Ergebnis 1 bis 10 von 10

Thema: Seit Monaten unbemerkt unterdosiert - unglaublich.

  1. #1
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    13.05.06
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    1.271

    Standard Seit Monaten unbemerkt unterdosiert - unglaublich.

    Ich sage jetzt schon mal sorry für den langen Text und mein Wehklagen.

    Also, nach dem ich ein wildes vergangenes Jahr mit meiner Schilddrüse hatte (übler Auslaßversuch mit Thybon., Östrogendominanz, crazy unruhiger Dosis bis hin zu üblen Symptome) ging es in 2019 langsam ein wenig besser.

    Ich habe noch in 2017: 185/20 und 2018: 150/10 genommen und wollte mich in der zweiten Jahreshälfte 2019 gerne bei 125/5 einfinden (wenn das reicht). Soweit der Traum vom nicht mehr supr. TSH. Aber ich habe mich vor fast drei Monaten aus Versehen auf 112 runter dosiert und dachte die ganze Zeit ich nehme 131,5 LT.

    Das viel mir auf, als ich heute in der Apo mein Rezept eingelöst habe. Keine Ahnung wie das möglich war. Aber es war einer von diesen AHA Momenten.

    Es haben sich in den letzen Wochen immer mehr unangenehme Symptome dazugesellt, die ich aus meiner Anfangszeit kenne, es fühlte sich intuitiv nach UF/UD an aber ich habe meiner eigenen Wahrnehmung nicht getraut.

    Heute nacht hatte ich wieder fieses Poltern in der Brust, konnte nicht schlafen auch am Vormittag beklemmtes Gefühl, Schwitzen ohne Wärme, blöde Atmung, die Luft scheint irgendwie scharf und schmerzhaft beim Einatmen, nachmittags besser.

    Symptome insgesamt:

    #Starke Knochenschmerzen
    #Muskelschmerzen
    #duseliges wattiges Kopfgefühl
    #Anlaufschwierigkeiten am Morgen
    #Haarausfall
    #Fingernägel brechen
    #Verstopfung
    #Blähbauch
    #zugenommen, mehr Volumen
    #kann kaum konzentriert an etwas arbeiten
    #alles irgendwie langsam
    #mein Gehirn schaltet langsamer, Wortfindungsstörungen
    #Schreibfehler
    #gehe am liebsten vor zehn ins Körbchen
    #Atmen ist unangenehm, will immer tief durchatmen
    #komisches Ohrgefühl, gehen nicht richtig auf und zu, Unterwasser oder Flugzeuggefühl
    #starkes Bedürfnis nach allem was puscht
    #Ohren"zischen" oder Hinterkopf (nicht pulsierend und unabhängig vom BD)
    #bisweilen dunkles pulsierendes Rauschen wie bei Eisenmangel
    #manchmal Ziehen und Drücken, da wo die SD sitzt
    #Schluckbeschwerden
    #bisschen ängstlich und traurig


    Ich bin noch nicht in den WJ, aber die Periode ist diesmal an ZT 36 immer noch nicht da, es grummelt nur.

    Insgesamt fühlt es sich an, als ob die Senkung jetzt so richtig reinhaut. Aber gut Orakeln hilft nicht weiter. Ich lasse nächste Woche neue Werte machen und auch wenn es weh tut: Bis dahin bleibe ich bei 112 LT, weil ich unbedingt die Werte dazu haben will. Ich bin wirklich sehr gespannt. Auch hätte ich nicht gedacht dass 38 weniger über einige Monate so reinhauen; andererseits bin ich mir fast sicher, dass ich mit den 112 unter meinem Limit bin. Ach ja, minus 5 Thybon kommen ja auch noch dazu.

    Mal sehen wie das weiter geht.

    LG
    Lissie


    PS: Stimmt, ich habe gar keine konkrete Frage formliert. Ich musste das auf jeden Fall jemandem erzählen, der versteht wie sich das so anfühlt. Vielleicht nicht, dass man so verpeilt sein kann aber wie einen diese Symptome runterziehen können. Und ich werde sicher in nächster Zeit noch öfter nach Hilfe fragen, während ich versuche, aus dem Loch wieder rauszukrabbeln.
    Geändert von lissie (27.09.19 um 18:11 Uhr)

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    08.11.16
    Beiträge
    1.323

    Standard AW: Seit Monaten unbemerkt unterdosiert - unglaublich.

    Hallo Lissie,
    GUTE BESSERUNG ! Ich kann es verstehen wie es Dir plötzlich geht. Du hast einfach zu viel reduziert und irgendwann geht es nicht mehr weiter. Ich habe das auch nie sofort gemerkt, aber dann ging plötzlich nichts mehr. Du brauchst keine Fragen stellen, aber vielleicht hilft es jemanden, wer nur wegen TSH reduzieren muss. Wer gar keine funktionierende SD mehr hat ist natürlich schlechter dran. Viele Deine Probleme kenne ich leider auch. Wir lernen immer was dazu.

    Ganz liebe Grüße
    Peter
    Geändert von Peter. (27.09.19 um 10:06 Uhr)

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    13.05.06
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    1.271

    Standard AW: Seit Monaten unbemerkt unterdosiert - unglaublich.

    Danke Peter,

    das ist super nett von dir. .... arbeite gerade am Computer und versuche dieses eklige Gefühl, das ich von diesem unwillkürlich falschen Atmen bekomme, zu ignorieren.

    LG

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    08.11.16
    Beiträge
    1.323

    Standard AW: Seit Monaten unbemerkt unterdosiert - unglaublich.

    Hallo Lissie,
    ich würde versuchen vorläufig mit etwas Thybon T3 ausgleichen. Das hilft schneller als LT. Wenn es Dir dann wieder besser geht reduzieren kannst Du immer noch.

    Ganz liebe Grüße
    Peter
    Geändert von Peter. (27.09.19 um 18:27 Uhr)

  5. #5
    Benutzer
    Registriert seit
    28.03.14
    Beiträge
    240

    Standard AW: Seit Monaten unbemerkt unterdosiert - unglaublich.

    Zitat Zitat von Peter. Beitrag anzeigen
    ich würde versuchen vorläufig mit etwas Thybon T3 ausgleichen. Das hilft schneller als LT. Wenn es Dir dann wieder besser geht reduzieren kannst Du immer noch.
    das würde ich auf keinen fall.
    warum thybon einwerfen, wenn t4 fehlt? das bringt doch mehr durcheinander, als dass es hilft.
    lg delija

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    37.710

    Standard AW: Seit Monaten unbemerkt unterdosiert - unglaublich.

    Zitat Zitat von Peter. Beitrag anzeigen
    Hallo Lissie,
    ich würde versuchen vorläufig mit etwas Thybon T3 ausgleichen. Das hilft schneller als LT.
    Was für eine Idee. T3 ist doch kein kurz wirkendes Wohlfühlbonbon ohne Langzeiteffekte. Außerdem: Lissie nimmt doch sowieso Thybon.

    Und ihre Werte unter 125 sehen nicht so aus, als gäbe es unter 112 eine große Katastrophe. Und noch außerdem: sehr wahrscheinlich hat sie sowieso mehr T4 als was der fT4-Wert unter Thybon zeigt (das berühmte "sinkende" fT4, was aber wieder da ist, wenn Thybon abgesetzt wird ...).

    Lissie:
    Wenn ich meine Atmung beobachte, fange ich garantiert an, anders zu atmen.
    Geändert von panna (27.09.19 um 20:02 Uhr)

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    13.05.06
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    1.271

    Standard AW: Seit Monaten unbemerkt unterdosiert - unglaublich.

    Danke euch bis hierher!

    Was das T4 betrifft, da stimme ich panna zu, dass ich ziemlich sicher mehr hatte, als ich brauche. (Das zeigt mir insbesondere der aus der Norm geschossene T4 nach dem kurzfristigen Absetzen von Thybon). Nichts desto trotz tauchen jetzt nach fast drei Monaten mit 112 LT vermehrt die Symptome meiner üblen Anfangszeit wieder auf und nein die merkwürdige Atmung resultiert nicht aus übersteigerter Selbstbeobachtung. Das ist ein für mich sehr vertrautes Symptom und zwar ein ganz übles, schlimmer ist nur noch anfallsweise Herzrasen mit Stolpern.

    Bei 125/5 sah das T4 nach etwa 3 bis 4 Wochen mit dieser Dosis gut aus. Knapp unter der Normmitte reicht mir. Richtig angekommen, wie es immer heißt, war diese Senkung da wohl noch nicht und dann gleich noch mal 13 runter. Was mir scheinbar nicht reicht, ist das T3. Es ist dem Befinden nach niedrig und mit 2,6 pg/ml bei meinem langjährigen Labor auch dem Wert nach nicht überschäumend. Ginge es mir ok, wäre mir der Wert egal ... is aber nicht. Vielleicht ging das Senken einfach zu schnell für mich, ich hätte lieber in kleinen Schritten gemächlicher reduziert.

    Am Ende werde ich die neuen Werte abwarten, um zu sehen, wo es tendenziell hingeht. Wenn der ft4 immer noch zwischen 40 und 50 % beim gleichen Labor liegt - geschenkt, dann lasse ich das Thyroxin vorerst so. Ich würde gerne sehen, dass der TSH im unteren Normbereich landet und im Normalfall könnte ich mal schauen, ob dann nicht auch der T3 wieder etwas anzieht. Nur die Wahrscheinlichkeit, dass meine SD noch hilfreich mitarbeitet ist eher gering. Und für den Fall, dass es doch noch "lebendiges" Restgewebe gibt, möchte ich das nur ungern zum Wachstum anregen, den Minirestknoten schon überhaupt nicht.


    LG und Gute Nacht.
    Geändert von lissie (28.09.19 um 03:03 Uhr)

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    08.11.16
    Beiträge
    1.323

    Standard AW: Seit Monaten unbemerkt unterdosiert - unglaublich.

    Hallo Lissie,
    ich wollte Dir nur helfen, weil ich überzeugt bin darüber was ich schreibe. Du hast sogar noch Schlafstörungen und das hatte ich auch bis ich mit extra T3 angefangen habe. Bei mir könnte sogar der TSH zurück kommen und trotzdem hätte ich kein normales Leben, weil ich mein Gehirn brauche. Wir sind alle verschieden. Ich kann sogar mit 25 mcg T3 schlafen wie ein Baby. Wenn Deine SD das wirklich schaffen würde genug T3 zu produzieren, dann hätte schon damit angefangen, weil Du UD warst. Die Idee von panna, dass Du irgendwann genug Hormone produzierst mit sichtbare TSH finde ich grundsätzlich nicht schlecht. Ich finde es super, dass Du es versuchst und nicht aufgibst. Vielleicht hast Du Glück, was ich Dir natürlich auch wünsche. Es gibt aber garantiert eine Ursache warum Du früher extra T3 gebraucht hast. Ich konnte mit 10 Thybon noch ein TSH 4 erreichen, trotzdem ging es mir nicht gut damit, weil die Gesamtmenge von T3 und T4 irgendwie doch nicht gereicht hat. Du kannst natürlich diese Experiment weitermachen, aber ich würde trotzdem nach Befinden gehen. Wir leben nur einmal. Hormone brauchen Zeit, und Du hast einfach zu schnell reduziert. Das Gehirn braucht aber die richtige Menge davon, sonst fühlst Du Dich nicht wohl dabei. Herzrasen kann auch von zu wenig T3 kommen. Langfristig wirst Du sehen ob Deine Rest SD noch genug T3 produzieren kann. Dein Regelkreis scheint noch zu funktionieren, sonst hättest Du nicht soviel reduzieren können. Bei mir schafft es die SD leider nicht ganz, egal was die Blutwerte zeigen. Ich habe aber mein Weg gefunden. Bis ich das leisten kann ist mein Problem gelöst. Ich wünsche Dir auch viel Glück. Wir dürfen es nie aufgeben und hoffen dass alles wieder gut wird. Das sind aber nur meine Erfahrungen. Wenn es so einfach wäre hätten Dir die Ärzte schon längst geholfen. Bitte achte immer auf Dein Befinden. Nur dann wirst Du es schaffen.

    Ganz liebe Grüße
    Peter

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    37.710

    Standard AW: Seit Monaten unbemerkt unterdosiert - unglaublich.

    Sie wird nach RJT (habe erst später gesehen) nicht wirklich nennenswert irgendwas produzieren. Aber lissie nimmt 5 mcg T3 und wesentlich mehr ist nicht nötig, um den Schilddrüsenanteil zu ersetzen. Das TSH, verbunden mit einem individuell ausreichenden fT4, hat eine gewisse Bedeutung für die Umwandlung, also wenn es machbar ist, es zu haben, kann es besser sein, als es nicht zu haben.

    Dein Steckenpferd mit dem Gehirn Peter, damit tust du niemandem einen Gefallen. Das Gehirn wandelt selbst um, aus gutem Grund. Kleine "Umwege", die vielleicht eine minimale Permeabilität zulassen, sollte man nicht überbewerten, es ist wichtig, dass das Gehirn von zu viel oder zu wenig T3 geschützt wird. Deine Erfahrungen in allen Ehren, die Interpretationen dazu sind nicht unbedingt zutreffend und auf andere übertragbar sowieso nicht. T3 ist keine isolierte Generallösung und deine Interventionen mit "mehr T3 wird es schon richten" sind nicht wirklich hilfreich.

    Dein Regelkreis scheint noch zu funktionieren, sonst hättest Du nicht soviel reduzieren können
    Ich werde deinen Beitrag nicht länger im Detail auseinandernehmen oder richtigstellen, aber Obiges ist nicht zutreffend.

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    08.11.16
    Beiträge
    1.323

    Standard AW: Seit Monaten unbemerkt unterdosiert - unglaublich.

    OK. panna. RJT habe ich auch nicht gesehen, aber damit kennst Du Dich sicher besser aus. Wenn die Lösung nur so einfach wäre ! Vielleicht ist es mit MB auch etwas anders als mit Hashi. Es ist aber nicht immer nur die SD alleine. Wir beide wollen nur helfen , sonst nichts. Entscheiden muss Lissie sowieso selbst. Vielleicht klappt es irgendwann doch noch. Hätte ich die richtige Ärzte gefunden, dann wäre bei mir vielleicht auch nicht so weit gekommen. Momentan brauche ich keinen Arzt mehr. Sogar meine Gelenkschmerzen sind vollkommen verschwunden.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •