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Thema: Habt ihr bitte einen Rat? Unterfunktion, Gewichtszunahme unter L-Thyroxin Henning

  1. #1
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    Standard Habt ihr bitte einen Rat? Unterfunktion, Gewichtszunahme unter L-Thyroxin Henning

    Hallo zusammen,

    das wird vermutlich lang, nur bin ich zugegebenermaßen ein wenig ratlos bis verzweifelt und erhoffe mir Tipps bzw. evtl. Erfahrungsberichte von Leuten, denen es ähnlich geht / ging.

    Ich bin knapp 33 Jahre alt. Seit August 2018 nehme ich L-Thyroxin wegen einer (latenten) SD-Unterfunktion ein. Zu Beginn nahm ich 25 Mikrogramm und erhöhte im Oktober 2018 auf 37,5 Mikrogramm. Der Ultraschall im Oktober 2018 war unauffällig.
    Da ich seit der Einnahme zugenommen habe (ca. 6 kg, was sich nicht durch andere Essgewohnheiten als vorher begründen lässt), probierte ich im Mai 2019 einen Herstellerwechsel von 1A Pharma auf Henning aus, nahm die gleiche Dosis testweise weiter, also 37,5 Mikrogramm. Im Juli erhöhte ich auf 50 Mikrogramm, das ist meine aktuelle Dosis.

    Symptome waren vor der Einnahme unter Anderem:
    - Müdigkeit
    - unruhiger Schlaf und gerädertes Aufwachen
    - Gereiztheit / Aggressionen, depressive Stimmung
    - extremes Kälteempfinden (30 Grad fühlen sich wie 20 Grad an), starkes Bedürfnis nach Wärme
    - manchmal Schluckbeschwerden und / oder Schmerzen im Bereich der SD
    - Wassereinlagerungen (Verdacht auf Östrogendominanz)
    - stumpfes, brüchiges Haar

    Im September bekam ich die aktuellen Werte (alle anderen Werte stehen in meinem Profil):

    TSH: 1,5 mU/l (0,3 - 2,8 mU/l) = 48,00 %
    fT3: 4,4 pmol/l (3,1 - 6,8 pmol/l) = 35,14 %
    fT4: 1,4 ng/dl (0,9 - 1,7 ng/dl) = 62,50 %

    Die Arzthelferin sagte mir nun telefonisch, die Werte seien im grünen Bereich, ich solle die Dosis beibehalten und erst in nem halben bis 3/4 Jahr wieder zur Kontrolle kommen.
    Ich verstehe diese Werte überhaupt nicht, im Juli lag der TSH noch bei 124 %, t3 war zu niedrig mit knapp 30 % und t4 lag bei 50 %. Jetzt ist t4 gemäß Dosisanpassung natürlich gestiegen und der t3 schleicht immer noch da unten herum. Laut meiner Information sollte letzterer sich zumindest in Richtung der 50 % bewegen, um ein "grüner Bereich" zu sein, oder?

    Gefühlte Besserung der Symptome bei:
    - Wassereinlagerungen
    - Schlaf

    Geblieben sind:
    - Gewichtszunahme (inzwischen 10 kg)
    - psychische Beschwerden
    - ich friere immer noch, wenn andere über Hitze klagen
    - die Schluckbeschwerden
    - stumpfes Haar

    Ich bin ziemlich frustriert, dass mein Körper anscheinend anders auf das Medikament reagiert, als er soll und bin kurz davor, entweder selbst weiter zu erhöhen (auf 62,5 Mikrogramm), den Hersteller nochmal zu wechseln (Hexal?) oder es einfach aus lauter Frust abzusetzen, weil es mir einfach reicht, gesagt zu bekommen, dass alles in Ordnung sei, ich mich im Gegensatz dazu aber nicht so fühle und einfach immer dicker werde und trotzdem friere als hätte es 5 °C . Ich hatte 2013 erst 12 kg durch Ernährungsumstellung abgenommen und die jahrelang gehalten... bis 2018... Nun habe ich genau das wieder drauf. Ich hab mit allem gerechnet, aber nicht mit einer Zunahme, obwohl man den Stoffwechsel doch ankurbelt ?

    Zusätzliche Information:
    Im Mai wurden Vitamin D und B12 getestet. Beides im Mangel, B12 an der unteren Normgrenze. Ich nehme ca. 1 Mal pro Woche Vitamin D (20.000 i.E), merke dabei allerdings keinen Unterschied. B12 nahm ich über eine Woche ein Präparat, was mich allerdings noch aggressiver gemacht hat (schon bei Kleinigkeiten) und seitdem traue ich mich da nicht mehr ran .

    Wer erkennt seine Geschichte hier vielleicht wieder oder kann mich mit weiteren Informationen versorgen, damit ich entscheiden kann, ob und was ich jetzt mache?

    Ich danke euch im Voraus!

    Liebe Grüße
    Sabine

  2. #2
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    Standard AW: Habt ihr bitte einen Rat? Unterfunktion, Gewichtszunahme unter L-Thyroxin Henning

    TSH vom 15.08.2018 = 2,97 mU/l (0,4 - 4,0 mU/l) = 71,39 %. Arzt verschreibt testweise 25 Mikrogramm/Tag L-Thyroxin der Marke 1A Pharma.
    Soll das die latente UF gewesen sein?
    Die SD-Werte selbst gab es damals gar nicht, nur auf TSH hin wurde verschrieben?
    Ist ein Ultraschall von einem Facharzt gemacht worden? Antikörper bestimmt worden? (TPO-AK, TAK)
    Geändert von Flamme (28.09.19 um 13:28 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Habt ihr bitte einen Rat? Unterfunktion, Gewichtszunahme unter L-Thyroxin Henning

    Hallo,

    es wurde über ca. 10 Jahre öfter wegen zu einer Unterfunktion passender Symptome getestet und auch in meiner Familie gibt es die Tendenz zu Unterfunktion. Meine TSH-Werte lagen die vorigen Jahre immer zwischen 3 und 4, auch mal knapp unter 5. Behandelt hat man dann jedoch nicht, die anderen Werte meist auch nicht gemessen. Man sagte mir immer "Die SD ist nicht in Ordnung, aber man muss nichts tun". Den Wert im August hat mein Gynäkologe ermittelt und hat mir daraufhin testweise Thyroxin verschrieben. Danach wechselte ich zu einer spezialisierten Hausarztpraxis, von dort stammen alle anderen Messwerte und auch die Aussage latente Unterfunktion.

    EDIT: Ja, in der spezialisierten Praxis war der Ultraschall im Oktober unauffällig. Die Antikörper wurden auch nur im Oktober gemessen, waren alle negativ.

    Hier die Werte, 24.10.2018:
    TPO / Anti-Thyr.peroxid. (MA negativ, 9), (negativ: <34 iU/ml)
    TRAK / Anti-TSH-Rezeptor (TR negativ, 0,8), (negativ: <1,6 IU/l)

    Viele Grüße
    Geändert von specific (28.09.19 um 13:41 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Habt ihr bitte einen Rat? Unterfunktion, Gewichtszunahme unter L-Thyroxin Henning

    Es gibt hier nämlich im Forum einige Threads von User:innen, die ohne wirklich eindeutige Diagnose mit L-Thyroxin testweise begonnen haben, über Jahre hinweg die Dosis immer weiter gesteigert haben, da das Befinden sich nicht gebessert hat, teilweise bis in irrwitzige Dosierungen/Werte/Einnahmeschemata, und auf keinen grünen Zweig kamen. - Muss nicht immer so schlecht laufen, im Forum landet natürlich die Negativauslese. Aber deswegen lohnt es sich, die Sache nochmal von vorne aufzuwickeln, damit du nicht auch evt. in so eine Spirale kommst.

    Leider - das bitte generell immer im Hinterkopf behalten! - sind Überdosis-Symptome nicht immer eindeutig von Unterfunktionssymptomen zu unterscheiden. Das macht es nicht leichter, weil man immer in beide Richtungen denken muss.

    Ich würde mir alle Befunde, die es schon gibt, schriftlich besorgen, Blutwerte und US-Befunde, soweit du sie nicht daheim hast. "Unauffällig" kann verschiedenes bedeuten. Größe wäre z.B. interessant.
    Die TAK fehlen noch, TRAK sind nämlich andere Antikörper (die eher bei Basedow eine Rolle spielen, weniger bei Hashimoto).

    Du kannst diese Infos ins Profil stellen, mit jeweils Datum und ab Einnahmebeginn mit Dosis dabei. Im Kontext des Verlaufs kann man manchmal Dinge besser erkennen.

    Interessant wäre auch, worauf außer SD noch alles untersucht wurde bei diesen Symptomen und was dabei rausgekommen ist.

    Ich verstehe diese Werte überhaupt nicht, im Juli lag der TSH noch bei 124 %
    Dass der TSH nach Steigerung sinkt, ist zu erwarten.

    t3 war zu niedrig mit knapp 30 % und t4 lag bei 50 %. Jetzt ist t4 gemäß Dosisanpassung natürlich gestiegen und der t3 schleicht immer noch da unten herum. Laut meiner Information sollte letzterer sich zumindest in Richtung der 50 % bewegen, um ein "grüner Bereich" zu sein, oder?
    Das ist eine sträfliche Verallgemeinerung. Wo innerhalb des Referenzbereichs der individuelle Normalbereich (der wesentlich kleiner ist als der Referenzbereich) liegt, ist - nun eben: individuell. Genetisch disponiert.

    Es gibt beim fT3 auch zwei Phänomene, die scheinbar widersprüchlich sind:
    Ein fT3 kann erniedrigt sein, wenn der fT4 individuell zu niedrig ist. Dann hilft Steigern, ihn zu erhöhen.
    Er kann aber auch erniedrigt sein, wenn der fT4 zu hoch ist, im Sinne einer Gegenregulation des Körpers. Dann hilft Senken, ihn zu erhöhen.

  5. #5
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    Standard AW: Habt ihr bitte einen Rat? Unterfunktion, Gewichtszunahme unter L-Thyroxin Henning

    Zitat Zitat von Flamme Beitrag anzeigen
    Ich würde mir alle Befunde, die es schon gibt, schriftlich besorgen, Blutwerte und US-Befunde, soweit du sie nicht daheim hast. "Unauffällig" kann verschiedenes bedeuten. Größe wäre z.B. interessant.
    Die TAK fehlen noch, TRAK sind nämlich andere Antikörper (die eher bei Basedow eine Rolle spielen, weniger bei Hashimoto).
    Ich habe keine weiteren Werte als die angegebenen, den Befund des US müsste ich mir dort besorgen. Antikörper sind nicht nochmal gemessen worden, es werden bei den Kontrollen immer nur TSH, t3 und t4 gemessen.

    Zitat Zitat von Flamme Beitrag anzeigen
    Interessant wäre auch, worauf außer SD noch alles untersucht wurde bei diesen Symptomen und was dabei rausgekommen ist.
    Test auf Vit D und B12 hab ich selbst angefordert. Nur bis Oktober 2018 wurden auch noch Nierenwerte und kleines Blutbild gemacht.
    Ansonsten war ich vor Behandlung der SD bei:

    - HNO und Pneumologen wegen Schlafproblemen. Verdacht auf chronische Sinusitis oder Schlafapnoe, CT und Schlaflabor ohne Befund (allerdings habe ich nicht wirklich geschlafen)
    - Endokrinologe und Gynökologe wegen Wassereinlagerungen, Verdacht auf Progesteronmangel / Östrogendominanz. Behandlung mit Progestogel (abgesetzt).
    - Psychotherapie, habe ich jedoch wieder abgebrochen, da keine Indikation.

    Zitat Zitat von Flamme Beitrag anzeigen
    Dass der TSH nach Steigerung sinkt, ist zu erwarten.
    Aber um so viel? Zwischen Oktober und Mai ist er trotz Steigerung auch angestiegen. Natürlich ist das ne große Zeitspanne, keine Ahnung, warum ich zwischendurch keine Werte abnehmen lassen hab.

    Ich bin einfach unsicher, ob ich der Aussage der Arzthelferin nachgehen soll. Vor 6 Wochen meinte meine Ärztin noch, wir sollten die Dosis von 37,5 mcg auf 50 mcg erhöhen, da ft3 noch zu niedrig sei. Sie meinte auch, ich könne selbst noch vorsichtig erhöhen, wenn ich das Gefühl habe, es reicht noch nicht. Ich solle nur unbedingt auf UF-Symptome wie Schwindel, Herzrasen oder Hitze achten (wäre ja toll, wenn mir mal warm wäre *ironie*). Ich habe jedoch einfach 50 mcg beibehalten und wollte die Werte abwarten.

    Oder ich rufe sie einfach nochmal an, da ich so verunsichert bin und mich nach wie vor so fühle, als ginge da noch was Richtung oben? Im Grunde tun die Werte ja, was sie sollen. Mehr t4, also steigen beide Werte. "Rein rechnerisch" (wie toll wäre es, wenn es wirklich eine mathematische Funktion dazu gäbe) müsste ich beim nächsten Erhöhen um 12,5 Mikrogramm bei einem ft4 von 75 % landen (Mai 37,5 %, Juli 50 %, September 62,5 %) und t3 sollte bei rund 40 % liegen.

  6. #6
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    Standard AW: Habt ihr bitte einen Rat? Unterfunktion, Gewichtszunahme unter L-Thyroxin Henning

    Also ich will dich nicht erschrecken, aber im Grund gibt es nicht einen einzigen Anhaltspunkt für ein Schilddrüsenproblem. Keine Antikörper und unauffälliger Ultraschall und keine Besserung durch LT, eigentlich ziemlich deutlich. Das Problem sind die TSH-Normwerte. Die gingen früher mal bis 4, dann bis 2,5. Aber eigentlich ist das ziemlich individuell. Nicht jeder muss einen TSH unter 3 haben, und mancher braucht einen TSH unter 3. Der ft3-Wert ist auch überhaupt nicht zu tief mit" knapp 30 %, mancher braucht mehr, mancher weniger.
    Das heisst, mit LT anfangen bei einem TSH von 2,97 kann richtig sein und kann falsch sein. Darum heisst es dann immer "testweise". Und testweise meint, es kann auch sein, man braucht kein LT. Nur geht das in der Praxis oft so aus, das die Leute erhöhen und erhöhen und hoffen, irgendwann mal wird alles gut. Von LT zunehmen, das passiert allerdings deutlich dann, wenn man zuviel LT nimmt. Man nimmt auch keineswegs ab mit LT in richtiger Dosierung, es soll sich ja der Stoffwechsel nur normalisieren. Aber wenn man den Stoffwechsel ankurbelt, steigt der Appetit, die Insulinausschützung verändert sich ungünstig.
    Also von daher, musst du letztlich selber überlegen, hier kann man nichts sicher sagen. Aber es sieht einfach gar nicht aus nach erkrankter Schilddrüse. Und der TSH anfangs rechtfertigte nicht die Diagnose latente Unterfunktion.

  7. #7
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    Standard AW: Habt ihr bitte einen Rat? Unterfunktion, Gewichtszunahme unter L-Thyroxin Henning

    (wäre ja toll, wenn mir mal warm wäre *ironie*)
    Ich habe von LT noch nie geschwitzt. Auch nicht bei 26 °C Schlafzimmertemperatur und warme Decke. Aber zugenomman habe ich auch ständig in UF. Egal was die Blutwerte gezeigt haben. Jetzt kann ich aber wieder ganz normal schwitzen, wenn zu warm ist, und mein Körpertemperatur ist auch etwas höher geworden. Sommer war es gar nicht so schlimm wegen die Hitze. Bei 40 °C war es meistens ganz angenehm. Auf 37 °C Körpertemperatur komme ich noch nicht ganz, aber ich friere wenigstens nicht mehr.

  8. #8
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    Standard AW: Habt ihr bitte einen Rat? Unterfunktion, Gewichtszunahme unter L-Thyroxin Henning

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    Das Problem sind die TSH-Normwerte. Die gingen früher mal bis 4, dann bis 2,5. .
    Kleine Bemerkung dazu: Niemals war 2,5 allgemein anerkannte Obergrenze. Weswegen die Verwirrung gab und teilweise noch gibt, wird hier ganz gut beschrieben:

    Endokrinologin: Da war es plötzlich en vogue, einen TSH-Wert von 2,5 als gesunde Obergrenze anzusehen. Und dann sind viele losgezogen, die keine Ahnung von Hormonen hatten und meinten, ab TSH 3 sei es gefährlich.
    ...
    Hausärztin: Das ist ein Riesenthema. Allgemein gilt ein Wert von 0,4 bis 4 als normal. Es gibt aber selbst ernannte Experten, die sagen, er sollte bei 2,0, bei 2,1 oder bei 2,5 liegen.
    ...
    Endokrinologin: Stopp! Diese Diskussion ist schon zehn Jahre her.
    ...
    Hausärztin: Ja, in der Wissenschaft. Aber nicht in den Laboren, die legen das oft noch anders fest. Die bestimmen selbst, welche Werte sie für erhöht oder zu niedrig halten. Da kriegt man dann Ergebnisse, da steht der TSH-Wert entweder normal ausgedruckt drauf oder mit einem fett gedruckten Pfeil nach oben oder nach unten. Und diesen Ausdruck bekommt der Patient ja vorgelegt. Und dann geht es los mit dem Argumentieren, warum ich als Ärztin denke, dass es trotzdem nicht krankhaft ist.

    Quelle: https://www.zeit.de/2017/22/medizin-...omplettansicht

    Das ist besonders nett, weil es auch bei uns hier im Forum öfter vorkommt, dass genau solche TSH-Labor-Festlegungen als etwas unumstößlich Gültiges herbeizitiert werden. Dabei ist das nur eines: Willkürlich.
    Geändert von panna (28.09.19 um 15:43 Uhr)

  9. #9
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    Standard AW: Habt ihr bitte einen Rat? Unterfunktion, Gewichtszunahme unter L-Thyroxin Henning

    In meinem Großraumbüro gibt es viiiele Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen LT nehmen. Mit einer einzigen Ausnahme (25 mcg seit etlichen Jahren) ist da niemand, der mit Modelmaßen rumläuft; weder die ganz jungen noch wir Mittelalten. Ich habe auch erst durch LT zugenommen, war vorher über 20 Jahre gewichtsstabil und hatte eine locker sitzende Größe 40, manchmal 38 auf 175 cm Höhe.

    Nach höchstens einem halben Jahr waren 5 oder 6 Kilos mehr drauf, und dann kamen die üblichen „Wohlstandskilos“ und vielleicht auch Wechseljahrespfunde hinzu. Unterm Strich bin ich jetzt 10 bis 12 kg schwerer als in latenter Unterfunktion ( TSH war knapp 6 und ft4 gerade so im Normbereich, Antikörper gut erhöht; Diagnose also eindeutig).

    Ohne Hashi-Diagnose hätte ich das LT abgesetzt. Im nachhinein konnte ich sämtliche Befindlichkeitsstörungen auf Eisenmangel zurückführen

    Wenn es hier im konkreten Fall keine Diagnose gibt, nichts besser geworden ist, sondern eher schlechter, würde ich mich fragen, was überhaupt FÜR LT spricht.

  10. #10
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    Standard AW: Habt ihr bitte einen Rat? Unterfunktion, Gewichtszunahme unter L-Thyroxin Henning

    Zitat Zitat von specific Beitrag anzeigen
    Ich bin ziemlich frustriert, dass mein Körper anscheinend anders auf das Medikament reagiert, als er soll und bin kurz davor, entweder selbst weiter zu erhöhen (auf 62,5 Mikrogramm), den Hersteller nochmal zu wechseln (Hexal?) oder es einfach aus lauter Frust abzusetzen, weil es mir einfach reicht, gesagt zu bekommen, dass alles in Ordnung sei, ich mich im Gegensatz dazu aber nicht so fühle und einfach immer dicker werde und trotzdem friere als hätte es 5 °C . Ich hatte 2013 erst 12 kg durch Ernährungsumstellung abgenommen und die jahrelang gehalten... bis 2018... Nun habe ich genau das wieder drauf. Ich hab mit allem gerechnet, aber nicht mit einer Zunahme, obwohl man den Stoffwechsel doch ankurbelt ?
    Wenn man mit Schilddrüsenhormonen gut versorgt ist, also der Körper selber genügend produziert, kann man mit einer zusätzlichen Einnahme keine Gewichtsabnahme erreichen. Der Gedanke ist ja nicht neu, ich habe auch Freundinnen, die es ausprobiert haben und die diesbezüglich nichts erreicht haben. Alle, ausnahmslos haben LT wieder abgesetzt, weil sie nur Probleme dadurch bekamen und das Gewicht ist bestenfalls geblieben wie es war oder sie haben noch schneller zugenommen als vorher.

    Ich denke, Deine Symptome werden andere Ursachen haben, vielleicht handelt es sich um irgendwelche Mängel oder es fehlen andere Hormone, das kann man so schlecht beurteilen. Dass Du mittlerweile sehr frustriert bist kann ich gut verstehen, allerdings denke ich wirklich, dass Du die Schilddrüse als Verursacher ausschließen kannst.

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