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Thema: B12 bei Magenentfernung

  1. #1
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    Standard B12 bei Magenentfernung

    Hallo

    Eine kurze Frage.....habe jemanden im Bekanntenkreis der ist wegen Magenkrebs operiert worden und bis auf einen ganz kleinen Teil ist der Magen entfernt worden.

    Wieviel B12 Spritzen in welcher Höhe sollte er bekommen?

    Er bekommt jetzt 1000 Microgramm im Monat gespritzt...scheint mir etwas zu wenig....

    Was meint ihr?

  2. #2

    Standard AW: B12 bei Magenentfernung

    Wenn er/sie noch nicht im Mangel war, könnte das reichen. Hast Du irgendeinen B12-Wert von ihr/ihm? Evtl. war die B12-Resorption aber schon vorher beeinträchtigt: Alter? Magensäure? PPI-Einnahme?

  3. #3
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    Standard AW: B12 bei Magenentfernung

    Zitat Zitat von Radischen Beitrag anzeigen
    Wieviel B12 Spritzen in welcher Höhe sollte er bekommen?

    Er bekommt jetzt 1000 Microgramm im Monat gespritzt...scheint mir etwas zu wenig....

    Was meint ihr?
    Ich muss B 12 substituieren, da ich Morbus Biermer (perniziöse Anämie) habe.

    Bei den 1000 µg kommt es darauf an, welche Form gespritzt wird, ob Cyanocobalamin oder Hydroxocobalamin.

    Da B 12 eine sehr lange Halbwertszeit hat (450–750 Tage), daher dauert es sehr lang, bis sich überhaupt ein Mangel entwickelt, so um die 4 bis 6 Jahre.

    Dein Bekannter hat seither B 12 normal resorbiert, durch die Magenentfernung kann es zwar schneller zu einem Mangel kommen, dauert aber aufgrund der Halbwertszeit mindestens 2 Jahre.

    D.h. die Erhaltungsdosis, die Dein Bekannter zuführen sollte, damit kein Mangel entsteht, beträgt 1000 µg Hydroxocobalamin im Monat, also exakt das, was er bekommt.

    Bei mir konnte ich die Erhaltungsdosis sogar auf alle 2 bis 3 Monate in dieser Höhe runterfahren und meine Werte sind immer noch einwandfrei, werden regelmäßig getestet.
    Geändert von gypsy (22.10.19 um 03:14 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: B12 bei Magenentfernung

    Sollte es nicht Methylcobalamin als Wirkstoff sein?

  5. #5
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    Standard AW: B12 bei Magenentfernung

    1000 µg sind 1mg, das ist sehr viel.

    Ich kann kein Vit. B12 aufnehmen, wegen Magen und Dünndarmteilresektion und bekam über Jahre monatlich 1mg Erycytol Depot gespritzt. Auf Dauer war das viel zu viel und ich bekam nach den Spritzen Symptome, die denen des Mangels zum Verwechseln ähnlich waren. Jetzt bin ich wie Gypsy auf alle 2 - 3 Monate heruntergefahren, das reicht locker aus.

    So ganz sicher ist auch noch nicht, dass eine Überdosierung wirklich nichts ausmacht, obwohl wasserlöslich. B12 wird in der Leber gespeichert und sehr langsam abgebaut (Halbwertszeit 450 - 750 Tage, das ist über 1 Jahr).

    Bei Substitution mit Depotspritzen, aus welchem Grund auch immer sollte möglichst regelmäßig (aber mindestens 1 x im Jahr) der Blutspiegel kontrolliert werden.

  6. #6
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    Standard AW: B12 bei Magenentfernung

    Zitat Zitat von KapscII Beitrag anzeigen

    So ganz sicher ist auch noch nicht, dass eine Überdosierung wirklich nichts ausmacht, obwohl wasserlöslich. B12 wird in der Leber gespeichert und sehr langsam abgebaut (Halbwertszeit 450 - 750 Tage, das ist über 1 Jahr).
    Ja. Bloß weil man mögliche Nebenwirkungen bei Hochdosierungen nicht eingehender untersucht hat, heißt das noch lange nicht, dass es sie nicht gibt. Nicht alle Nebenwirkungen sind so offensichtlich, dass man sie auch selbst merkt und richtig zuordnet.

    Verdachtsmomente gibt es. Aber die Forschung wird wohl auch andere Prioritäten haben, als ein teilweise selbstschädigendes Verhalten durch die übertriebene Zufuhr von hochdosierten NEM bzw. deren Folgen zu beleuchten - das ist etwas, was die Menschen sich selbst antun. Der Zusammenhang zwischen B6/B2 und Lungenkrebs war ein nicht erwartetes Zufallsergebnis bei der Auswertung einer Sub-Untersuchung der großen VITAL-Studie über Vitamin D usw.

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