicht sinnvoll. Fakt ist aber schon, und da spreche ich jetzt aus eigener Erfahrung, dass ständiges hin und her Dosieren, rauf und runter bei jeder Veränderung des Befindens / der eigenen Symptomatik auf die Dauer mehr Chaos als Gutes anrichtet. Es ist tatsächlich so, dass sich die Symptome in der Regel alleine durch eine konstant gleiche Hormonzugabe etwas beruhigen, selbst wenn die Dosis für deinen Körper noch nicht stimmt.

    Ich würde dir deshalb vorschlagen, dich definitiv für eine Dosis zu entscheiden (in deinem Fall würde ich wohl die 137 nehmen, da bist du momentan ja ohnehin), diese konstant zu halten (auch nicht tageweise mal irgendwas weg lassen oder mehr nehmen aufgrund eigener Interpretationen des Befindens) und nach 6-8 Wochen neue Werte machen zu lassen. Wenn diese Blutwerte dann eindeutig ein Zuviel an Hormonen (sprich über der Norm) anzeigen, würde ich die Dosis reduzieren und wiederum 6-8 Wochen warten. Sollten die Werte aber nicht eindeutig sein (sprich bspw. eher im oberen Normbereich aber eben in der Norm) würde ich nochmals versuchen 4 weitere Wochen zu warten um zu sehen, wohin dein Befinden geht. Manchmal wird die Symptomatik eindeutiger, wenn sich das Chaos erst mal gelegt hat.

    Es spielen so viele Faktoren eine Rolle bei einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung. Vieles, aber eben nicht alles, ist an die Hormonspiegel gekoppelt. Gerade nach Dosisänderungen kommen und gehen die Symptome. Häufig auch komplett widersprüchlich, sprich nach einer Dosisreduktion kann sich's bspw. nach zuviel anfühlen und umgekehrt. Wenn's irgendwie geht würde ich versuchen in diesen Wochen jeweils nicht zu viel Interpretationsarbeit zu leisten und dich so gut es geht anders zu beschäftigen. Ich weiss, wie schwer das ist, auch ich war längere Zeit weg aus dem Berufsleben aufgrund dieser Erkrankung. Und dennoch ist das der Rat, den ich dir hier geben kann: Sei geduldig! Denn Geduld verbessert schon mal ein paar Dinge grundlegend. So kommst du Schrittweise ans Ziel. Nimm dir die 6-8 Wochen und schau dir dann die Werte an: Wenn diese keine klare Tendenz zeigen, sei nochmals geduldig und halte weiter.

    Und noch bezüglich deiner 3 Ärzte: Sind das alles Schilddrüsenspezialisten? Ich hätte mich beim Thema Schilddrüse auf einen Arzt festgelegt, jener, der dir am sympathischsten / empathischsten / kompetentesten erscheint. Zu viele Köche verderben auch gerne den Gesundheitsbrei .

    LG Cube

  6. #6
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    Standard AW: ÜF-Symptome bei Unterdosierung und umgekehrt?

    Hallo,
    Von 137 auf 125 und dann nur vier Wochen beibehalten ist doch völliger Unsinn. So gewinnst du ja nicht nur nicht die geringste Erkenntnis, sondern mutest deinem Körper noch zusätzlich eine Belastung durch die schwankende Hormonmenge zu. Zusätzlich zur eh schon nicht passenden Dosis.

    Bei mir ist es mittlerweile so, dass es mir die ersten drei Wochen nach Dosisänderung immer schlechter geht, dann schwankt das Befinden nochmal gute zwei Wochen munter auf und ab und dann wird es konstant. Und dann kann ich Werte nehmen lassen, in mich reinhorchen, beobachten und überlegen was zu tun ist. Aber bloß keine Schnellschüsse!

    Passt also ziemlich gut zu deinem Befinden, das du weder Unter- noch Überfunktion zuordnen kannst.

    Abwarten ist die Devise! Sonst dosiert man sich schnell in schwindelerregende Höhen und kommt von da nur schwerlich wieder runter.

  7. #7
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    Standard AW: ÜF-Symptome bei Unterdosierung und umgekehrt?

    Ich versuche wirklich eine Dosierung so lange wie möglich durchzuhalten, aber irgendwann ist der Punkt da und es geht mir schlagartig SCHLECHT und zwar so extrem, dass ich kaum arbeitsfähig bin. Ich habe schon öfter 1-2 Wochen ausgehalten in der Hoffnung dass es besser wird aber es wird nicht besser. Eher immer schlimmer. Ändere ich die Dosierung, gehts mir wieder gut. Ich habe mehrere Ärzte auf mein Problem ja auch angesprochen und die meinten es gibt eben solche Fälle wie mich die oft die Dosierung ändern müssen auch wenn es vielleicht die Minderheit ist.

  8. #8
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    Standard AW: ÜF-Symptome bei Unterdosierung und umgekehrt?

    Zitat Zitat von Seniorita Beitrag anzeigen
    Ich versuche wirklich eine Dosierung so lange wie möglich durchzuhalten, aber irgendwann ist der Punkt da und es geht mir schlagartig SCHLECHT und zwar so extrem, dass ich kaum arbeitsfähig bin. Ich habe schon öfter 1-2 Wochen ausgehalten in der Hoffnung dass es besser wird aber es wird nicht besser. Eher immer schlimmer. Ändere ich die Dosierung, gehts mir wieder gut. Ich habe mehrere Ärzte auf mein Problem ja auch angesprochen und die meinten es gibt eben solche Fälle wie mich die oft die Dosierung ändern müssen auch wenn es vielleicht die Minderheit ist.
    Seniorita, es ist ganz einfach dein Leben, mit dem du so umgehst und deine Verantwortung. Da LT ein sehr langfristig wirkendes Medikament ist, und da der Körper üblicherweise nicht klar kommt mit ständigen Dosiswechseln, muss man davon dringend abraten. Und um etwas zu verbessern, muss man sich manchmal eine Zeitlang durchkämpfen, das ist normal. Das können paar Wochen oder Monate sein. So ist es eben im Leben.
    Aber wenns dir gut geht, ist doch alles prima. Klar ist nur: Entweder oder. Du solltest hier nicht ständig klagen über Probleme mit der LT-Einstellung und genauso weitermachen wie bisher. Dafür ist die Zeit zu schade, deine und die der anderen.

  9. #9
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    Standard AW: ÜF-Symptome bei Unterdosierung und umgekehrt?

    Es wird WIEDER nicht verstanden dass ich von einigen Ärzten mittlerweile gehört habe dass manche Patienten häufiger Dosiswechsel BRAUCHEN! Es gibt viele Menscen die sich monate oder gar jahrelang quälen mit einer Dosis nur um sie zu halten. Das ist nicht der Sinn der Sache!!!

  10. #10
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    Standard AW: ÜF-Symptome bei Unterdosierung und umgekehrt?

    Zitat Zitat von Seniorita Beitrag anzeigen
    Es wird WIEDER nicht verstanden dass ich von einigen Ärzten mittlerweile gehört habe dass manche Patienten häufiger Dosiswechsel BRAUCHEN! Es gibt viele Menscen die sich monate oder gar jahrelang quälen mit einer Dosis nur um sie zu halten. Das ist nicht der Sinn der Sache!!!
    Dosiswechsel innerhalb weniger Wochen bei einem Medikament, bei dem erst nach mehreren Monaten eine Dosis ihre volle Wirkung entfalten kann, können für mich einfach keinen Sinn machen. Aber darfst du ja anders sehen. Nur, dann macht es eben keinen Sinn, hier immer wieder zu fragen. Hier wird dir niemand das Rezept verraten können, wie man mit Hin und Her eine stabile Einstellung hinkriegt.
    Musst du also zu den Ärzten, von denen du das hörst. Und wenn es dir mit dem Schaukeln gut geht, ist doch alles prima, dagegen hat keiner was. Nur hier klagen und um Rat suchen, aber alles weiter machen wie vorher, das funktioniert halt nicht. Und kostet dich nur Zeit.

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