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Thema: Thybon und LT vor der Blutuntersuchung ja oder nein

  1. #31
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    Standard AW: Thybon und LT vor der Blutuntersuchung ja oder nein

    Ich habe schlecht geschlafen. Grübelei in der Nacht. Osteoporose schwirrt mir im Kopf rum.
    Meine Mutter hatte Osteoporose, auch ohne Thybon und LT. Gesundheitlich habe ich viel Ähnlichkeit mit ihr. Mein dialysepflichtiger Mann hatte Osteoporose, die beste Freundin meiner Schwester auch, sie hat Morbus Basedow.
    Es ist also ein Thema, das in meiner nahen Umgebung vorkommt und für mich damit nicht weit weg ist. Am meisten jedoch bin ich eine Kandidatin dafür wegen meiner Mutter.

    Es ging mir für viele viele Jahre richtig mies. Am freien Tag könnte ich nur rumliegen. Selbst abends essen gehen war schon zuviel. Ich fühlte mich ängstlich, energielos, dass ich schon dachte, ich hätte CFS. Muskelschmerzen. Alles tat weh. Vergesslich. Die viele Arztrennerei war schlimm. Seitdem halte ich von Ärzten nicht besonders viel, weil sie nichts gebracht hat.

    Erst als bei meiner Schwester Borreliose diagnostiziert wurde, dachte ich, das habe ich auch. Das war der erste Schlüssel.
    Ich hatte zwar nicht Borreliose aber trug eine andere chronische Bakterieninfektion mit mir rum. Geholfen hat mir ein Privatarzt dessen Leidenschaft Infektionen sind. Die kassenärztlichen Ärzte leider nicht.

    Das war leider nicht alles. Es ging ein bisschen besser, aber weit weg von toll. 2014 innerhalb von 3 Monaten 20 kg Gewichtszunahme. Dann auch die kahle Stelle am Kopf. Wieder Arztgerenne zu den Kassenärzten. Nur blöde Kommentare. Keine Hilfe. In meiner Not suchte ich den schlauen und sympathischen Infektionsarzt auf. Der hatte Augen im Kopf und benutzt sie tatsächlich zur Diagnose: Östrogendominanz.
    Ein Arzt, der gerne mit seinen Patienten redet, der Kontakt liebt.
    Naja, es war nicht nur die Östrogendominanz, sondern auch SD-Unterfunktion. Kein Hashimoto. Die Schilddrüse ist seit 10 Jahren unverändert 10ml groß. Die Privatärztin gab mir sofort Novothyral.
    Das war immer noch nicht alles.

    Es ging mir besser, aber immer noch nicht gut. Okay. Ein Arzt für funktionelle Medizin muss her. Darmfehlbesiedlung. Gluten- und Sorbitunverträglichkeit. Das war es. Er hat Lactobazillen verschrieben. Es ging mir damit nicht besser.

    Und jetzt kam für mich ein noch schwieriger Teil: was vertrage ich nicht. (Ich fand es damals absurd überhaupt gegen Lebensmittel allergisch zu sein). Allergietests, Pricktests und auch die teuren IGE-Tests waren alle negativ. Und doch: da lag der Hase richtig im Pfeffer. Das war die eigentliche Ursache für die Malesche. Das war ein Gestochere im Dunkeln.

    Das Buch „Die Autoimmunlösung“ brachte Heilung. Nachdem ich 3 Monate so gegessen hatte, waren die ersten 10kg weg.
    Jetzt spürte ich zum ersten Mal echte Besserung. Aber wollte ich ewig so weiteressen: keine Lektine, kein Gluten, kein Ei, kein Zucker, kein Alkohol etc.
    Doch ich muss, und ich tu es. Ich habe noch Fasten entdeckt. 16:8 ist zu kurz. Je länger desto besser. 1 Tag schaffe ich.

    Jetzt sind 17kg weg. Die Haare sind wieder da. Ich fühle mich seit 1 Jahr wohl und freue mich und genieße mein Leben. Ich habe vielleicht nicht ganz so viele Energie wie eine wirklich gesunde Gleichaltrige, aber ich muss nicht mehr rumliegen und kann alles unternehmen, kann zum Sport.

    ABER JETZT FÜHL ICH MICH IN DER FALLE WEGEN DES THYBONS UND EINER MÖGLICHEN OSTEOPOROSE.

    Ich möchte, was ich mir erkämpft habe, nicht durch Osteoporose verlieren.

    Ich habe das Thema bislang beiseite geschoben, weil mir Thybon einfach gut tut. Ich habe es 2x mal abgesetzt. Nach 6 Wochen war fT3 auf der unteren Norm oder sogar drunter.

    Ich brauch jetzt einen Plan, wo ich überhaupt hin will. Wie gesagt, ich habe mich mit den Thema nicht so intensiv beschäftigt. Dieses Abwägen. Diesen goldenen einfachen Weg gibt es offenbar nicht mit einer Umwandlungsstörung. Was tun?
    Geändert von Oline (04.10.19 um 15:55 Uhr)

  2. #32
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    Standard AW: Thybon und LT vor der Blutuntersuchung ja oder nein

    2018:

    Ich habe mein Profil nicht weitergeführt.
    Na dann mach das doch mal.

    Vielleicht helfen dir diese Überlegungen auch:
    https://www.ht-mb.de/forum/entry.php...3-Substitution

    Ich selbst habe das Prinzip, das dort beschrieben ist, eingesehen und grob (also nicht auf irgendwelche Zehntel genau) befolgt, die Supprimierung kann so in etlichen Fällen vermieden werden. Mein TSH war natürlich auch supprimiert, als ich T4 satt nahm und dann noch T3 satt draufgepackt habe - ja, schon auf Grund der Ansichten, die hier im Forum vorherrschten, damals noch viel mehr als heute. Die Einsicht, dass das keineswegs so sein muss, kam dann später.

    Nach 6 Wochen war fT3 auf der unteren Norm oder sogar drunter.
    Erstens sind 6 Wochen nichts und zweitens passiert das gerne bei individuell zu viel T4. Wenn du Lust hast, kannst hier nachlesen, was mein TSH zum Thybon-Absetzen sagte:
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post2418766

    Ich nehme heute wieder T3, nur sehr viel weniger. Bis 5 mcg ist das TSH kein Problem, ab 10 isses eher definitiv weg.
    *********

    PS
    was du natürlich auch tun kannst, ich weiß nur nicht, ob die Kasse es für dich zahlt (weiß nicht, wie alt du bist): aktuelle Knochendichte bestimmen, dabei erfährt man ja, wo man zum Zeitpunkt der Messung hinsichtlich des Altersdurchschnitts steht.
    Geändert von panna (04.10.19 um 09:45 Uhr)

  3. #33
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    Standard AW: Thybon und LT vor der Blutuntersuchung ja oder nein

    Danke Panna, das hilft sehr. Ich hätte sonst sehr lange hier herumstöbern müssen. Das macht doch echt Hoffnung. Allein die Info bis 5 mcg ist das TSH kein Problem. Das erleichtert mich ab sofort. Ich halte übrigens sehr viel von dir und deinen Beiträgen.

    LG

  4. #34
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    Standard AW: Thybon und LT vor der Blutuntersuchung ja oder nein

    Kein Problem wenn alles andere stimmt (t4, Splitting).

  5. #35
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    Standard AW: Thybon und LT vor der Blutuntersuchung ja oder nein

    Es ist etwas Unglaubliches passiert. Nach Pannas Beitrag über Osteoporose weiter oben, war mir die Sache mit dem Thybon doch etwas mulmig (war sie vorher auch schon). Ich habe meine Thybon-Dosis halbiert von 20 mcg auf 10 mcg und LT von 150 auf 112mcg.

    Ich dachte ja schon, es geht mir ganz gut, aber seit der Kürzung der Dosis schwebe ich wie auf Wolken. Ich denke, es war allerhöchste Zeit die Dosis zu senken. Ich fühle mich den ganzen Tag happy, der ganze Körper fühlt sich harmonisch an. Ich schlafe gut. Ich kann meinen
    Körper benutzen, um das zu machen, was ich möchte. Ich fühle mich zufrieden und ausgeglichen.
    (Manchmal weiß man gar nicht mehr, wie sich richtig gut anfühlt, wenn über Jahre so langsam in die Krankheit schlittert.)

    Jetzt sind auch die Laborwerte gekommen unter:

    LT 150mcg (letzte Einnahme 24 Stunden zuvor)
    Thybon 20 mcg (letzte Einnahme 15 Stunden zuvor)

    TSH <0,01 (0,27 - 4,2)
    fT3 3,2 (2,00-4,40)
    fT4 12,4 (9,3-17)

    Ich denke, es fällt mir dieses Jahr so leicht zu reduzieren, weil meine Östrogendominanz der Vergangenheit angehört. Sie ist weg. Wie ich oft gelesen habe, behindert Östrogen die Wirkung der Schilddrüsenhormone. Das kann ich jetzt aus eigener Erfahrung bestätigen. Die hohe Dosis fühlte sich sonst immer ganz gut an. 2 x habe ich schon versucht Thybon wegzulassen. Die Ärzte sagten, ich solle es sofort ganz weglassen. Nach 6 Wochen ging es mir dann nicht so gut. Ausschleichen ist besser. Hoffentlich klappt es.

    Mir ist jetzt klar geworden, daß es für mich ein Einstellen bis zur Wohlfühldosis nicht hat geben können in der Vergangenheit. Diese Wohlfühldosis gab es für mich nicht, weil mehrere Baustellen mein Befinden beeinträchtigten. Solange die Östogrogendominanz da ist, wird es kein Wohlfühlen geben, solange der Darm löchrig ist, auch nicht. Solange ich für mich nicht verträgliche Nahrungsmittel esse, auch nicht. Da wird keine noch so tolle Schilddrüseneinstellung körperliches Wohlgefühl auslösen.

    Meine Güte, mit wieviel Rätselraten und Probieren ist die Gesundung verbunden. Ich hoffe, dass dieses Wohlfühlen dieses Mal von Dauer ist. Kurzfristig hatte ich es schon einige Male.

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