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Thema: Nach 4 Monaten RJT immer noch manifeste Überfunktion

  1. #1
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    Standard Nach 4 Monaten RJT immer noch manifeste Überfunktion

    Hallo zusammen, ich bin nach meiner Radiojodtherapie ca 4 Monate her immer noch in einer überfunktion. Ich habe 680 MBq bekommen in 36 g Schilddrüsengewebe. Die Schilddrüse ist nach der RJT von 36ml auf 19,1 ml geschrumpft laut Ultraschall. Ferner sind die Knoten alle geschrumpft. Die erste Zeit nach der RJT Therapie war ich ohne Medikation und dann ist bei jeder Blutabnahme nach 2 Wochen immer mehr die ÜF wieder aufgetreten. Vor der RJT war ich sogar in einer Euthyreose und der Trak war zunächst nicht mehr nachweisbar.
    Jetzt sind trotz Medikamenten die Werte wiedererhöht. Ich muss jetzt sogar noch mehr Propycil nehmen 3 mal 75mg am Tag. Ich verstehe es nicht. Die Ärzte sagen dazu nicht viel, nur dass es eigentlich die Norm ist, dass man in die UF fällt und nicht erst zunächst nochmal eine ÜF erhält. Die Ärztin hatte am Dienstag ein Ultraschall gemach und gemeint, dass meine SD homogen aussieht und echonormal. Ich weiß aber nicht, was dass genau bedeutet. Mir geht es körperlich eigentlich sehr gut.

    Dass macht mich traurig, ich dachte ich würde wie alle anderen auch direkt in eine Unterfunktion fallen. Die SD ist aber kleiner geworden und die Knoten auch. Wer kann ähnliches berichten?? Ich habe echt angst davor, dass sie bei mir nicht angeschlagen hat und ich dass ganze nochmal machen muss:-( LG

    Hier meine Werte:

    TSH 0,01
    FT3: 7,08 Norm bis 4.0
    FT4: 3,05 Norm bis 1.7
    Trak 2,83 Norm 1,75
    Geändert von sandarella (05.10.19 um 22:53 Uhr)

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von ottilie55
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    Standard AW: Nach 4 Monaten RJT immer noch manifeste Überfunktion

    Hallole,
    ich glaub bei mir hats auch was länger gedauert damals.. ich hatte 23ml und am Ende dann 2ml gesamt..
    und ich denk es kann sehr lang dauern bis zu einem Jahr.. aber frag doch den Arzt danach..
    wie gehts Dir sonst so?.. mir gings ja da ziemlich lange sehr mies.. und ich dacht auch es hat nix gebracht..

    gruss otti

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Nach 4 Monaten RJT immer noch manifeste Überfunktion

    Hallo, das klingt nicht so gut, aber passiert immer mal wieder. Ich hatte OP dann RJT und dann nochmal OP. Nach 4 Monaten sollte der größte Teil der Zerstörung abgeschlossen sein. So ein bisschen kann sie noch die nächsten Monate nachwirken. Hast du vielleicht konkrete Werte und Befunde auch aus der Zeit vor der RJT? Dann könnte man konkret etwas dazu schreiben.

  4. #4
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    Standard AW: Nach 4 Monaten RJT immer noch manifeste Überfunktion

    Die Größe deiner Schilddrüse vor der RJT wäre besonders wichtig.
    Wenn die Schilddrüse vergrößert ist, ist der Erfolg weniger wahrscheinlich.
    Auch wenn du vor RJT noch Hemmer genommen hast.

    Was waren das für Knoten, hattest du Morbus Basedow oder heiße Knoten?

  5. #5
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    Standard AW: Nach 4 Monaten RJT immer noch manifeste Überfunktion

    mir geht es gut. Ich hatte mehr Volumen an SD. Wann hat man denn bei dir gesehen, dass es was gebracht hat? LG

  6. #6
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    Standard AW: Nach 4 Monaten RJT immer noch manifeste Überfunktion

    Ich habe MOrbus Basedow und habe vor der RJT keine Medikamente mehr genommen.

  7. #7
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    Standard AW: Nach 4 Monaten RJT immer noch manifeste Überfunktion

    Zitat Zitat von sandarella Beitrag anzeigen
    Ich hatte mehr Volumen an SD.
    Das ist normalerweise eine Kontraindikation für die RJT, sprich, man sollte keine RJT machen bei großer Schilddrüse. Nämlich, man darf dir nicht beliebig viel Strahlung verpassen - aber bei einer großen Schilddrüse wäre eben viel Strahlung nötig, um die Schilddrüse völlig zu zerstören. Und bei MB gehört die Schilddrüse völlig zerstört, denn im Restgewebe kann MB erneut genauso ausbrechen, wie zuvor.

    Wenn du noch immer eine Überfunktion hast, dann ist der Urpsrung dieser Überfunktion für mich fraglich. Für die strahlungsbedingte ÜF der Anfangszeit nach RJT ist es eigentlich etwas zu spät, bliebe die Möglichkeit, dass es weiterhin MB ist im nicht zerstörten Schilddrüsengewebe. Um das vielleicht etwas besser zu differenzieren, müssten wir aber deinen Werteverlauf kennen. Nimmst du weiterhin Schilddrüsenhemmer?

    Noch was zu lesen:

    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...n-und-Ursachen

    Das endgültige Ergebnis der Zerstörung kannst du frühestens in einem halben Jahr beurteilen, die Zerstörung kann aber noch etwas länger andauern (ca 1. Jahr). Falls man dir eine zweite RJT empfiehlt, überlege bitte sehr gut, ob du dich darauf einlässt.

    Was für Knoten hattest du? Hat man dir (u.a. wegen der KNoten) nicht die OP angeboten?

  8. #8
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    Standard AW: Nach 4 Monaten RJT immer noch manifeste Überfunktion

    ich nehme aktuell propycil 75 mg 3 x täglich. Ich habe heiße Knoten und die OP wollte ich absolut nicht. Ich habe panische Angst vor Operationen.

  9. #9
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    Standard AW: Nach 4 Monaten RJT immer noch manifeste Überfunktion

    Ich schreibe dir zu einer Frage, den du bei skianna geschrieben hast, in deinem eigenen Thread:


    Zitat Zitat von sandarella Beitrag anzeigen
    Na toll und wann geht es runter?? Nehme aktuell ja auch Propycil ein.
    Das dauert und wie gesagt: Die RJT ist bei großen Schilddrüsen häufig nicht erfolgreich, wie du bei KarinE (und auch anderen) sehen kannst, folgt oft eine OP. Genaues ist schwer zu sagen, weil wir deinen Werteverlauf nicht kennen. IM blödsten aller Fälle stehst du da wie davor, mit einem Morbus Basedow, der aktiv werden kann, weil eine zu große (Rest-)Schilddrüse da ist. Ob die Dosis für die heißen Knoten ausreichte, wird man sehen. Wovon deine ÜF momentan kommt, weiterhin von MB oder den heißen KNoten: Das kann nur der Radiologe sagen.

    Die TRAK gehen nach RJT nur langsam zurück, auch wenn die RJT erfolgreich war.

    Du hast ein Marine-Lenhart-Syndrom, so nennt man es, wenn MB und heiße KNoten zusammen auftreten. Standard ist da die Operation. Bei MB in einer *kleinen* Schilddrüse kann eine RJT die Schilddrüse total zerstören, was gewünscht ist. Bei heißen Knoten alleine kann die RJT gezielt nur die KNoten zerstören. Aber beide zusammen - da operiert man, und große Schilddrüsen operiert man auch, um das Risiko von MB-Rezidiven ein für allemal auszuschließen.

    Es ist wichtig, dass du verstehst, warum: Eine kleine Restschilddrüse nach RJT reicht aus, um genauso MB-Rezidive zu bekommen, wie vorher. Mehr als eine RJT/große Strahlungsdosis hat zahlreiche Risiken. Eines davon ist eine Augenbeteiligung. Ein anderes ist ein möglicherweise erhöhtes Brustkrebsrisiko, wenn die RJT auch noch wiederholt wird (d.h. du insgesamt eine große Strahlungsdosis abbekommst), diese Dinge musst du alle berücksichtigen, wie groß war deine Schilddrüse genau, wie groß war die Strahlungsdosis, was machen deine Augen etc.

    Du wirst wahrscheinlich nach einem halben Jahr eine Szintigrafie bekommen, um zu sehen, was Sache ist, wie viel verblieben, wie viel noch aktiv ist. Wenn dir da eine zweite RJT empfohlen wird, überlege es gut. OP nach RJT ist möglich, muss ein Spezialist machen, solche findest du am ehesten in SD-Kompetenzzentren, s. http://www.dgav.de/zertifizierung/ze...rinologie.html

    Propycil ist nicht wirklich das Mittel der Wahl, hast du Thiamazol nicht vertragen?

    ******

    PS
    Eines möchte ich dich noch fragen: Werden deine freien Werte (fT3, fT4) auch mitkontrolliert? Das TSH alleine ist nicht zuverlässig in dieser Situation. Ob eine richtige ÜF vorliegt und in welcher Stärke (davon hängt dann die Hemmerdosis ab), sieht man an den freien Werten.
    Geändert von panna (06.10.19 um 10:33 Uhr)

  10. #10
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    Standard AW: Nach 4 Monaten RJT immer noch manifeste Überfunktion

    was bedeute es in diesem Zusammenhang wenn die Ärztin beim Ultraschall sagte, dass die SD echonormal und homogen aussieht?

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